03. August 2006

Sachsen: Rückgang der Getreideanbaufläche zugunsten von Winterraps

Themen: Archiv — info @ 16:08

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte bearbeiten in diesem Jahr rund 720.400 Hektar Acker­land. Das entspricht nahezu der Vorjahresfläche.

Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von 401.800 Hektar ermittelt. Das ist ein Rückgang zu 2005 von 10.200 Hektar (2,5 Prozent). Getreide bleibt aber die wichtigste Ackerfrucht und wächst in diesem Jahr auf 56 Prozent des Ackerlandes heran. Die Anbaufläche von Weizen dehnten die sächsischen Landwirte um 2.700 Hektar (1,5 Prozent) auf 180.100 Hektar aus. Somit bleibt Weizen die am häufigsten ange­baute Getreideart und beansprucht 45 Prozent der Getreideanbaufläche.

Die Anbaufläche von Gerste wurde um 3.300 Hektar (2,3 Prozent) erhöht. Gerste nimmt mit 145.600 Hektar 36 Prozent der Getreideanbaufläche ein. Ein starker Flächenrückgang wegen hoher Auswinterung ist bei Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) mit 9.200 Hektar (28 Prozent) auf 24.100 Hektar zu verzeichnen. Die sächsischen Landwirte drillten weiterhin 10.100 Hektar Hafer (+2,2 Prozent zum Vorjahr).

Der Anbau von Handelsgewächsen stieg um 9.300 Hektar (7,0 Prozent) auf 142.100 Hektar an. Zu den Handelsgewächsen zählen unter anderem Ölfrüchte (Raps, Körnersonnenblumen, Lein), Rüben und Gräser zur Samengewinnung sowie Hopfen. Handelsgewächse nehmen 20 Prozent des Ackerlandes ein. Den größten Zuwachs der Anbaufläche verzeichnet Winterraps mit 8.600 Hektar (7,1 Prozent). Winterraps wächst in diesem Jahr auf 129.700 Hektar.

Die Anbaufläche für Futterpflanzen erreichte mit 106 400 Hektar erstmals wieder seit 1999 eine Fläche über 100.000 Hektar. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um 8.300 Hektar (8,4 Prozent). Die größte Steigerung ist beim Grasanbau auf dem Ackerland mit 17 Prozent (3.600 Hektar) zu verzeichnen. Silomais wurde mit 62.500 Hektar gemeldet. Das ist eine Erhöhung von 4.000 Hektar (6,8 Prozent). Insgesamt nimmt die Futterfläche 15 Prozent des Ackerlandes ein.

Auf 21.100 Hektar wachsen Hackfrüchte heran. Das sind 2.600 Hektar (11,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Dabei entfallen 13.500 Hektar auf Zuckerrüben und 7.300 Hektar auf Kartoffeln. Die Anbaufläche für Hülsen­früchte verringerte sich um 4.000 Hektar (20,7 Prozent) auf 15.300 Hektar. Die wichtigste Hülsenfrucht in Sachsen ist die Futtererbse mit 12.100 Hektar (-23,9 Prozent zum Vorjahr). Die Brache beträgt in diesem Jahr etwa 28.300 Hektar. Das sind 1.200 Hektar (4,0 Prozent) weniger als 2005. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.




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