17. August 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 510 angebotenen Schweinen alle Schweine zu einem Durchschnittspreis von 1,78 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,78 Euro bis 1,79 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

14. August 2006

Trockenheit verringert europäische Ernte

Themen: Archiv — info @ 12:08

Brüssel/Berlin (agrar.de) – Laut einer Analyse der Europäischen Kommission hat das außerordentlich heiße Wetter im Juli die diesjährigen Ernteerträge der EU deutlich beeinträchtigt. Im Vergleich zu einer im Juni vorgenommenen Analyse weist das europäische Ernteüberwachungssystem nun auf eine deutliche Verringerung der Ernten hin. Am stärksten betroffen sind die Erträge bei Weichweizen, Wintergerste, Körnermais, Kartoffeln und Zuckerrüben. Die Analyse rechnet mit einer Getreideerzeugung von insgesamt etwa neun Millionen Tonnen. Das sind 3,6 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2005. Die Ernteeinbußen werden somit sogar noch größer sein als im vorigen Jahr. Deutschland, Polen und Großbritannien haben unter den größten Ausfällen zu leiden. Eine ausgedehnte Trockenperiode hatte den Landwirten schon 2003 Einbußen beschert. Im Vergleich zu damals ist das betroffene geografische Gebiet in diesem Jahr größer, die gesamten Erzeugungseinbußen sind jedoch weniger hoch.

Die heute von der Kommission veröffentlichten Prognosen enthalten Angaben zu den wichtigsten Kulturpflanzen in der Europäischen Union im Vergleich zur Erzeugung des Vorjahres und den durchschnittlichen Ernteerträgen in den letzten fünf Jahren. Sie nennen ferner die am stärksten von Trockenheit und Hitze betroffenen Regionen und vergleichen die Situation mit extremen Trockenperioden der Vergangenheit.

Mit der über weite Teile des Juli anhaltenden Hitzewelle wanderte die Trockenheit nordwärts über den Kontinent und beeinträchtigte besonders jene Gebiete, in denen sich die Winterkulturen noch in ihrer kritischen Phase, also im Reifeprozess, befanden. Wassermangel wird nach Schätzungen der Kommission vor allem bei Körnermais, Zuckerrüben und Kartoffeln die Erträge drücken.

Am stärksten von den ungünstigen Wetterbedingungen beeinträchtigt ist Deutschland. Hier prophezeit die Studie minus 1,8 Prozent beim Weizenertrag im Vergleich zu 2005, minus 5,6 Prozent bei Gerste, minus 9 Prozent bei Kartoffeln und schließlich minus 4,6 Prozent bei Zuckerrüben.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Europa.

10. August 2006

Studie: Parkinson durch Pestizide

Themen: Archiv — info @ 12:08

Boston (agrar.de) – Die Exposition mit Pestiziden im Beruf oder in der Freizeit scheint das Erkrankungsrisiko auf einen Morbus Parkinson zu erhöhen. Basierten die diesbezüglichen Vermutungen bisher nur auf experimentellen Untersuchungen und unsicheren Fall-Kontroll-Studien, so wurde jetzt in den Annals of Neurology (2006; doi: 10.1002/ana.20904) erstmals auch in einer prospektiven Beobachtungsstudie eine Assoziation gefunden.

Eine umwelttoxische Ursache des Morbus Parkinson wird diskutiert, seit in den 80er-Jahren Drogenabhängige die Erkrankung unbeabsichtigt bei sich induzierten. Bei der Synthese der Designerdroge MPPP (1-Methyl-4-phenyl-4-propion-oxy-piperidin), auch ’synthetisches Heroin‘ genannt, war ihnen ein fataler Fehler unterlaufen. Statt MPPP injizierten sie MPTP (1-Methyl-4-phenyl-1,2,3,6-tetrahydropyridin), das heute als nigrostiatales Toxin bezeichnet wird, da es innerhalb kurzer Zeit ein Parkinsonsyndrom auslöst (Science 1983; 219: 979-980).

Da MPTP eine gewisse toxikologische und strukturelle Verwandtschaft mit den Pestiziden Rotenon und Paraquat hat, konnte es nicht ausbleiben, dass der vermehrte Einsatz von Pestiziden in Landwirtschaft und Garten generell in den Verdacht geriet, die häufigste Bewegungsstörung bei älteren Menschen auszulösen. Dieser Zusammenhang wurde seither in mindestens 40 Fall-Kontroll-Studien untersucht. Terry Brown vom Medical Research Council in Leicester und Mitarbeiter kamen Anfang des Jahres zu dem sibyllinischen Schluss, dass das Gewicht der Evidenz für eine Assoziation spricht, für einen kausalen Beweis aber nicht ausreicht (Environmental Health Perspectives 2006; 114: 156-164). Eine kausale Beziehung lässt sich auch durch eine prospektive Beobachtungsstudie nicht herstellen, doch wiegt diese Art der epidemiologischen Beweisführung zweifellos mehr als 40 Fall-Kontroll-Studien.

Alberto Ascherio von der Harvard School of Public Health hat die Daten der Cancer Prevention Study II ausgewertet. An dieser vom US-National Cancer Institute durchgeführten Untersuchung beteiligten sich 1982 1,2 Millionen Amerikaner. Sie wurden unter anderem nach ihrer Exposition nach Pestiziden in Beruf und Freizeit gefragt. Im Jahr 2001 fand eine erneute Befragung von 143.325 Teilnehmern statt. Erfasst wurden alle Personen, die seit 1992, also 10 Jahre nach der Erstbefragung einen Morbus Parkinson entwickelt hatten. Es fanden sich 413 Patienten, deren Exposition mit der Exposition der nicht erkrankten Teilnehmer verglichen wurde.

Ergebnis: Während zu einer Reihe anderer im Verdacht stehenden Exotoxine wie Asbest, Kohlen- oder Mineralstaub, Chemikalien, Säuren oder Lösungsmittel keine Assoziation gefunden wurde, erkrankten Menschen, die mit Pestiziden in Kontakt geraten waren, zu 70 Prozent häufiger an einem Morbus Parkinson. Dabei machte es keinen Unterschied, ob sie als Landwirte beruflich mit den Substanzen zu tun hatten oder ob sie sie privat, etwa im Garten angewendet hatten.

Trotz der hohen Fallzahl ist die Studie nicht beweisend. Ihre Hauptschwäche besteht darin, dass die Befragten keine Angaben zu Dauer, Häufigkeit und der Intensität der Pestizidexposition gemacht haben. Es ließ sich deshalb keine Dosis-Wirkungsbeziehung herstellen, die den Zusammenhang untermauert hätte. Deshalb bleibt die Frage letztlich offen, und es dürfte noch weitere Studien in dieser Frage geben. /rme

Links zum Thema Pflanzenschutz.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 535 angebotenen Schweinen 535 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,75 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,74 Euro bis 1,75 Euro.

Links zum Thema Schweine.

DBV: Zuschuss für Biokraftstoff-Eigenverbrauchstankstellen

Themen: Archiv,Kraftstoffe — info @ 11:08

Pflanzenöl und Biodiesel: Die eigene Tankstelle umrüsten

Berlin (agrar.de) – Land- und Forstwirte erhalten einen Zuschuss für Biokraftstoff-Eigenverbrauchstankstellen. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bietet Land- und Forstwirten finanzielle Unterstützung bei der Errichtung und Umrüstung von Eigenverbrauchstankstellen für Biokraftstoffe an, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit.

Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft, die die von der Mineralölsteuer weiterhin befreiten Biokraftstoffe Biodiesel und Rapsöl einsetzen, können eine Förderung für Eigenverbrauchstankstellen beantragen. Ein entsprechendes Programm des Bundeslandwirtschaftsministeriums gewährt finanzielle Unterstützung sowohl für die Neuerrichtung als auch für die Umrüstung bestehender stationärer oder mobiler Tankanlagen. Förderung gibt es für auflaufende Kosten, die die Tank- und Zapfanlage, die Elektrik und die baulichen Maßnahmen zur Errichtung der für Flüssigkeiten undurchlässigen Fläche betreffen. In der Regel werden bis zu 40 Prozent dieser Aufwendungen erstattet, erklärte der DBV.

Die Beantragung der Förderung erfolgt bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), hierfür nötige Informationen und Formulare stehen im Internet zur Verfügung.

Links zum Thema Verbände.

08. August 2006

Nordrhein-Westfalen: Weniger Tiere aus dem Ausland geschlachtet

Themen: Statistik — info @ 14:08

Düsseldorf (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2006 wurden in den nordrhein-westfälischen Schlachthöfen etwa 860.000 Tiere ausländischer Herkunft geschlachtet, darunter 843.000 Schweine, 3.000 Rinder, 10.400 Kälber und 3.300 Schafe. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, war die Zahl der geschlachteten Schweine – auch bedingt durch Handels- und Transportbeschränkungen aufgrund der Schweinepest in NRW – um 14,4 Prozent niedriger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Aber auch die Zahl der Schlachtungen von importierten Rindern (-50,0 Prozent) verringerte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005; die Zahl der Kälberschlachtungen erhöhte sich dagegen um 3,8 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

04. August 2006

Sachsen: Sächsische Viehbestände schrumpfen

Themen: Archiv — info @ 13:08

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte halten nach Angaben des Statistischen Landesamtes zurzeit 487.900 Rinder, 616.500 Schweine und 121.900 Schafe. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Bestände bei allen drei Tierarten.

In der Rinderhaltung setzte sich auch 2006 der seit Jahren anhaltende Bestandsabbau fort. In den vergangenen zehn Jahren verringerte sich die Anzahl der in Sachsen gehaltenen Rinder um fast ein Viertel (152.500 Tiere bzw. 24 Prozent). Allein in den vergangenen zwölf Monaten ging der Bestand um 13.100 Rinder (2,6 Prozent) zurück. Damit wurde ein neuer Tiefpunkt erreicht. Der zahlenmäßig stärkste Rückgang ist mit 7.700 Tieren (3,8 Prozent) bei den Milchkühen zu verzeichnen. In der Ammen- und Mutterkuhhaltung wurden 35.800 Kühe – 300 Tiere (0,8 Prozent) weniger als 2005 – gezählt. Die Zahl der Kälber bis sechs Monate ging um 2.200 (3,0 Prozent) auf 71.300 Tiere zurück. Der Bestandsabbau um knapp 900 weibliche Zucht- und Nutzrinder über zwölf Monate (0,8 Prozent) fiel im Vergleich zu den Kühen relativ gering aus. Überdurchschnittliche Bestands­rückgänge sind bei den männlichen Rindern über sechs Monate ersichtlich. Deren Zahl sank um 1.400 Tiere (4,3 Prozent) auf 31.000 Stück. Weiterhin wurden rund 2.500 Schlachtfärsen über ein Jahr alt gezählt.

In den sächsischen Betrieben mit Schweinehaltung wurden 13.700 Tiere (2,2 Prozent) weniger als im Mai 2005 gehalten. Die Bestandsentwicklung seit Mai 2005 zeigte in den einzelnen Altersklassen und Nutzungsrichtungen unterschiedliche Tendenzen. Positive Trends sind bei den Jungschweinen und Mastschweinen ersichtlich. Die Zahl der Jungschweine erhöhte sich um über 10.600 (6,7 Prozent) auf 168.700 Tiere. Im Schweinemastbereich wurden mit 197.700 Tieren 5.800 Masttiere (drei Prozent) mehr als zum Vorjahreszeitpunkt erfasst. Dem­gegenüber ist in den Schweinezuchtbetrieben ein Rückgang an Zuchttieren zu verzeichnen. Die Zahl der Zucht­schweine verringerte sich binnen Jahresfrist um 4.300 (5,3 Prozent) auf 76.700 Tiere. Negative Bestandsver­änderungen sind auch bei den Ferkeln zu erkennen, die teilweise im Rückgang der Zuchtsauenbestände be­gründet sind. Mit 173.400 Ferkeln wurden 25.800 Tiere (13 Prozent) weniger als im Mai 2005 erfasst. Im Ver­gleich zum April 1996 wurden im Mai 2006 in Sachsen rund 44.400 Schweine (knapp acht Prozent) mehr gehalten.

In der sächsischen Schafhaltung ist im Vergleich zum Vorjahr erneut ein erheblicher Bestandsrückgang einge­treten. Die Zahl der in Sachsen gehaltenen Schafe verringerte sich um 6.600 Tiere (5,1 Prozent). Mit 79.000 Tieren bilden weibliche Zuchtschafe und Jährlinge den Hauptanteil (64,8 Prozent) am Gesamtbestand. Im Vergleich zum Mai 2005 sind dies 5.500 Tiere (6,5 Prozent) weniger. Der Bestand an Schafen unter einem Jahr verringerte sich im Vergleichszeitraum um 1.400 (3,5 Prozent) auf 39.100 Tiere. Weiterhin werden 1.300 Schafböcke zur Zucht und knapp 2.400 Hammel und übrige Schafe gehalten.

Diese Angaben sind das vorläufige Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung und der Viehzählung im Mai 2006, die als Stichprobenbefragung in rund 3.400 landwirtschaftlichen Betrieben stattfand. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

03. August 2006

Sachsen: Rückgang der Getreideanbaufläche zugunsten von Winterraps

Themen: Archiv — info @ 16:08

Dresden (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte bearbeiten in diesem Jahr rund 720.400 Hektar Acker­land. Das entspricht nahezu der Vorjahresfläche.

Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von 401.800 Hektar ermittelt. Das ist ein Rückgang zu 2005 von 10.200 Hektar (2,5 Prozent). Getreide bleibt aber die wichtigste Ackerfrucht und wächst in diesem Jahr auf 56 Prozent des Ackerlandes heran. Die Anbaufläche von Weizen dehnten die sächsischen Landwirte um 2.700 Hektar (1,5 Prozent) auf 180.100 Hektar aus. Somit bleibt Weizen die am häufigsten ange­baute Getreideart und beansprucht 45 Prozent der Getreideanbaufläche.

Die Anbaufläche von Gerste wurde um 3.300 Hektar (2,3 Prozent) erhöht. Gerste nimmt mit 145.600 Hektar 36 Prozent der Getreideanbaufläche ein. Ein starker Flächenrückgang wegen hoher Auswinterung ist bei Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) mit 9.200 Hektar (28 Prozent) auf 24.100 Hektar zu verzeichnen. Die sächsischen Landwirte drillten weiterhin 10.100 Hektar Hafer (+2,2 Prozent zum Vorjahr).

Der Anbau von Handelsgewächsen stieg um 9.300 Hektar (7,0 Prozent) auf 142.100 Hektar an. Zu den Handelsgewächsen zählen unter anderem Ölfrüchte (Raps, Körnersonnenblumen, Lein), Rüben und Gräser zur Samengewinnung sowie Hopfen. Handelsgewächse nehmen 20 Prozent des Ackerlandes ein. Den größten Zuwachs der Anbaufläche verzeichnet Winterraps mit 8.600 Hektar (7,1 Prozent). Winterraps wächst in diesem Jahr auf 129.700 Hektar.

Die Anbaufläche für Futterpflanzen erreichte mit 106 400 Hektar erstmals wieder seit 1999 eine Fläche über 100.000 Hektar. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um 8.300 Hektar (8,4 Prozent). Die größte Steigerung ist beim Grasanbau auf dem Ackerland mit 17 Prozent (3.600 Hektar) zu verzeichnen. Silomais wurde mit 62.500 Hektar gemeldet. Das ist eine Erhöhung von 4.000 Hektar (6,8 Prozent). Insgesamt nimmt die Futterfläche 15 Prozent des Ackerlandes ein.

Auf 21.100 Hektar wachsen Hackfrüchte heran. Das sind 2.600 Hektar (11,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Dabei entfallen 13.500 Hektar auf Zuckerrüben und 7.300 Hektar auf Kartoffeln. Die Anbaufläche für Hülsen­früchte verringerte sich um 4.000 Hektar (20,7 Prozent) auf 15.300 Hektar. Die wichtigste Hülsenfrucht in Sachsen ist die Futtererbse mit 12.100 Hektar (-23,9 Prozent zum Vorjahr). Die Brache beträgt in diesem Jahr etwa 28.300 Hektar. Das sind 1.200 Hektar (4,0 Prozent) weniger als 2005. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 700 angebotenen Schweinen 700 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,75 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,74 Euro bis 1,75 Euro.

Links zum Thema Schweine.

02. August 2006

Baden-Württemberg: Preise für landwirtschaftliche Grundstücke bei 18.930 Euro je Hektar

Themen: Archiv — info @ 10:08

Höchste Grundstückspreise mit rund 30.000 Euro je Hektar und mehr nach wie vor in Verdichtungsräumen

Stuttgart (agrar.de) – Für landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne Inventar) in Baden-Württemberg wurde nach Feststellung des Statistischen Landesamts im Jahr 2005 ein durchschnittlicher Kaufpreis von 18.930 Euro je Hektar (ha) Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN)1) entrichtet. Gegenüber dem Vorjahr (knapp 18.550 Euro je ha) sind die landwirtschaftlichen Bodenpreise leicht gestiegen. Sie liegen damit aber weiterhin auf dem seit 1993 zu beobachtenden Niveau von etwa 18.500 Euro bis knapp 20.000 Euro je ha. Ende der 80er-/Anfang der 90er-Jahre lagen die Preise noch um rund 2.000 Euro/ha höher. Insgesamt wurden im Jahr 2005 die Preise von 3.776 Kauffällen ermittelt. Dabei wechselten landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Fläche von insgesamt 3.276 ha die Besitzer, also rund 0,9 ha je Verkaufsfall.

Vor allem in den Stadt- und Landkreisen der Verdichtungsräume, häufig Gebiete mit besseren natürlichen Ertragsbedingungen, wurden die höchsten Grundstückspreise erzielt. Unter den Landkreisen führen Böblingen, Ludwigsburg und Esslingen mit durchschnittlichen Bodenpreisen von 29.300 bis 54.800 Euro/ha die Preisskala an. Die höheren Grundstückspreise in den Stadtkreisen Heilbronn (40.800), Baden-Baden (45.200) und Ulm (64.300) sprechen dafür, dass das Preisniveau hier stark von den örtlichen Baulandpreisen beeinflusst sein dürfte. Die hohen Grundstückspreise in der Landeshauptstadt Stuttgart (161.500) haben sich gegenüber dem Vorjahr (223.800) wieder weitgehend »normalisiert«. Am unteren Ende der Preisskala lagen die eher ländlichen Gebiete mit meist unterdurchschnittlichen Bodenqualitäten (Schwarzwald, Schwäbische Alb, Odenwald), wie die Landkreise Reutlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Waldshut, Tuttlingen, Sigmaringen und der Neckar-Odenwald-Kreis mit Grundstückspreisen von 8.600 bis 10.100 Euro/ha.

Neben der regionalen Lage wurden die Kaufpreise wesentlich von der Bodenqualität, also der natürlichen Ertragsfähigkeit bestimmt. Für geringwertigere Böden mit Ertragsmesszahlen (EMZ) zwischen 20 und 30 (auf einer Skala von 1 bis 100) wurden durchschnittlich 9.400 Euro/ha, bei etwas besseren Böden mit Ertragsmesszahlen zwischen 40 und 50 bereits 16.000 Euro/ha entrichtet. Für gute bis sehr gute Böden (EMZ > 70) ergaben sich für die veräußerten Flächen mit 35.300 Euro/ha auch die höchsten Preise.

Die Parzellengröße hat ebenfalls Einfluss auf die Kaufwerte. Bei Kleinstflächen bis 25 Ar werden Preise von fast 34.900 Euro/ha bezahlt. Mit zunehmender Parzellengröße gehen die durchschnittlichen Kaufwerte dann zurück, um sich ab etwa 1 ha bei 15.500 bis 16.000 je ha einzupendeln.

Für größere Grundstücke ab 1 ha sind darüber hinaus Aussagen zu weiteren Kaufpreis bestimmenden Faktoren möglich. So wurde für Ackerland mit 16.800 Euro/ha im Landesdurchschnitt ein deutlich höherer durchschnittlicher Kaufpreis entrichtet als für Grünland (knapp 12.100 Euro/ha). Des Weiteren zeigt sich eine deutliche Preisdifferenzierung nach den jeweiligen Erwerbern der Grundstücke: Nichtlandwirtschaftliche Käufer bezahlten wesentlich höhere durchschnittliche Grundstückspreise als Haupt- bzw. Nebenerwerbslandwirte. Die Preisspanne bewegte sich bei Ackerland von rund 14.700 Euro/ha beim Kauf durch Nebenerwerbslandwirte über 17.100 Euro/ha bei Haupterwerbslandwirten bis auf 17.600 Euro/ha bei Nichtlandwirten. Bei Grünland entsprechend von 9.800 Euro/ha über 12.400 Euro/ha bis auf 16.800 Euro/ha. Die von Nichtlandwirten bezahlten relativ hohen Preise hängen möglicherweise damit zusammen, dass hier längerfristig doch mit Umwandlungen der landwirtschaftlichen Flächen in andere Nutzungsarten gerechnet wird.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

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