17. Juli 2006

Thüringen: Erste Ergebnisse der Spargelernte 2006

Themen: Archiv — info @ 10:07

Erfurt (agrar.de) – Mit ansteigenden Temperaturen beginnt alljährlich die Spargelzeit und endet traditionell zum Johannestag am 24. Juni. Ungünstige Witterungsverhältnisse haben in Thüringen den regulären Spargelanstich in diesem Jahr um ca. 14 Tage verzögert. Ausgleichend wurde die Spargelernte etwas später beendet.

Thüringer Spargelanbauer haben im Landesdurchschnitt in diesem Jahr 5,2 Tonnen vom Hektar geerntet. Nach Berechnungen des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Flächenertrag damit geringfügig um 0,1 Tonne unter der Ertragsleistung des Vorjahres und um 0,4 Tonnen unter dem sechsjährigen Mittel der Jahre 2000/2005. Unter Berücksichtigung, dass die im Ertrag stehende Fläche gegenüber 2005 um ca. sechs Prozent (2005: 307 Hektar) angewachsen ist, könnte eine Gesamternte von 1.700 Tonnen erreicht werden und damit die Vorjahresernte von 1.639 Tonnen überboten werden.

Bedeutendste Anbauregion in Thüringen ist der Unstrut-Hainich-Kreis. Weitere größere Spargelproduzenten haben ihren Betriebssitz im Altenburger Land sowie in den Landkreisen Sömmerda und Gotha. Bundesweit nimmt Thüringer Spargel jedoch weniger als zwei Prozent der gesamten Anbaufläche Deutschlands ein.

Thüringer Spargel wurde über die Direktvermarktung der Betriebe, z.B. ab Hofverkauf, Verkauf auf Wochenmärkten oder an Straßenrändern frisch an den Kunden gebracht, war aber auch im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

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14. Juli 2006

Thüringen: Erdbeerernte 2006 mit Spitzenergebnis

Themen: Erntebericht,Gemüse,Obst,Statistik,Thüringen — info @ 13:07

Erfurt (agrar.de) – Obwohl die Erdbeerernte 2006 noch nicht vollständig abgeschlossen ist, lassen die Ergebnisse der Ernte- und Betriebsberichterstatter in diesem Jahr eine Spitzenernte erwarten. Nach ersten Berechnungen durch das Thüringer Landesamt für Statistik wird ein Ertrag von 116 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) erreicht. Damit wäre die Ertragsleistung um 40 Dezitonnen höher als im vergangenen Jahr, in dem für die Erdbeeren in der Hauptvegetationsphase Mai und Juni zu niedrige Temperaturen herrschten.

Der Hektarertrag des langjährigen Mittels 2000/2005 würde um 30 Dezitonnen überboten. Ein ebenso gutes Erdbeerjahr war das Jahr 2001 mit 115 dt/ha.

Erdbeeren gedeihen auf ca. 120 Hektar Freiland. Somit könnte eine Gesamternte von 1.350 Tonnen eingebracht werden (2005: 861 Tonnen). Verpackt in handelsübliche 500 g – Größen würden dafür 2,7 Millionen Schälchen bzw. Körbchen erforderlich sein.

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13. Juli 2006

Österreich: Steigende Gemüseproduktion durch Anbauausweitung

Themen: Österreich,Statistik — info @ 14:07

Wien (agrar.de) – Gemäß ersten Prognosen der Statistik Austria wird sich die Produktion von Feld- und Gartenbaugemüse auf 508.900 Tonnen (exkl. Chinakohl) beziffern, womit gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 5 Prozent erzielt werden könnte. Verglichen mit dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre wird sogar eine um 10 Prozent höhere Ernte erwartet. Dies lässt sich vor allem auf die Ausweitung der Anbauflächen, insbesondere bei Grünerbsen sowie Zwiebel- und Wurzelgemüse, zurückführen.

Die Produktionsmenge von Fruchtgemüse wird auf 104.700 Tonnen geschätzt und könnte somit etwas über dem Vorjahreswert notieren (+1 Prozent zu 2005). Eine Flächenausweitung bei den geschützten Kulturen lässt vor allem hier ein höheres Erntekontingent erwarten. Bei Tomaten wird mit einer Menge von 38.700 Tonnen (+9 Prozent zu 2005) gerechnet, und auch bei Paprika sollte eine Steigerung der Produktion auf 9.600 Tonnen (+6 Prozent zu 2005) erreicht werden. Für Gurken lassen neuerliche Flächenreduktionen im Feldanbau, denen geringe Flächenzugewinne (+3 Prozent) bei Glashausgurken gegenüberstehen, einen Rückgang der Produktion auf 36.000 Tonnen (-6 Prozent zu 2005) erwarten. Hinsichtlich Speisekürbis wird mit einem deutlich niedrigeren Ertragsniveau gerechnet als im Vorjahr, wodurch sich die Erntemenge auf bescheidene 9.000 Tonnen (-17 Prozent zu 2005) belaufen dürfte. Für Zuckermais hingegen wird aufgrund massiver Flächenausweitung für die Verarbeitungsindustrie eine Erntesteigerung auf 6.500 Tonnen (+23 Prozent zu 2005) prognostiziert.

Die Produktionsmenge von Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse (ohne Chinakohl) dürfte mit 146.500 Tonnen im Bereich des Vorjahreswertes (+1 Prozent) liegen. Während die Salaternte auf insgesamt 55.300 Tonnen geschätzt wird und damit leicht unter dem Vorjahr notieren sollte (-2 Prozent zu 2005), könnte Kraut eine Produktion von 57.700 Tonnen erzielen (+3 Prozent zu 2005); vor allem bei Industriekraut sind Zuwächse zu erwarten, Rotkraut dagegen zeigt rückläufige Tendenz. Bei Spinat wird, bedingt durch neuerliche Ausweitung der Anbauflächen, voraussichtlich ein Produktionsplus von 12 Prozent auf 11.100 Tonnen gegenüber dem Vorjahr erlangt werden. Ertragseinbußen aufgrund ungünstiger Witterung dürften die Ernte bei Spargel trotz Flächenzugewinn auf 2.100 Tonnen (-5 Prozent) drücken.

Die Produktion von Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten wird sich aus derzeitiger Sicht auf 257.700 Tonnen (+8 Prozent) belaufen. Bei Sommerzwiebeln wird aufgrund von Flächenausweitung und hoher Ertragserwartungen eine Produktion von 112.400 Tonnen (+17 Prozent) prognostiziert. Bei Karotten wird die Ernte auf 77.000 Tonnen (-3 Prozent) geschätzt. Verstärkter Anbau von Radieschen wird voraussichtlich eine Produktionssteigerung auf 8.100 Tonnen (+13 Prozent zu 2005) zur Folge haben, und auch Knollensellerie könnte auf vergrößerter Fläche mit einer Erntemenge von 13.200 Tonnen ein Plus von 14 Prozent (zu 2005) erzielen. Durch massive Flächenexpansion für die Produktion von Tiefkühlware kann bei Grünerbsen mit einer Erntesteigerung auf 7.600 Tonnen (+57 Prozent zu 2005) gerechnet werden.

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Weizen dominiert Europas Getreideanbau

Themen: Archiv — info @ 11:07

Fast die Hälfte der Anbaufläche – Größere Ernte als 2004 erwartet

Hannover (agrar.de) – Kurz vor der Ernte dämpfte Trockenheit die Erwartungen der niedersächsischen Bauern, EU-weit wird jedoch mit einer größeren Ernte als im vergangenen Jahr gerechnet. Marktbeobachter schätzen die Erntemenge auf 261,54 Millionen t. Gegenüber der Vorjahresernte von 256,62 Millionen t wäre das eine Steigerung um 1,9 Prozent. Fast die Hälfte der Erntemenge entfällt mit 127,05 Millionen t auf den Weizen, der damit die mit Abstand wichtigste Getreideart in der Gemeinschaft ist. Zur zweitwichtigsten Getreideart Gerste klafft eine große Lücke. Die Erntemenge wird auf 56,59 Millionen t geschätzt. An dritter Stelle steht der Mais, der zwar hier zu Lande als Körnerfrucht nur eine untergeordnete Bedeutung hat, in den südlichen Mitgliedsländern aber eine umso größere Rolle spielt und mit einer Erntemenge von 47,83 Millionen t der Gerste kaum nachsteht. Hafer und der für Niedersachsens Landwirtschaft recht wichtige Roggen spielen dagegen im EU-Maßstab kaum eine Rolle. Hafer wird es lediglich auf eine Erntemenge von 7,90 Millionen t bringen und Roggen nur auf 7,71 Millionen t.

Deutlich mehr geerntet wird voraussichtlich bei der Gerste mit einem Plus von 7,4 Prozent gegenüber 2005. Auch die Haferernte soll um 5,2 Prozent größer ausfallen. Nur 2,9 Prozent mehr sollen beim Weizen geerntet werden. Die Maisernte fällt nach Expertenschätzung dagegen um 4,3 Prozent kleiner aus und die Roggenernte sogar um 20,4 Prozent. Die größere Getreidemenge in diesem Jahr wird auf einer geringfügig kleineren Fläche geerntet, die mit 51,12 Millionen Hektar (ha) gegenüber dem vergangenen Jahr um 0,2 Prozent verringert wurde. Im vergangenen Jahr hatte es allerdings durch extreme Trockenheit in Südeuropa deutliche Mindererträge gegeben. Während die Weizenfläche mit 22,76 Millionen ha stabil geblieben ist, wurde der Gerstenanbau um 1,2 Prozent auf 13,16 Millionen ha erhöht. Die Steigerung ging zu Lasten von Roggen (minus 2,3 Prozent), Hafer (minus 1,5 Prozent), Mais (minus 1,0 Prozent) und sonstigem Getreide (minus 2,9 Prozent).

Auch für die niedersächsische Landwirtschaft spielt der Weizen die Hauptrolle. Mit gut 420.000 ha nimmt er fast die Hälfte der niedersächsischen Getreidefläche ein, gefolgt von Gerste mit knapp 270.000 ha. Roggen wird auf einer Fläche von 120.000 ha geerntet, während der Hafer hier nur auf knapp 20.000 ha zur Ernte ansteht. Die Maisanbaufläche in Niedersachsen stieg zwar erheblich auf 390.000 ha, das meiste davon ist allerdings Silomais.

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Baden-Württemberg: Immer weniger Rinder – Neuer Tiefststand in 2006 erreicht

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 09:07

Wieder deutlicher Rückgang beim Milchvieh#

Stuttgart (agrar.de) – Der langjährige Trend des Bestandsabbaus in der baden-württembergischen Rinderhaltung setzt sich weiter fort. Nach den Ergebnissen der repräsentativen Viehbestandserhebung 2006 (Stichtag 3. Mai) sank der Rinderbestand im Südwesten im Vergleich zum Vorjahr um 22.700 auf einen neuen Tiefststand von 1,048 Millionen Tiere (zum Vergleich in 2000: 1,234 Mill.). Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes verstärkte sich der rückläufige Trend damit wieder (- 2,1 Prozent), nachdem die Abnahmerate im Jahr 2005 vergleichweise moderat ausfiel (- 0,9 Prozent) und den niedrigsten Wert im laufenden Jahrzehnt erreichte. Auch die Zahl der Rinderhalter im Land ging weiter zurück (- 2,4 Prozent). Allerdings hat sich der Rückgang der Betriebszahlen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgemildert. Insgesamt gab es im Südwesten noch 23.000 Rinder haltende Betriebe (zum Vergleich in 2000: 30.300).

In den Ställen der Milchvieh haltenden Betriebe standen am Stichtag noch 375.800 Milchkühe, und damit 9.500 Tiere weniger als in 2005 (- 2,5 Prozent). Nachdem im Vorjahr erstmals die seit Jahren anhaltende rückläufige Entwicklung des Milchviehbestandes zum Stillstand kam, knüpfte die aktuelle Entwicklung somit hingegen wieder an den langjährigen Trend an. Der Anteil der Milchkühe am gesamten Rinderbestand im Land liegt weiterhin bei etwa 36 Prozent. Die Halterzahlen reduzierten sich binnen eines Jahres um 3 Prozent auf 14.000 Milchvieh haltende Betriebe.

Auch bei den Ammen- und Mutterkühen (57.500), deren Bestand bis vor wenigen Jahren noch anstieg und in 2003 den Höhepunkt erreichte (63.600), hielt die Bestandsabnahme weiter an (- 1,6 Prozent). Die aktuell erreichte Bestandsgröße ist die niedrigste im laufenden Jahrzehnt.

Rückgänge sind gleichfalls bei den Beständen der zum Schlachten bestimmten weiblichen Rinder zu erkennen. Die Zahl der weiblichen Rinder in dieser Kategorie ging um 6,4 Prozent auf 32.300 Tiere zurück. Die überwiegend zur Bestandsergänzung gehaltenen weiblichen Nutz- und Zuchtfärsen blieben ebenfalls nicht von der allgemeinen Entwicklung verschont. Hier war eine Reduzierung der Bestände um 4.700 auf 186.400 Tiere festzustellen (- 2,5 Prozent). Demgegenüber verzeichnete der Bestand an männlichen Rindern im Alter von 1 bis unter 2 Jahren, die fast ausschließlich zur Mast gehalten werden, nach dem kräftigen Einbruch im Jahr 2005 (- 10,8 Prozent) eine gewisse Erholungstendenz. Möglicherweise insbesondere vor dem Hintergrund einer verbesserten Marktpreissituation kam es hier erstmals nach 2002 wieder zu einer verhaltenen Bestandsausweitung (1,1 Prozent) auf 72.500 Tiere. Differenziert zeigt sich die Entwicklung innerhalb der Katergorie der Rinder im Alter unter einem Jahr: Lediglich bei den vorwiegend zur Mast gehaltenen männlichen Jungrindern kam es zu einer Ausweitung (2,5 Prozent) auf nunmehr 62.600 Tiere, während sowohl die Bestände an weiblichen Jungrindern (100.000) um 4 Prozent als auch der Kälberbestand (153.100) um 1,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau blieben.

Der abgesehen von wenigen Ausnahmen fast durchgehende Rückgang im Rinderbestand könnte auf Auswirkungen der europäischen Agrarreform hindeuten. Damit würden die Erwartungen bestätigt, dass aufgrund des neuen Agrarfördersystems der EU, das keine tier- oder produktbezogenen Förderungen, sondern nur noch flächengebundene Zuschüsse vorsieht, ein verstärkter Abbau der Rinderbestände erfolgt.

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12. Juli 2006

Thüringen: Im Jahr 2005 erneut mehr Öko-Betriebe

Themen: Archiv — info @ 10:07

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2005 wirtschafteten in Thüringen 187 Betriebe nach der EG-Öko-Verordnung. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 25 Betriebe bzw. 15,4 Prozent mehr als im Jahr 2003.

Weniger intensiv verlief die Veränderung in der Flächenausstattung. Der Umfang der von Ökobetrieben bewirtschafteten landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) erhöhte sich gegenüber 2003 um 832 Hektar bzw. 3,5 Prozent auf 24 421 Hektar. Von den Flächen wurden 12.121 Hektar als Ackerland und 12.033 Hektar als Dauergrünland genutzt. Auf weiteren 264 Hektar wurden Dauerkulturen angebaut. Insgesamt bewirtschafteten diese Betriebe 3,1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Thüringens (2003: 3,0 Prozent).

Im gesamten Bundesgebiet gab es im vergangenen Jahr 13.563 ökologisch wirtschaftende Betriebe. 1.899 Betriebe (14 Prozent) hatten ihren Betriebssitz in den Neuen Ländern. Sie verfügten mit 346.266 ha LF über 44,3 Prozent der ökologisch genutzten landwirtschaftlichen Fläche Deutschlands (782.475 ha).

Jeder zehnte Öko-Betrieb der Neuen Länder hatte seinen Betriebssitz in Thüringen. Dennoch wurden von diesen Thüringer Betrieben nur rund sieben Prozent der Ökoflächen der Neuen Länder bewirtschaftet.

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03. Juli 2006

Milchbörse: Preise für Milchquoten leicht gestiegen

Themen: Archiv — info @ 10:07

Höchste bisherige Handelsmenge in den neuen Ländern

Bonn (agrar.de) – In den meisten Übertragungsgebieten schloss die Milchbörse am 3. Juli 2006 im Vergleich zum letzten Handeltermin mit leicht angezogenen Milchquotenpreisen ab. An den 21 Verkaufsstellen wurde ein gewogener durchschnittlicher Handelspreis von 50 Cent/kg ermittelt. Damit liegt dieser genauso hoch wie der durchschnittliche Aprilhandelspreis. In den alten Bundesländern wurde ein gewogener Durchschnittspreis von 55 Cent/kg berechnet (+ 2 Cent/kg gegenüber dem Apriltermin). Die neuen Bundesländer lagen mit 31 Cent/kg um 44 Prozent unter dem Quotenpreis des früheren Bundesgebietes (+ 2 Cent/kg). Im Regierungsbezirk Oberpfalz, Bayern, wurden mit 70 Cent/kg die höchsten und in Sachsen mit 28 Cent/kg die geringsten Ausgaben für Milchquote getätigt. Damit ergibt sich eine Preisspanne von 42 Cent/kg.

In 16 Übertragungsgebieten sind die Quotenpreise um 1 bis 5 Cent/kg gestiegen. Dass der durchschnittliche Gleichgewichtspreis in Deutschland auf dem gleichen Niveau wie im April liegt, hängt mit den absoluten Handelsmengen in den alten und neuen Bundesländern zusammen. So wurden in den alten Bundesländern, dem klassisch höheren Preisgebiet, ca. 141 Millionen Kilogramm Milchquote gehandelt, im April waren es noch ca. 202 Millionen Kilogramm. In den neuen Bundesländern hingegen ist die absolute Handelsmenge um ca. 5 Millionen Kilogramm auf ca. 33,5 Millionen Kilogramm gestiegen.

Gegenüber der letzten Börse im April sind sowohl die absoluten Handelsmengen als auch die Anzahl der Anbieter und Nachfrager gesunken. Für einen Julitermin wurde allerdings die zweithöchste Handelsmenge erreicht. In den neuen Bundesländern wurde sogar die höchste Handelsmenge seit Einführung der Milchbörse im Jahr 2000 erzielt. Insgesamt wurden über 174 Millionen Kilogramm Milchquote gehandelt. Das Gesamtangebot an Milchquote betrug ca. 184 Millionen Kilogramm und die Gesamtnachfragemenge ca. 295 Millionen Kilogramm. Von den 3.844 Anbietern konnten 99 Prozent (3.795) ihre Milchquote erfolgreich veräußern. Von 7.546 Gesamtnachfragern konnten 68 Prozent (5.154) erfolgreich Quote kaufen.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht die aktuellen Ergebnisse der Milchquotenbörse mit Sorge. Die aktuelle Situation auf dem Milchmarkt, die entkoppelte ‚Milchprämie‘ und die Diskussion um das Ende der Milchquotenregelung nach dem 31. März 2015, müssten nach Auffassung des DBV eigentlich für niedrigere Milchquotenpreise sprechen. Die Milcherzeuger sollten sich bei ihren zukünftigen Investitionsentscheidungen viel mehr an den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen orientieren.

Ergebnisse der Milchquotenbörse (DBV)

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