21. Juli 2006

Mecklenburg-Vorpommern: Erträge von Spargel und Erdbeeren nur durchschnittlich

Schwerin (agrar.de) – Die diesjährige Spargelernte brachte nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes mit 38 Dezitonnen pro Hektar nur durchschnittliche Erträge. Auch die Erdbeerernte, die noch nicht abgeschlossen ist, entspricht mit vorläufig geschätzten 84 Dezitonnen pro Hektar dem mittleren Ertragsniveau der letzten Jahre.

Trotz Verlängerung der Spargelsaison um rund eine Woche bis Ende Juni erreichte 2006 die durchschnittliche Hektarleistung von 38 Dezitonnen lediglich das Mittel der vergangenen Jahre, in denen das Spargelstechen traditionsgemäß am 24. Juni, dem Johannistag, beendet wurde. Anfangs zu kühle Witterung, später zu hohe Temperaturen beeinträchtigten das Wachstum.

Aus der Anbaufläche von 306 Hektar, die 2006 im Ertrag standen, ergibt sich eine Gesamterntemenge von 1.176 Tonnen. Mehr als die Hälfte der Spargelfläche befindet sich im Landkreis Ludwigslust.

Spargel bauen in Mecklenburg-Vorpommern 38 Betriebe an, darunter 14 auf einer Fläche von jeweils 5 und mehr Hektar.

Erdbeeren, deren Ernte in diesem Jahr vegetationsbedingt später als sonst begann, sind auf 390 Hektar zu pflücken. Sommerlich warme und teilweise niederschlagsarme Witterung führte zu schneller Reife, aber auch kleinen Früchten. Dafür blieb der gefürchtete Grauschimmelbefall weitestgehend aus. Nach vorläufigen Schätzungen wird sich im Landesdurchschnitt der Ertrag auf 84 Dezitonnen pro Hektar belaufen. Die Gesamterntemenge liegt damit bei 3.260 Tonnen.

Regionale Schwerpunkte des Erdbeeranbaus sind die Landkreise Nordwestmecklenburg und Bad Doberan mit jeweils mehr als 100 Hektar, aber auch Ludwigslust, Ostvorpommern und Güstrow.

Insgesamt erfolgt der Erdbeeranbau in 42 Betrieben des Landes. 12 von ihnen verfügen über eine Fläche von jeweils mindestens 5 Hektar.

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Brandenburg: Rückgang der Getreidefläche und Ausdehnung des Ölfruchtanbaus

Themen: Archiv — info @ 11:07

Potsdam (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2006 bauten die Brandenburger Landwirte auf 512.800 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) an. Damit verringerte sich nach Mitteilung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik die Getreideanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 27.900 Hektar bzw. 5 Prozent. Getreide steht somit auf über 49 Prozent des Ackerlandes. Der Roggenanbau ging auch in diesem Jahr weiter zurück. 164.400 Hektar umfasst die mit Roggen bestellte Fläche, während es zur Vorjahresernte noch 181.300 Hektar waren. Winterweizen, die zweitwichtigste Anbaufrucht nach Roggen, wächst auf 150.600 Hektar und wurde damit auf 4.600 Hektar weniger als 2005 angebaut.

Weiterhin rückläufig ist der Anbau von Triticale, einer Kreuzung aus Weizen und Roggen, um 19 Prozent. Diese Fruchtart wächst in diesem Jahr auf 61.800 Hektar. Dagegen haben die Landwirte 2006 rund 18 Prozent mehr Wintergerste angebaut. Von 85.100 Hektar ist diese Getreideart zu ernten.

Der Drusch der Ölfrüchte erfolgt in diesem Jahr auf 151.700 Hektar, das sind 15 Prozent des Ackerlandes. Damit vergrößerte sich deren Fläche um 7 Prozent gegenüber 2005. Der Winterrapsanbau (einschließlich Stilllegungsfläche) nahm um 7 Prozent auf 123.000 Hektar zu. Dagegen verringerte sich die Anbaufläche von Sommerraps erneut. Diese Fruchtart ist nur noch auf 1.800 Hektar zu dreschen (-23 Prozent). Deutlich gestiegen ist die Fläche mit Körnersonnenblumen. Diese wachsen 2006 auf 18.700 Hektar (+11 Prozent).

2006 stehen mit 197.100 Hektar 17 Prozent mehr Futterpflanzen auf dem Ackerland als im Vorjahr. Dabei wurde der Anbau von Silomais auf 101.900 Hektar erweitert (+8 Prozent). Lupinen sind in diesem Jahr von 17.800 Hektar zu ernten, während es 2005 noch 21.000 Hektar waren.

Rückläufig ist die Anbaufläche von Hackfrüchten (-8 Prozent). Der Anbau von Kartoffeln wurde weiter eingeschränkt. Er verringerte sich um rund 2 Prozent auf 11.300 Hektar. Um 15 Prozent reduziert hat sich die Fläche mit Zuckerrüben auf 8.200 Hektar.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

20. Juli 2006

Die Labyrinth-Liste ist online!

Themen: Bundesländer,Humor,Mais,Pflanzen — info @ 16:07

Rheine (agrar.de) – Sie ist wieder online! Die aktuelle, bundesweite Liste der grünen Sommerlabyrinthe aus Mais, Hanf, Sonnenblumen und Topinambur liegt vor.

Alljährlich locken die grünen Irrgärten mehr Menschen aufs Land. Mit der Anzahl der Labyrinthe wächst auch die Vielfalt der Freizeitangebote, die die Landwirte ihren Besuchern bieten. Nutzpflanzen-Lehrpfade, Kräutergärten, Maisschwimmbäder, Strohburgen und Blumenfelder zum Selberpflücken sind nur einige davon. Viele Veranstalter bieten besondere Aktionen und Besuchszeiten für Schul- und Kindergarten-Gruppen an.

Sollten Sie – als Veranstalter eines Irrgartens – nicht in unserer Liste verzeichnet sein schicken Sie uns ein E-Mail mit Adresse, Öffnungszeiten und Kontaktinformationen (Tel, Fax, E-Mail, WWW). Wir nehmen Ihr Labyrinth gerne in die Liste auf.

Viel Spaß im Grünen wünscht Ihnen die @grar.de-Redaktion

Sachsen-Anhalt: Anbauflächen von Raps und Wintergerste steigen

Themen: Archiv — info @ 15:07

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde der Anbau von Raps und Wintergerste gegenüber den Vorjahren weiter ausgedehnt. Das zeigen die vorläufigen Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung 2006. Es wurde eine Fläche von 159.000 Hektar mit Winterraps und von 111.000 Hektar mit Wintergerste bestellt. Damit hat die Anbaufläche von Winterraps gegenüber 2005 um 9 Prozent oder 12.000 Hektar und diejenige von Wintergerste um 14 Prozent oder 13.000 Hektar zugenommen.

Die Getreidefläche insgesamt, die sich in diesem Jahr auf 580.000 Hektar beläuft, nahm um 8.000 Hektar ab. Der stärkste Rückgang erfolgte hier mit 14.000 Hektar bzw. 4 Prozent bei Winterweizen und mit 7.000 Hektar bzw. 22 Prozent bei Triticale.

Mit der Ausdehnung der mit Ölfrüchten bestellten Fläche (95 Prozent sind Winterraps) auf 168.000 Hektar als auch des Anbaus von Futterpflanzen um 12.000 Hektar auf 90.000 Hektar geht neben der Verringerung des Getreideanbaus eine weitere Einschränkung des Anbaus von Hackfrüchten von 61.000 Hektar im Vorjahr auf 53.000 Hektar einher. Hier wurde vor allem der Zuckerrübenanbau um 8.000 Hektar auf jetzt 40.000 Hektar reduziert. Kartoffeln wurden mit 13.000 Hektar annähernd so viel wie 2005 angebaut. Mit Hülsenfrüchten wurden 25.000 Hektar bestellt, das ist eine um fast ein Viertel geringere Fläche als im Vorjahr.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 14:07

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 660 angebotenen Schweinen 660 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,71 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,70 Euro bis 1,71 Euro.

Links zum Thema Schweine.

Thüringen: Nutzung der Ackerflächen im Jahr 2006

Themen: Archiv — info @ 13:07

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Landwirte bestellten nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2006 auf über 60 Prozent der Ackerfläche Getreide. Nach einer Meldung des Landesamtes für Statistik Insgesamt stehen zur diesjährigen Ernte 374.300 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) im Feld. Das sind 5.100 Hektar (- 1,3 Prozent) weniger als im Jahr 2005.

Auf 217.800 Hektar steht Winterweizen. Hier wurde die Anbaufläche um 3.900 Hektar bzw. 1,8 Prozent reduziert. Die Anbaufläche von Wintergerste wurde um 6.200 Hektar bzw. 10,3 Prozent ausgedehnt. Damit wurden für die diesjährige Ernte 66.400 Hektar Wintergerste bestellt.

Der Anbau von Roggen war weiter rückläufig. Nach dem bereits im Vorjahr zu verzeichnenden hohen Rückgang (2005 gegenüber 2004: – 24,2 Prozent) verringerte sich die Fläche um weitere 8,1 Prozent auf 8.400 Hektar. Auch bei Triticale, Sommergerste und Sommerweizen waren Flächenreduzierungen zu beobachten. Der Anbau von Triticale (eine resistente Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) wurde um 2.400 Hektar (- 15,3 Prozent) auf 13.100 Hektar zurückgenommen, Sommergerste um 3.300 Hektar (- 6,1 Prozent) auf 50.700 Hektar. Der Anbau von Sommerweizen (einschließlich Hartweizen) verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 500 Hektar (- 6,5 Prozent) auf 6.600 Hektar. Mit Hafer wurden 5.700 Hektar bestellt, 100 Hektar bzw. 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Anbau von Ölfrüchten lag mit 119.700 Hektar um 5.600 Hektar bzw. 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Allein auf 114.000 Hektar wurde Winterraps (einschließlich der vertraglich gebundenen Flächen mit nachwachsenden Rohstoffen) angebaut. Der Anbauumfang fiel um 4.700 Hektar bzw. 4,3 Prozent höher aus als im Jahr 2005. Hier hat sich für die landwirtschaftlichen Betriebe ein Markt für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen u.a. als Rohstoff für die Herstellung von Biodiesel aufgetan. Seit 1999 erhöhte sich die Anbaufläche um mehr als ein Fünftel (21,0 Prozent).

Auf 11.800 Hektar stehen Hackfrüchte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 1.600 Hektar bzw. 12,0 Prozent. Zuckerrüben stehen auf 9.000 Hektar (2005: 10.500 ha). Hier wird erstmals die 10.000 Hektar Grenze unterschritten. Mit einer Anbaureduzierung um mehr als 100 Hektar nimmt der Kartoffelanbau weiter ab. In diesem Jahr wachsen die Knollen noch auf 2.400 Hektar.

Auf 16.900 Hektar reifen Hülsenfrüchte, darunter 14.400 Hektar Futtererbsen, 2.100 Hektar Ackerbohnen und knapp 400 Hektar Lupinen. Vor allem durch den geringeren Anbau von Futtererbsen (Flächenreduzierung um 11,5 Prozent) wurden in diesem Jahr 2.300 Hektar (- 11,8 Prozent) weniger mit Hülsenfrüchten bestellt als vor einem Jahr.

Ackerfutterpflanzen stehen auf 67.800 Hektar, 2.600 Hektar bzw. 4,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Der nach wie vor bedeutende Grün- und Silomais wächst auf 38.100 Hektar, das sind 56,2 Prozent der Ackerfutterfläche insgesamt (Vorjahr: 38.500 ha bzw. 59,1 Prozent). Ackergras steht auf 12.700 Hektar (+ 1.000 ha bzw. + 8,3 Prozent). Luzerne wurde auf 7.200 Hektar (+ 700 ha bzw. 10,5 Prozent) angebaut und der Anbau von Klee wurde um 700 Hektar (+ 15,2 Prozent) auf 5.600 Hektar ausgedehnt.

18.500 Hektar (Vorjahr: 20.300 ha) waren Brache einschließlich zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen (Betriebsprämien) stillgelegte Flächen bzw. freiwillig aus der landwirtschaftlichen Erzeugung genommene Flächen (ohne Anbau von nachwachsenden Rohstoffen).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Rindviehbestand in Niedersachsen nur geringfügig abgebaut

Themen: Archiv — info @ 10:07

Hannover (agrar.de) – Im Mai 2006 wurden in niedersächsischen Ställen 2,524 Mio. Rinder gezählt, 1,4 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik auf Grundlage der vorläufigen Ergebnisse der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände vom 3. Mai 2006 mitteilt, bauten die Milchkuhhalter ihre Bestände weiter um 3,4 Prozent auf 708.400 Tiere ab.

Die Mutterkuhhalter hielten einen im Vergleich zum Mai des Vorjahres um 7,7 Prozent reduzierten Bestand von 70.300 Tieren. Auch die Zahl der Kälber ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Mit 456.100 Tieren wurden 5,7 Prozent weniger Kälber als im Vorjahresvergleich gezählt.

Vom Bestandsabbau betroffen sind weiterhin auch die weiblichen Schlachtrinder. Im Mai 2006 standen davon 54.100 Tiere in niedersächsischen Ställen, das waren 8,3 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

Leicht angestiegen ist dagegen die Zahl der weiblichen Rinder zur Zucht (0,9 Prozent auf 463.200 Tiere). Der Bestand an männlichen Rindern aller Altersklassen wuchs um 4,7 Prozent auf 573.800 Tiere an.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Mecklenburg-Vorpommern: Immer weniger Milchkühe

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 09:07

Schweinehaltung weitgehend stabil

Schwerin (agrar.de) – Die Viehhaltung in den Landwirtschaftsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns im Mai 2006 blieb gegenüber Mai 2005, nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes, relativ stabil. Die Anzahl der Rinder verringerte sich um knapp 1 Prozent auf 534.500 Tiere, die Anzahl der Schweine vergrößerte sich geringfügig auf 675.300 Tiere.

In der Rinderhaltung hat sich der seit dem Jahr 2000 anhaltende Bestandsabbau verlangsamt. Gegenüber dem Vorjahr fiel er auf unter 1 Prozent (2005 gegenüber 2004: – 3 Prozent).

Die Anzahl der Milchkühe in Mecklenburg-Vorpommern ist seit zehn Jahren rückläufig, allein gegenüber Mai 2005 um 5 Prozent, und beträgt 169.800 Tiere. Auch die Anzahl der Betriebe, die Milch erzeugen, verringerte sich im zurückliegenden Zeitraum, seit 1997 von fast 1.400 auf nunmehr unter 900. Demgegenüber hat sich die Haltung von Ammen- und Mutterkühen, die in den vergangenen Jahren stets rückläufig war, seit Mai 2005 um 3 Prozent auf 66.000 Tiere ausgedehnt.

In der Schweinehaltung setzt sich die leicht positive Bestandsentwicklung des Vorjahres (2005 gegenüber 2004: + 1 Prozent) im gleichen Umfang fort. Es wurden sowohl mehr Mastschweine (245.800 Tiere; + 4 Prozent zum Vorjahr) als auch Zuchtsauen (78.700 Tiere; + 5 Prozent) festgestellt; der Ferkelbestand ist leicht rückläufig (185.400 Tiere; – 2 Prozent). Die Anzahl der Schweine haltenden Betriebe blieb in den vergangenen Jahren stabil bei rund 650.

Bei Schafen erfuhr die seit einigen Jahren zu beobachtende jährliche Schwankung im Bestand im Mai 2006 keine Fortsetzung. Die nunmehr 100.100 Tiere bedeuten gegenüber 2005 einen leichten Rückgang um 2 Prozent. Schafhaltung betreiben im Land rund 600 Betriebe.

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19. Juli 2006

DBV legt ersten Erntebericht vor

Themen: Archiv — info @ 13:07

Berlin (agrar.de) – In allen Teilen Deutschlands rollen die Mähdrescher. Die Getreideernte begann in diesem Jahr bis zu einer Woche früher als sonst üblich. Durch die anhaltend hohen Temperaturen und geringen Niederschläge reift das Getreide sehr schnell. Die ursprünglich sehr guten Ernteerwartungen werden sich deshalb nicht erfüllen. Besonders auf den leichteren Standorten ist mit erheblichen Ertragsrückgängen zu rechnen. Dies trifft vor allem für die neuen Bundesländer zu. Wegen der anhaltenden Trockenheit ist auch die Futterversorgung für den Winter gefährdet. Dies teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) in seinem ersten Erntebericht mit, der auf der Datenerhebung seiner Landesbauernverbände basiert. Der DBV wird im zweiwöchigen Abstand, also am 1. August und am 15. August, über den weiteren Verlauf der Ernte 2006 in Deutschland berichten.

In den traditionellen Frühdruschgebieten in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ist die Wintergerstenernte annähernd abgeschlossen. Die Erträge liegen hier in etwa auf Vorjahresniveau. Im Osten Deutschlands werden jedoch Rückgänge der Erträge um 15 bis 25 Prozent gemeldet. In einigen besonders von der Trockenheit betroffenen Regionen müssen die Betriebe Ausfälle von 50 Prozent und mehr verkraften. Auch die norddeutschen Bundesländer melden eher unterdurchschnittliche Erträge. Während in den frühen Regionen des Südens die Gerste noch ohne Einfluss der Trockenheit geerntet werden konnte, wirkt sich diese im Rest des Bundesgebietes deutlicher aus. Die Qualität unterliegt großen Schwankungen. Insbesondere aus dem Osten werden trockenheitsbedingt höhere Schmachtkornanteile gemeldet. Die Preise für Wintergerste liegen in Ost- und Norddeutschland zwischen 9,00 und 9,50 Euro, in den Regionen mit hohen Schweine- und Geflügelbestände können die Landwirte auch höhere Werte erreichen.

Im Osten Deutschlands ernten die Mähdrescher bereits Winterweizen. Eine zügige Ernte ist wichtig, da erste Bestände in die Notreife gehen. In einigen Gebieten muss deshalb mit empfindlichen Verlusten gerechnet werden. Insgesamt sorgt die Hitze beim Winterweizen für eine rasche Abreife der Bestände, so dass in der kommenden Woche bundesweit mit der Weizenernte begonnen werden kann. Trockenheit und Hitze werden deutlich auf das Ertragsergebnis drücken.

Winterroggen wurde bislang nur vereinzelt auf leichten Standorten im Osten Deutschlands gedroschen. Erste Aussagen lassen einen Rückgang der Erträge von 5 bis 15 Prozent erwarten. Die Sommergerstenernte hat im Süden und Südwesten Deutschlands begonnen. Hitze und Trockenheit der letzten Woche verpassten den ursprünglich positiven Prognosen ebenfalls deutliche Dämpfer. Zwar konnten im Süden von Rheinland-Pfalz 80 Prozent der Bestände mit durchschnittlichen Erträgen geerntet werden. Die noch bestehenden Bestände lassen jedoch Ertragseinbußen erwarten.

Auch erste Winterrapsbestände wurden gedroschen. Die im Süden Deutschlands geernteten 5 bis 10 Prozent der Bestände lassen noch keine Aussage zur Ertragshöhe zu. In der Mitte und im Westen Deutschlands hingegen ist die Ernte weiter fortgeschritten, die Erträge liegen hier in etwa auf Vorjahresniveau. Im Osten dagegen sind bislang nur vereinzelte Flächen gedroschen, dabei handelt es sich um notreife Bestände. Regional zeichnen sich sehr unterschiedliche Erträge ab, die insgesamt jedoch das Vorjahresergebnis nicht erreichen werden.

Durch die Trockenheit ist auch der Aufwuchs auf Futterflächen geringer. In einigen Regionen wird mit erheblichen Ertragseinschnitten bei der Silagebereitung gerechnet, so dass eine ausreichende Versorgung mit Winterfutter in Frage gestellt ist. Der DBV fordert von der Bundesregierung, bei der EU-Kommission dringend vorstellig zu werden, damit der Aufwuchs auf Stilllegungsflächen zu Futterzwecken bereits jetzt genutzt werden kann. Durch die extreme Trockenheit verdorrt ansonsten der Aufwuchs. Generell darf auf Stilllegungsflächen erst ab dem 31.8. der Aufwuchs für die Fütterung von Tieren eingesetzt werden, jedoch ist ein Futterverkauf an Dritte verboten.

Links zum Thema Verbände.

Mecklenburg-Vorpommern: Raps erstmals von mehr als 240.000 Hektar zu ernten

Themen: Archiv — info @ 12:07

Schwerin (agrar.de) – Der Anbau von Raps im deutschen Rapsland Nr. 1, Mecklenburg-Vorpommern, ist zur Ernte in diesem Jahr erstmals auf über 240.000 Hektar ausgedehnt worden. Damit nimmt er 22,3 Prozent des Ackerlandes ein. Wie es aus dem Statistischen Amt zu vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzung weiter heißt, werden in den kommenden Wochen neben dem Raps auch 571.000 Hektar Getreide, von denen allein 329 000 Hektar auf Winterweizen entfallen, zu ernten sein. Die Mähdrescher sind auf insgesamt 830.000 Hektar, das sind mehr als drei Viertel der Ackerfläche, im Einsatz.

Die flächenmäßig bedeutsamsten Feldfrüchte in Mecklenburg-Vorpommern sind Winterweizen und Winterraps, die mit 329.000 bzw. 238.000 Hektar zusammen mehr als die Hälfte des Ackerlandes (1.082.000 Hektar) bedecken. Während sich der Weizenanbau wie auch der gesamte Getreideanbau gegenüber dem Vorjahr leicht verringerte, vergrößerte sich die Rapsfläche um 3,5 Prozent.

Die Anbauentwicklung bei Getreide ist unterschiedlich ausgeprägt. So wurde gegenüber dem Vorjahr wesentlich mehr Wintergerste angebaut (nunmehr 139.000 Hektar bzw. + 15 Prozent), jedoch weniger Roggen (50.000 Hektar bzw. – 4 Prozent), Sommergerste (11.000 Hektar bzw. – 10 Prozent), Hafer (9.000 Hektar bzw. – 21 Prozent) und Triticale (25.000 Hektar bzw. – 21 Prozent).

Hülsenfrüchte als wichtiger Eiweißlieferant für die Tierernährung sind von 11.000 Hektar (- 10 Prozent zum Vorjahr), ebenfalls im Mähdrusch, zu ernten.

Der Anbau von Kartoffeln erstreckt sich auf gut 16.000 Hektar (+ 4 Prozent). Die Zuckerrübenfläche reduzierte sich, wie schon in den vergangenen zehn Jahren fast kontinuierlich, auf 22.000 Hektar (- 8 Prozent gegenüber 2005).

Auf 131.000 Hektar, das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahr, wächst Feldfutter. Darunter sind 83.000 Hektar Silomais (+ 6 Prozent) und 34.000 Hektar Grasanbau auf dem Ackerland (+ 20 Prozent).

80.000 Hektar Ackerland, der mit 7,4 Prozent niedrigste Anteil seit 1992, liegen brach.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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