28. Juli 2006

Thüringen: Getreideernte sechs Prozent unter Vorjahr

Themen: Anbauflächen,Getreide,Statistik,Thüringen — info @ 09:07

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ertragsschätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter vom Juni 2006 rechnen die Thüringer Landwirte mit einer Ernte von 2,3 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bei einem durchschnittlichen Hektarertrag von 62 Dezitonnen. Damit würde die Getreideernte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um knapp 6 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Hier wurden 2,4 Millionen Tonnen Getreide eingefahren, bei einem Durchschnittsertrag von 65 Dezitonnen je Hektar. Die diesjährige Getreideernte wird auch deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre liegen.

Zwei Drittel der Getreideernte wird als Brotgetreide eingefahren werden. Bei fast unveränderter Anbaufläche wird mit einem um 6 Prozent niedrigeren Hektarertrag als im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2005 gerechnet. Beim Winterweizen, der 93 Prozent der Brotgetreidefläche einnimmt, wird eine Erntemenge von 1,4 Millionen Tonnen erwartet.

An Futtergetreide wird aufgrund der gesunkenen Anbaufläche und des niedrigeren Ertrages mit einer Erntemenge von 0,8 Millionen Tonnen Getreide gerechnet. Das wären 9 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2005. Für die Wintergerste, mit deren Ernte begonnen wurde, schätzen die Landwirte den durchschnittlichen Hektarertrag auf 64 Dezitonnen.

Für Winterraps wurde im Juni ein durchschnittlicher Hektarertrag von 35 Dezitonnen geschätzt. Trotz einer Flächenausdehnung um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr würde die Erntemenge damit um 1 Prozent niedriger ausfallen.

Zu dieser Juni-Schätzung meldete bereits die Hälfte der Ernteberichterstatter unzureichende Niederschlagsmengen. Da sich die Trockenheit im Monat Juli fortsetzte, können je nach weiterem Witterungslauf diese Schätzungen von den endgültigen Ergebnissen zur Ernte 2006, die Ende August vorliegen werden, mehr oder weniger abweichen.

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DBV: Keine Fernseh- und Rundfunkgebühren für internetfähige Computer

Themen: Archiv — info @ 09:07

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat entschieden gegen Fernseh- und Rundfunkgebühren protestiert, die ab dem 1. Januar 2007 für internetfähige Computer als neuartige Empfangsgeräte laut Rundfunkstaatsvertrag durch die Gebühreneinzugszentrale GEZ eingezogen werden sollen. DBV-Präsident Gerd Sonnleitner forderte in einem Brief an den Präsidenten des Bundesrates, Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, die Bundesländer auf, die Vorschriften zur Erhebung von Rundfunkgebühren auszusetzen, da gegen die Gebührenpflicht von internetfähigen Computern auch eine Verfassungsbeschwerde anstehe und etliche Fragen ungelöst seien.

Eine Gebührenpflicht von internetfähigen Computern hätte zur Folge, dass Landwirte für Computer, die sie aus betrieblichen Gründen nutzen müssen, eine weitere volle Rundfunkgebühr von derzeit 17,03 Euro pro Monat entrichten müssen. Der DBV betrachtet diese neue Gebühr als eine unverhältnismäßige zusätzliche Belastung für die Landwirte ebenso wie für mittelständische Unternehmen. Die Regelung treffe, so Sonnleitner im Brief an Bundespräsident Carstensen, zudem die landwirtschaftlichen Familienbetriebe, in denen es häufig nur einen beruflich genutzten Computer mit Internetverbindung gebe, ungleich härter als mittelständische oder größere Betriebe, die aufgrund einer Privilegierung für Zweitgeräte nur eine Rundfunkgebühr entrichten müssten. Er sieht eine solche Zwangsabgabe sogar als innovationsfeindlich an. Außerdem trage sie auch nicht zu dem Ziel bei, überflüssige Vorschriften und Bürokratie abzubauen.

Bund und Länder würden sich äußert widersprüchlich verhalten, wenn sie Landwirte zunächst zur beruflichen Internetnutzung anhalten würden, wie zum Beispiel für die elektronische Steuererklärung oder für die Nutzung der HIT- oder der ZID-Datenbank, dann aber die Fernseh- und Rundfunkgebühr für internetfähige Computer einführen würden, betonte Sonnleitner.

Die Rundfunkgebühren quasi als Internetsteuer sei auch nach EU-Recht problematisch, stellte Sonnleitner fest. Denn nach Auffassung der EU-Kommission gehören Multimedia- und Onlineangebote der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender nicht zu den zulässigen Fällen der Grundversorgung und dürfen daher nicht durch Gebühren finanziert werden. Seit April gäbe es zudem auch eine Verfassungsbeschwerde gegen die neue Regelung im Rundfunkgebührenstaatsvertrag, stellte Sonnleitner fest. Diese rügte die Verletzung des Gleichheitsgrundgesetzes, der Berufsfreiheit und der allgemeinen Handlungsfreiheit durch die Erhebung von Rundfunkgebühren auf internetfähige Computer.

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Rheinland-Pfalz: 10.000 Hektar weniger Sommergerste

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 09:07

Alternativen zur Nahrungsmittelproduktion sind im Kommen

Bad Ems (agrar.de) – In Rheinland-Pfalz wird 2006 erheblich weniger Sommergerste angebaut als im Vorjahr. Mit 58.000 Hektar, 10.000 Hektar weniger als 2005, wurden die Anbauflächen im dritten Jahr hintereinander eingeschränkt, so das Statistische Landesamt. Das überwiegend als Braugerste angebaute und zu Malz verarbeitete Sommergetreide ist ein wesentlicher Grundstoff für die Herstellung von Bier. Rheinland-Pfalz gehört nach Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen zu den flächenstärksten Anbauländern von Sommergerste. Bezogen auf den Flächenanteil am Ackerland hält Rheinland-Pfalz mit knapp 15 Prozent sogar die Spitzenposition in Deutschland.

Die unbefriedigende Erlössituation für Braugerste und Qualitätsprobleme mit dem Erntegut 2005 führten schon im vergangenen Herbst dazu, dass viele Landwirte in ihrer Anbauplanung vor allem Wintergetreidearten den Vorzug gaben. Es wurde erneut mehr Winterweizen (plus 0,4 Prozent) ausgesät, die mit 99.000 Hektar dominierende Fruchtart im Ackerbau. Auch Roggenfelder (9.000 Hektar) wurden ausgedehnt (plus 8,6 Prozent). Unter den Futtergetreidearten nahmen sowohl die Flächen von Wintergerste (35.000 Hektar, plus 5,9 Prozent) als auch die von Triticale (14.000 Hektar, plus 8 Prozent) zu. Insgesamt ging der Getreidebau um 6.600 Hektar (minus 2,7 Prozent) zurück. Getreideäcker machen nur noch gut 60 Prozent des 394.000 Hektar umfassenden Ackerlandes aus, das ist der niedrigste Anteil seit über 40 Jahren.

Auch Zuckerrüben (20.000 Hektar, minus 11 Prozent) verlieren im Zuge der Anpassung an die neue Marktordnung an Boden. Die zweite bedeutende Hackfrucht, die Kartoffel, bleibt dagegen mit 8.400 Hektar im Anbauumfang stabil. Die Produktion von Gartenbauerzeugnissen erreicht, vor allem bedingt durch einen Anstieg beim Gemüse, einen neuen Höchststand (12.600 Hektar). Der zu den Handelsgewächsen zählende Winterraps ist weiter auf Wachstumskurs (plus 4,2 Prozent) und löst mit über 36.000 Hektar die Wintergerste als drittstärkste Fruchtart ab.

Auf rund 40.000 Hektar des Ackerlandes werden Futterpflanzen wie Mais, Gräser, Klee und Luzerne angebaut. Der Anstieg dieser Flächen um fast 4.000 Hektar hängt eng mit der verstärkten Verwendung des Erntegutes für die verschiedenen Verfahren der Methangewinnung in Biogasanlagen zusammen. Silomais ist aufgrund seiner weiter stark steigenden Flächen (21.000 Hektar, plus 10 Prozent) und seines hohen Ertragspotenzials dabei am bedeutendsten. Stillgelegte und brachliegende Flächen (32.000 Hektar, plus

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27. Juli 2006

Bodennutzung: Ölfruchtanbau auf Höchststand

Themen: Archiv — info @ 16:07

Anbau von Zuckerrüben nimmt ab

Wiesbaden (agrar.de) – In Deutschland werden nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2006 11,88 Millionen Hektar (ha) Bodenfläche als Ackerland genutzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wird dieses Jahr auf 57 Prozent dieser Fläche Getreide angebaut (6,73 Millionen Hektar), wovon die wichtigste Getreideart – der Winterweizen – 3,07 Millionen Hektar beansprucht. Futterpflanzen nehmen mit 1,94 Millionen Hektar gut 16 Prozent des Ackerlandes ein und Handelsgewächse wie zum Beispiel Ölfrüchte wachsen 2006 auf einer Fläche von 1,55 Millionen Hektar (13 Prozent).

Die Anbaufläche von Ölfrüchten – als wichtigste Position der Handelsgewächse – hat um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,48 Millionen Hektar zugenommen und damit einen Höchststand erreicht. Der Anbau von Winterraps, der mit 1,40 Millionen Hektar bedeutendsten Ölfrucht, wurde dabei um gut 80.000 Hektar ausgeweitet.

Auch der Futteranbau auf dem Ackerland nahm um 138.000 Hektar weiter zu, was einer Steigerung um 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die größten Zuwächse entfielen dabei auf Silomais mit 1,34 Millionen Hektar (+ 74.000 Hektar) und den Feldgrasanbau mit 320.000 Hektar (+ 40.000 Hektar).

Reduziert wurden in Deutschland vor allem der Anbau von Zuckerrüben um 60.000 Hektar auf 360.000 Hektar und der Anbau von Hülsenfrüchten um 24.000 Hektar auf 145.000 Hektar (je – 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr) sowie der Anbau der Sommergetreidearten und Triticale. Die Anbaufläche von Hafer hat mit 185.000 Hektar ihren niedrigsten Stand erreicht (– 12 Prozent gegenüber 2005).

Die bedeutendsten Bundesländer im Ölsaatenanbau – speziell von Winterraps – sind Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 240.000 Hektar, Bayern und Sachsen-Anhalt mit je 160.000 Hektar sowie Sachsen, Niedersachsen und Brandenburg. In diesen sechs Länden werden 67 Prozent des Winterrapses und 68 Prozent der Ölfrüchte insgesamt angebaut, wobei in Brandenburg mit 19.000 Hektar und knapp 60 Prozent der deutschen Anbaufläche die meisten Körnersonnenblumen wachsen.

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Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 16:07

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 1.205 angebotenen Schweinen 1.205 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,74 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,73 Euro bis 1,74 Euro.

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26. Juli 2006

Erste Prognose der Getreide- und Rapsernte in Niedersachsen 2006

Themen: Archiv — info @ 14:07

Hannover (agrar.de) – Wegen der anhaltenden Trockenheit muss mit einer unterdurchschnittlichen Getreideernte (6,5 Prozent weniger als 2005) gerechnet werden. Der für Biodiesel und Pflanzenöl zu verwendende Winterraps ist mit seiner kräftigen Pfahlwurzel noch an das letzte Wasser im Boden gekommen, was für leicht überdurchschnittliche Erträge (3,7 Tonnen/Hektar, gegenüber 3,4 t/ha im Durchschnitt der Jahre 2000-2005) im Landesmittel reicht.

Auch die späteren Getreidearten haben keine grünen Ähren / Rispen mehr und reifen wegen der Trockenheit in Verbindung mit hohen Temperaturen und einer täglich lange herabbrennenden Sonne vorzeitig ab. Besonders hart von der Trockenheit betroffen ist dieses Jahr auch der Westen und Norden des Landes. Völlig ungewöhnlicherweise hat es im Juni und bisherigen Juli an der Küste weniger geregnet als z.B. im Weser- Leinebergland. Meist wehte ein ablandiger, kontinentaler Ost-Nordost-Wind, der keine Regenwolken von der See her ins Land ließ.

Alle verfügbaren Beregnungsanlangen auf den leichten Böden sind Tag und Nacht im Einsatz um die im Herbst zu erntenden Früchte über die Trockenzeit zu bringen. Die beste Ertragsversicherung und eine langfristig sehr sinnvolle und wertvolle Investition auf leichten Sandböden sind die tausenden von Kilometern Feld-Wasserleitungen, Brunnen und Saugstellen, die die Landwirt im Laufe der letzten Jahrzehnte zu ihren Feldern gegraben haben.

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Schleswig-Holstein: Weniger Milchkühe, mehr Schweine

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 14:07

Kiel (agrar.de) – In den landwirtschaftlichen Betrieben Schleswig-Holsteins wurden im Mai dieses Jahres 1,15 Mio. Rinder, 1,5 Mio. Schweine und 368.000 Schafe gehalten.

Wie das Statistikamt Nord nach vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehbestandserhebung mitteilt, setzte sich damit der Rückgang des Rinderbestandes um 25.000 Tiere oder zwei Prozent in Jahresfrist weiter fort.

Besonders deutlich zeigte sich der Rückgang bei den Milchkühen; mit 329.000 Tieren lag die Zahl der Tiere fast fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Entwicklung entsprechend nahm auch die Zahl der Kälber um vier Prozent ab, die Zahl der Jungrinder bis zu einem Jahr verringerte sich um sechs Prozent. Der Bestand der für die Reproduktion wichtigen Zucht- und Nutzfärsen (ab einem Jahr alt) ging in Jahresfrist um drei Prozent zurück. Die Zahl der Ammen- und Mutterkühe hingegen erhöhte sich um 3.000 Tiere oder acht Prozent und erreichte nach dem Einbruch im letzten Jahr annähernd das Niveau von 2004 (44.000 Tiere).

Der Bestand an Schlachtrindern über einem Jahr (165.000) stieg in Jahresfrist um zehn Prozent an – damit zeigte sich erstmals seit 2001 wieder ein Zuwachs. Dabei erhöhte sich die Zahl der Jungbullen und Ochsen über ein Jahr im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent, der Bestand der gleichaltrigen Schlachtfärsen und Schlachtkühe nahm in Jahresfrist um fast vier Prozent zu.

Die Zahl der Schweine wuchs gegenüber dem Vorjahr abermals um fast zwei Prozent und erreichte damit im Mai 2006 den höchsten Stand seit 1989. Dazu trug in erster Linie die größere Zahl von Ferkeln bei, in Jahresfrist vergrößerte sich deren Bestand um 22.000 Tiere oder fünf Prozent. Die Zahl der Jungschweine und leichteren Mastschweine mit bis zu 80 kg Lebendgewicht hingegen war leicht rückläufig (ein Prozent bzw. zwei Prozent), während die schwereren Kategorien (über 80 kg) einen Zuwachs von drei Prozent verzeichneten. Der Bestand an Zuchtsauen, eine wichtige Zahl für die mittelfristige Produktionsentwicklung, erhöhte sich leicht um ein Prozent auf 122.000 Tiere.

Der Bestand an Schafen entsprach dem Niveau der Vorjahre.

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Sachsen-Anhalt: Immer weniger Rinder – Schweinebestand wächst weiter

Themen: Archiv — info @ 11:07

Halle (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt hielten im Mai 2006 die landwirtschaftlichen Betriebe 334.300 Rinder, darunter 132.100 Milchkühe, 984.600 Schweine, darunter 287.900 Mastschweine und 112.600 Schafe.

Der langjährige Trend des Bestandsabbaus in der Rinderhaltung setzte sich weiter fort. So sank gegenüber Mai des Vorjahres der Rinderbestand um 10.100 Tiere (- 2,9 Prozent) auf einen neuen Tiefstand. Damit stehen ein Viertel weniger Rinder in den Ställen als vor 10 Jahren. Deutlich verringert hat sich die Zahl der Milchkühe um 5.800 Tiere (- 4,2 Prozent) gegenüber Mai des Vorjahres. Hier vollzog sich der Rückgang vor allem im Zeitraum Mai bis November 2005. Im Vergleich zum November 2005 war noch eine Bestandsverringerung um 1.800 Milchkühe (- 1,3 Prozent) zu verzeichnen.

Der Anteil der Milchkühe am gesamten Rinderbestand liegt weiterhin bei 40 Prozent. Die Zahl der Kälber und Jungrinder verringerte sich binnen eines Jahres um 3.300 Tiere (- 3,5 Prozent).

Der Schweinebestand stieg gegenüber dem Vorjahr um weitere 42.800 Tiere (+ 4,5 Prozent) an. Der Bestandszuwachs gegenüber Mai 2005 resultiert vor allem aus höheren Ferkel- und Jungschweinbeständen. Ihre Zahl nahm um 39.300 (+ 7,3 Prozent) auf 578.000 Tiere zu.

In der Schafhaltung setzte sich der lang anhaltende Bestandrückgang in abgeschwächter Form weiter fort. Mit 112.600 Schafen wurden im Mai 2006 insgesamt 1.500 Tiere (- 1,4 Prozent) weniger ermittelt als ein Jahr zuvor und 41.300 Tiere (- 26,8 Prozent) weniger als vor 10 Jahren. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Bestand an Rindern und Schweinen in Deutschland sinkt

Themen: Schweine,Statistik — info @ 10:07

Wiesbaden (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände zum Stichtag 3. Mai 2006 standen 26,5 Millionen Schweine, 12,8 Millionen Rinder sowie 2,6 Millionen Schafe in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, hat der Schweinebestand damit gegenüber der Erhebung im Mai 2005 um 1,5 Prozent und gegenüber der Erhebung im November 2005 um 2,0 Prozent abgenommen. Der Rinderbestand ist im Vorjahresvergleich um 2,0 Prozent und die Zahl der Schafe um 3,4 Prozent gesunken.

Die Verringerung der Schweinebestände ist vor allem auf einen Rückgang der Jungschweine zurückzuführen, deren Zahl seit November 2005 um 448.000 Tiere gesunken ist (– 6,7 Prozent). Die Zahl der Ferkel nahm im gleichen Zeitraum um 3,1 Prozent (+ 214.000 Tiere) zu, so dass insgesamt der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen um 1,7 Prozent (– 234.000 Tiere) abnahm. Der Mastschweinebestand verringerte sich im letzten Halbjahr um 2,6 Prozent (– 276.000 Tiere).

Der für die Deckung des Ferkelbedarfs wichtige Zuchtsauenbestand ist seit November 2005 um 0,9 Prozent auf rund 2,5 Millionen Tiere zurückgegangen; gegenüber dem Vorjahr hat er sich um 2,4 Prozent verkleinert. Die Zahl der trächtigen Jungsauen stieg dagegen im letzten Halbjahr um 6,4 Prozent auf 315.000 Tiere. Aufgrund des Absinkens der Bestände zwischen Mai und November 2005 ist für die trächtigen Jungsauen im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 4,5 Prozent zu verzeichnen.

Diesem Bundesergebnis liegt eine regional unterschiedliche Entwicklung zugrunde. So stieg in Niedersachsen, dem Bundesland mit dem größten Anteil am Schweinebestand, die Anzahl der Schweine der gesamte Schweinebestand seit der Erhebung am 3. November 2005 um 0,8 Prozent auf 8,0 Millionen Tiere. Dagegen ist die Zahl der Schweine in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit dem zweitgrößten Anteil am gesamten Schweinebestand, seit November 2005 um 5,1 Prozent auf 6,1 Millionen gesunken. Ein Grund hierfür ist, dass in Nordrhein-Westfalen der Handel mit Schweinen im Frühjahr dieses Jahres aufgrund des Ausbruchs der Schweinepest zeitweise deutlich eingeschränkt war. Damit konnten Ein- und Ausstallungen zum Teil nur verzögert vorgenommen werden.

Der Rinderbestand in Deutschland hat sich gegenüber Mai 2005 insgesamt um 258 000 Tiere oder 2,0 Prozent verringert. Der rückläufige Trend der vergangenen Jahre setzt sich damit weiter fort. Allerdings ist die Anzahl der in der Regel zur Fleischerzeugung gehaltenen männlichen Rinder (ein Jahr und älter) deutlich um 5,2 Prozent gestiegen. Die Zahl der Milchkühe verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 4,1 Millionen Tiere. Auch der Bestand an Kälbern ging um 82.000 Tiere oder 3,9 Prozent zurück.

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25. Juli 2006

Nordrhein-Westfalen: Weniger Schweine, Rinder und Schafe

Themen: Archiv — info @ 12:07

Düsseldorf (agrar.de) – Bei der repräsentativen Viehzählung im Mai dieses Jahres wurden in Nordrhein- Westfalen 6,1 Millionen Schweine gezählt, 7,3 Prozent weniger als im Mai 2005. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, sanken auch die Bestände der Rinder (-3,8 Prozent auf 1,33 Millionen Tiere) und Schafe (-9,2 Prozent auf knapp 200.000 Tiere).

Die Zahl der Rinder, Schweine und Schafe haltenden Betriebe ist ebenfalls weiter rückläufig: Die Zahl der Betriebe mit Rindviehhaltung verringerte sich binnen Jahresfrist um 6,5 Prozent auf 20.100, jener mit Schweinehaltung sogar um 10,2 Prozent auf 13.000. In knapp 3.600 Betrieben wurden Schafe gehalten, das waren 9,2 Prozent weniger als im Mai 2005.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

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