27. Juni 2006

Landwirtschaftsfläche in NRW nahm um 636 Quadratkilometer ab

Themen: Archiv — info @ 14:06

Düsseldorf (agrar.de) – Die landwirtschaftlich genutzte Fläche in Nordrhein-Westfalen hat von 1996 bis 2006 um 636 Quadratkilometer abgenommen – eine Größenordnung, die etwa der Gesamtfläche der Städte Düsseldorf (217 km²) und Köln (405 km²) entspricht. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, nimmt die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit 17.072 km² gleichwohl immer noch mehr als die Hälfte (50,1 Prozent) der gesamten Landesfläche ein, die sich auf insgesamt 34.085 km² beläuft. Ein weiteres Viertel NRWs (25,2 Prozent; 8 573 km²) ist bewaldet; hier ist gegenüber 1996 ein Zuwachs um 1,8 Prozent zu verzeichnen. Auf Gebäude- und zugehörige Freiflächen (4.289 km²) entfallen 12,6 Prozent der Landesfläche, auf Verkehrsflächen (2.332 km²) 6,8 Prozent und auf Wasserflächen (652 km²) 1,9 Prozent.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass gewerblich genutzte Gebäude (z. B. Fabrikgebäude) in der Kategorie ‚Gebäude- und Freifläche‘, aber Gewerbeflächen ohne Gebäude (z. B. Lagerplätze, Halden, Abbauland) in der Kategorie „Betriebsfläche“ nachgewiesen sind. Die Daten basieren auf Angaben der Katasterämter; die genannten Veränderungsraten beruhen nicht ausschließlich auf tatsächlichen Änderungen der Flächennutzung, sondern sind teilweise auch auf Bereinigungen der Kataster zurückzuführen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

26. Juni 2006

Experten uneins über die Verteilung von Fördermitteln für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 14:06

Berlin (agrar.de) – Ob die von der EU bereitgestellten Mittel für die marktbezogenen Agrarzahlungen künftig teilweise auch dem Vertragsnaturschutz und Agrarumweltprogrammen zugute kommen sollen, darüber sind nach einer Meldung des Bundestags-Pressedienstes die Meinungen der Experten einer öffentlichen Anhörung des Ernährungsausschusses am Montagvormittag auseinander gegangen.

‚Wir brauchen eine fakultative Modulation, die ab 20.000 Euro ansetzt und größere Agrarbetriebe in die Pflicht nimmt, die eher auf eine Förderung verzichten können als ein Nebenerwerbslandwirt im Bayrischen Wald‘, erklärte Lutz Ribbe von der Stiftung Europäisches Naturerbe und trat dezidiert für eine stärkere Förderung von umweltschützenden Maßnahmen ein, als dies mit den von der EU über die so genannte zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik vorgesehenen Finanzierung möglich sein werde.

Zur Debatte steht die finanzielle Vorausschau der EU für die Jahre 2007 bis 2013, die auch die finanzielle Ausstattung der Entwicklung des ländlichen Raumes regelt. Dabei bildet die am 20. September 2005 beschlossene so genannte ELER-Verordnung der EU-Kommission die Grundlage für die als zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bezeichnete ländliche Entwicklungspolitik Europas.

Für Deutschland stünden dabei, so ein Regierungsvertreter, rund 7 Milliarden Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die ländliche Entwicklung (ELER) bereit. Wie hoch der nominale Auszahlungsbetrag tatsächlich sein werde, ob die Kürzungen also bei 10 oder 15 Prozent liegen werden, lasse das Bundesernährungsministerium zurzeit klären, so der Regierungsvertreter weiter.

Massive Kritik an den Kürzungen der zweiten Säule über ‚gut 2 Milliarden Euro‘ in der neuen Programmplanungsperiode äußerte Wolfram Güthler vom Deutschen Verband für Landschaftspflege, der eine Senkung der Prämien für Agrarumweltprogramme und den Vertragsnaturschutz für absehbar hielt.

‚Wir halten eine moderate Modulation für das Gebot der Stunde‘, ergänzte der Verbandsvertreter, um die seitens der EU definierten neuen Aufgaben für Umweltschutz durch NATURA 2000 auch finanzieren zu können. Man fordere keine 20 Prozent Modulation, benötige aber rund 300 Millionen Euro aus der ersten für die zweite Säule. Er verwies darauf, dass in manchen Bundesländern bereits bis zu 40 Prozent der neuen Mittel durch Altverpflichtungen gebunden seien und die Spielräume für die von der EU geforderten Maßnahmen der Kulturlandschaftspflege kaum Mittel zur Verfügung stünden. Es gelte den Widerspruch aufzulösen, mit weniger Geld mehr Aufgaben bewältigen zu wollen. So stehe zu befürchten, dass mit dem ELER eine rechtskonforme Umsetzung des EU-Naturschutzrechts wegen der Mittelkürzungen nicht erreicht werde.

Auch Bernd Voss von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft trat dafür ein, ‚bis zu 25 Prozent der ersten Säule in die zweite Säule herüber zu nehmen.‘ Die Entscheidung für die Umsetzung der fakultativen Modulation liege nicht in Brüssel, sondern in den Bundesländern und Berlin, betonte Voss. Demgegenüber lehnte Udo Hemmerling vom Deutschen Bauernverband einen Ausgleich der zweiten Säule über die Modulation ab. Dies könne nicht die ‚Rettung‘ sein. Nach Auffassung des Bauernverbandes entspricht die Verteilung der Direktzahlungen in etwa der Struktur der Landwirtschaft. Man müsse nun den Betrieben, die weniger Marktstützung erhalten, Zeit geben, sich auf die Öffnung für den Weltmarkt einstellen zu können.

Zurückhaltend äußerte sich Maximilian Wolgschaft vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten: ‚Wir wollen eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Förderphase und kein komplettes Auf-den-Kopf-Stellen der Förderung.‘ Das Bundesland Bayern gilt als der Hauptverlierer der Förderung ländlicher Räume durch Brüssel und wird ab 2007 voraussichtlich mit 85 Millionen Euro weniger auskommen müssen.

‚Der Beschluss zur ersten Säule steht, daran wollen wir nicht rütteln, denn hier geht es um unmittelbar einkommenswirksame Zahlungen‘, unterstrich die CDU/CSU-Fraktion in der anschließenden Diskussion. Sie pflichtete dem Deutschen Bauernverband bei, dass im ersten Jahr der GATT-Reform den Landwirten Planungssicherheit für ihre Betriebe gegeben werden müsse. Auch die SPD verwies auf einen Investitionsstau in vielen landwirtschaftlichen Bereichen; dieser mache eine Planungssicherheit für die Landwirte notwendig.

Bündnis 90/Die Grünen verlangten für die von der Förderung aus der zweiten Säule betroffenen Menschen des Vertragsnaturschutzes gleichermaßen Planungssicherheit. Entgegen ihren Ankündigungen habe die EU mit der Ausweisung von Naturschutzflächen nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie keine weiteren Gelder zur Verfügung gestellt. Hier sehen die Grünen nun die Bundesregierung und die Länder in der Pflicht. Die FDP wandte sich gegen die im Zusammenhang mit der fakultativen Modulation von Experten erwogene Kappungsgrenze und warnte davor, dass sich diese ‚existenzvernichtend‘ für Landwirte auswirken werde.

Die Linke forderte eine stärkere Bindung von Subventionszahlungen an die tatsächliche Schaffung von Arbeitsplätzen und regte ein Umdenken bei dem Zwei-Säulen-Modell an.

Links zum Thema Agrarpolitik.

16 Hektar gärtnerische Nutzfläche je Betrieb

Themen: Archiv — info @ 14:06

Magdeburg (agrar.de) – Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen der 2005 bundesweit durchgeführten Gartenbauerhebung, der nach 1994 zweiten umfassenden agrarstatistischen Bestandsaufnahme dieser Art in den neuen Ländern, bauten in Sachsen-Anhalt insgesamt 474 Betriebe Gartenbauerzeugnisse zu Erwerbszwecken an. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes bewirtschafteten diese eine gärtnerische Nutzfläche von insgesamt 7.629 Hektar, das sind durchschnittlich 16 Hektar je Betrieb. Schwerpunkte des Gartenbaus sind der Gemüse- und Obstbau.

Die gärtnerische Nutzfläche im Freiland umfasste 7.594 Hektar. Hier wurden u. a. auf 4.851 Hektar Gemüse, 1.990 Hektar Baum- und Strauchbeerenobst, 352 Hektar Baumschulkulturen und 194 Hektar Erdbeeren angebaut. Die Gewächshausfläche betrug 35 Hektar und wurde überwiegend für Zierpflanzenanbau genutzt. Gut zwei Drittel der Betriebe waren Einzelunternehmen und bewirtschafteten ein Drittel der gesamten gärtnerischen Nutzfläche Sachsen-Anhalts.

In den Betrieben waren 3.235 Arbeitskräfte ständig und 5.963 Arbeitskräfte als Saisonkräfte beschäftigt. Von den 474 Betrieben waren zwei Drittel Gartenbaubetriebe, d. h. über die Hälfte ihrer Einkommen erwirtschafteten sie aus dem Gartenbau. Das restliche Drittel waren Landwirtschaftsbetriebe mit Gartenbau, welche die Hälfte der gesamten gärtnerischen Nutzfläche des Landes bewirtschafteten.

Bei den meisten der 322 Gartenbaubetriebe lag der Einnahmeschwerpunkt auf dem Gebiet der Erzeugung, darunter von Obst einschließlich Erdbeeren und Strauchbeerenobst (63 Betriebe), von Gemüse (53 Betriebe), von Blumen und Zierpflanzen (71 Betriebe) sowie von Baumschulen (29 Betriebe). Die Wirtschaftstätigkeit von 63 Gartenbaubetrieben erstreckte sich vorwiegend auf Handel und Dienstleistungen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt: Belebung des landwirtschaftlichen Bodenmarktes

Themen: Archiv — info @ 12:06

Magdeburg (agrar.de) – Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2005 in Sachsen-Anhalt in 2.855 Fällen landwirtschaftlich genutzte Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar veräußert. Das war die bisher höchste Anzahl an Kauffällen seit 1991. Der dabei realisierte durchschnittliche Kaufwert je Hektar von 5.345 Euro lag erstmals nach 10 Jahren wieder über 5.000 Euro.

Insgesamt wechselten 12.871 Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung ihren Eigentümer, das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die insgesamt erzielte Kaufsumme betrug 68,8 Mill. Euro. Damit belief sich der durchschnittliche Kaufwert auf 5.345 Euro je Hektar und lag 15 Prozent über dem Wert von 2004. Bei 56 Prozent der 2005 veräußerten Flächen handelte es sich um gute bis sehr gute Böden, d.h. mit einer Ertragsmesszahl von 60 und mehr. Im Vorjahr lag dieser Anteil bei 39 Prozent.

Regional schwankte der durchschnittliche Kaufpreis, beeinflusst von der Ertragsfähigkeit der Böden, zwischen 2.646 Euro je Hektar erzielt im Landkreis Anhalt-Zerbst und 9.269 Euro je Hektar im Bördekreis. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

23. Juni 2006

Kaufwerte landwirtschaftlicher Grundstücke in Hessen

Themen: Archiv — info @ 11:06

Zunahme der Veräußerungsfälle, geringe Abnahme der Kaufwerte

Wiesbaden (agrar.de) – Im Jahr 2005 wurden in Hessen 2.493 landwirtschaftliche Grundstücke zu einem durchschnittlichen Kaufwert von knapp 13.000 Euro je Hektar landwirtschaftlicher Fläche veräußert. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit 270 Grundstücke mehr gehandelt als im Vorjahr; jedoch lag der durchschnittliche Kaufwert knapp 300 Euro unter dem des Jahres 2004. Insgesamt wurden 2.163 Hektar veräußert, was einer durchschnittlichen Fläche von 0,87 Hektar je Veräußerungsfall entsprach. Die mittlere Ertragsmesszahl — ein Maß für die Qualität der Flächen — betrug dabei 47 Punkte.

Die höchsten Kaufwerte wurden im Landkreis Offenbach mit knapp 58.800 Euro je Hektar ermittelt, gefolgt vom Main-Taunus-Kreis mit 53.650 Euro je Hektar. Demgegenüber wurden die geringsten Kaufwerte mit 6.100 Euro je Hektar im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erzielt, im Vogelsbergkreis waren es knapp 6.200 Euro je Hektar.

Die kreisfreien Städte Darmstadt und Offenbach am Main wurden in der Auswertung aus Geheimhaltungsgründen nicht berücksichtigt; in Frankfurt am Main und in Kassel fanden keine Eigentümerwechsel durch Kauf statt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Hessen.

22. Juni 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 400 angebotenen Schweinen 400 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,70 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,69 Euro bis 1,70 Euro. Es wurden zwei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

20. Juni 2006

NRW: Ausbildungsrekord in Agrarberufen

Themen: Archiv — info @ 12:06

Bonn (agrar.de) – Die Zahl der Auszubildenden in den 13 Agrarberufen in NRW war in den vergangenen sechs Jahren noch nie so hoch wie 2005. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, lag die Zahl der Lehrlinge zum Stichtag 31. Dezember 2005 bei 9.113, das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Den größten Block unter den Ausbildungsberufen nehmen mit 4.717 die Gärtner/innen ein, die damit mehr als die Hälfte aller Auszubildenden stellen. Die zweitgrößte Gruppe sind mit 2.272 die Hauswirtschafter/innen, gefolgt von der Gruppe der Landwirte/innen mit 1.191. In allen drei Gruppen nahm die Zahl der Auszubildenden im Vergleich zu den Vorjahren zu. Leicht rückläufig ist hingegen die Zahl bei den Pferdewirten mit 480. Bei den Forstwirten weist die Statistik 258 Auszubildende aus, bei den Tierwirten 24, bei den Fischwirten 23 und bei den Revierjägern mit 16 etwas mehr als bei dem neuen Ausbildungsberuf Fachkraft Agrarservice. Insgesamt befinden sich 58 Lehrlinge in der Ausbildung zum/zur Molkereifachmann/-frau und 36 zum/zur Milchwirtschaftlichen Laborant/in.

Während die Gesamtzahl der Auszubildenden in den Agrarberufen in Nordrhein-Westfalen zugenommen hat, ist bei den neuen Verträgen ein leichter Rückgang festzustellen. Betrachtet man jedoch die vergangenen drei Jahre, gab es noch einmal eine geringfügige Steigerung. Lediglich im Ausbildungsberuf Pferdewirt ist eine kontinuierliche Abnahme der Lehrlingszahl festzustellen. Die Entwicklung deckt sich mit dem Trend in den westlichen Bundesländern.

Links zum Thema Bildung / Ausbildung.

19. Juni 2006

Mecklenburg-Vorpommern: Landwirtschaftlicher Grundstücksmarkt wieder ruhiger geworden

Themen: Archiv — info @ 11:06

Schwerin (agrar.de) – Im Jahr 2005 wechselten in Mecklenburg-Vorpommern 1.911 landwirtschaftliche Grundstücke ohne Gebäude und ohne Inventar den Besitzer, 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, ebbte damit die vorübergehende Belebung des Marktes wieder ab. Auch der durchschnittliche Kaufwert war rückläufig: 4.306 Euro je Hektar gegenüber 4.415 Euro im Jahr 2004. Die Fläche je Veräußerungsfall lag im Mittel bei 9,0 Hektar; insgesamt wurden im Land 17.194 Hektar für zusammen 74,03 Millionen Euro verkauft. Die regionalen Unterschiede verringerten sich gegenüber den Vorjahren erheblich. Über einen begünstigten Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen wurden 2005 in nur noch 164 Veräußerungsfällen zusammen 8.326 Hektar privatisiert.

Beim Verkauf landwirtschaftlicher Grundstücke zum Verkehrswert setzte sich die 2004 eingetretene Belebung des Marktes gegenüber 2003 im zurückliegenden Jahr nicht weiter fort. 2005 wurden insgesamt 1.914 Veräußerungsfälle erfasst, darunter allein 1.911 ohne Gebäude und ohne Inventar, 12 Prozent weniger als 2004. Der durchschnittliche Kaufwert verringerte sich um 2,5 Prozent auf 4.306 Euro je Hektar. Die verkauften Flächen beliefen sich auf zusammen 17.194 Hektar, fast 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Mittel wechselten 9,0 Hektar den Besitzer (2004: 8,8 Hektar).

Die Abstände zum früheren Bundesgebiet hinsichtlich Kaufwert und Flächengröße sind nach wie vor beträchtlich: 2004, aktuelle Angaben liegen noch nicht vor, wurden in Westdeutschland je Kauffall durchschnittlich 1,7 Hektar für 16.035 Euro je Hektar veräußert, in Ostdeutschland 5,0 Hektar für 3.944 Euro je Hektar. Zudem ist die verkaufte Gesamtfläche wesentlich kleiner: 2004 waren es in allen Flächenländern des früheren Bundesgebietes zusammen 41.302 Hektar, in den neuen Ländern jedoch 53.113 Hektar.

Die regionalen Unterschiede in der Höhe des Kaufwertes, die sich schon im Jahr 2004 gegenüber 2003 verringert hatten, nahmen 2005 noch weiter ab. Sie lagen zwischen 6.250 Euro je Hektar (Landkreis Nordwestmecklenburg) und 3.226 Euro je Hektar (Landkreis Parchim). 2004 bewegte sich die Spanne zwischen 7.798 Euro (Landkreis Nordwestmecklenburg) und 2.777 Euro (Landkreis Ostvorpommern). Besonders in Nordwestmecklenburg, dem Landkreis mit den ertragreichsten Ackerböden, wurden die veräußerten Grundstücke deutlich schlechter bewertet als in den Vorjahren (2003: 8.202 Euro je Hektar; 2005: 6.250 Euro je Hektar). Im Landkreis Demmin jedoch, mit ebenfalls überdurchschnittlicher Bodengüte, betrug der Kaufwert 2005 im Mittel 4.972 Euro je Hektar, 2004 lag er bei 3.755 Euro.

Der preisbegünstigte Verkauf ehemals volkseigener Landwirtschaftsflächen auf der Grundlage des Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetzes (EALG) war 2005 stark rückläufig. Er umfasste nur noch 164 Veräußerungsfälle mit zusammen 8.326 Hektar bei einem durchschnittlichen Kaufwert von 2.655 Euro je Hektar (2004: 239 Fälle mit 14.987 Hektar und 2.286 Euro). Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

16. Juni 2006

Milchanlieferung bleibt unter Vorjahresniveau

Themen: Archiv — info @ 12:06

Landwirte drosseln die Erzeugung deutlicher – Käse bleibt Wachstumsmotor

Hannover (agrar.de) – Nachdem das Milchgarantiemengenjahr 2005/06 (1. April bis 31. März) doch wieder mit einer Überlieferung abgeschlossen wurde, sind die deutschen Milcherzeuger etwas verhaltener in das neue Jahr gestartet. Der Landvolk-Pressedienst in Hannover zitiert Statistiken der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle in Bonn, wonach die Anlieferung an die Molkereien so niedrig ausfiel wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Die Milcherzeugung wurde bundesweit um fast fünf Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres gedrosselt. An den Märkten dagegen bleibt Käse weiterhin gefragt und erweist sich für die Milch- und Molkereiwirtschaft bei weiterhin ansteigendem Verzehr und guter Exportnachfrage als Wachstumsmotor. Erstmals konnte die Molkereiwirtschaft in den Listungsgesprächen mit dem Lebensmitteleinzelhandel nach einer langen Phase sinkender Preise für einzelne Produktbereiche wieder eine leichte Trendumkehr erreichen.

Die Bonner Marktbeobachter führen daneben eine Reihe landwirtschaftlicher Faktoren auf, die zu dem für die Jahreszeit völlig untypischen Knick in der Anlieferungskurve geführt haben könnten. Danach wurden durch hohe Schlachtviehpreise die Schlachtungen stimuliert und die Kuhbestände etwas dezimiert. Das kalte und nasse Frühjahr dürfte über den verspäteten Weideaustrieb ebenfalls leichte Dellen in der Anlieferungsstatistik hinterlassen haben. Ein sehr heißer und trockener Sommer könnte diesen Effekt nochmals wiederholen. In der Tendenz rechnen Marktbeobachter trotz der leichten Quotenerhöhung um 0,5 Prozent in Folge der EU-Agrarreform in den nächsten Monaten eher mit einer etwas geringeren Milcherzeugung in Deutschland.

Links zum Thema Rinder.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:06

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 614 angebotenen Schweinen 614 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,71 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,71 Euro bis 1,72 Euro. Es wurden vier Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

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