12. Mai 2006

Öko-Fläche in Niedersachsen weiter gestiegen

Themen: Archiv — info @ 16:05

Mehr als 1.100 Biobauern in Niedersachsen

Hannover (agrar.de) – Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr wiederum angestiegen. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) als zuständige Behörde für den ökologischen Landbau in der vergangenen Woche mitteilte, wurden Ende 2005 in Niedersachsen mehr als 64.000 ha ökologisch bewirtschaftet.

‚Das sind rund 3.800 ha bzw. 5 Prozent mehr als Ende 2004‘ so Landwirtschaftsminister Ehlen anlässlich der Vorlage der aktuellen Zahlen. Zum Vergleich: vor fünf Jahren betrug die Öko-Fläche in Niedersachsen erst 43.000 ha. Ein Öko-Betrieb in Niedersachsen bewirtschaftet derzeit im Durchschnitt eine Fläche von 57 ha. Auch die Zahl der landwirtschaftlichen Öko-Betriebe ist im vergangenen Jahr um 40 auf nunmehr 1.118 gestiegen. Überdurchschnittlich viele Ökoflächen werden in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Osterholz, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg sowie Verden bewirtschaftet.

Wesentliche Schwerpunkte der niedersächsischen Ökobetriebe sind der Getreide- und Kartoffelanbau, die Produktion von Feld- und Feingemüse, der Obstbau (im Alten Land) sowie die Milch- und Eiererzeugung. Mehr als 300 niedersächsische Öko-Betriebe vermarkten ihre Produkte über eigene Hofläden oder Bauernmärkte selbst.

Derzeit wächst die Nachfrage nach Ökoprodukten stärker als der Anbau. Im letzten Jahr betrug der Umsatz mit Bioprodukten bundesweit rund 4 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2004.

Links zum Bundesland Niedersachsen, Links zum Thema Bio-Landbau.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:05

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 360 angebotenen Schweinen 360 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,51 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,50 Euro bis 1,51 Euro. Es wurden zwei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

Bio boomt an der Ladentheke – aber nicht auf deutschen Feldern

Themen: Archiv — info @ 11:05

Naturland fordert bessere Rahmenbedingungen für Öko-Landwirte

Gräfelfing (agrar.de) – Die Naturland Delegiertenversammlung forderte am Donnerstag dieser Woche von den Verantwortlichen in Bund und Ländern, die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass Bauern in Deutschland weiter von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft umstellen. Bio überzeugt an der Ladentheke, aber die politischen Rahmenbedingungen überzeugen die deutschen Landwirte nicht. ‚Förderstopps, bürokratische Hürden und Kürzungen in den Agrarumweltprogrammen verunsichern die Bauern und wirken hemmend auf umstellungswillige Bauern‘, kommentiert Hans Hohenester, Präsidiumsvorsitzender von Naturland, den Unmut der Öko-Bauern. Im letzten Jahr wuchs der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland um 14 Prozent auf etwa vier Milliarden Euro. Die deutsche Öko-Landwirtschaft hingegen stagniert und kommt dem Markt nicht hinterher. Versorgungsengpässe von heimischer Bio-Rohware in einzelnen Produktbereichen sind die Folge.

Die deutschen Öko-Landwirte stehen im Wettbewerb mit den anderen europäischen Öko-Bauern. Hohenester: ‚Wenn das Marktwachstum überwiegend zu Importen führt, verschläft die Politik die Perspektive für deutsche Bauern. Die Verbraucher werden um die Ökologisierung der heimischen Landwirtschaft betrogen.‘ Hintergrund sind die schlechten politischen Rahmenbedingungen für die Öko-Betriebe im internationalen Vergleich – aber auch im Vergleich der deutschen Agrar-Förderprogramme. Eine Untersuchung der Universität Hohenheim belegt, dass Öko-Bauern in Deutschland unterm Strich weniger Unterstützung erhalten als konventionelle Kollegen.

Gestrichene Umstellungsförderung wiederaufnehmen

Die Umstellungsförderung ist ein wichtiges Instrument, damit weitere Flächen auf Öko umgestellt werden. Es gleicht die finanziellen Einbußen aus, wenn die umstellenden Betriebe ihre Produkte in den ersten zwei Jahre der Umstellungszeit nicht als Ökoware vermarkten können, aber gleichzeitig höhere Produktionskosten haben. Nicht einmal mehr eine Handvoll Bundesländer fördert die Bauern in der schwierigen Umstellungsphase. Naturland fordert die Bundesländer Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Reinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein auf, die Förderstopps für umstellungswillige Betriebe aufzuheben und die heimischen Bio-Bauern an der Wachstumsbranche Bio-Markt teilhaben zu lassen.

Verteilung der EU-Fördermittel korrigieren

Die Zahlen sind auf dem Tisch. Die allgemeinen Ausgleichszahlungen, die sogenannte erste Säule der Agrarpolitik, bleiben unverändert, aber die Agrarumweltzahlungen der zweiten Säule aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) sollen um bis zu 47 Prozent gekürzt werden. Das sind die Fördergelder, die für konkrete Leistungen der Öko-Bauern für Natur und Umwelt bereitgestellt werden. Ausgerechnet in diesem Zukunftsbereich müssen die Öko-Bauern erfahren, dass für sie die Verlässlichkeit der Agrarpolitik nicht gelten soll. ‚Wir appellieren an Horst Seehofer diese ungerechte und unsinnige Verteilung der Steuergelder zu korrigieren, sonst gehen über 40 Prozent der Fördergelder für die Entwicklung der ländlichen Räume schlichtweg verloren. Wir brauchen eine Investition in Arbeitsplätze und eine umweltgerechte und tiergerechte Landwirtschaft, damit wir das Wachstum im Bio-Sektor für die heimische Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft nutzen‘, erläutert Hohenester.

Mit einem Anteil von 30 Prozent am europäischen Bio-Markt ist der deutsche Bio-Markt der größte innerhalb der EU.

Naturland ist mit über 46.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände weltweit.

Links zum Thema Verbände, Links zum Thema Bio-Landbau.

Brandenburg: Zahl der Schlachtungen im ersten Quartal 2006 gestiegen

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 09:05

Potsdam (agrar.de) – Nach Informationen des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik wurden im ersten Quartal 2006 in Brandenburg insgesamt 18.611 Rinder (ohne Kälber) geschlachtet. Das waren rund 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Schlachtungen von Schweinen sind in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 um knapp 1 Prozent gestiegen. Es wurden 2.580 Schweine mehr geschlachtet als im Vergleichszeitraum 2005. Die Zahl der Schlachtungen von Tieren ausländischer Herkunft sank hingegen von 37.512 auf 16.082 Tiere (-57 Prozent).

Bei den Schafen entwickelten sich die Schlachtzahlen insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum positiv, sie stiegen um 16 Prozent auf 15.824 Schafe.

Aufgrund der gestiegenen Zahl an geschlachteten Rindern erhöhte sich auch deren Schlachtmenge für gewerbliche Schlachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese stieg um 17 Prozent auf 5.663 Tonnen. Beim Schweinefleisch aus gewerblicher Schlachtung wurde ein Anstieg von rund 2 Prozent auf 25.043 Tonnen ermittelt.

Der produzierte Schweinefleischanteil an der gewerblichen Gesamtfleischproduktion (ohne Geflügelfleisch) betrug rund 81 Prozent. Der Rindfleischanteil (ohne Kälber) betrug rund 18 Prozent. Die Bedeutung der Schaffleischproduktion war auch im ersten Quartal 2006 mit 273 Tonnen gering und nahm an der gewerblichen Gesamtschlachtmenge einen Anteil von rund 1 Prozent ein.

Bei den Hausschlachtungen waren bei allen Tierarten positive Tendenzen zu verzeichnen: Im ersten Quartal 2006 wurden in diesem Bereich 247 Rinder (ohne Kälber) (+7 Prozent) und 610 Schweine (+3 Prozent) geschlachtet.

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10. Mai 2006

Baden-Württemberg: Winterraps weiter auf dem Vormarsch

Themen: Archiv — info @ 09:05

Anbaufläche um 8 Prozent ausgedehnt – Biodiesel und Produktion von Biogas gewinnen an Gewicht

Stuttgart (agrar.de) – Bei den Landwirten im Südwesten steht der Winterraps weiter höher im Kurs. Nach den Meldungen der Betriebsberichterstatter des Statistischen Landesamtes von Mitte April ist der Anbau der Ölfrucht um 8 Prozent auf über 73.000 Hektar (ha) ausgedehnt worden. Als Gründe für diese Flächenentwicklung werden die günstigen Fruchtfolgeeigenschaften, arbeitswirtschaftliche Vorteile und die gute Marktsituation angeführt. Die Nachfrage nach Rapsöl zur menschlichen Ernährung und Rapsschrot zur Eiweißversorgung der Tiere ist stetig und gut. Weitere Absatzmöglichkeiten bietet der Biodieselbereich.

Die Anbauflächen von Winterweizen (225.000 ha), Wintergerste (105.000 ha) und Körnermais (67.500 ha) sind gegenüber dem Vorjahr jeweils um rund 4 Prozent ausgedehnt worden. Die kräftige Ausdehnung des Silomais (82.500 ha; +9 Prozent) dürfte kaum einer Ausdehnung der Mastrinderhaltung als vielmehr der Biogasproduktion und damit der Energiegewinnung geschuldet sein. Beim Hafer setzte sich der langfristige Trend fort. Ein Minus von 6 Prozent auf 32 000 ha. Auch die Sommergerste (88.500 ha) verzeichnete Anbaueinschränkungen (-4 Prozent). Niedrige Preise im Braugerstensektor, vergleichsweise unsichere Erträge und das Qualitätsrisiko ließen manchen Landwirt auf Alternativen umsteigen.

Die obigen Angaben müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Anbautendenzen angesehen werden. Auf breiter statistischer Basis abgesicherte Daten über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungshaupterhebung, deren erste Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

02. Mai 2006

Baden-Württemberg: CD-ROM „Agrarstruktur und Gartenbau 2005“ erschienen

Themen: Archiv — info @ 11:05

Stuttgart (agrar.de) – Vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels in der Landwirtschaft haben aktuelle Informationen zu Struktur und Ausrichtung der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg eine besondere Bedeutung. So bewirtschaftet nach Feststellung des Statistischen Landesamtes ein landwirtschaftlicher Betrieb mittlerweile 23,9 ha Fläche, das sind 1,8 ha oder gut 8 Prozent mehr als noch im Jahr 2003. Im selben Zeitraum sind die Betriebszahlen um 5.100 Betriebe oder 7,8 Prozent zurückgegangen. Von den insgesamt 60.600 landwirtschaftlichen Betrieben im Südwesten wird lediglich ein gutes Drittel im Haupterwerb geführt, aber 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird von ihnen bewirtschaftet. Der Anteil der ökologisch wirtschaftenden Betriebe liegt ‚wie bereits 2003‘ bei knapp 5 Prozent.

Das Statistische Landesamt hat bereits Ende 2005 erste Ergebnisse zur Agrarstrukturerhebung 2005 veröffentlicht. Die nun vorliegende CD-ROM rundet das Veröffentlichungsprogramm ab. Es wird eine umfangreiche Tabellensammlung zu den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung sowie der zeitgleich durchgeführten Gartenbauerhebung 2005 präsentiert. Neben den Grundmerkmalen zur Betriebsgrößenstruktur, der Bodennutzung und den Viehbeständen wird das Informationsangebot im Bereich der Agrarstruktur um Merkmale wie Arbeitskräfte, ökologischer Landbau, Besitz- und Pachtverhältnisse und betriebswirtschaftliche Ausrichtung ergänzt. Themenbezogene Zeitreihenbetrachtungen geben einen Überblick über die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Abgerundet wird das Informationsangebot durch regionale Darstellungen ausgewählter Merkmale. Dabei stehen die Tabellen dem Nutzer in einem weiterverarbeitungsfähigen Format (Excel 97) zur Verfügung.

Erstmals seit über 10 Jahren können zudem wieder Ergebnisse über die Strukturen im Gartenbau präsentiert werden. Aus der Gartenbauerhebung 2005 steht ein breit gefächertes Informationsangebot zur Verfügung, das von der Nutzung der Freiland- und Unterglasflächen über Absatzwege im Gartenbau bis hin zum Einsatz von Arbeitskräften reicht.

Die CD-ROM ‚Agrarstruktur und Gartenbau‘ kann zum Preis von 20 Euro zzgl. Versandkosten online bestellt werden.

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