21. April 2006

RLV: Das meiste Geld kommt aus dem Kuhstall

Themen: Archiv — info @ 15:04

Bonn (agrar.de) – Das meiste Geld erzielen deutsche Landwirte aus dem Stall und nicht vom Acker. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, blieb dabei die Milch mit einem Produktionswert von 7,9 Mrd. Euro im vergangenen Jahr wieder wichtigste Geldquelle der Bauern. Es folgten die Schweineerzeugung mit 5,7 Mrd. Euro, das Getreide mit 4,6 Mrd. Euro Produktionswert vor Futterpflanzen mit 4 Mrd. Euro und der Rinderproduktion mit 2,8 Mrd. Euro.

Im vergangenen Jahr lag der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft insgesamt bei 38,1 Mrd. Euro und ging damit gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent zurück. Im tierischen Bereich liegt der Produktionswert mit 18,7 Mrd. Euro nahezu unverändert. Bei Schlachtschweinen führte vor allem die Ausweitung der Erzeugung zu einem Anstieg des Produktionswertes von 3 Prozent auf 5,7 Mrd. Euro. Der Erzeugungswert von Rindern wuchs wegen gestiegener Erzeugerpreise um 5 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro. Die erzeugte Rindfleischmenge ging aber zurück. Bei Milch kam es preisbedingt zu einem leichten Rückgang um 1 Prozent auf 7,9 Mrd. Euro. Bei Eiern stieg der Produktionswert um 3 Prozent auf 0,6 Mrd. Euro an.

Der Wert der pflanzlichen Erzeugung lag 2005 bei 17,8 Mrd. Euro und ging damit um 4 Prozent zurück. Nach der Rekordernte des Jahres 2004 wurden 2005 bei fast allen Kulturen deutlich geringere Mengen erzeugt. Der Produktionswert von Getreide sank um 10 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro. Bei den Futterpflanzen ergab sich ein ertragsbedingter Rückgang um 6 Prozent auf 4 Mrd. Euro. Während der Erzeugungswert bei Gemüse preisbedingt gegenüber dem niedrigen Vorjahresstand um 11 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro zunahm, konnte bei Zuckerrüben das Vorjahresniveau nicht erreicht werden. Hier sank der Produktionswert um 6 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Ähnlich sah es bei Kartoffeln aus, wo der Produktionswert 0,6 Mrd. Euro erreichte und mit Minus 30 Prozent deutlich rückläufig war. Der Erzeugungswert von Raps wuchs preisbedingt dagegen um 5 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro an.

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