30. März 2006

Sachsen: 60.800 Tonnen Fleisch erschlachtet

Themen: Fleisch,Sachsen,Statistik,Tiere — info @ 14:03

Dresden (agrar.de) – Im Jahr 2005 wurden in Sachsen 60.800 Tonnen Fleisch aus gewerblichen und Hausschlachtungen (ohne Geflügel) erzeugt. Das sind knapp 200 Tonnen mehr als 2004. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden dafür 504.000 Schweine, 39.700 Rinder, 21.100 Schafe, knapp 4.300 Kälber sowie 1.700 Ziegen und 445 Pferde geschlachtet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mehr Schweine, Ziegen und Pferde geschlachtet.

Der Hauptanteil der Gesamtschlachtmenge entfällt mit 48.400 Tonnen oder 80 Prozent auf Schweinefleisch. Die Zahl der Schweineschlachtungen erhöhte sich zum Vorjahr um 9.000 auf 504.000. Im Ver­gleich zum Vorjahr wurden dabei 950 Tonnen (zwei Prozent) Schweinefleisch mehr erzeugt. Das durch­schnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte ebenso wie 2004 rund 96 kg auf die Waage.

Knapp 19 Prozent (11.460 Tonnen) der Gesamtfleischmenge waren Rindfleisch. Das Ergebnis resultiert aus der Schlachtung von 12.000 Bullen und Ochsen, 21.500 Kühen und 6.200 Färsen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 3.250 Schlachtungen bzw. 880 Tonnen Rindfleisch (sieben Prozent) weniger. Die 325 Tonnen Kalbfleisch stammen aus der Schlachtung von knapp 4.300 Kälbern – das sind 330 weniger als im Vorjahr.

Die Schlachtung von 21.100 Schafen erbrachte eine Fleischmenge von 465 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der Schafschlachtungen um 600 (drei Prozent). Des Weiteren wurden 2005 in Sachsen 1.700 Ziegen und 445 Pferde geschlachtet, die 30 Tonnen Ziegen- bzw. 117 Tonnen Pferdefleisch erbrachten. Dies sind zum Vorjahr zwei Tonnen Ziegenfleisch mehr – die Pferdefleisch­menge entspricht dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Ziegenschlachtungen ist im Vergleich zu den anderen Tierarten gegensätzlich. Die Zahl der geschlachteten Ziegen erhöhte sich seit 1990 (über 100 geschlachtete Tiere) fast kontinuierlich auf 1.700 Schlachtungen 2005.

Die Zahl der durchgeführten Hausschlachtungen verringerte sich – bis auf Ziegen und Pferde – bei allen Tierarten erheblich. Bei Rindern, Kälbern, Schweinen und Schafen wurden die bisher wenigsten haus­geschlachteten Tiere seit Einführung dieser Statistik (1990) abgerechnet. Mit einem Rückgang um 18 Prozent fiel dies bei Kälbern 2005 besonders deutlich aus. Ebenfalls stark rückläufig waren die durch­geführten Hausschlachtungen bei Rindern (zwölf Prozent), Schweinen und Schafen (jeweils neun Prozent).

In Deutschland wurden 2005 nach vorläufigen Angaben rund 5,69 Millionen Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erschlachtet – darunter 4,5 Millionen Tonnen (79 Prozent) Schweine- und 1,12 Millionen Tonnen (knapp 20 Prozent) Rindfleisch. Der sächsische Anteil an der deutschen Gesamterzeugung an Fleisch (ohne Geflügel) belief sich 2005 lediglich auf rund ein Prozent.

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