30. März 2006

Landvolk: Bauernsubventionen wurden stärker gekürzt

Themen: Archiv — info @ 16:03

Nur noch 5,2 Prozent aller Hilfen – Gewerbe musste weniger Federn lassen

Hannover (agrar.de) – Beim Thema Subventionen gerät meist zunächst die Landwirtschaft in den Fokus – ganz zu Unrecht, meint das Landvolk Niedersachsen. An den gesamten Finanzhilfen und Steuererleichterungen des Bundes ist die Landwirtschaft nämlich nur zu 5,2 Prozent betei-ligt, und zwar mit sinkender Tendenz. Im Jahr 2003 betrug ihr Anteil noch 6,9 Prozent. Beim nationalen Subventionsabbau darf man die Bauern sogar zu den Musterknaben zählen. Der Subventionsbericht der Bundesregierung weist für die ‚grüne‘ Branche von 2003 bis 2006 einen wesentlich stärkeren Rückgang der staatlichen Finanzhilfen und Steuererleichterungen aus als für die gewerbliche Wirtschaft. Danach sind die Zuwendungen für die Landwirtschaft um 482 Millionen Euro oder 29,2 Prozent auf 1,169 Milliarden Euro gekürzt worden. Die Stützmaßnahmen für die gewerbliche Wirtschaft wurden im gleichen Zeitraum lediglich um 1,1 Prozent auf 11,27 Milliarden Euro reduziert. Insgesamt machen die Agrarsubventionen in Deutschland 0,09 Prozent des Sozialprodukts aus, der EU-Durchschnitt liegt bei 0,14 Prozent.

Die noch verbliebenen Agrarsubventionen des Bundes fließen vor allem in die Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes‘, daneben in Zuschüsse für die landwirtschaftliche Unfallversicherung sowie die Steuererstattung für den Agrardiesel. Für die Gemeinschaftaufgabe sind allein für die Landwirtschaft – also ohne Küstenschutz, Dorferneuerung und Wasserwirtschaft – noch 462 Millionen Euro angesetzt gegenüber 535 Millionen im Jahr 2003. Darunter war die landwirtschaftliche Investitionsförderung der größte Einzelposten, im vergangenen Jahr wurden hierfür 122 Millionen Euro ausgegeben. Die Mittel für die landwirtschaftliche Unfallversicherung, die den Schwund an Beitragszahlern ausgleichen sollen, waren von 2003 bis 2005 von 250 auf 150 Millionen Euro gekürzt worden, sollen aber jetzt wieder auf 200 Millionen Euro aufgestockt werden.

Besonders stark ist bei den Steuervergünstigungen für die Landwirtschaft gekürzt worden. Dies betrifft in erster Linie die Rückvergütung für den Agrardiesel. Hier verzichtet der Bund mit der Einführung der Besteuerung von Pflanzenölkraftstoffen nur noch auf 135 Millionen Euro Einnahmen, im vergangenen Jahr waren es demgegenüber 420 Millionen Euro. Gegenüber ihren Berufskollegen in allen anderen EU-Mitgliedsländern zahlen Deutschlands Bauern erheblich mehr Steuern auf ihren Diesel, das Maß der Wettbewerbsverzerrung wird hier besonders deutlich.

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Brandenburg: Rückläufige Schweine- und Rindfleischproduktion

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 14:03

Potsdam (agrar.de) – Im Jahr 2005 wurden in Brandenburg nach Informationen des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik insgesamt 65.253 Rinder (ohne Kälber) geschlachtet. Das waren rund 5 Prozent weniger als im Jahr davor. Einen deutlichen Rückgang gab es bei den Schlachtzahlen der Kälber. Diese reduzierten sich im Vergleich zu 2004 um 59 Prozent auf 2.408 Tiere.

Die Schlachtungen von Schweinen verringerten sich 2005 um rund 2 Prozent auf 1.061.622 Tiere. Gleichzeitig sank auch die Zahl der Schlachtungen von Schweinen ausländischer Herkunft um 21 Prozent auf 77.217 Tiere.

Bei den Schafen entwickelten sich die Schlachtzahlen im Vergleich zum Vorjahr positiv. Sie stiegen um 28 Prozent auf 61.727 Schafe im Jahr 2005.

Die Schlachtmenge für gewerbliche Schlachtungen reduzierte sich bei den Rindern um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese sank von 20.540 Tonnen im Jahr 2004 auf 19.887 Tonnen im Jahr 2005. Beim Schweinefleisch aus der gewerblichen Schlachtung wurde ein Rückgang von insgesamt rund 2 Prozent auf 94.031 Tonnen ermittelt. Der produzierte Schweinefleischanteil an der gewerblichen Gesamtfleischproduktion (ohne Geflügelfleisch) betrug rund 82 Prozent. Der Rindfleischanteil lag 2005 bei rund 17 Prozent. Die Bedeutung der Schaffleischproduktion war auch im Jahr 2005 mit 1.063 Tonnen gering.

Bei den Hausschlachtungen zeigte sich für den Erhebungszeitraum bei allen Tierarten eine rückläufige Tendenz. 2005 wurden 1.851 Rinder (ohne Kälber) (-30 Prozent), 16.273 Schweine (-12 Prozent) und 878 Schafe (-14 Prozent) hausgeschlachtet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

Sachsen: 60.800 Tonnen Fleisch erschlachtet

Themen: Fleisch,Sachsen,Statistik,Tiere — info @ 14:03

Dresden (agrar.de) – Im Jahr 2005 wurden in Sachsen 60.800 Tonnen Fleisch aus gewerblichen und Hausschlachtungen (ohne Geflügel) erzeugt. Das sind knapp 200 Tonnen mehr als 2004. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden dafür 504.000 Schweine, 39.700 Rinder, 21.100 Schafe, knapp 4.300 Kälber sowie 1.700 Ziegen und 445 Pferde geschlachtet. Im Vergleich zum Vorjahr wurden mehr Schweine, Ziegen und Pferde geschlachtet.

Der Hauptanteil der Gesamtschlachtmenge entfällt mit 48.400 Tonnen oder 80 Prozent auf Schweinefleisch. Die Zahl der Schweineschlachtungen erhöhte sich zum Vorjahr um 9.000 auf 504.000. Im Ver­gleich zum Vorjahr wurden dabei 950 Tonnen (zwei Prozent) Schweinefleisch mehr erzeugt. Das durch­schnittliche gewerbliche Schlachtschwein brachte ebenso wie 2004 rund 96 kg auf die Waage.

Knapp 19 Prozent (11.460 Tonnen) der Gesamtfleischmenge waren Rindfleisch. Das Ergebnis resultiert aus der Schlachtung von 12.000 Bullen und Ochsen, 21.500 Kühen und 6.200 Färsen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 3.250 Schlachtungen bzw. 880 Tonnen Rindfleisch (sieben Prozent) weniger. Die 325 Tonnen Kalbfleisch stammen aus der Schlachtung von knapp 4.300 Kälbern – das sind 330 weniger als im Vorjahr.

Die Schlachtung von 21.100 Schafen erbrachte eine Fleischmenge von 465 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der Schafschlachtungen um 600 (drei Prozent). Des Weiteren wurden 2005 in Sachsen 1.700 Ziegen und 445 Pferde geschlachtet, die 30 Tonnen Ziegen- bzw. 117 Tonnen Pferdefleisch erbrachten. Dies sind zum Vorjahr zwei Tonnen Ziegenfleisch mehr – die Pferdefleisch­menge entspricht dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Ziegenschlachtungen ist im Vergleich zu den anderen Tierarten gegensätzlich. Die Zahl der geschlachteten Ziegen erhöhte sich seit 1990 (über 100 geschlachtete Tiere) fast kontinuierlich auf 1.700 Schlachtungen 2005.

Die Zahl der durchgeführten Hausschlachtungen verringerte sich – bis auf Ziegen und Pferde – bei allen Tierarten erheblich. Bei Rindern, Kälbern, Schweinen und Schafen wurden die bisher wenigsten haus­geschlachteten Tiere seit Einführung dieser Statistik (1990) abgerechnet. Mit einem Rückgang um 18 Prozent fiel dies bei Kälbern 2005 besonders deutlich aus. Ebenfalls stark rückläufig waren die durch­geführten Hausschlachtungen bei Rindern (zwölf Prozent), Schweinen und Schafen (jeweils neun Prozent).

In Deutschland wurden 2005 nach vorläufigen Angaben rund 5,69 Millionen Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erschlachtet – darunter 4,5 Millionen Tonnen (79 Prozent) Schweine- und 1,12 Millionen Tonnen (knapp 20 Prozent) Rindfleisch. Der sächsische Anteil an der deutschen Gesamterzeugung an Fleisch (ohne Geflügel) belief sich 2005 lediglich auf rund ein Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

25. März 2006

Ökologischer Landbau in Sachsen-Anhalt

Themen: Archiv — info @ 15:03

Magdeburg (agrar.de) – Nach Ergebnissen der im Mai 2005 durchgeführten Agrarstrukturerhebung gab es 254 Betriebe, die nach Regelungen der EG-Öko-Verordnung arbeiteten.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, gab es gegenüber der vorangegangenen Erhebung im Jahr 2003 ein Viertel mehr Öko-Betriebe. Die von ihnen bewirtschaftete Fläche (49.300 Hektar) erhöhte sich in diesem Zeitraum um ein Drittel.

Im Jahr 2005 bewirtschafteten damit 5,2 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe des Landes 4,2 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche insgesamt. Die durchschnittliche Betriebsgröße eines Öko-Betriebes betrug 194 Hektar (zum Vergleich: Betriebe insgesamt = 240 Hektar).

Die Hälfte der Öko-Betriebe hielten Vieh und zwar 9.200 Rinder, 2.000 Schweine, 10.800 Schafe und 216.600 Stück Geflügel. Die Anteile am jeweiligen Landesbestand liegen zwischen 0,2 Prozent bei den Schweinen und 9,4 Prozent bei den Schafen. Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

23. März 2006

Nur große Bauernhöfe wachsen weiter

Themen: Archiv — info @ 16:03

Jährlich 2,8 Prozent weniger Betriebe – Wachstumsschwelle bei 75 Hektar

Hannover (agrar.de) – Um 2,8 Prozent pro Jahr hat sich die Zahl der Bauernhöfe in Deutschland seit 2003 vermindert. Der Agrarbericht der Bundesregierung weist nach Angaben des Landvolks Niedersachsen für das Jahr 2005 nur noch 366.600 Betriebe ab zwei Hektar (ha) aus. Gesunken ist aber vor allem die Zahl der kleinen Betriebe. Weniger stark war der Strukturwandel im mittleren Bereich, während die Zahl der großen Betriebe sogar weiter gestiegen ist.

Die so genannte Wachstumsschwelle, oberhalb der die Zahl der Betriebe zunimmt, hat sich mittlerweile auf 75 ha verschoben. Durch Flächenaufstockung wachsen kleinere, zukunftsfähige Betriebe über diese Schwelle hinaus in die oberen Größenklassen. Zahlenmäßig nach wie vor am stärksten vertreten ist die Gruppe der Betriebe von zwei bis zehn ha, allerdings gab es hier auch die stärkste Abnahme, nämlich um 4,8 Prozent pro Jahr. Damit sank ihre Zahl von 132.800 im Jahr 2003 auf 120.500 im Jahr 2005. Von 77.500 auf 73.000 oder 3,0 Prozent jährlich ist im gleichen Zeitraum die Zahl der Betriebe von zehn bis 20 ha zurückgegangen. Etwas stärker war die Abnahme mit minus 3,6 Prozent bei den Betrieben von 20 bis 30 ha, ihre Anzahl sank von 39.800 auf 37.000. Etwas abgeschwächt erfasste der Rückgang auch die einst noch als größer anzusehenden Familienbetriebe von 40 bis 50 ha, deren Zahl sich um jährlich 2,5 Prozent von 23.300 auf 22.200 verminderte, sowie die Betriebe von 50 bis 75 ha, ihre Zahl sank um jährlich 1,4 Prozent von 36.300 auf 35.200.

Einen leichten Anstieg, und zwar um jährlich 0,8 Prozent, gab es in der Größenklasse von 75 bis 100 ha. Hier erhöhte sich die Zahl der Betriebe von 2003 bis 2005 von 18.700 auf 19.000. Recht kräftig ist dagegen die Zahl der Betriebe mit einer Flächenausstattung von mehr als 100 ha gewachsen. Sie erhöhten ihren Anteil um jährlich 3,2 Prozent von 28.500 auf 30.300. Zahlenmäßig am stärksten vertreten ist in dieser Gruppe die Größenklasse von 100 bis 200 ha mit 20.700 Betrieben; gegenüber 19.500 Betrieben im Jahr 2003 ist das eine jährliche Zunahme um 3,2 Prozent. Noch stärker gewachsen ist die allerdings kleine Gruppe der Betriebe von 200 bis 500 ha, nämlich um jährlich 4,4 Prozent von 5.700 auf 6.200. Mehr als 500 ha wurden von lediglich 1.800 Betrieben bewirtschaftet, ihre Zahl erhöhte sich, ausgehend von 1.700 im Jahr 2003, um jährlich 2,2 Prozent. Das Gros dieser Betriebe findet sich in den neuen Bundesländern. Von den Betrieben über 100 ha insgesamt haben 6.804 ihren Sitz in Niedersachsen. Eine Zunahme der Zahl der Betriebe findet hier erst oberhalb dieser Schwelle statt. Insgesamt hat die Zahl der Betriebe in Niedersachsen seit 2003 um 7,7 Prozent auf 53.146 abgenommen.

Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Niedersachsen.

22. März 2006

Sachsen: Weniger ständige Arbeitskräfte – aber mehr Saisonkräfte in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:03

Dresden (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2005 arbeiteten in den 7.800 land­wirtschaftlichen Betrieben Sachsens 41.860 Personen, das sind gut zwei Prozent weniger als zur letzten Zählung 2003.

Insbesondere bei der Zahl ständig Beschäftigter war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Waren 2003 noch 33.700 Personen ständig mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt, waren es 2005 nur noch 32.460 Arbeitskräfte, was einem Rückgang um 3,7 Prozent gleichkommt.

9.400 Personen waren als nicht ständige Arbeitskräfte, beispielsweise Saisonkräfte, Aushilfskräfte, Praktikanten oder zeitweilig mithelfende Familienangehörige, tätig.

Fast zwei Drittel der ständig beschäftigten, aber nur gut die Hälfte der nicht ständigen Arbeitskräfte, waren männlichen Geschlechts. 19.550 Arbeitskräfte arbeiteten in Vollbeschäftigung, der Vollbeschäftigtenanteil (Anteil der Vollbeschäftigten an der Zahl ständig beschäftigter Arbeitskräfte) lag bei etwa 60 Prozent.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, war der überwiegende Teil der Arbeitskräfte, nämlich 18.690 Personen bzw. fast 45 Prozent, in den 570 Betrieben der Rechtsform juristische Personen (v. a. Agrargenossenschaften, GmbH) tätig. Gegenüber 2003 blieb die Arbeitskräftezahl zwar annähernd konstant, während sich jedoch die Zahl ständiger Arbeitskräfte um gut zwei Prozent (300 Personen) verringerte, stieg jene der nicht ständigen Arbeitskräfte um fast 17 Prozent (680 Personen) an. Der Vollbeschäftigtengrad lag bei 84,1 Prozent. Je Betrieb dieser Rechtsform waren durchschnittlich 32,8 Personen tätig.

In den 6.690 landwirtschaftlichen Einzelunternehmen Sachsens arbeiteten insgesamt 17.020 Perso­nen, 9.380 in Haupterwerbsbetrieben und 7.640 in Betrieben, die im Nebenerwerb geführt wurden. Die überwiegende Zahl der Beschäftigten in Einzelunternehmen, nämlich 11 940 Personen, waren Famili­enarbeitskräfte. Außerdem waren 2.710 ständig beschäftigte familienfremde Arbeitskräfte und 2.370 nicht ständige Arbeitskräfte tätig. Gegenüber 2003 verringerte sich die Zahl der Arbeitskräfte um mehr als 600 Per­sonen. Der Vollbeschäftigtenanteil betrug 33,0 Prozent, im Durchschnitt waren 2,5 Personen je Ein­zelunternehmen beschäftigt.

6.150 Personen übten eine landwirtschaftliche Tätigkeit in den 520 Personengesellschaften aus. Gegenüber dem Vergleichsjahr nahm die Zahl der Arbeitskräfte damit um 650 Personen ab. Der Anteil Vollbeschäftigter betrug 77,3 Prozent, jeder Betrieb beschäftigte durchschnittlich 11,8 Personen.

Die überwiegende Zahl der in der Landwirtschaft Sachsens ständig beschäftigten familienfremden Ar­beitskräfte gehörte der Gruppe der Arbeiter an (71,5 Prozent), es folgten die Angestellten (14,0 Pro­zent), Auszubildenden (9,3 Prozent), Gesellschafter (4,3 Prozent) und sonstige ohne Arbeitsvertrag tätige (0,9 Prozent).

Agrarstrukturerhebungen werden bundesweit in zweijährlichem Abstand durchgeführt. Dabei werden landwirtschaftliche Betriebe im Rahmen einer repräsentativen Zählung unter anderem nach Anzahl, Geschlecht und Alter der Arbeitskräfte und deren Beschäftigungsumfang befragt. In Sachsen wurde im Jahr 2005 eine Stichprobe von ca. 3.500 landwirtschaftlichen Betrieben in die Erhebung einbezogen und deren Angaben zum Landesergebnis hochgerechnet.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Brandenburg: Fast 8.000 Liter Milch je Kuh

Themen: Archiv,Milch — info @ 15:03

Potsdam (agrar.de) – Brandenburgs Milchkühe sind sehr leistungsfähig. Nach Angaben des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik wurden 2005 mehr als 1,38 Millionen Tonnen Kuhmilch (natürlicher Fettgehalt) im Land erzeugt (+5 Prozent). Die Milchleistung je Tier erhöhte sich auf 7.977 Kilogramm gegenüber 7.602 Kilogramm im Jahr 2004.

Durch die Milchquotenregelung war und ist auch in Brandenburg nur eine begrenzte Milcherzeugung möglich, was weiterhin dazu führt, dass die Milchkuhbestände auf Grund der Leistungssteigerungen zurückgehen. Der durchschnittliche Milchkuhbestand verringerte sich 2005 um 2 Prozent auf rund 173.600 Tiere.

96,4 Prozent (rund 1,33 Millionen Tonnen) der im Jahr 2005 erzeugten Milchmenge wurden an Molkereien und Händler abgeliefert. Diese Milch wurde zu Trinkmilch, Käse, Butter, Joghurt und anderen milchtypischen Erzeugnissen weiterverarbeitet. Der Anteil der in den Agrarbetrieben besonders in der Kälberaufzucht verfütterten Milch sank von 4 auf 3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr hat sich dieser Anteil von 52.820 Tonnen auf 45.475 Tonnen reduziert. Eine geringe Menge von rund 4.200 Tonnen wurde unmittelbar in den Erzeugerbetrieben verarbeitet oder direkt vermarktet. Damit spielte die Direktvermarktung in Brandenburg nur eine untergeordnete Rolle.

Die heimischen Molkereien erhielten 52 Prozent der insgesamt abgelieferten Brandenburger Milchmenge. 634.969 Tonnen der von Brandenburger Landwirten erzeugten Milch wurde an Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geliefert. Die Brandenburger Molkereien bekamen im Gegenzug 179.732 Tonnen Milch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin zur weiteren Verarbeitung.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

Gartenbau in Mecklenburg-Vorpommern

Themen: Archiv — info @ 11:03

Schwerin (agrar.de) – Nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen der 2005 bundesweit durchgeführten Gartenbauerhebung, der nach 1994 zweiten umfassenden agrarstatistischen Bestandsaufnahme dieser Art in den neuen Ländern, bauen in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 224 Betriebe Gartenbauerzeugnisse zum Verkauf an. Gärtnerisch genutzt wird, nach Mitteilung des Statistischen Amtes, eine Fläche von 4.513 Hektar; ständig beschäftigt werden 1.439 Arbeitskräfte. Schwerpunkte des Gartenbaus hierzulande sind der Obstbau auf fast 2.500 Hektar und der Gemüsebau auf 1 600 Hektar. Gegenüber 1994 ist die Fläche weitgehend gleich geblieben; die Anzahl der Betriebe verringerte sich um 30 Prozent.

Von den erfassten Betrieben sind 182, mehr als vier Fünftel, Gartenbaubetriebe, die über die Hälfte ihrer Einnahmen aus dem Gartenbau erwirtschaften. Die restlichen 42 Betriebe sind Landwirtschaftsbetriebe mit Gartenbau.

Von den Gartenbaubetrieben nannten 132 als Schwerpunkt ihrer Wirtschaftstätigkeit die Erzeugung, darunter von Obst einschließlich Erdbeeren und Strauchbeerenobst 26 Betriebe, von Gemüse 32 Betriebe, von Blumen und Zierpflanzen 26 Betriebe bzw. von Baumschulerzeugnissen 17 Betriebe. Weitere 31 Betriebe sind aufgrund ihrer Produktion den sonstigen Betrieben mit dem Schwerpunkt Erzeugung zuzurechnen.

Die Wirtschaftstätigkeit der weiteren 50 Gartenbaubetriebe erstreckt sich vorwiegend auf Handel und Dienstleistungen.

Die durchschnittliche Flächenausstattung der Betriebe, die vorwiegend die Produktion gärtnerischer Erzeugnisse betreiben, liegt bei 30 Hektar gärtnerischer Nutzfläche (1994: 26 Hektar).

Von den 1.439 Arbeitskräften sind 278 Familienarbeitskräfte und 1.161 ständige familienfremde Arbeitskräfte. Hinzu kommen 5.200 nicht ständig Beschäftigte (Saisonarbeitskräfte), 2.930 Männer und 2.270 Frauen. Nach der Arbeitsleistung entfielen 2005 auf die Familienarbeitskräfte 182 Arbeitskräfteeinheiten (AKE), auf die ständigen familienfremden Arbeitskräfte 1.042 AKE und auf die Saisonarbeitskräfte 895 AKE.

Nach der Rechtsform sind von den 224 Gartenbaubetrieben 142 Einzelunternehmen (Familienbetriebe). Als juristische Person des privaten Rechts (e. G., GmbH u. a.) firmieren 43 Betriebe.

Neben sehr detaillierten Ergebnissen, u. a. zu den Betriebsarten und den Betriebstypen, den Rechtsformen und der Betriebsgrößenstruktur, den Arbeitskräften, zur Nutzung der Flächen im Freiland und im Gewächshaus, zu den Lagerräumen, den Betriebseinnahmen und den Absatzwegen, liefert die Gartenbauerhebung erstmals exakte Angaben zum Anbau von Strauchbeerenobst in Deutschland.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Immer mehr Öko-Landwirte im Saarland

Themen: Archiv,Saarland — info @ 11:03

Umweltminister Mörsdorf: Öko-Anbaufläche wächst weiter

Saarbrücken (agrar.de) – Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche, die nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet wird, ist im Jahr 2005 erneut kräftig gestiegen. Er lag Ende des Jahres 2005 bei zehn Prozent; das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt und bedeutet gegenüber 2004 (6,5 Prozent) einen Anstieg um rund 50 Prozent!

Ende 2005 wurden somit rund 7500 Hektar Felder, Wiesen, Weiden und Weinberge ökologisch bewirtschaftet. ‚Der ökologische Landbau im Saarland entwickelt sich nach wie vor sehr dynamisch‘, so Umweltminister Stefan Mörsdorf. ‚Seit 1999 hat sich die nach Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftete Fläche im Saarland verdreifacht‘, unterstreicht der Minister. Jetzt gelte es, Verarbeitung und Vermarktung ökologisch erzeugter Produkte weiter gezielt zu fördern.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Saarland.

21. März 2006

Milchkuhleistung in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen um 16 Prozent über Deutschlanddurchschnitt

Themen: Archiv — info @ 09:03

Schwerin (agrar.de) – Mit 7.749 Kilogramm durchschnittlicher Milchleistung je Kuh im Jahr 2005 wurde zum elften Mal in Folge das Ergebnis des jeweiligen Vorjahres übertroffen und liegt damit inzwischen um zirka 16 Prozent über dem Deutschlanddurchschnitt. Die Steigerung gegenüber 2004 betrug 1,6 Prozent. Wie es aus dem Statistischen Amt weiter heißt, erzeugten die Landwirtschaftsbetriebe Mecklenburg-Vorpommerns im zurückliegenden Jahr insgesamt 1,383 Millionen Tonnen Milch, das sind 0,4 Prozent mehr als im Jahr 2004.

Die Einhaltung von milchmarktpolitischen Rahmenbedingungen zur Begrenzung der Menge bei der Ablieferung qualitativ hochwertiger Milch durch die Erzeuger, aber auch betriebswirtschaftliche Erfordernisse bei den Milchkuhhaltern, wirkten sich dahingehend aus, dass seit 1995 die Milcherzeugung in der Landwirtschaft zwar nur um 12 Prozent gestiegen ist; im gleichen Zeitraum jedoch erhöhte sich die durchschnittliche Milchleistung je Kuh um 44 Prozent, sodass der durchschnittliche Milchkuhbestand um 22 Prozent zurückging.

Die Leistung der Milchkühe in Deutschland weist bei einem Durchschnitt von 6.585 Kilogramm (2004) recht erhebliche regionale Unterschiede auf, hervorgerufen durch unterschiedliche Intensität in der Milchkuhhaltung aufgrund von unterschiedlichen natürlichen Produktionsbedingungen: Während 2004 in den neuen Ländern durchschnittlich zwischen 7.652 Kilogramm (in Sachsen) und 7.493 Kilogramm (in Thüringen) Milch je Kuh erzeugt wurden, erbrachten die Kühe in Süddeutschland 5.809 Kilogramm (Baden-Württemberg) bzw. 5.814 Kilogramm (Bayern). Im Nordwesten Deutschlands lag die Milchleistung bei 6.967 Kilogramm (Niedersachsen) bzw. 6.727 Kilogramm (Schleswig-Holstein), in Mecklenburg-Vorpommern bei 7.625 Kilogramm.

Von der im Jahr 2005 ermolkenen Milchmenge verkauften die Landwirtschaftsbetriebe 1,363 Millionen Tonnen (98,5 Prozent; Deutschland 2004: 96,0 Prozent) an Molkereien und Händler. 19.900 Tonnen (1,4 Prozent; Deutschland 2004: 3,4 Prozent) wurden zumeist in der Kälberaufzucht verfüttert; landesweit nur 676 Tonnen (weniger als 0,1 Prozent der Gesamterzeugung; Deutschland 2004: 0,6 Prozent) verarbeiteten die Milchkuhbetriebe selbst oder vermarkteten sie direkt.

Die zwölf Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern kauften 89 Prozent der im Land erzeugten Milch auf (1,214 Millionen Tonnen; Vorjahr: 1,203 Millionen Tonnen). 11 Prozent der Milch (148.400 Tonnen) gingen an Molkereien oder Händler in anderen Bundesländern (Brandenburg: 38 Prozent dieser Menge; Rheinland-Pfalz: 37 Prozent; Sachsen-Anhalt: 16 Prozent; Schleswig-Holstein: 8 Prozent; Niedersachsen und Sachsen zusammen: 1 Prozent).

Andererseits bezogen die hiesigen Molkereien insgesamt 652.600 Tonnen Milch von Landwirtschaftsbetrieben aus anderen Bundesländern (Vorjahr: 521.600 Tonnen), vor allem aus Schleswig-Holstein (62 Prozent dieser Menge), aber auch aus Brandenburg (22 Prozent), Niedersachen und Sachsen-Anhalt (jeweils 7 Prozent), Sachsen und Thüringen (zusammen 2 Prozent). Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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