16. Februar 2006

Erneuerbare Energien bleiben auf Wachstumskurs

Themen: Archiv,Kraftstoffe — info @ 09:02

Berlion (agrar.de) – Die erneuerbaren Energien sind weiter auf Wachstumskurs: Der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch ist 2005 auf 10,2 Prozent gewachsen, gegenüber 9,4 Prozent im Vorjahr. Das sind rund 62 Mrd. Kilowattstunden (kWh). Dazu betonte Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium: ‚Dank der günstigen Rahmenbedingungen sind die erneuerbaren Energien zu einer Erfolgsstory geworden. Wenn wir diese massiv ausbauen, Energie aus fossilen Trägern effizienter erzeugen und Energie insgesamt intelligenter nutzen, verhelfen wir neuen Techniken zum Durchbruch. Mit umweltorientierten Innovationen bauen wir unsere Technologieführerschaft aus, stärken die Wettbewerbsfähigkeit und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze.‘

Auf der Jahreskonferenz der Branche der erneuerbare Energien in Berlin präsentierte Müller die neuesten Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat), der u. a. Vertreter des Bundesumwelt-, Bundeswirtschafts- und Bundeslandwirtschaftsministeriums, des Umweltbundesamtes und des Statistisches Bundesamtes angehören. Bezogen auf den gesamten Primärenergieverbrauch ist der Anteil der erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr auf 4,6 Prozent gestiegen, gegenüber 4,0 Prozent 2004. Das für 2010 geplante Ziel von einem 4,2-Prozent-Anteil ist damit bereits 2005 überschritten worden.

Die Windenergie (rd. 26,5 Mrd. kWh) leistete auch im Jahr 2005 den größten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, gefolgt von der Wasserkraft (rd. 21,5 Mrd. kWh) und der Biomasse (rd. 10 Mrd. kWh). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich besonders die Stromerzeugung aus Biogas (um rd. 2 Mrd. kWh). Strom aus Windenergie stieg um rd. 1 Mrd. kWh und Strom aus Wasserkraft um rd. 0,5 Mrd. kWh. Die Solarstromproduktion verdoppelte sich auf rd. 1 Mrd. kWh. Müller zeigte sich optimistisch, dass die Bundesregierung ihr Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2020 auf mindestens 20 Prozent zu steigern, erreichen wird. Möglich seien bei günstigen Bedingungen 25 Prozent.

Den Wärmemarkt aus erneuerbaren Energien deckt die gesamte Biomasse mit rd. 94 Prozent der Energiebereitstellung ab. Der Beitrag der Solarthermie stieg gegenüber dem Vorjahr weiter an, 2005 wurden knapp 1 Mio. Quadratmeter Kollektorfläche installiert. Von entscheidender Bedeutung dafür ist nach wie vor das Marktanreizprogramm der Bundesregierung. Der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Wärmemarkt beträgt 5,4 Prozent.

Der Parlamentarische Staatssekretär Müller: ‚Die Erfolge, die wir im Strombereich erzielt haben, wollen wir auch auf dem Wärmemarkt erreichen. Deshalb arbeiten wir an einem Gesetz, mit dem die Bereitstellung von Wärme aus erneuerbaren Energiequellen gefördert werden soll. Unabhängig davon führen wir das Marktanreizprogramm auf hohem Niveau weiter.‘

Erfolgreich hat sich auch die Nutzung von Biokraftstoffen entwickelt: Mit rd. 2 Millionen Tonnen hat sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt.

Insgesamt konnten durch die Nutzung erneuerbarer Energien im Jahr 2005 rund 83 Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Müller: ‚Damit leisten die erneuerbaren Energien einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Erfüllung unserer Kyoto-Verpflichtungen.‘

Erneuerbare Energien sind inzwischen für die Wirtschaft von großer Bedeutung: Im Jahr 2005 wurden in Deutschland rd. 16 Mrd. Euro umgesetzt. Im Jahr 2004 arbeiteten 157.000 Menschen in dieser Zukunftsbranche; mit steigender Tendenz.

Weitere Informationen zu den aktuellsten Zahlen zum Ausbau der erneuerbaren Energien können einem BMU-Hintergrundpapier entnommen werden.

Links zum Thema Energie.

13. Februar 2006

Thüringen: Weniger Arbeitskräfte in den landwirtschaftlichen Betrieben

Themen: Archiv — info @ 15:02

Erfurt (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2005 waren in den rund 5.200 landwirtschaftlichen Betrieben knapp 27.200 Personen beschäftigt. Davon waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 22.500 Arbeitskräfte ständig beschäftigt. Weitere 4.600 Personen waren zur Überwindung von Arbeitsspitzen maximal bis zu 3 Monaten befristet als Saisonkräfte eingestellt.

Von den ständig Beschäftigten waren 14.100 Personen vollbeschäftigt. Das entsprach einem Vollbeschäftigtenanteil von 63 Prozent. Zur letzten Erhebung im Jahr 2003 waren es noch 65 Prozent. Der Arbeitsplatzabbau in den landwirtschaftlichen Betrieben hat innerhalb der letzten zwei Jahre an Intensität zugenommen. Zwischen 1999 und 2003 sank die Zahl der Beschäftigten zur jeweiligen Vorerhebung um jeweils 100 Personen auf 28.000 Arbeitskräfte im Jahr 2003. Zwischen den Jahren 2003 und 2005 wurde ein Rückgang um 800 Personen bzw. 2,8 Prozent festgestellt. Die Zahl der ständig Beschäftigten verringerte sich um 900 Personen bzw. 3,9 Prozent. Demgegenüber waren rund 100 Saisonkräfte (+ 2,5 Prozent) mehr in den landwirtschaftlichen Betrieben tätig.

In Einzelunternehmen waren knapp 9.100 Personen, darunter 7.500 Familienarbeitskräfte beschäftigt. Von den Familienarbeitskräften waren 1.500 Personen vollbeschäftigt. In den Personengesellschaften waren 3.500 Personen, darunter 2.500 ständig Beschäftigte tätig. Die Anzahl der Arbeitskräfte lag im Saldo der Entwicklung bei den ständig Beschäftigten (- 10,1 Prozent) und den nicht ständigen Arbeitskräften (+ 17,4 Prozent) um mehr als 100 Personen bzw. – 3,5 Prozent unter dem Niveau von 2003. 14.600 Personen arbeiteten in den Betrieben der Rechtsform einer juristischen Person. Das waren rund 800 Beschäftigte bzw. 5,4 Prozent weniger als im Jahr 2003. In Betrieben dieser Rechtsform sank die Zahl der ständig Beschäftigten um 6,3 Prozent auf 11.600 Personen. Die Zahl der nicht ständig Beschäftigten ging um knapp 1,8 Prozent auf 2.900 zurück.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

10. Februar 2006

Erzeugung von Schweinefleisch in Sachsen-Anhalt 2005 weiter gestiegen

Themen: Archiv — info @ 09:02

Halle (agrar.de) – Die Schlachtungen von Schweinen stiegen im abgelaufenen Jahr nochmals deutlich. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wurden 2,8 Millionen Schweine gewerblich geschlachtet. Das waren 378.000 Tiere (+ 15,4 Prozent) mehr als im Jahr 2004 und somit die höchste Anzahl der letzten 10 Jahre.

Die Zunahme der Schlachtungen geht einher mit einer Erhöhung des Bestandes. Im November 2005 wurden 957.600 Schweine gehalten, damit ist der Bestand um 4,7 Prozent, darunter der Mastschweinebestand um 6,3 Prozent, gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Insgesamt wurden im Jahr 2005 im Land 258.200 Tonnen Fleisch aus gewerblichen Schlachtungen erzeugt (+ 15,6 Prozent gegenüber 2004), wobei der Anteil der Schweinefleischerzeugung 99,6 Prozent beträgt (zum Vergleich: 1991 = 86,9 Prozent). Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

09. Februar 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 720 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,41 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,40 Euro bis 1,41 Euro. Es wurden vier Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

07. Februar 2006

Naturland-Bauern legen zu

Themen: Archiv — info @ 15:02

Anzahl der Betriebe und Fläche in nur fünf Jahren mehr als verdoppelt

Gräfelfing (agrar.de) – Ein starkes internationales Wachstum von über 15 Prozent in Mitgliederzahlen und Flächen – das ist die Bilanz der neuen Naturland Jahresstatistik. Damit bewirtschaften weltweit rund 46.000 Naturland Bauern eine Fläche von über 275.000 Hektar. Insgesamt hat sich sowohl die Anzahl der Naturland Betriebe, als auch die nach den Naturland Richtlinien bewirtschaftete Fläche in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.

‚Die Zahlen sind beindruckend, doch Zahlen sind nicht alles‘, kommentiert der Naturland Präsidiumsvorsitzende Hans Hohenester die gerade veröffentlichte Verbandstatistik 2005. ‚Naturland hat im letzten Jahr das Qualitätsmanagement um mehrere Bausteine erweitert. Mit den intelligenten Software-Lösungen e-Cert, ‚Bio mit Gesicht‘ und e-TQM zeigen wir, dass die lückenlose, weltweite Rückverfolgbarkeit von Bio-Produkten keine Zukunftsmusik ist, sondern bei Naturland schon heute dazugehört.‘

Öko-Landbau in Schwarzafrika

Besonders erfreulich ist der Zuwachs von über 4.500 Kleinbauern aus Uganda und Tansania. Schwarzafrika verfügt über ein riesiges landwirtschaftliches Potential, das bis dato noch wenig für den zertifizierten Öko-Landbau genutzt wird. Die ökologische Landwirtschaft sichert kleinbäuerliche Existenzen und fördert die nachhaltige Bewirtschaftung der oft fragilen Öko-Systeme. Sesam, Vanille und tropische Früchte aus Uganda, Kaffee und Ananas aus Tansania: Immer mehr Produkte stehen den Verarbeitern in Naturland Qualitäten zur Verfügung.

Ökologische Aquakultur weltweit

Ein starkes Wachstum verzeichnet Naturland auch im Bereich der ökologischen Aquakultur. Spitzenreiter ist hier der Naturland zertifizierte Lachs aus Irland. Als neue Fischarten sind Tilapia aus Brasilien und Pangasius aus Vietnam hinzugekommen. Naturland zertifizierte Öko-Shrimpfarmen gibt es mittlerweile in Ecuador, Peru, Vietnam, Indonesien und Brasilien.

Im Jahr 2005 hat Naturland seinen ökologischen Anspruch weiter ausgebaut und Richtlinien für Öko-Textilien verabschiedet. Auf der Biofach in Nürnberg wird das erste von Naturland zertifizierte Öko-Textilprojekt in Indien vorgestellt. Darüber hinaus hat sich Naturland im letzten Jahr auch als sozial verantwortungsvolle Organisation klar positioniert: seit 2005 gelten bei Naturland Sozialrichtlinien. Das heißt im Rahmen der Öko-Zertifizierung prüfen die Kontrollstellen auch die sozialen Bedingungen, unter denen Naturland Produkte erzeugt und verarbeitet werden.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Verbände.

Thüringen: Betriebsstruktur in der Landwirtschaft 2005

Themen: Archiv — info @ 13:02

Erfurt (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der im Mai 2005 durchgeführten Agrarstrukturerhebung gab es in Thüringen 5.124 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) von 799.422 Hektar (ha). Gegenüber der Erhebung vom Mai 2003 stieg die Anzahl der Betriebe um 1 Prozent – 53 Betriebe) und die landwirtschaftlich genutzte Fläche nahm leicht um 0, Prozent (+ 5.884 ha) zu. Die durchschnittliche Betriebsgröße blieb mit 156,0 Hektar gegenüber der Erhebung 2003 (156,5 ha/Betrieb) nahezu unverändert.

Die Betriebstruktur hat sich im Vergleich zur Erhebung von 2003 gleichfalls nicht geändert. Fast jeder zweite Betrieb bewirtschaftete weniger als 10 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche, knapp drei Zehntel bewirtschafteten zwischen 10 und 100 ha LF und 17 Prozent zwischen 100 und 1.000 ha. Knapp 5 Prozent der Betriebe verfügten über eine Flächenausstattung von 1.000 ha und mehr und bewirtschafteten mehr als die Hälfte (56 Prozent) der landwirtschaftlich genutzten Flächen Thüringens.

Von den 5.124 landwirtschaftlichen Betrieben wurden 4.172 Betriebe (81 Prozent aller Betriebe) als Einzelunternehmen geführt. Diese Betriebe verfügten über eine durchschnittliche Flächenausstattung von 35 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche und bewirtschafteten mit 147.459 ha 18,4 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aller Thüringer Betriebe.

Auf 16 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche produzierten 369 Personengesellschaften. Diese Betriebe bewirtschafteten mit durchschnittlich 344 ha LF insgesamt 127.064 ha.

Knapp zwei Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche Thüringens wurden durch Betriebe in der Hand einer juristischen Person bewirtschaftet. Im Jahr 2005 verfügten diese 583 Betriebe über 524.899 ha LF. Die durchschnittliche Betriebsgröße lag bei 900 ha LF. Dabei schwankt die durchschnittliche Flächenausstattung je nach Rechtsformen zwischen 611 ha in Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), 1.408 ha in Aktiengesellschaften (AG) und 1.464 ha in den eingetragenen Genossenschaften (e.G.). Die 311 Gesellschaften mit beschränkter Haftung GmbH produzierten auf 190.030 ha LF, die 27 Aktiengesellschaften verfügten über 38.008 ha LF und die 202 eingetragenen Genossenschaften über 295.672 ha LF. Übrige juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts (43 Betriebe) bewirtschafteten zusammen 1.190 ha.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

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