16. Februar 2006

Thüringen: Rinder- und Schweineschlachtungen leicht unter Vorjahresniveau

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 16:02

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2005 wurden in Thüringen 1.581.507 als tauglich beurteilte Tiere, darunter 58.256 Rinder, 2.060 Kälber, 1.512.246 Schweine und 7.918 Schafe, geschlachtet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 21.381 Tiere bzw. 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2004.

Dabei ging die Zahl der gewerblichen Schlachtungen um 18.054 bzw. 1,2 Prozent auf 1.550.263 und die der Hausschlachtungen um 3.327 Stück bzw. 9,6 Prozent auf 31.244 Schlachtungen zurück. Insgesamt wurden 19.379 Schweine (1,3 Prozent), 2.789 Rinder (4,6 Prozent) und 34 Kälber (1,6 Prozent) weniger geschlachtet. Die Schafschlachtungen stiegen dagegen um 739 Tiere (+ 10,3 Prozent) an.

Das 4. Quartal 2005 war das Quartal mit den höchsten Schlachtungen. Insgesamt gelangten von Oktober bis Dezember 408.670 Tiere zur Schlachtung. Das waren 2,5 Prozent mehr als im 1. Quartal, 3,5 Prozent mehr als im 2. Quartal und 7,7 Prozent mehr als im 3. Quartal 2005. Dieser Anstieg zieht sich durch alle Tierarten. Im 4. Quartal 2005 wurden 388.385 Schweine geschlachtet, 2,0 Prozent mehr als im 1. Quartal, 2,4 Prozent mehr als im 2. Quartal und 6,8 Prozent mehr als im 3. Quartal.

Die Rinderschlachtungen stiegen im 4. Quartal stark an. So war zum 1. Quartal ein Plus von 12,5 Prozent, zum 2. Quartal von 19,6 Prozent und zum 3. Quartal von 17,3 Prozent zu verzeichnen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 157.463 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag um 2.438 Tonnen bzw. 1,5 Prozent unter dem Niveau des Jahres zuvor. Auf die einzelnen Fleischarten entfielen: 17.022 Tonnen Rindfleisch (gegenüber Vorjahr: 933 Tonnen bzw. 5,2 Prozent), 157 Tonnen Kalbfleisch (3 Tonnen bzw. 2,1 Prozent), 140.058 Tonnen Schweinefleisch (1.546 Tonnen bzw. 1,1 Prozent), 174 Tonnen Schaffleisch (+ 37 Tonnen bzw. + 27,3 Prozent) und 51 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (+ 7 Tonnen bzw. + 14,9 Prozent).

Die Landwirte erzielten im Durchschnitt aller Handelsklassen im vergangenen Jahr für Schweine 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg SG). Damit lagen die im Jahresdurchschnitt 2005 erzielten Auszahlungspreise nur um 2 Cent/kg SG über dem Vorjahresniveau. Die Auszahlungspreise für Schlachtrinder (Meldungen der Freistaaten Thüringen und Sachsen) brachten im Jahresdurchschnitt 2,07 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die Auszahlungspreise, die ihren Höhepunkt im April mit 2,24 Euro je kg SG hatten, fielen anschließend bis Oktober kontinuierlich auf 1,94 Euro je kg SG, bevor sie sich im IV. Quartal mit 1,95 Euro je kg SG stabilisierten. Die Preise für Schlachtkälber lagen bei 3,07 Euro/kg SG.

Mit 1,41 Euro je kg Schlachtgewicht lagen im 4. Quartal 2005 die Auszahlungspreise für Schlachtschweine auf dem Niveau des 1. Quartals, 3 Cent über dem 2. Quartal und 1 Cent unter dem 3. Quartal. Für Schlachtrinder wurden 1,95 Euro je kg gezahlt, 19 Cent weniger als im 1. Quartal, 24 Cent weniger als im 2. Quartal und 9 Cent weniger als im 3. Quartal. Getrennt nach Rinderkategorien erzielten Ochsen 2,20 Euro (1. Quartal: 2,18 Euro; 2. Quartal: 2,51 Euro; 3. Quartal: 2,28 Euro), Bullen 2,61 Euro (2,68 Euro; 2,87 Euro; 2,61 Euro), Schlachtkühe 1,73 Euro (1,89 Euro; 1,95 Euro; 1,84 Euro) und Färsen 1,74 Euro (1,86 Euro; 1,95 Euro; 1,87 Euro). Für Kälber wurde je kg Schlachtgewicht im 4. Quartal 3,20 Euro gezahlt, gegenüber 3,10 Euro im 1. Quartal, 3,00 Euro im 2. Quartal und 2,89 Euro im 3. Quartal.

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