28. Februar 2006

Thüringen: 70 Prozent aller Einzelunternehmen in der Landwirtschaft werden im Nebenerwerb geführt

Themen: Archiv — info @ 15:02

Erfurt (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der repräsentativen Agrarstrukturerhebung 2005 wurden in Thüringen 4.200 landwirtschaftliche Betriebe als Einzelunternehmen geführt. Diese Betriebe bewirtschafteten mit 147.400 Hektar 18 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aller Thüringer Landwirtschaftsbetriebe. Knapp 3.000 Betriebe bzw. 70 Prozent aller Einzelunternehmen wurden im Nebenerwerb geführt und 1.200 als Haupterwerbsbetriebe bewirtschaftet. Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2003 stieg die Zahl der Einzelunternehmen um 6 Prozent (knapp 200 Betriebe) an.

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik bewirtschafteten die Haupterwerbsbetriebe bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 94 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (ha LF) insgesamt 116.700 ha LF. In Folge der Zunahme der landwirtschaftlich genutzten Fläche dieser Betriebe um 4.200 Hektar gegenüber 2003 ist deren Betriebsgröße um 3 Hektar je Betrieb angestiegen. Nebenerwerbsbetriebe hatten wie auch vor zwei Jahren eine durchschnittliche Betriebsgröße von 10 ha LF. Diese Betriebe produzierten auf 30.700 Hektar (2003: 27.900 ha).

In den Haupterwerbsbetrieben wurden im Jahr 2005 – wie vor zwei Jahren – rund 70 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche als Ackerland genutzt. Weitere knapp 30 Prozent waren Dauergrünlandflächen. In Nebenerwerbsbetrieben hielt sich das Nutzungsartenverhältnis der LF mit 48 Prozent Ackernutzung und knapp 52 Prozent Grünlandnutzung – wie schon im Jahr 2003 – nahezu die Waage.

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24. Februar 2006

Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke in Schleswig-Holstein 2005

Themen: Archiv — info @ 14:02

Durchschnittlicher Kaufwert über Vorjahresniveau

Kiel (agrar.de) – In Schleswig-Holstein wurden nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistikamtes Nord im Jahre 2005 gut 800 Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke registriert, dabei wechselten 4.700 Hektar Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (ha FdlN) ohne Gebäude und ohne Inventar den Eigentümer.

Wie das Statistikamt Nord mitteilt, lag der durchschnittliche Kaufwert mit 12.700 Euro je ha FdlN um 13 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Nachdem die durchschnittlichen Kaufwerte von einem Höchststand im Jahre 1980 (14.240 Euro je ha FdlN) um knapp die Hälfte bis 1993 (7.770 Euro je ha FdlN) zurückgegangen waren, sind sie seitdem nahezu stetig angestiegen. Die im Berichtsjahr veräußerten Flächen wiesen im Landesmittel gegenüber den Vorjahren eine bessere Bodengüte auf.

Hohe Kaufwerte wurden mit durchschnittlich 18.500 Euro je ha FdlN im Kreis Ostholstein erzielt. Demgegenüber betrugen die Kaufwerte in dem grünlandreichen Landkreis Nordfriesland im Mittel nur 8.300 Euro je ha FdlN.

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Geflügelhaltung spielt in Rheinland-Pfalz eine untergeordnete Rolle

Themen: Archiv — info @ 11:02

Landwirte halten rund 1,3 Prozent des deutschen Bestandes

Bad Ems (agrar.de) – Die Geflügelhaltung spielt in Rheinland-Pfalz, im Vergleich zu anderen Bundesländern, eine untergeordnete Rolle. Anfang Mai 2005 hielten rheinland-pfälzische Landwirte knapp 1,6 Millionen Hühner, Enten, Gänse und Truthühner; das waren nur 1,3 Prozent des deutschen Bestandes an Geflügel, der sich auf 120,6 Millionen Tiere belief. Der Schwerpunkt der Geflügelhaltung liegt in Niedersachsen, wo über 44 Prozent des deutschen Geflügelbestandes beheimatet waren. In Nordrhein-Westfalen und Bayern wurden 8,6 bzw. 8,1 Prozent des deutschen Geflügels gehalten.

In diesen Zahlen nicht enthalten sind die vielen kleinen Bestände von Privathaushalten, die überwiegend der Eigenversorgung mit Eiern und Geflügelfleisch dienen. Befragt wurden alle landwirtschaftlichen Betriebe mit zwei Hektar und mehr landwirtschaftlich genutzte Fläche bzw. Betriebe, die über bestimmte so genannte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügten.

98 Prozent des in Rheinland-Pfalz gehaltenen Geflügels waren Hühner, die entweder zur Eierproduktion oder für die Hähnchenmast genutzt werden. Enten, Gänse oder Truthühner hatten dagegen kaum Bedeutung. Deutschlandweit belief sich der Anteil der Hühner am Geflügelbestand auf 89 Prozent.

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23. Februar 2006

Legehennenhaltung in Sachsen

Themen: Archiv — info @ 15:02

Bodenhaltung deutlich ausgeweitet – Käfighaltung weiterhin dominierend

Dresden (agrar.de) – Die 44 sächsischen Legehennenbetriebe mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen verfügten zum 1. Dezember 2005 über 4,1 Millionen Legehennenplätze. Dies sind 112.000 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren diese zum Erhebungstermin mit 3,2 Millionen Legehennen belegt und damit zu 77 Prozent ausgelastet.

Die Legehennenhaltungen werden drei Haltungsformen zugeordnet, der Käfig-, Boden- und Freilandhaltung. In 30 Betrieben wird lediglich eine Haltungsform angewendet. 14 Legehennenbetriebe nutzen zwei Formen. Die dominierende Haltungsform ist in Sachsen weiterhin die Käfighaltung. In elf Betrieben stehen über 3,5 Millionen Käfigplätze zur Verfügung. Der Käfighaltung werden somit 86 Prozent aller Plätze zugeordnet. In 25 Betrieben stehen 359.300 Plätze (neun Prozent) in der Freilandhaltung zur Verfügung. Dies sind fast 19.000 Plätze (sechs Prozent) mehr als 2004. In der Bodenhaltung ist eine erhebliche Ausweitung der Kapazitäten zum Vorjahreszeitpunkt um knapp 63.000 (40 Prozent) auf 222.000 Plätze zu verzeichnen. Dieser Haltungsform sind somit fünf Prozent aller Legehennenplätze zugeordnet.

Von den 3,2 Millionen Legehennen, die am 1. Dezember in den sächsischen Legehennenbetrieben gehalten wurden, befand sich der überwiegende Teil der Tiere in der ersten Legeperiode. Lediglich 75.700 Hennen (zwei Prozent) in drei Betrieben wurden für eine zweite Legeperiode genutzt.

Die Legehennenhaltung erfolgt in Sachsen überwiegend in großen spezialisierten Betrieben. Die acht größten sächsischen Legehennenhaltungen mit 100.000 und mehr Plätzen besitzen mit 3,5 Millionen Legehennenplätzen 86 Prozent der vorhandenen Kapazität. Weniger als 10.000 Legehennenplätze weisen 15 Betriebe mit insgesamt 79.500 Plätzen (knapp zwei Prozent) aus. Mit 1,8 Millionen Plätzen verfügt der Regierungsbezirk Chemnitz über 43 Prozent der vorhandenen Kapazität. Gut 1,2 Millionen Legehennenplätze (29 Prozent) befinden sich im Regierungsbezirk Leipzig und knapp 1,2 Millionen Plätze (28 Prozent) werden für den Regierungsbezirk Dresden ausgewiesen.

Zum 1. Dezember 2004 wurden in Deutschland in 1.196 Betrieben mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen 38,6 Millionen Plätze erfasst. Sachsen wies zu diesem Zeitpunkt nach Niedersachsen und vor Nordrhein-Westfalen die zweithöchste Haltungskapazität auf. Der Käfighaltung waren in Deutschland 77, der Bodenhaltung zwölf und der Freilandhaltung elf Prozent der vorhandenen Plätze zugeordnet.

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Mecklenburg-Vorpommern: Bäuerliche Familienbetriebe größer geworden

Themen: Archiv — info @ 14:02

Schwerin (agrar.de) – Die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern ist erstmals seit Jahren zurückgegangen. Im Mai 2005 verfügten 5.151 Betriebe über eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von zusammen 1,358 Millionen Hektar, im Mai 2003 waren es noch 5.229 Betriebe mit 1,349 Millionen Hektar. Demzufolge erhöhte sich die durchschnittliche Flächenausstattung im gleichen Zeitraum von 258 auf 264 Hektar. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, verringerte sich vor allem die Anzahl der landwirtschaftlichen Einzelunternehmen, der so genannten bäuerlichen Familienbetriebe, um 3 Prozent, während ihre Fläche um 4 Prozent zunahm. Deren Durchschnittsgröße beträgt nunmehr 107 Hektar (2003: 100 Hektar).

Landwirtschaftliche Einzelunternehmen (bäuerliche Familienbetriebe) sind nach wie vor mit 3.649 Betrieben, das sind 70 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe, die anzahlmäßig vorherrschende Rechtsform, trotz eines Rückgangs um mehr als 3 Prozent gegenüber 2003. Sie bewirtschaften zusammen 29 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche Mecklenburg-Vorpommerns und verfügen über eine durchschnittliche Flächenausstattung von 107 Hektar. 169 von ihnen (2003: 152) haben eine Größe von jeweils über mehr als 500 Hektar.

Bei den landwirtschaftlichen Betrieben der anderen Rechtsformen hingegen verringerte sich seit 2003 die mittlere Betriebsgröße überwiegend geringfügig oder blieb weitgehend stabil.

Zweithäufigste Rechtsform nach den Einzelunternehmen sind auch 2005 die Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR). 613, das sind 12 Prozent aller Betriebe, bewirtschaften 17 Prozent der Fläche, somit durchschnittlich 385 Hektar (2003: 618 GbR mit im Mittel 379 Hektar). Die 194 Kommanditgesellschaften (KG) des Landes verfügen über durchschnittlich 812 Hektar (2003: 177 KG bei einer mittleren Betriebsgröße von 881 Hektar).

Flächenmäßig unverändert dominierend sind auch 2005 die Betriebe in der Hand von juristischen Personen (682 Betriebe insgesamt). Bei einem Anteil an den Betrieben von 13 Prozent bewirtschaften 168 von ihnen als eingetragene Genossenschaft bzw. 451 als GmbH zusammen 40 Prozent der Fläche. Die Durchschnittsgröße der GmbH verringerte sich um 5 Prozent auf 698 Hektar, die der eingetragenen Genossenschaften um knapp 1 Prozent auf 1.392 Hektar.

Unabhängig von den Rechtsformen bestimmen im Nordosten Deutschlands nach wie vor landwirtschaftliche Großbetriebe die Agrarstruktur. So haben 16 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe eine durchschnittliche Betriebsgröße von mehr als 500 Hektar und bewirtschaften 69 Prozent der Fläche. 266 Landwirtschaftsbetriebe verfügen über mindestens jeweils 1.000 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Die mittlere Betriebsgröße in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 264 Hektar, im Durchschnitt Ostdeutschlands bei 188 Hektar und in Westdeutschland bei 31 Hektar.

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22. Februar 2006

Mecklenburg-Vorpommern: Arbeitskräfterückgang in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 11:02

Schwerin (agrar.de) – In den 5.151 Landwirtschafts- und Gartenbaubetrieben Mecklenburg-Vorpommerns waren 2005 insgesamt 21.650 ständige Arbeitskräfte mit betrieblichen Arbeiten beschäftigt. Wie es aus dem Statistischen Amt dazu heißt, bedeutet das gegenüber 2003 einen Rückgang um 1.130 Personen bzw. 5,0 Prozent. Dieser konnte auch durch mehr Saisonarbeitskräfte (Anstieg um 4,2 Prozent auf 7.010) nicht ausgeglichen werden.

Der Anteil der vollbeschäftigten Arbeitskräfte ging im gleichen Zeitraum von 68,2 auf 66,3 Prozent zurück.

Die Berechnung der Arbeitsleistung in Arbeitskräfteeinheiten (AKE) ergab eine Verringerung des Arbeitskräftebesatzes von 1,4 auf 1,3 AKE je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Die Anzahl der ständigen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und im Gartenbau verringerte sich zwischen 1991 und 1995 von 71.400 auf 26.360 erheblich. Bis 2001 setzte sich dieser Rückgang vermindert fort (22.300 Arbeitskräfte). 2003 waren mit 22.780 Arbeitskräften 2,2 Prozent mehr beschäftigt als zwei Jahre zuvor. Der nunmehr registrierte Rückgang auf 21.650 Personen bringt die Anzahl der ständigen Arbeitskräfte auf den bisher niedrigsten Stand in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Vollbeschäftigung verminderte sich zwar auf 66,3 Prozent, lag aber auch 2005 sowohl weit über dem Durchschnitt der neuen Länder (47,7 Prozent), als auch über dem des früheren Bundesgebietes (22,5 Prozent), wo die Landwirtschaft traditionell durch den Familienbetrieb und Nebenerwerb geprägt ist.

Der Einsatz nicht ständig Beschäftigter, so genannter Saisonarbeitskräfte, hat in der Landwirtschaft und im Gartenbau immer mehr Verbreitung gefunden. 2005 wurden 7.010 Personen in 659 Betrieben hierzulande vor allem bei der Ernte von Gemüse und Obst (einschließlich Spargel und Erdbeeren) eingesetzt. Ihr Anteil an den Gesamtbeschäftigten in der Landwirtschaft erhöhte sich seit 1999 von 15,5 auf 24,5 Prozent. In den neuen Ländern lag er 2005 bei 20,2 Prozent und im früheren Bundesgebiet bei 19,3 Prozent.

Der Arbeitskräftebesatz, ein Maß für die Arbeitsleistung, sank 2005 auf 1,3 Arbeitskräfteeinheiten je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Damit ist er wesentlich niedriger als im früheren Bundesgebiet mit 4,0 AKE und liegt auch unter dem Durchschnitt der neuen Länder (1,8 AKE). Beeinflusst wird er durch die großbetrieblichen Strukturen, die nur schwache Ausprägung arbeitskräfteintensiver Landwirtschaftszweige, wie den Anbau von Zierpflanzen, Wein und Sonderkulturen, und vor allem durch die erheblich geringere Intensität der Viehhaltung als in allen anderen Bundesländern.

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17. Februar 2006

DBV: Durch GVO-Anbau dürfen keine neuen Risiken für den Ökoanbau entstehen

Themen: Archiv,Gentechnik — info @ 15:02

DBV-Präsident besucht BioFach 2006

Berlin/Nürnberg (agrar.de) – Bei der Gentechnik hat für uns als Bauernverband die Wahlfreiheit für Verbraucher und Landwirte oberste Priorität. Was der Verbraucher nicht kaufen will, werden wir auch nicht produzieren. Deshalb müssen Ökobauern genauso wie konventionelle Landwirte, die keine gentechnisch veränderten Produkte (GVO) anbauen, auch vor Auskreuzungen geschützt werden. Dies erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, zur BioFach 2006 vor Journalisten in Nürnberg. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen dürfe nur dann in Frage kommen, wenn wirksame gesetzliche Regelungen eine tatsächliche Koexistenz der unterschiedlichen Produktionsweisen ermöglichen. Dies ist jedoch nach Aussage Sonnleitners mit dem bisherigen Gentechnikgesetz nicht gewährleistet, weshalb er derzeit keinem Landwirt den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen empfehlen könne.

Es sei die politische Entscheidung getroffen worden, dass Lebensmittel ab einem GVO-Anteil von 0,9 Prozent gekennzeichnet werden müssen – ökologische wie konventionelle Produkte. Hinter dieser Entscheidung stünden auch die Anbauverbände des ökologischen Landbaus. Sonnleitner appellierte an Verarbeiter und Handel, diesen Wert zu akzeptieren und nicht noch eigene Vorgaben schaffen zu wollen. Des Weiteren sei der Grenzwert für GVO-Saat- und Pflanzgut wichtig. ‚Dieser Wert ist überfällig‘, stellte Sonnleitner fest. Damit eine Koexistenz ermöglicht wird, sollte dieser Wert in der Nähe von 0,1 Prozent liegen. Als nächsten Schritt seien Bund und Länder gefordert, mit Hilfe ihrer Forschungseinrichtungen rechtliche Regelungen der so genannten ‚guten fachlichen Praxis‘ auf wissenschaftlicher Erkenntnis festzulegen. Im Rahmen dieser guten fachlichen Praxis seien für den GVO-Anbau unter anderem ausreichende kulturartspezifische Abstandsauflagen festzusetzen. Eine ungewollte Auskreuzung m uss nach Aussage Sonnleitners somit unterbunden werden. Erst nach dieser grundlegenden Entscheidung sei über die Ausgestaltung einer betrieblichen Haftpflichtversicherung und eines Haftungsfonds, den die Pflanzenzüchter mit finanzieren, zu entscheiden.

Sonnleitner bezeichnete den Biomarkt auf der BioFach als Zukunfts- und Wachstumsbranche in der Landwirtschaft. Im Ökomarkt seien die heimischen Biobetriebe jedoch ein wenig die Stiefkinder einer positiven Entwicklung. In Deutschland stellten nur wenige Landwirte neu auf die ökologische Wirtschaftsweise um, weil es sich für sie zu wenig rechnet. Der Grund dafür sind nach Aussage Sonnleitners die Discounter, die derzeit stark in den Biomarkt einsteigen und einen erheblichen Preisdruck auf die heimischen Biobauern erzeugen. Der Vorsitzende des Fachausschusses für Ökologischen Landbau im DBV, Dr. Graf von Bassewitz, forderte, dass alle bestehenden Hemmnisse der heimischen Wertschöpfungskette so weit wie möglich beseitigt werden, ohne jedoch Abstriche am hohen Niveau und der hervorragenden Qualität der Bioerzeugnisse vorzunehmen. Dazu gehöre der Abbau überflüssiger Bürokratie und rechtlicher Hürden. Ebenso müsse die anhaltende Kostensteigerung für die Biobetriebe begrenzt werden. Von Bassewitz wies darauf hin, dass man die Austauschbarkeit der heimischen Bioprodukte vermindern müsse. Dies geschehe am Besten dadurch, dass auf freiwilliger Basis die nationale oder regionale Herkunft der Bioprodukte ausgelobt werde. ‚Damit stärken wir auch den Aspekt der Regionalität als traditionell wesentlichen Pfeiler des Biomarktes‘, stellte von Bassewitz fest.

Links zum Thema Verbände.

Brandenburg: Ergebnisse der Agrarstrukturerhebung 2005

Themen: Archiv,Pacht&Besitz — info @ 09:02

Die Hälfte des Ackerlandes mit Getreide bestellt

Potsdam (agrar.de) – Nach den Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2005 gab es im Mai vergangenen Jahres in Brandenburg 6.668 landwirtschaftliche Betriebe, die rund 1,336 Millionen Hektar bewirtschafteten. Das waren nach Mitteilung des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik jeweils 0,6 Prozent weniger Betriebe und Fläche als zur Erhebung im Jahre 2003. In den landwirtschaftlichen Betrieben Brandenburgs waren rund 39.700 Personen beschäftigt, darunter 16.800 in Vollzeit.

5.077 landwirtschaftliche Betriebe wurden als Einzelunternehmen geführt (2003: 5.145 Betriebe), 647 Betriebe gehörten zur Rechtsform einer Personengesellschaft/-gemeinschaft (2003: 641 Betriebe) und 944 Betriebe waren in der Hand einer juristischen Person (2003: 923 Betriebe).

Die durchschnittliche Betriebsgröße blieb mit 200 Hektar gegenüber der Erhebung 2003 nahezu konstant. Ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschaftete weniger als 10 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF), 35 Prozent bewirtschafteten zwischen 10 und 100 Hektar und 26 Prozent zwischen 100 bis 1.000 Hektar. 6 Prozent der Betriebe verfügen über 1.000 Hektar LF und bewirtschaften 49 Prozent der LF im Land Brandenburg.

Die ackerbauliche Flächennutzung hat sich gegenüber 2003 nicht geändert. Fast 52 Prozent des Ackerlandes wurden mit Getreide bestellt (darunter ein Drittel mit Roggen), 16 Prozent mit Futterpflanzen, 14 Prozent mit Handelsgewächsen (darunter drei Viertel mit Winterraps), und 12 Prozent der Ackerflächen waren der Brache zuzuordnen.

81 Prozent der LF waren im Mai 2005 Pachtflächen und 70 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten Pachtflächen. Damit setzt sich der Trend des Pachtflächenrückganges weiter fort. Im Jahre 2003 waren 86 Prozent der LF Pachtflächen und 1999 noch 89 Prozent.

Von den Brandenburger Landwirtschaftsbetrieben beschäftigten sich rund 4.800 mit der Tierproduktion. Am 3. Mai 2005 hielten rund 3 100 Betriebe in ihren Ställen 580.900 Rinder, rund 1 600 Betriebe 7,454 Millionen Stück Geflügel insgesamt, rund 1.100 Betriebe 773.600 Schweine und rund 650 Betriebe 136.500 Schafe.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

16. Februar 2006

Thüringen: Rinder- und Schweineschlachtungen leicht unter Vorjahresniveau

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 16:02

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2005 wurden in Thüringen 1.581.507 als tauglich beurteilte Tiere, darunter 58.256 Rinder, 2.060 Kälber, 1.512.246 Schweine und 7.918 Schafe, geschlachtet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 21.381 Tiere bzw. 1,3 Prozent weniger als im Jahr 2004.

Dabei ging die Zahl der gewerblichen Schlachtungen um 18.054 bzw. 1,2 Prozent auf 1.550.263 und die der Hausschlachtungen um 3.327 Stück bzw. 9,6 Prozent auf 31.244 Schlachtungen zurück. Insgesamt wurden 19.379 Schweine (1,3 Prozent), 2.789 Rinder (4,6 Prozent) und 34 Kälber (1,6 Prozent) weniger geschlachtet. Die Schafschlachtungen stiegen dagegen um 739 Tiere (+ 10,3 Prozent) an.

Das 4. Quartal 2005 war das Quartal mit den höchsten Schlachtungen. Insgesamt gelangten von Oktober bis Dezember 408.670 Tiere zur Schlachtung. Das waren 2,5 Prozent mehr als im 1. Quartal, 3,5 Prozent mehr als im 2. Quartal und 7,7 Prozent mehr als im 3. Quartal 2005. Dieser Anstieg zieht sich durch alle Tierarten. Im 4. Quartal 2005 wurden 388.385 Schweine geschlachtet, 2,0 Prozent mehr als im 1. Quartal, 2,4 Prozent mehr als im 2. Quartal und 6,8 Prozent mehr als im 3. Quartal.

Die Rinderschlachtungen stiegen im 4. Quartal stark an. So war zum 1. Quartal ein Plus von 12,5 Prozent, zum 2. Quartal von 19,6 Prozent und zum 3. Quartal von 17,3 Prozent zu verzeichnen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 157.463 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag um 2.438 Tonnen bzw. 1,5 Prozent unter dem Niveau des Jahres zuvor. Auf die einzelnen Fleischarten entfielen: 17.022 Tonnen Rindfleisch (gegenüber Vorjahr: 933 Tonnen bzw. 5,2 Prozent), 157 Tonnen Kalbfleisch (3 Tonnen bzw. 2,1 Prozent), 140.058 Tonnen Schweinefleisch (1.546 Tonnen bzw. 1,1 Prozent), 174 Tonnen Schaffleisch (+ 37 Tonnen bzw. + 27,3 Prozent) und 51 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (+ 7 Tonnen bzw. + 14,9 Prozent).

Die Landwirte erzielten im Durchschnitt aller Handelsklassen im vergangenen Jahr für Schweine 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg SG). Damit lagen die im Jahresdurchschnitt 2005 erzielten Auszahlungspreise nur um 2 Cent/kg SG über dem Vorjahresniveau. Die Auszahlungspreise für Schlachtrinder (Meldungen der Freistaaten Thüringen und Sachsen) brachten im Jahresdurchschnitt 2,07 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht. Die Auszahlungspreise, die ihren Höhepunkt im April mit 2,24 Euro je kg SG hatten, fielen anschließend bis Oktober kontinuierlich auf 1,94 Euro je kg SG, bevor sie sich im IV. Quartal mit 1,95 Euro je kg SG stabilisierten. Die Preise für Schlachtkälber lagen bei 3,07 Euro/kg SG.

Mit 1,41 Euro je kg Schlachtgewicht lagen im 4. Quartal 2005 die Auszahlungspreise für Schlachtschweine auf dem Niveau des 1. Quartals, 3 Cent über dem 2. Quartal und 1 Cent unter dem 3. Quartal. Für Schlachtrinder wurden 1,95 Euro je kg gezahlt, 19 Cent weniger als im 1. Quartal, 24 Cent weniger als im 2. Quartal und 9 Cent weniger als im 3. Quartal. Getrennt nach Rinderkategorien erzielten Ochsen 2,20 Euro (1. Quartal: 2,18 Euro; 2. Quartal: 2,51 Euro; 3. Quartal: 2,28 Euro), Bullen 2,61 Euro (2,68 Euro; 2,87 Euro; 2,61 Euro), Schlachtkühe 1,73 Euro (1,89 Euro; 1,95 Euro; 1,84 Euro) und Färsen 1,74 Euro (1,86 Euro; 1,95 Euro; 1,87 Euro). Für Kälber wurde je kg Schlachtgewicht im 4. Quartal 3,20 Euro gezahlt, gegenüber 3,10 Euro im 1. Quartal, 3,00 Euro im 2. Quartal und 2,89 Euro im 3. Quartal.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 14:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 550 angebotenen Schweinen 550 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,45 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,45 Euro bis 1,46 Euro. Es wurden drei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

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