25. Januar 2006

Agrarland in NRW am teuersten

Themen: Archiv — info @ 12:01

Bonn (agrar.de) – Landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen am teuersten. Die Preise liegen nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bei etwa 26.000 Euro je Hektar, was etwa 2,60 Euro je Quadratmeter entspricht. Das ist fast dreimal mehr als der Bundesdurchschnitt von 9.230 Euro je Hektar. Über Jahre hinweg sind die Grundstückspreise damit relativ stabil geblieben.

Die Preise landwirtschaftlicher Grundstücke werden von den Statistischen Landesämtern jährlich auf Grundlage der veräußerten Flächen von mindestens 1.000 Quadratmetern festgestellt. Im Jahr 2004 wurden in Nordrhein-Westfalen 2.842 Kaufverträge über landwirtschaftliche Flächen abgeschlossen. Davon entfielen 47 Prozent auf die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. In Westfalen-Lippe wurden im Regierungsbezirk Detmold mit einem Anteil von einem Fünftel die meisten Käufe getätigt. Die Durchschnittspreise je Hektar Gesamtfläche reichen von 34.056 Euro je Hektar im Regierungsbezirk Düsseldorf bis 18.630 Euro je Hektar in Ostwestfalen-Lippe. Der Landesdurchschnitt betrug 26.080 Euro und lag damit 0,4 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wurden 5.650 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert, 9,6 Prozent mehr als im Jahr 2003.

In den Kreisen Borken, Rhein-Erftkreis, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss und Recklinghausen wurden mit Beträgen von 35.210 bis 40.100 Euro je Hektar die höchsten Kaufpreise notiert, da hier vorwiegend Ackerland veräußert wurde. Die niedrigsten Kaufwerte zwischen 14.000 und 16.000 Euro verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Sauerland und im Bergischen Land sowie die Kreise Euskirchen, Höxter und Lippe.

Im Bundesvergleich wird deutlich, dass in NRW unverändert die höchsten Bodenpreise gezahlt wurden. Hier liegt der Kaufwert knapp zehn Mal so hoch wie in Brandenburg. An zweiter Stelle rangiert weiterhin Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Niedersachsen und erstmals Hessen vor Schleswig-Holstein. Insgesamt wurden in Deutschland 94.415 Hektar Fläche verkauft, davon etwa 53.110 Hektar, das sind 56,3 Prozent, in den neuen Bundesländern. Das Kaufpreisniveau zwischen den alten und neuen Ländern weicht weiterhin erheblich voneinander ab. Im Durchschnitt der neuen Bundesländer wurden 3.977 Euro, in den alten hingegen 15.245 Euro je Hektar erzielt.

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