26. Januar 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 495 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,47 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,47 Euro bis 1,48 Euro. Es wurden vier Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

25. Januar 2006

Agrarland in NRW am teuersten

Themen: Archiv — info @ 12:01

Bonn (agrar.de) – Landwirtschaftliche Grundstücke sind in Nordrhein-Westfalen am teuersten. Die Preise liegen nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen bei etwa 26.000 Euro je Hektar, was etwa 2,60 Euro je Quadratmeter entspricht. Das ist fast dreimal mehr als der Bundesdurchschnitt von 9.230 Euro je Hektar. Über Jahre hinweg sind die Grundstückspreise damit relativ stabil geblieben.

Die Preise landwirtschaftlicher Grundstücke werden von den Statistischen Landesämtern jährlich auf Grundlage der veräußerten Flächen von mindestens 1.000 Quadratmetern festgestellt. Im Jahr 2004 wurden in Nordrhein-Westfalen 2.842 Kaufverträge über landwirtschaftliche Flächen abgeschlossen. Davon entfielen 47 Prozent auf die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln. In Westfalen-Lippe wurden im Regierungsbezirk Detmold mit einem Anteil von einem Fünftel die meisten Käufe getätigt. Die Durchschnittspreise je Hektar Gesamtfläche reichen von 34.056 Euro je Hektar im Regierungsbezirk Düsseldorf bis 18.630 Euro je Hektar in Ostwestfalen-Lippe. Der Landesdurchschnitt betrug 26.080 Euro und lag damit 0,4 Prozent über dem Vorjahr. Insgesamt wurden 5.650 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche veräußert, 9,6 Prozent mehr als im Jahr 2003.

In den Kreisen Borken, Rhein-Erftkreis, Mettmann, Rhein-Kreis Neuss und Recklinghausen wurden mit Beträgen von 35.210 bis 40.100 Euro je Hektar die höchsten Kaufpreise notiert, da hier vorwiegend Ackerland veräußert wurde. Die niedrigsten Kaufwerte zwischen 14.000 und 16.000 Euro verzeichneten die überwiegend durch Grünland geprägten Kreise im Sauerland und im Bergischen Land sowie die Kreise Euskirchen, Höxter und Lippe.

Im Bundesvergleich wird deutlich, dass in NRW unverändert die höchsten Bodenpreise gezahlt wurden. Hier liegt der Kaufwert knapp zehn Mal so hoch wie in Brandenburg. An zweiter Stelle rangiert weiterhin Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg, Niedersachsen und erstmals Hessen vor Schleswig-Holstein. Insgesamt wurden in Deutschland 94.415 Hektar Fläche verkauft, davon etwa 53.110 Hektar, das sind 56,3 Prozent, in den neuen Bundesländern. Das Kaufpreisniveau zwischen den alten und neuen Ländern weicht weiterhin erheblich voneinander ab. Im Durchschnitt der neuen Bundesländer wurden 3.977 Euro, in den alten hingegen 15.245 Euro je Hektar erzielt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

24. Januar 2006

Auktionsergebnisse Internet Schweinebörse

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse wurden von insgesamt 560 angebotenen Schweinen 560 Schweine in vier Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,32 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,31 Euro bis 1,33 Euro verkauft.

Links zum Thema Schweine.

18. Januar 2006

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 09:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 1020 angebotenen Schweinen 1020 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,43 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,42 Euro bis 1,44 Euro. Es wurden sieben Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

Herbstaussaaten zur Ernte 2006: Winterraps legt weiterhin zu

Themen: Archiv — info @ 09:01

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurde im Herbst 2005 in Deutschland für die kommende Ernte 2006 auf 5,59 Millionen Hektar Wintergetreide eingesät und auf knapp 1,4 Millionen Hektar Winterraps. Damit hat die Anbaufläche von Winterraps gegenüber den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2005 um 5,7 Prozent oder rund 75.800 Hektar zugenommen. Die Fläche für Wintergetreide erhöhte sich insgesamt um 1,1 Prozent oder 59.900 Hektar.

Ursache für das Plus beim Wintergetreide war die Entwicklung bei der Wintergerste; hier wurde eine Ausdehnung der Anbaufläche um 116.200 Hektar (+ 8,6 Prozent) gegenüber den Ergebnissen vom Mai 2005 ermittelt. Bei den anderen Wintergetreidearten gab es jedoch Flächenverluste: Die größte Abnahme ist bei Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung) mit 36.700 Hektar (– 7,6 Prozent) zu beobachten. Die Anbaufläche von Winterweizen, der anbaustärksten Getreideart in Deutschland sank um 12.400 Hektar (– 0,4 Prozent) und die von Winterroggen um 7.200 Hektar (– 1,3 Prozent).

In den einzelnen Bundesländern sind dabei unterschiedliche Entwicklungen festzustellen. So wurde beispielsweise in Rheinland-Pfalz entgegen dem allgemeinen Trend die Anbaufläche von Winterraps um 4,1 Prozent reduziert, der Anbau von Triticale jedoch um 12,9 Prozent ausgeweitet. Als einziges Land reduzierte das Saarland die Anbaufläche von Wintergerste um 6,4 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

12. Januar 2006

Rasanter Strukturwandel in der deutschen Mühlenbranche

Themen: Archiv — info @ 16:01

Die meisten Betriebe sind in Süddeutschland

München (agrar.de) – Mit der Vermahlung von rund 7,76 Millionen Tonnen Getreide sind die Müllereien ein wichtiger Partner der Landwirtschaft. Nach Mitteilung des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) werden etwa ein Drittel der Weizenernte und ein Viertel der Roggenernte von deutschen Mühlen zu Mehl veredelt. Nur 5 Prozent der Mahlerzeugnisse werden an den privaten Endverbraucher abgesetzt. 90 Prozent des Inlandsabsatzes deutscher Mühlen gehen an Backbetriebe, die restlichen 5 Prozent an Stärke- und Teigwarenhersteller. Die Konzentration auf der Abnehmerseite, insbesondere bei der Brotindustrie und im Lebensmitteleinzelhandel, hat die Mühlenbranche in den letzten Jahren einem erheblichen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Der vornehmlich von Fusionen und Betriebsaufgaben gekennzeichnete Strukturwandel in der deutschen Mühlenbranche wird sich weiter fortsetzen. Im Wirtschaftsjahr 2003/04 gab es in Deutschland 336 Handels­mühlen, die jährlich mindestens 500 Tonnen vermahlen. Die durchschnittliche Vermahlung je Mühlenbetrieb ab 500 Tonnen Jahresvermahlung liegt bei 23.100 Tonnen. Die 61 großen Mühlen mit einer Jahresvermahlung über 25.000 Tonnen haben einen Anteil an der Gesamtvermarktung von 80,7 Prozent. 284 Mühlen mit einer Jahresvermahlung zwischen 500 und 25.000 Tonnen besitzen einen Marktanteil von 15,2 Prozent. Zum Ende der Saison 2004/05 wurden in Deutschland insgesamt 333 meldepflichtige Mühlen gezählt, davon hat Bayern mit 88 den höchsten Anteil gefolgt von Baden-Württemberg mit 80 Mühlen. Anders als in den übrigen Bundesländern gab es in Bayern und Baden Württemberg einen Zuwachs an Mühlen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt hält der Strukturwandel in der Branche an. In den vergangenen zehn Jahren ging die Mühlenzahl um 206 Betriebe oder 38 Prozent zurück. Die meisten Betriebe sind in der Südhälfte Deutschlands zu finden.

Links zum Thema Mühlen.

Verbände: Gentechnik-Pläne der Bundesregierung sind Gift für Land- und Lebensmittelwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 13:01

Berlin (agrar.de) – Vertreter der Land- und Lebensmittelwirtschaft, des Verbraucherschutzes, der Umweltverbände und Umweltmediziner üben scharfe Kritik an den Absichten von Horst Seehofer zur Gentechnik.

‚Bio raus, Gentechnik rein – mit dieser Rolle rückwärts wird Seehofer all denen schaden, für die er mit seinem Amt Verantwortung übernommen hat‘, befürchtet Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Die Konsequenzen einer solchen Politik macht Prof. Dr. Claus Hipp deutlich: ‚Bei Babynah­rung gibt es keine Kompromisse! Wenn das Gentechnikgesetz nicht mehr sicherstellt, dass die deutschen Bauern uns weiterhin gentechnikfreie Rohstoffe zu angemessenen Preisen anbieten können, müssen wir verstärkt im Ausland einkaufen um Risiken und Kosten gering zu halten. Auf Dauer stellt sich dann die Frage nach dem Standort unserer Produktion‘.

Löwenstein ergänzt: ‚Ähnliche Überlegungen werden auch von anderen großen Lebens­mittelverarbeitern – wie z.B. der Kampffmeyermühle Hameln (Wesermühle) – angestellt. Sie befürchteten drastische Kostenerhöhungen für die Absicherung der gentechnikfreien Produktion‘. Würden, wie geplant, die Kosten nicht mehr den Verursachern zugeordnet, könne dies Betriebe, die ohne Gentechnik produzieren wollen, ihre Existenz kosten.

Löwenstein verwies auch auf die Ergebnisse einer neuen australischen Studie über eine Erbse mit einem gentechnisch eingebauten Bohnen-Gen: ‚Noch nie ist so deutlich gewor­den, dass die Technologie als solche enorme Gesundheitsrisiken birgt. Bei dem europäi­schen Zulassungsverfahren wären diese Risiken möglicherweise nicht einmal aufgedeckt worden.‘

Prof. Dr. Edda Müller, Vorstand Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv), warnte die Bundesregierung vor einer Opferung der Wahlfreiheit der Verbraucher zu Gunsten multi­nationaler Saatgutkonzerne. ‚Die Einrichtung eines allgemeinen Haftungsfonds würde dazu führen, dass sich Gentechnik anbauende Landwirte nicht mehr verantwortlich fühlen für das, was auf ihren Feldern geschieht.‘ Nur eine gesamtschuldnerische Haftung könne gewähr­leisten, dass weiterhin gentechnikfrei produziert werden kann und dass Verbraucher und Landwirte die Wahl haben zwischen gentechnikfreien und GVO-Produkten. Dies müsse auch das Interesse des Bundesverbraucherschutzministers sein. Bei einer Neuregelung sei zudem zu befürchten, dass der Mittelstand unter Druck und die Bauern zunehmend in Abhängigkeiten geraten werden. Derzeit wären weder Versicherungen noch die Gentech­nikindustrie bereit, mögliche Risiken abzudecken. Edda Müller erinnerte die SPD an ihren Parteitagsbeschluss zur Gentechnik in der Landwirtschaft vom Dezember 2005. Darin wird betont, dass der Einsatz der Grünen Gentechnik nicht zu Lasten des gentechnikfreien Anbaus gehen dürfe.

Die gentechnikfreie Region im Wahlkreis Seehofers – die Stadt Ingolstadt und der Land­kreis Ingolstadt Eichstädt in Bayern – macht es vor: ‚Hier haben 2.100 Landwirte auf über 61.600 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche erklärt, dass sie keine Gentechnik einsetzen wollen‘, so Gerhard Edler, konventioneller Landwirt und Mitinitiator der gentechnikfreien Region. Ingolstadt reiht sich ein in die 84 gentechnikfreien Regionen in Deutschland, in denen über 23.000 Landwirte keine Gentechnik auf ihren Äckern zulassen. ‚Wir wollen uns den Zukunftsmarkt für Qualitätsprodukte ohne Gentechnik nicht nehmen lassen, sondern den Wünschen der Gesellschaft nach gentechnikfreien Lebensmitteln nachkommen‘, stellt Edler klar. ‚Wir fordern Herrn Seehofer auf unsere Anliegen mit kritischem Geist und gesun­dem Menschenverstand zu unterstützen!‘

Benedikt Haerlin, Gentechnik-Experte der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, beschreibt den Widerstand europäischer Landwirte, von Regionalregierungen und Gemeinden, die sich am Wochenende zur 2. Konferenz gentechnikfreier Regionen in Berlin treffen. ‚164 Regional- und Provinzvertretungen in der EU haben ihr Territorium schon vorsorglich zur gentechnik­freien Zone erklärt.‘ Hinzu kämen tausende von Gemeinden und Städten sowie zig-tausende Bauern, die den Einsatz von Gentechnik ausschließen. Es zeichne sich ein massiver politi­scher und rechtlicher Konflikt zwischen der EU-Kommission in Brüssel und den Regionen Europas ab. ‚Viele, auch konservative Nationalregierungen wie Österreich, Italien, Griechenland, Polen und Bulgarien schlagen sich dabei auf die Seite ihrer Bauern und Verbraucher. Hier – und nicht bei der Lobby von Monsanto, Bayer und BASF – sollte sich Herr Seehofer Anregung für das Gentechnikgesetz holen‘, riet Haerlin dem Minister. ‚Mit etwas mehr Demokratie wäre das Thema ohnehin längst vom Tisch: In der Schweiz wurde der Gentechnik-Anbau im November mit großer Mehrheit per Volksentscheid verboten.‘ Ähnliche Mehrheiten wären auch in Deutschland und fast allen Ländern der EU zu erwarten.

Haerlin präsentiert außerdem die gemeinsame Aktion ‚Bantam Mais‘, mit der sich Bauern wie Gärtner auf höchst wohlschmeckende Weise gegen den drohenden Anbau von Gen­technik-Mais wehren.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

11. Januar 2006

Hessen: Winterweizenanbau zur Ernte 2006 leicht eingeschränkt

Themen: Hessen,Statistik — info @ 16:01

Wiesbaden (agrar.de) – Nachdem im Jahr 2005 mit 159.200 Hektar in Hessen so viel Ackerfläche wie noch nie mit Winterweizen bestellt wurde, wird für die Ernte 2006 von 152.700 Hektar ausgegangen.

Wie das Hessische Statistische Landesamt auf Basis der Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter weiter mitteilt, wurden dem gegenüber der Anbau von Wintergerste auf 81.900 Hektar (plus 7.900 Hektar) und der von Winterraps auf 61.800 Hektar (plus 3.800 Hektar) ausgedehnt.

Die Aussaatfläche von Roggen nahm um 800 Hektar zu, so dass zur Ernte mit einer Fläche von 14.400 Hektar gerechnet wird. Nahezu unverändert zum Vorjahr (15.500 Hektar) blieb die Aussaatfläche von Triticale.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Hessen.

Niedersachsen: Die Wintergerste kommt auf die besseren Böden zurück

Themen: Archiv — info @ 12:01

Hannover (agrar.de) – Nach Mitteilung der Ernteschätzer des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik sind die Flächen für Wintergerste im Herbst 2005 um 16 Prozent gegenüber dem Herbst 2004 ausgedehnt worden. Die Wintergerste war von 1970 bis 1985 die häufigste Getreideart in Niedersachsen, noch vor dem Winterweizen. Von 1979 bis 2003 wurde die Fläche der Wintergerste im Land um 40 Prozent reduziert.

Die Wintergerste wurde in den letzten Jahren vor allem in der Börde, also im Dreieck Hannover, Helmstedt, Hildesheim, wieder stärker angesät. Dies hat folgende Gründe:

1. 2005 schnitt die Wintergerste im Ertrag in dieser Region durchschnittlich besser ab als der Winterweizen. 2. Die Frühsommertrockenheit in den östlichen Landesteilen hat der Wintergerste kaum geschadet. 3. Ernteausfälle in Südeuropa und gute Schweinepreise trieben den Futtergerstenpreis hoch. 4. Die Landwirte hatten Probleme mit einer bisher sehr beliebten Weizensorte auf Grund der wiederholt erhöhten Qualitätsanforderungen. 5. Der steigende Winterrapsanbau (2005 ca. +10 %) erhöht landesweit auch den Anbau von Wintergerste, da Winterraps und Wintergerste sich arbeitswirtschaftlich und vom Ertrag gut ergänzen.

Dieses Jahr machte der Winterweizen besonders in der Börde einige Probleme. Die lange Trockenzeit von Juni bis Mitte Juli kostete Ertrag, die nachfolgenden vier Wochen Regen in dem reifen Weizen kosteten die Qualität. Die früher reifende Wintergerste war davon weniger betroffen. Die Frühsommertrockenheit 2005 war ein Problem der östlichen Landesteile, landesweit lag der Winterweizen jedoch auch 2005 immer noch um 7,7 dt/ha vor der Wintergerste.

Die Wintergerste liefert von den Getreidearten das geeignetste Schweinefuttermittel. Die momentan eher erfreulichen Schweinepreise, eine Futterknappheit in Südeuropa und etwas sprunghafte Weizenexporte aus Osteuropa haben die Futtergerste teurer als den Futterweizen gemacht. Da sich Nachfrage und Preise schnell am Markt ändern können, muss auch in der Landwirtschaft jedes Jahr neu kalkuliert werden, was für eine Fruchtfolge für den einzelnen Betrieb mittelfristig den höchsten Erlös liefert. Die niedersächsischen Landwirte haben durch ihren hoch professionellen, regional optimierten Getreideanbau 2005 wieder die höchste Getreideernte (6,8 Mio. t ohne Körnermais) aller Bundesländer eingefahren. Bayern hat zwar eine um 185 000 ha größere Getreidefläche, erzielt darauf aber geringere Erträge.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Mecklenburg-Vorpommern: Rinderbestand weiterhin rückläufig, Schweinebestand relativ stabil

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 10:01

Schwerin (agrar.de) – Am 3. November 2005 hielten die Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern, vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes zufolge, 526.700 Rinder und 693.800 Schweine. Damit verringerte sich der Rinderbestand seit November 2004 um mehr als 18.000 Tiere bzw. 3 Prozent. Der Schweinebestand erhöhte sich geringfügig um 9.000 Tiere bzw. 1 Prozent.

Der Rinderbestand entwickelt sich seit nunmehr schon zehn Jahren fast kontinuierlich rückläufig. Der Halbierung des Bestandes bis Ende 1992 (592.300 Tiere) gegenüber 1989 (1.277.600 Tiere) folgte eine verhaltene Erhöhung bis Ende 1995 auf 641.200 Tiere. Das war zugleich der größte Bestand seit Einführung der Marktwirtschaft. Bis November 2005 schrumpfte er insgesamt um 114.400 Tiere bzw. 18 Prozent. Dabei ist der Bestandsabbau seit November 2004 der bisher umfangreichste im gesamten Zeitraum. Damit ist erstmals der Rinderbesatz (Bestand je Flächeneinheit) im Durchschnitt des Landes auf unter 40 Rinder je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche gesunken (39,1; Deutschland 2004 zum Vergleich: 77,5).

Rund ein Drittel der Rinder sind Milchkühe. Ihre Anzahl verringerte sich in den vergangenen zehn Jahren überdurchschnittlich um 25 Prozent auf 174.100 Tiere, im vergangenen Jahr allerdings proportional zum Rinderbestand um gleichfalls 3 Prozent. Demgegenüber stieg die Milchleistung des Einzeltieres seit 1995 um 42 Prozent auf 7.625 Kilogramm im Jahr 2004.

Die Haltung von Ammen- und Mutterkühen nahm in den 90er Jahren, begünstigt durch die Agrarförderung, einen beträchtlichen Aufschwung, der bis 2000 anhielt (76.000 Tiere bzw. 13 Prozent des Rinderbestandes). Seitdem ist diese Haltungsform rückläufig (2005: 62.700 Tiere, 5 Prozent weniger als vor einem Jahr).

Der Schweinebestand hatte sich nach dem Tiefpunkt im Jahr 1995 (527.400 Tiere; zum Vergleich 1989: 2.748.600 Tiere) in den vergangenen Jahren erholt. Der Anstieg erreichte 2003 mit 699.100 Tieren (+ 32,6 Prozent) seinen bisherigen Höhepunkt und setzte sich 2004 (684.800 Tiere) nicht fort. Zum 3. November 2005 war ein allerdings geringfügiger Bestandsaufbau auf nunmehr 693.800 Tiere (+ 1 Prozent) zu verzeichnen. Überdurchschnittlich, um jeweils 3 Prozent, vergrößerte sich der Bestand an Mastschweinen (auf 255.800 Tiere) und Zuchtsauen (auf 76.800 Tiere). Der Schweinebesatz erhöhte sich zwar auf 64,2 Tiere je 100 Hektar Ackerland; der große Abstand zum Bundesdurchschnitt (2004: 216,9) bleibt aber bestehen.

Rinder- und Schweinebestände seit 1991 *) Jahr Rinder Schweine (in 1.000) 1991 730,9 1.152,5 1992 592,3 969,6 1993 626,7 791,1 1994 629,5 609,1 1995 641,1 527,4 1996 636,1 584,0 1997 611,5 601,1 1998 595,8 614,2 1999 590,2 678,5 2000 573,6 658,7 2001 577,4 668,5 2002 563,1 675,9 2003 557,3 699,1 2004 545,0 684,8 2005 526,7 693,8

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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