10. November 2005

Sachsen: 378.500 Gänseküken in Sachsen geschlüpft

Themen: Archiv — info @ 14:11

Kamenz (agrar.de) – Zum Martinstag (11. November) beginnt mit den Martinsgänsen die Hauptsaison der Gänse­schlachtungen. Für die meisten Tiere beginnt das ‚Gänseleben‘ mit dem Schlupf in den Brut­schränken der Brütereien und nicht unter dem warmen Gefieder der Elterntiere. Monatlich werden die Brütereien mit einem Fassungsvermögen von über 1.000 Eiern nach der Zahl der eingelegten Bruteier und den daraus geschlüpften Küken befragt. In Sachsen existieren sechs Brütereien mit einem Fassungsvermögen dieser Größenordnung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, werden in diesen Betrieben Gänse-, Enten- und Masthühnerküken erbrütet. Nur dem Gänsenachwuchs widmen sich in Sachsen vier Brütereien.

Die diesjährige Brutsaison begann bereits im Februar mit dem Einlegen der ersten Gänseeier in die Brutmaschinen. Dabei wurden 2005 insgesamt 523.400 Gänseeier verwendet. Nach einer Brutdauer von 29 bis 33 Tagen schlüpften im März die ersten Gössel (Gänseküken). Die diesjährige Brut­periode endete im September mit dem Schlupf der letzten Gänseküken. In den Monaten Mai bis Juli schlüpften mit 261.225 Tieren 69 Prozent der diesjährigen Gössel. Insgesamt wurden 2005 in Sachsen rund 378 500 Gänseküken erfasst. Das sind 45.000 Tiere (knapp elf Prozent) weniger als im Vorjahr. Ob die Gänse auch in Sachsen gemästet und letztendlich als Braten auf sächsischen Tafeln enden, ist nicht bekannt.

Im Freistaat Sachsen wird ein erheblicher Anteil der deutschen Gänseküken erbrütet. Von den knapp 1,1 Millionen 2004 in Deutschland geschlüpften Gösseln erblickten gut 39 Prozent (423.500) in sächsischen Brütereien das Licht der Welt.

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