10. November 2005

Rinderbestand in Sachsen erstmals unter einer halben Million

Themen: Archiv — info @ 10:11

Schweinebestand bei 631.000 Tieren

Kamenz (agrar.de) – Anfang November 2005 wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben des Freistaates Sachsen 498.000 Rinder und 630.800 Schweine erfasst. Der Rinderbestand verringerte sich binnen Jahresfrist um 4.800 auf 498.000 Tiere (ein Prozent). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sank damit der Rinderbestand erstmals unter eine halbe Million Rinder. Vor 15 Jahren standen noch mehr als doppelt so viele Tiere (über 1,1 Millionen Rinder) in den sächsischen Ställen. In den Schweine haltenden Betrieben wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt 3.900 Tiere (0,6 Prozent) weniger gehalten.

Der seit Jahren andauernde Rückgang der Rinderbestände setzte sich auch in den vergangenen zwölf Monaten fort. Der höchste Bestandsabbau fand in der Milchkuhhaltung statt. Mit 197.500 Milchkühen wurden rund 3.700 Kühe (knapp zwei Prozent) weniger als im November 2004 gezählt. Mit dem Rückgang an Milchkühen einhergehend verringert sich ebenfalls der Bedarf an weiblichen Zucht- und Nutztieren in der Altersgruppe über zwölf Monate. Deren Anzahl verminderte sich ebenfalls überdurchschnittlich um fast 2.800 (2,5 Prozent) auf 107.300 Tiere. Die Zahl der Kälber lag mit 69.500 Tieren um gut 600 Stück unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber erhöhte sich der Bestand an männlichen Rindern über sechs Monate um 800 (gut zwei Prozent) auf 34.200 Tiere. Auch in der Ammen- und Mutterkuhhaltung ist mit knapp 300 Tieren eine geringe Bestandszunahme auf 37.100 Kühe zu verzeichnen. Die Haltung von weiblichen Mastfärsen über ein Jahr hat in Sachsen mit 2.300 Tieren eine geringe Bedeutung.

In den sächsischen Schweine haltenden Betrieben sind in den einzelnen Alters- und Nutzungsrichtungen unterschiedliche Bestandsbewegungen ersichtlich. Die Zahl der Ferkel erhöhte sich um 6.400 (3,5 Prozent) auf 190.000 Tiere. Demgegenüber ist in der Altersgruppe Jungschweine (20 bis unter 50 Kilogramm Lebendgewicht) ein Rückgang um über 15.600 (knapp neun Prozent) auf 163.000 Tiere ersichtlich. In den Schweinemastbetrieben erhöhte sich die Zahl der Masttiere mit 50 und mehr Kilogramm Lebendgewicht um über 6.300 (drei Prozent) auf 198.000 Tiere. Die Zuchtschweinehalter dagegen reduzierten die Bestände um knapp 1.000 Sauen und Eber auf 79.800 Tiere. Der Bestandsrückgang betraf insbesondere die trächtigen Tiere mit über 2.200 Stück (vier Prozent). Demgegenüber ist bei den nicht trächtigen Tieren ein Zuwachs um knapp 1.300 Sauen (fünf Prozent) zu verzeichnen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.




   (c)1997-2017 @grar.de