11. November 2005

Erfolgreicher Abschluss des „100-Traktoren-Demonstrationsprojekts“

Themen: Archiv — info @ 16:11

Hannover (agrar.de) – ‚Rapsöl hat sich als gangbare Alternative zum fossilen Dieselöl im Traktor bewährt‘, sagte heute der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller, anlässlich des Abschluss-Seminars zum ‚100-Traktoren-Demonstrationsprojekt‘ im Rahmen der AGRITECHNIKA in Hannover.

Das im Jahr 2001 vom BMVEL bewilligte ‚100-Traktoren-Projekt‘ wurde im September 2005 abgeschlossen. Ziel des Projektes war es, die notwen­digen Voraussetzung zu erforschen, um Rapsöl in Dieselmotoren in der Landwirtschaft im Praxisbetrieb einzusetzen. ‚Nun kennen wir einige der geeigneten Umrüstsysteme für unsere im Markt vorhandenen Traktormodelle‘, so Staatssekretär Müller, denn nicht jedes getestete Umrüstsystem habe sich als praxistauglich erwiesen. Eine weitere notwendige Bedingung sei eine hohe Qualität des eingesetzten Rapsöls.

Mit dem Abschluss dieses Projekts sei der Forschungsbedarf jedoch noch nicht beendet. Die Aufgabe für die nähere Zukunft laute, auch die neue Motorengeneration, die die verschärfte Abgasnorm TIER 3 einhalten muss, mit Rapsöl zu betreiben. Das Bundesverbraucherministe­rium habe daher im Oktober 2005 ein Projekt zur Weiterentwicklung der Pflanzenöltechnologie genehmigt. Die Projektbeteiligten John Deere Werke, Mannheim, Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie in Allersberg sowie die Universität Rostock würden mit entsprechen­den Mitteln gefördert.

Staatssekretär Müller: ‚Das ‚100-Traktoren-Demonstrationsvorhaben‘ hat das Feld für den breiteren Einsatz von Pflanzenöl in der Landwirtschaft bereitet. Ich bin optimistisch, dass mit den inzwischen eingeleiteten Maßnahmen günstige Voraussetzungen dafür geschaffen wurden, um unsere Landwirte zu Selbstversorgern beim Treibstoff für Traktoren zu machen.‘

10. November 2005

Sachsen: 378.500 Gänseküken in Sachsen geschlüpft

Themen: Archiv — info @ 14:11

Kamenz (agrar.de) – Zum Martinstag (11. November) beginnt mit den Martinsgänsen die Hauptsaison der Gänse­schlachtungen. Für die meisten Tiere beginnt das ‚Gänseleben‘ mit dem Schlupf in den Brut­schränken der Brütereien und nicht unter dem warmen Gefieder der Elterntiere. Monatlich werden die Brütereien mit einem Fassungsvermögen von über 1.000 Eiern nach der Zahl der eingelegten Bruteier und den daraus geschlüpften Küken befragt. In Sachsen existieren sechs Brütereien mit einem Fassungsvermögen dieser Größenordnung. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, werden in diesen Betrieben Gänse-, Enten- und Masthühnerküken erbrütet. Nur dem Gänsenachwuchs widmen sich in Sachsen vier Brütereien.

Die diesjährige Brutsaison begann bereits im Februar mit dem Einlegen der ersten Gänseeier in die Brutmaschinen. Dabei wurden 2005 insgesamt 523.400 Gänseeier verwendet. Nach einer Brutdauer von 29 bis 33 Tagen schlüpften im März die ersten Gössel (Gänseküken). Die diesjährige Brut­periode endete im September mit dem Schlupf der letzten Gänseküken. In den Monaten Mai bis Juli schlüpften mit 261.225 Tieren 69 Prozent der diesjährigen Gössel. Insgesamt wurden 2005 in Sachsen rund 378 500 Gänseküken erfasst. Das sind 45.000 Tiere (knapp elf Prozent) weniger als im Vorjahr. Ob die Gänse auch in Sachsen gemästet und letztendlich als Braten auf sächsischen Tafeln enden, ist nicht bekannt.

Im Freistaat Sachsen wird ein erheblicher Anteil der deutschen Gänseküken erbrütet. Von den knapp 1,1 Millionen 2004 in Deutschland geschlüpften Gösseln erblickten gut 39 Prozent (423.500) in sächsischen Brütereien das Licht der Welt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

Rinderbestand in Sachsen erstmals unter einer halben Million

Themen: Archiv — info @ 10:11

Schweinebestand bei 631.000 Tieren

Kamenz (agrar.de) – Anfang November 2005 wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben des Freistaates Sachsen 498.000 Rinder und 630.800 Schweine erfasst. Der Rinderbestand verringerte sich binnen Jahresfrist um 4.800 auf 498.000 Tiere (ein Prozent). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sank damit der Rinderbestand erstmals unter eine halbe Million Rinder. Vor 15 Jahren standen noch mehr als doppelt so viele Tiere (über 1,1 Millionen Rinder) in den sächsischen Ställen. In den Schweine haltenden Betrieben wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt 3.900 Tiere (0,6 Prozent) weniger gehalten.

Der seit Jahren andauernde Rückgang der Rinderbestände setzte sich auch in den vergangenen zwölf Monaten fort. Der höchste Bestandsabbau fand in der Milchkuhhaltung statt. Mit 197.500 Milchkühen wurden rund 3.700 Kühe (knapp zwei Prozent) weniger als im November 2004 gezählt. Mit dem Rückgang an Milchkühen einhergehend verringert sich ebenfalls der Bedarf an weiblichen Zucht- und Nutztieren in der Altersgruppe über zwölf Monate. Deren Anzahl verminderte sich ebenfalls überdurchschnittlich um fast 2.800 (2,5 Prozent) auf 107.300 Tiere. Die Zahl der Kälber lag mit 69.500 Tieren um gut 600 Stück unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber erhöhte sich der Bestand an männlichen Rindern über sechs Monate um 800 (gut zwei Prozent) auf 34.200 Tiere. Auch in der Ammen- und Mutterkuhhaltung ist mit knapp 300 Tieren eine geringe Bestandszunahme auf 37.100 Kühe zu verzeichnen. Die Haltung von weiblichen Mastfärsen über ein Jahr hat in Sachsen mit 2.300 Tieren eine geringe Bedeutung.

In den sächsischen Schweine haltenden Betrieben sind in den einzelnen Alters- und Nutzungsrichtungen unterschiedliche Bestandsbewegungen ersichtlich. Die Zahl der Ferkel erhöhte sich um 6.400 (3,5 Prozent) auf 190.000 Tiere. Demgegenüber ist in der Altersgruppe Jungschweine (20 bis unter 50 Kilogramm Lebendgewicht) ein Rückgang um über 15.600 (knapp neun Prozent) auf 163.000 Tiere ersichtlich. In den Schweinemastbetrieben erhöhte sich die Zahl der Masttiere mit 50 und mehr Kilogramm Lebendgewicht um über 6.300 (drei Prozent) auf 198.000 Tiere. Die Zuchtschweinehalter dagegen reduzierten die Bestände um knapp 1.000 Sauen und Eber auf 79.800 Tiere. Der Bestandsrückgang betraf insbesondere die trächtigen Tiere mit über 2.200 Stück (vier Prozent). Demgegenüber ist bei den nicht trächtigen Tieren ein Zuwachs um knapp 1.300 Sauen (fünf Prozent) zu verzeichnen.

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