19. Oktober 2005

Absatz von Phosphatdüngern leicht gestiegen

Themen: Archiv — info @ 11:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Wirtschaftsjahr 2004/2005 aus inländischer Produktion oder Einfuhr

– 1,78 Millionen Tonnen Stickstoffdünger (N), – 0,30 Millionen Tonnen Phosphatdünger (P2O5), – 0,48 Millionen Tonnen Kalidünger (K2O) und – 1,96 Millionen Tonnen Kalkdünger (CaO)

an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher in Deutschland abgesetzt.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2003/2004 war dies eine Abnahme um 2,7 Prozent bei Stickstoffdüngern, 1,7 Prozent bei Kalidüngern und um 6,9 Prozent bei Kalkdüngern. Beim Phosphatdünger dagegen gab es eine Steigerung um 6,5 Prozent, 2003/2004 war hier der Absatz gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr noch um 13,2 Prozent gesunken.

Der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche verringerte sich von 2003/2004 zu 2004/2005 bei Stickstoffdüngern von 108 auf 105 kg N, bei Kalidüngern von 29 auf 28 kg K2O und bei Kalkdüngern von 116 auf 109 kg CaO. Der Aufwand erhöhte sich bei Phosphatdüngern von 17 auf 18 kg P2O5.

Im Wirtschaftsjahr 2004/2005 wurden die Stickstoffdünger zu 47 Prozent als Kalkammonsalpeter, zu 15 Prozent als Harnstoffdünger und zu 13 Prozent als Ammonnitrat-Harnstoff-Lösungen abgesetzt. Als Mehrnährstoffdünger kamen Stickstoffdünger lediglich zu 11 Prozent zum Einsatz. Im Vergleich hierzu wurden Phosphatdünger zu annähernd neun Zehnteln als Mehrnährstoffdünger abgegeben; dabei überwogen mit einem Anteil von 40 Prozent die Stickstoff-Phosphatdünger. Kalidünger wurden zur Hälfte (50 Prozent) als Kaliumchlorid abgesetzt, 42 Prozent entfielen auf Mehrnährstoffdünger. Kalkdünger wurden zu über zwei Dritteln (71 Prozent) als Kohlensaurer Kalk verkauft.

Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2003/2004 wurden bei den Stickstoffdüngern verhältnismäßig mehr Kalkammonsalpeter (Anteil um 1 Prozentpunkt gestiegen) und weniger Harnstoffdünger (– 2 Prozentpunkte) abgesetzt. Bei den Phosphatdüngern hat sich der Anteil von Stickstoff-Phosphatdüngern um 4 Prozentpunkte weiter erhöht. Die Anteile bei den übrigen Düngerarten haben sich kaum verändert.

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Steigende Legehennenhaltung in Brandenburg

Themen: Archiv — info @ 11:10

Potsdam (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2005 wurden im Land Brandenburg fast 382 Millionen Eier in Betrieben mit mehr als 3.000 Hennenhaltungsplätzen für den Konsum produziert. Wie der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik weiter mitteilt, entspricht das einem monatlichen Gesamtaufkommen von mehr als 63 Millionen Stück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Eierproduktion um 4,8 Prozent.

Durch Betriebserweiterungen und durch Neugründungen vergrößerte sich die Zahl der Hennenhaltungsplätze im Vergleichszeitraum von rund 2,9 Millionen Plätze auf etwa 3,2 Millionen (+10,9 Prozent). Die Auslastung der Haltungsplätze sank jedoch in diesem Zeitraum von 87,9 Prozent im ersten Halbjahr 2004 auf 81,6 Prozent im ersten Halbjahr 2005.

Die Zahl der Legehennen, welche in den ersten sechs Monaten des Jahres 2004 bei rund 2,5 Millionen Stück lag, stieg auf rund 2,6 Millionen im ersten Halbjahr 2005 an. Damit erhöhte sich der Legehennenbestand um 2,9 Prozent.

Die durchschnittliche Legeleistung je Henne im ersten Halbjahr stieg von 145 Stück auf 147 Stück im Vergleichszeitraum (+1,9 Prozent).

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18. Oktober 2005

Brandenburg: Zuwachs beim Gemüseanbau

Themen: Archiv — info @ 13:10

Potsdam (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Gemüseanbauerhebung 2005 wurden im Land Brandenburg 6.902 Hektar Gemüse für den Verkauf angebaut – das teilte der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik mit.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden sowohl der Gemüseanbau auf dem Freiland als auch unter Glas ausgedehnt. Die Gemüseanbaufläche auf dem Freiland beläuft sich 2005 auf 6.864 Hektar und nahm gegenüber dem Vorjahr um 165 Hektar zu. Der Anbau von Gemüse unter Glas ist von 36 Hektar im Vorjahr auf 38 Hektar gestiegen.

Schwerpunkte des Gemüseanbaus Brandenburgs bildeten die Kreise Potsdam-Mittelmark und Märkisch-Oderland mit 2.392 Hektar bzw. 1.510 Hektar Freilandgemüseanbau und 4 bzw. 12 Hektar Anbau von Gemüse unter Glas.

Zugenommen haben vor allem die Freilandflächen für im Ertrag stehenden Spargel (+ 248 Hektar) auf 2.391 Hektar, Spinat (+ 63 Hektar) auf 253 Hektar, Rote Rüben (+ 41 Hektar) auf 278 Hektar sowie Gurken (+ 30 Hektar) auf 644 Hektar. Dagegen verringerte sich der Anbau von Möhren und Karotten (- 143 Hektar) auf 801 Hektar, Porree (- 39 Hektar) auf 52 Hektar, Frischerbsen (- 43 Hektar) auf 771 Hektar und Brokkoli (- 6 Hektar) auf 4 Hektar.

Beim Anbau unter Glas sind Gurken mit 8,3 Hektar und Tomaten mit 14,7 Hektar nach wie vor die wichtigsten Gemüsearten.

Erdbeeren zum Verkauf reiften im Land Brandenburg auf 401 Hektar. Das sind 62 Hektar mehr als im Vorjahr. Neuanpflanzungen werden auf 254 Hektar vorgenommen, von 225 Hektar werden die Erdbeerflächen nach der Ernte 2005 gerodet.

Der Erdbeeranbau konzentrierte sich auf die beiden Landkreise Potsdam-Mittelmark (126 Hektar) sowie Spree-Neiße (117 Hektar). Der Anbau von Erdbeeren unter Glas hat sich mehr als verdreifacht. Er stieg von 1,7 Hektar im Jahr 2004 auf 5,8 Hektar im Jahr 2005.

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17. Oktober 2005

NRW: Kartoffelernte um ein Fünftel niedriger als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 16:10

Düsseldorf (agrar.de) – Die diesjährige Kartoffelernte in Nordrhein-Westfalen wird mit 1,3 Millionen Tonnen um fast ein Fünftel (-18,9 Prozent) niedriger ausfallen als im für den Kartoffelanbau guten Jahr 2004. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse der ‚Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung‘ mitteilt, wird die Erntemenge auch um 6,6 Prozent unter dem Durchschnittsergebnis der Jahre 1999 bis 2004 liegen.

Der Rückgang der Erntemenge ist dabei sowohl auf eine gegenüber dem Vorjahr reduzierte Anbaufläche für Kartoffeln als auch auf einen mit 440 Dezitonnen um 8,1 Prozent niedrigeren Hektarertrag zurückzuführen. Bei über 90 Prozent der gerodeten Kartoffeln handelte es sich um mittelfrühe und späte Sorten (1,2 Millionen Tonnen); der Flächenertrag lag hier mit 454,6 Dezitonnen um 8,5 Prozent unter dem letztjährigen Ernteergebnis. Bei Frühkartoffeln (105.100 Tonnen) war der Hektarertrag mit 321,7 Dezitonnen um 6,0 Prozent niedriger als im Vorjahr.

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Österreich: Mäßige Getreideernte eingebracht

Themen: Österreich,Statistik — info @ 12:10

Ertragsplus bei Körnermais und Zuckerrüben erwartet

Wien (agrar.de) – Wie die Statistik Austria mitteilt beläuft sich das endgültige Ergebnis der heurigen Getreideproduktion (excl. Mais) auf 2,9 Mio. Tonnen und liegt damit um 15% hinter dem Wert von 2004 und 3% unter dem langjährigen Durchschnitt. Bei Körnermais und Zuckerrüben hingegen ist gegenüber dem Vorjahr mit einem Ertragsplus zu rechnen.

Auf Brotgetreide entfielen 1,6 Mio. Tonnen (-16 Prozent zu 2004), davon wurde der Löwenanteil (89 Prozent) durch Weizen gedeckt, der mit 1,5 Mio. Tonnen (-15 Prozent zu 2004) satte 51 Prozent der Getreideernte umfasste, während Roggen bei rückläufiger Fläche nur 163.700 Tonnen (-23 Prozent zu 2004) stellte. Durch die regnerische Witterung im Juli, verbunden mit stärkeren Temperaturschwankungen wurde – insbesondere bei frühreifenden Getreidesorten – die Auswuchsneigung mit der Folge verfrühten Stärkeabbaues erhöht; die Proteingehalte hingegen dürften zufrieden stellend ausfallen.

Futtergetreide machte 1,2 Mio. Tonnen aus (-12 Prozent zu 2004) und rangierte damit deutlich unter dem langjährigen Mittel (-9 Prozent). Hauptverantwortlich dafür zeichnete Gerste deren Ertragsniveau sich im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent verringerte, was zum Teil auch auf die Flächenverschiebung hin zur ertragsschwächeren Sommerkultur zurückzuführen ist. Auf kaum veränderter Gesamtfläche wurde eine Produktion von 879.600 Tonnen (-13 Prozent zu 2004) erreicht. Aber auch bei Triticale war bei einer Produktion von 198.500 Tonnen (-16 Prozent zu 2004) ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen wovon ein Gutteil der Flächenreduktion (-8 Prozent zu 2004) zugesprochen werden muss. Bei Hafer belief sich die Ernte auf 128.400 Tonnen (-7 Prozent zu 2004).

Bei Körnererbsen betrug die Produktion bei reduzierter Fläche (-8 Prozent) aufgrund des schwachen Ertragsniveaus nur 90.300 Tonnen (-26 Prozent zu 2004). Hohe Erträge hingegen verzeichneten frühe und mittelfrühe Kartoffelsorten, wodurch trotz Flächenrückganges ein Ernteplus von 4 Prozent auf 340.700 Tonnen erzielt wurde. Bei Mohn wurde die Anbaufläche auf stolze 3.100 ha ausgeweitet (+81 Prozent), was – ungeachtet der unterdurchschnittlichen Ertragslage – auch die Erntemenge in die Höhe schnellen ließ (2.400 Tonnen, +75 Prozent zu 2004).

Klee und Wiesen gediehen durch die ausreichende Feuchtigkeit hervorragend und erreichten besonders bei den Folgeschnitten sehr hohe Ertragswerte, wodurch eine ausgezeichnete Produktion von 8,4 Mio. Tonnen (+14 Prozent zu 2004) erzielt werden konnte.

Bei Körnermais bahnt sich ebenfalls wieder ein gutes Erntejahr an, wenn auch die Produktion mit 1,6 Mio. Tonnen (+8 Prozent zum langjährigen Durchschnitt) den Vorjahreswert nicht ganz erreichen wird (-3 Prozent zu 2004). Da mit hohen Feuchtigkeitsgehalten zu rechnen ist, wird ein schlechtes Preisniveau bedingt durch hohe Trocknungskosten befürchtet. Auch bei Zuckerrüben wird mit einer guten Ertragsdichte gerechnet, die Erntemenge könnte an die 3 Mio. Tonnen betragen (+3 Prozent zu 2004), allerdings dürften die groß gewachsenen Rüben einen geringeren Zuckergehalt als 2004 aufweisen.

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14. Oktober 2005

Thüringen: Spargel ist der Favorit im Freilandgemüseanbau

Themen: Archiv — info @ 09:10

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Gemüsebauern bestellten in diesem Jahr 1.649 Hektar mit Freilandgemüse. Das waren 21 Hektar bzw. 1,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Der Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche. Dieser stand auf 354 Hektar oder auf über einem Fünftel der Freilandfläche. Die Spargelfläche nahm zum Vorjahr um knapp 9 Hektar zu. Von 307 Hektar wurde in diesem Jahr Spargel gestochen, weitere 47 Hektar standen noch nicht im Ertrag.

Fast gleich bleibend gegenüber dem Vorjahr blieb der Anbau von grünen Pflückbohnen auf 294 Hektar (2004: 291 ha). 268 Hektar wurden mit Weißkohl bestellt. Das waren 22 Hektar mehr als im Jahr 2004.

Blumenkohl, der über Jahre die ‚Nummer eins‘ im Freilandgemüseanbau war, verliert seine Bedeutung. Gegenüber dem Vorjahr ging die Fläche um mehr als ein Drittel (- 37,2 Prozent) auf 217 Hektar zurück. Das ist die kleinste Anbaufläche seit Beginn der 90iger Jahre.

Der Anbau von Speisezwiebeln verringerte sich, nach einem konstanten Anbau in den vorangegangen vier Jahren (D2001/2004: 169 ha), um mehr als 11 Prozent auf 150 Hektar in diesem Jahr. Das war zugleich der geringste Anbau der vergangenen zwei Jahrzehnte.

Dem entgegen gewinnt der Anbau von Rosenkohl weiter an Bedeutung. Anfang des neuen Jahrtausends waren 0,1 Prozent der Gemüsefläche insgesamt mit dieser Fruchtart bestellt. In diesem Jahr erhöhte sich der Anteil der Flächennutzung für Rosenkohl auf knapp 7 Prozent. In diesem Jahr wurden 112 Hektar mit Rosenkohl bestellt, 49 Hektar mehr als im Vorjahr.

Der Anbau von Gemüse in Unterglasanlagen erfolgt im Jahr 2005 auf 37,68 Hektar. Die Fläche wurde um 2,24 Hektar bzw. 6,3 Prozent ausgedehnt.

Gurken reifen auf 15,97 Hektar (2004: 16,43 ha) und auf 14,34 Hektar (2004: 15,40 ha) wachsen Tomaten. Deutlich erweitert wurde der Anbau von Kopfsalat, dessen Fläche von 0,48 Hektar im Jahr 2004 auf 5,54&nbspHektar in diesem Jahr ausgedehnt wurde.

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13. Oktober 2005

Niedersachsen ist Kartoffelland Nummer eins

Themen: Archiv — info @ 15:10

Drei Viertel der Erzeugung in drei Ländern – Ernte fiel kleiner aus

Hannover (agrar.de) – L P D – Fast die Hälfte aller in Deutschland geernteten Kartoffeln kommt von niedersächsischen Äckern. Insgesamt haben die deutschen Bauern in diesem Jahr nach vorläufigen Schätzungen 11,157 Millionen Tonnen (t) Kartoffeln geerntet, davon allein 5,191 Millionen t in Niedersachsen. Damit liegt das Bundesland als Deutschlands Kartoffelland Nummer eins weit vor allen anderen Ländern.

Bereits zum Zweitplatzierten Bayern besteht ein erheblicher Abstand, dort wurden 1,838 Millionen t gerodet. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen als Drittem in der Runde, wo 1,307 Millionen t geerntet wurden, bringen es diese Bundesländer auf immerhin drei Viertel der gesamten deutschen Kartoffelerzeugung! Daneben spielen mit Mecklenburg-Vorpommern (570.000 t), Sachsen-Anhalt (557.000 t) und Brandenburg (442.000 t) nur noch drei neue Bundesländer eine Rolle in der Kartoffelproduktion. Alle anderen Bundesländer tragen nur unbedeutend zur Gesamtmenge bei. Die Schlusslichter sind Thüringen mit 94.600 t und das Saarland mit gerade noch 4.400 t Kartoffelernte.

Niedersachsens Stärke beruht einerseits auf der großen Anbaufläche. Viele Betriebe in der Heideregion, aber auch im Weser-Ems-Gebiet, haben sich auf den Kartoffelanbau spezialisiert. Zudem spielt der Anbau von Stärke- und Industriekartoffeln in Niedersachsen, für den zwischen Ems und Elbe ungefähr drei Viertel der Erzeugung bestimmt sind, eine weit größere Rolle als in anderen Bundesländern. Von den 700.000 t der deutschen Stärkequote entfallen allein zwei Drittel auf die Emslandstärke in Emlichheim mit ihren Zweigwerken sowie auf die Avebe in Lüchow. Zudem werden hier nach Nordrhein-Westfalen die zweithöchsten Hektarerträge erzielt, sie lagen in diesem Jahr allerdings mit 42,9 t je Hektar (ha) um zehn Prozent unter dem Rekordergebnis des vergangenen Jahres. Beim zweitgrößten Erzeuger Bayern wurden dagegen nur 37,4 t je ha geerntet und im Saarland sogar nur 29 t.

Insgesamt fiel die deutsche Kartoffelernte in diesem Jahr um 14,5 Prozent kleiner aus als im vergangenen Jahr, der langjährige Durchschnitt wurde aber nur um 4,8 Prozent unterschritten. Dafür ist nicht allein die kleinere Anbaufläche verantwortlich, die gegenüber 2004 um 6,4 Prozent auf 276.287 ha reduziert wurde. Witterungsbedingt waren die Erträge ebenfalls geringer. Im Bundesdurchschnitt wurden in diesem Jahr 40,9 t je ha geerntet, das waren 8,6 Prozent weniger als 2004, aber 1,1 Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt. Dank der kleineren Ernte zeigt sich der Kartoffelmarkt nach dem Desaster im vergangenen Jahr jetzt wesentlich freundlicher für die Bauern.

Links zum Thema Kartoffeln, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Rheinland-Pfalz: Gemüseanbau expandiert weiter

Themen: Archiv — info @ 10:10

Bad Ems (agrar.de) – Die rheinland-pfälzische Landwirtschaft setzt weiter auf Gemüse. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stieg die Anbaufläche für Freilandgemüse im Jahr 2005 erneut, und zwar um fünf Prozent auf den neuen Höchststand von 16.100 Hektar. Anders als auf Bundesebene, wo die Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um gut zwei Prozent zurückging, expandierte der Gemüseanbau in Rheinland-Pfalz weiter. Der intensive Anbau mit einem hohen Anteil von Frischgemüse, das zudem schnell und flexibel in spezialisierten Betrieben erzeugt und vermarktet werden kann, begünstigt eine Ausdehnung der Anbaufläche. Rheinland-Pfalz ist nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen drittgrößtes Anbauland für Freilandgemüse. Die Anbaufläche konzentriert sich in der Vorderpfalz.

Im Gegensatz zu anderen landwirtschaftlichen Produktionszweigen hat der Gemüseanbau in Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahrzehnten stetig an Bedeutung gewonnen. Allein in den letzten zehn Jahren kamen durchschnittlich 500 Hektar Anbaufläche pro Jahr hinzu. Bewirtschaftet werden die Flächen von rund 700 Betrieben, die mit durchschnittlich rund 20 Hektar Anbaufläche doppelt so groß sind wie im Bundesdurchschnitt. Mit 40 Quadratmeter Gemüseanbaufläche pro Kopf der Bevölkerung – Haus- und Nutzgärten nicht mitgerechnet – nehmen die Rheinland-Pfälzer hinsichtlich der Versorgungsmöglichkeiten mit heimischem Gemüse die Spitzenposition in Deutschland ein.

Charakteristisch für die Gemüseerzeugung im Land ist ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Wurzel- und Knollengemüse (31 Prozent). Dieser Gruppe gehören Radieschen (2.500 Hektar) und Möhren (1.700 Hektar) als anbaustärkste Gemüsearten in Rheinland-Pfalz an. Dahinter folgen Blumenkohl (1.500 Hektar) sowie Speisezwiebeln und Spargel (jeweils 1.100 Hektar). Unter den flächenstarken Gemüsearten nahmen Bundzwiebeln (950 Hektar) und Rettich (500 Hektar) besonders stark zu, ihr Anbau wuchs gegenüber 2004 um rund 250 bzw. 130 Hektar. Überdurchschnittlich hohe Zuwächse gab es auch bei Zucchini (von 260 auf 390 Hektar) und Zuckermais (von 210 auf 300 Hektar).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

12. Oktober 2005

Saarland: Waldschäden erreichen neuen Höchststand

Themen: Archiv,Saarland — info @ 11:10

Ein Drittel des Waldes zeigt deutliche Schäden

Saarbrücken (agrar.de) – Im Jahr 2005 haben die Waldschäden im Saarland deutlich zugenommen. Mittlerweile zeigt bereits jeder dritte Baum deutliche Schäden.

Und nur noch jeder vierte Baum ist frei von den Anzeichen einer Schädigung. Dies sind einige Ergebnisse des Waldschadensberichtes, den Umweltminister Stefan Mörsdorf heute vorstellte.

Mörsdorf: ‚Das Ergebnis des Waldzuschadensberichtes ist alamierend. Vergleicht man den aktuellen Schadensbericht mit den Ergebnissen aus dem Berichtsjahr 2001/2002, dann stellt man fest, dass wir bei der Zahl der deutlichen Schäden eine Verdreifachung zu verzeichnen haben. Seit dem Beginn der systematischen Waldschadenserfassung ist das ein trauriger Höchststand.‘

Als Ursache für die drastische Zunahme der Waldschäden und für die Verschlechterung des Zustandes der saarländischen Wälder nannte Umweltminister Stefan Mörsdorf die Spätfolgen des Trockensommers 2003 und die anhaltende Übersäuerung der Waldböden durch Schadstoffeinträge aus der Luft. ‚Leider hat sich die Entwicklung des vergangenen Jahres in unvermindertem Maß fortgesetzt. Die erhebliche Verschlechterung des Waldzustandes im Saarland hat dabei zwei Ursachen, die in Wechselwirkung zueinander stehen und sich gegenseitig negativ beeinflussen‘, erläuterte Mörsdorf. ‚Einerseits sind es die klimatischen Folgen des Trockenjahres 2003, andererseits sind es die Schadstoffeinträge aus der Luft, mit denen der Wald zu kämpfen hat. Infolge der großen Trockenperiode, die der Wald 2003 erlebt hat, haben die versauerten Waldböden und die gestörten Nährstoffkreisläufe auf die vorgeschädigten Wurzelsysteme enorm große Auswirkungen gehabt. Darunter hat letztlich die Vitalität der Bäume gelitten.‘ Die Forst- und Bodenexperten des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz und des SaarForst Landesbetriebes haben festgestellt, dass das Waldökosystem auf äußere Einflussfaktoren zunehmend labiler reagiert. Insbesondere der Schadstoffausstoß und der Stickoxidanteil, den der Verkehr verursacht, sind für die Versauerung der Waldböden verantwortlich und machen den Bäumen zu schaffen. Aus diesem Grund soll der Wald jetzt wieder gekalkt werden.

Mörsdorf: ‚Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die Versauerung der Waldböden an vielen Standorten so hoch ist, dass wir auch im Staatswald kalken müssen, um die anhaltende Versauerung abzupuffern.‘ Kompensationskalkungen zielen darauf ab, die über die Niederschläge eingetragenen Säuremengen in den obersten Bodenschichten über einen gewissen Zeitabschnitt zu neutralisieren, den Bodenzustand dadurch zu stabilisieren und gegebenenfalls auch zu verbessern. Derzeit sind die Kompensationskalkungen die einzige forstliche Möglichkeit, an besonders gefährdeten Waldstandorten neues Säurepufferungsvermögen zur Verfügung zu stellen. Flankierend dazu sollen im Wald alle Möglichkeiten zur Stabilisierung der Waldstandorte durch waldbauliche Maßnahmen und entsprechende Nutzungskonzepte ausgeschöpft werden. Betrachtet man die einzelnen Baumarten, so sieht man, dass die Schadentwicklung bei den einzelnen Baumarten seit dem vergangenen Jahr unterschiedlich verlief: Bei der Eiche ist nach den ausgeprägten Fraßschäden, die es im Frühjahr durch den Eichenwickler und den Frostspanner gab, die stärkste Verschlechterung des Kronenzustandes festzustellen: Die deutlichen Schäden der Eiche stiegen um 26 Prozentpunkte auf jetzt 38 Prozent und übertreffen damit noch das Schadniveau der Kalamitätsjahre 1987/88 . Die Schäden der Buche haben mit drei Prozentpunkten vergleichsweise gering zugenommen, liegen aber mit 41 Prozent dennoch auf einem hohen Schadniveau. Die gleiche Situation zeigt sich bei der Kiefer. Hier stiegen die beobachteten Schäden um drei Prozentpunkte auf 43 Prozent. Auch bei der Fichte setzt sich der Verschlechterungstrend der vergangenen Jahre zunehmend fort. Die deutlichen Schäden nehmen um 13 Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. Bei den über 60-jährigen Fichten ist sogar eine Verdoppelung der Schäden zu beobachten gewesen. Mit einem Anteil von 70 Prozent ist demnach nur noch jede dritte der über 60-jährigen Fichten schadfrei. Was bei der Fichte noch erschwerend hinzu kommt sind die weiterhin erheblichen Schäden durch den Borkenkäferbefall. Der vollständige Wandschadensbericht ist im Internet abrufbar.

Links zum Thema Walf und Forst, Links zum Bundesland Saarland.

10. Oktober 2005

Sachsen-Anhalt: Gute Kartoffelernte

Themen: Archiv — info @ 12:10

Magdeburg (agrar.de) – In Sachsen-Anhalt ist in diesem Jahr auf einer Ackerfläche von rd. 13.300 Hektar eine gute Kartoffelernte herangewachsen. Nach den vorläufigen Ergebnissen aus der Besonderen Ernteermittlung werden rd. 558.000 Tonnen Kartoffeln geerntet, darunter über 537.000 Tonnen mittelfrühe und späte Kartoffeln. Von den 560 Hektar Frühkartoffeln wurden gut 20.000 Tonnen gerodet, teilt das Statistische Landesamt mit.

Für Kartoffeln insgesamt wird mit einem Hektarertrag von 419 Dezitonnen gerechnet; im Bundesdurchschnitt mit 404 dt/ha. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, zeichnet sich bei den mittelfrühen und späten Kartoffeln mit voraussichtlich 422 dt/ha das bisher zweitbeste Ergebnis ab. Das langjährige Mittel 1999/2004 beziffert sich auf 392 dt/ha, im Vorjahr lag der Spitzenertrag bei 443 dt/ha. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

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