19. Oktober 2005

Milcherzeugung in Sachsen um 24.100 Tonnen gestiegen

Themen: Archiv — info @ 14:10

Kamenz (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2005 gaben die rund 201.200 sächsischen Milchkühe 812.500 Tonnen Milch. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind das 24.100 Tonnen Milch (3,2 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Die ‚Durchschnittskuh‘ gab im Berichtszeitraum 4.038 Kilogramm Milch – dies entspricht einer Tagesleistung von 22,3 Kilogramm. Gleichzeitig verringerte sich der Milchkuhbestand zum Vorjahr um weitere 1.400 Milchkühe.

Der überwiegende Teil der erzeugten Milch wird von den Milchkuh haltenden Betrieben an Molke­reien zur Weiterverarbeitung verkauft. In den ersten sechs Monaten 2005 waren es 791.600 Tonnen bzw. 97,4 Prozent der Gesamterzeugung. Knapp 19.600 Tonnen (2,4 Prozent) kamen in den landwirtschaftlichen Betrieben als Futtermilch zum Einsatz. Weitere 1.400 Tonnen wurden in den Haushalten der Landwirte verbraucht bzw. über die Direktvermarktung abgesetzt. Die Marktproduktion im ersten Halbjahr entsprach einer Erzeugung von 185 Kilogramm Milch pro Kopf der sächsischen Bevölkerung.

Die sächsische Rohmilch wird zu knapp 88 Prozent (693.200 Tonnen) an sächsische Molkereien verkauft. Weitere Abnehmer sind Betriebe in Sachsen-Anhalt (49.700 Tonnen), Bayern (36.700 Tonnen), Brandenburg (9.100 Tonnen), Mecklenburg-Vorpommern (1.900 Tonnen) und Thüringen (1.000 Tonnen).

Mit 345.500 Tonnen Rohmilch kommen rund 44 Prozent der Erzeugung aus dem Regierungsbezirk Chemnitz, gefolgt von 287.900 Tonnen (36 Prozent) aus dem Regierungsbezirk Dresden. Weitere 158.200 Tonnen (20 Prozent) steuert der Regierungsbezirk Leipzig bei. Unter den Kreisen sind Freiberg mit 68.500 und der Vogtlandkreis (einschließlich Plauen, Stadt) mit 61.400 Tonnen die Spitzenreiter.

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