27. Oktober 2005

Weinlese in Rheinland-Pfalz: 400.000 Hektoliter weniger als im Jahr 2004

Themen: Archiv — info @ 15:10

Bad Ems (agrar.de) – Fast 400.000 Hektoliter Weinmost weniger als im vorigen Jahr werden aus der jetzt zu Ende gehenden rheinland-pfälzischen Weinlese erwartet. Die Erntemenge von 6,2 Millionen Hektoliter bleibt nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems nicht nur hinter 2004 zurück (6,6 Millionen Hektoliter bzw. minus 5,9 Prozent), sie liegt auch unter dem langjährigen Mittel (6,4 Millionen Hektoliter).

Weißweinmoste bleiben auch in diesem Jahr knapp: Mit 4,1 Millionen Hektoliter (minus 3,6 Prozent) wird es die drittkleinste Ernte der letzten 25 Jahre geben; der Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegt bei 5 Millionen Hektoliter. Hier ist der Rückgang der Menge hauptsächlich bedingt durch die kleiner gewordene Anbaufläche. Nach der Rekordmenge des Vorjahres ebenfalls rückläufig sind die Moste für Rotweine (2,1 Millionen Hektoliter, minus 10 Prozent). Bei unverminderter Ausweitung der Flächen für Rotweinrebsorten sind es die gegenüber 2004 (125 Hektoliter je Hektar) deutlich gesunkenen Hektarerträge (104 Hektoliter je Hektar), die für die reduzierte Menge an Rotmost verantwortlich sind. Ein qualitätsorientierter Rebschnitt, insbesondere bei roten Rebsorten, dürfte den Grundstein für geringe, aber qualitativ hochwertige Erntepartien gelegt haben.

Die vorläufige Erntemenge für Rheinhessen, das größte Anbaugebiet Deutschlands, wird auf 2,5 Millionen Hektoliter geschätzt. Das sind fast 200.000 Hektoliter weniger als 2004. Der Rückgang betrifft zu drei Viertel die Weißweinrebsorten. In der Pfalz (2,3 Millionen Hektoliter) werden rund 140.000 Hektoliter weniger gekeltert werden können. Einer leichten Zunahme bei Weißmost (54.000 Hektoliter) steht hier eine starke Abnahme bei Rotmost (minus 193.000 Hektoliter) gegenüber. Die Weinmosternte an der Mosel (900.000 Hektoliter) unterschreitet zum dritten Mal in Folge die Millionengrenze. An der Nahe wird eine durchschnittliche Ernte (370.000 Hektoliter) erwartet. An Ahr (45.000 Hektoliter) und Mittelrhein (36.000 Hektoliter) ist von Erntemengen wie im Vorjahr auszugehen.

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Österreich: Fäulnis ließ Weinernte schrumpfen

Themen: Österreich,Statistik — info @ 14:10

Wien (agrar.de) – Nach aktuellen Berechnungen der Statistik Austria wird eine Weinernte von knapp 2,2 Mio. hl prognostiziert. Damit dürfte nicht nur das hohe Vorjahresergebnis (-20 Prozent) sondern auch der Erntedurchschnitt der letzten 5 Jahre deutlich (- 14 Prozent) unterschritten werden.

Ausschlaggebend war die viel zu feuchte Witterung mit einhergehenden Fäulnisproblemen (vor allem Botrytis), die sich bis zur Lese nochmals verstärkten. Hinweise auf ein Rekordweinjahr gab es heuer zu keinem Zeitpunkt, dazu war der Fruchtansatz (u.a. wegen Spätfrost, oder zu feuchtem Blühwetter) oftmals zu gering. Bis in den extrem feuchten August hinein war jedoch die Stimmung in der Winzerschaft noch sehr zuversichtlich und eine ‚Normalernte‘ in realistischer Reichweite. Mit stärkeren Ernteeinbußen musste dann jedoch gerechnet werden, als sich auch im September keine Aussicht auf stabiles und sonniges Herbstwetter abzeichnete. Der oft starke Fäulnisbefall des Traubenmaterials erforderte auch einen erhöhten Ausleseaufwand mit mehrmaligen Lesedurchgängen sowie spezifische Kelterungsmaßnahmen um eine gute Mostqualität zu gewährleisten.

Im Bundeslandvergleich sind erhebliche Ertragsunterschiede feststellbar. So dürfte Niederösterreich mit 1,4 Mio. hl um 9 Prozent unter dem Fünfjahresschnitt liegen und damit vergleichsweise gut abschneiden. Deutlich höhere Einbußen (im 5-Jahresvergleich) werden aus dem Burgenland mit 587.800 hl (-24 Prozent), der Steiermark mit 142.600 hl (-16 Prozent) und aus Wien mit 14.100 hl (-19 Prozent) erwartet.

Betrachtet man die verschiedenen Weinbaugebiete, so sind die Ertragsunterschiede noch prägnanter. Verglichen mit dem Vorjahr sind etwa im Weinbaugebiet Neusiedlersee – wo auch stärkere Spätfrostschäden zu verzeichnen waren – Ernteeinbußen von 36 Prozent auf 289.700 hl feststellbar, während im Niederösterreichischen Donautal mit 126.300 hl gerade 11 Prozent auf die Vorjahresmarke fehlen dürften.

Sowohl Weißweine mit 1,4 Mio. hl (-18 Prozent) als auch Rotweine mit 745.300 hl (-22 Prozent) verfehlen die hohen Vorjahresmarken deutlich. Aus Niederösterreich werden 1,1 Mio. hl (-14 Prozent) Weißwein erwartet, das Burgenland rechnet mit 268.000 hl (-31 Prozent) und die Steiermark mit 108.700 hl (-16 Prozent). Bei Rotwein erwartet Niederösterreich eine Ernte von 388.600 hl (-20 Prozent), gefolgt vom Burgenland mit 319.900 hl (-26 Prozent) und der Steiermark mit 33.900 hl (-10 Prozent).

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Bierabsatz im dritten Quartal um 1,6 Prozent gesunken

Themen: Bier,Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 14:10

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im dritten Quartal 2005 in Deutschland 29,0 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,5 Millionen Hektoliter oder 1,6 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den Zahlen nicht enthalten sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – waren im dritten Quartal 2005 mit 0,9 Millionen Hektoliter oder 3,2 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt; das ist ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2004.

24,8 Millionen Hektoliter (– 1,5 Prozent) der abgesetzten Menge wurden auf Grund der Verwendung im Inland versteuert. Steuerfrei wurden 4,2 Millionen Hektoliter abgesetzt (– 2,1 Prozent). Davon gingen 3,3 Millionen Hektoliter (– 3,9 Prozent) in EU-Länder, 0,8 Millionen Hektoliter (+ 6,1 Prozent) in Drittländer und 53.560 Hektoliter (– 3,9 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

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26. Oktober 2005

Kohl und Spargel dominieren den Gemüseanbau in Deutschland

Themen: Archiv — info @ 16:10

Wiesbaden (agrar.de) – Nach aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes aus der repräsentativen Gemüseanbauerhebung 2005 hat die Anbaufläche von Gemüse in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent auf 109.000 Hektar abgenommen. Die bedeutendsten Gemüsearten sind nach wie vor Kohl mit einer Anbaufläche von 21.600 Hektar oder 20,0 Prozent der Gesamtanbaufläche und Spargel (21.100 Hektar; 19,6 Prozent). Gegenüber 2004 hat die Anbaufläche von Kohl um 2.200 Hektar (– 9 Prozent) abgenommen; beim Spargel gab es eine Zunahme um 1.200 Hektar oder 6 Prozent.

Große Anbauflächen im deutschen Gemüseanbau gibt es ferner für Salate mit 12.500 Hektar (– 5 Prozent), Möhren und Karotten mit 9.900 Hektar (– 6 Prozent), Weißkohl mit 6.100 Hektar (– 13 Prozent) sowie Blumenkohl mit 5.100 Hektar (– 11 Prozent). Prägnante Ausweitungen der Anbauflächen gab im Vergleich zum Vorjahr außer beim Spargel insbesondere bei Gurken (+ 11 Prozent), Radies (+ 9 Prozent) und Kopfsalat (+ 7 Prozent). Rückläufig waren die Anbauflächen von Speisezwiebeln (– 13 Prozent), Eissalat (– 13 Prozent), Buschbohnen (– 9 Prozent), Frischerbsen (– 7 Prozent) und von Knollensellerie (– 21 Prozent).

Die Gemüseanbauflächen setzen sich zu 98,7 Prozent aus Anbauflächen auf dem Freiland und zu 1,3 Prozent aus dem Unterglasanbau zusammen. Die Freilandflächen nahmen gegenüber dem Vorjahr um 2.600 Hektar (– 2,4 Prozent) auf 107.800 Hektar ab. Der weniger bedeutende Gemüseanbau in Unterglasanlagen zeigte gegenüber dem Jahr 2004 einen geringen Zuwachs um 20 Hektar (+ 1,5 Prozent) auf knapp 1.400 Hektar.

Die umfangreichsten Gemüseanbauflächen befinden sich in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Diese fünf Länder bewirtschaften 69 Prozent der gesamten Gemüseanbauflächen, wobei der Schwerpunkt des Unterglasanbaus mit gut einem Drittel der Anbauflächen in Baden-Württemberg liegt.

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Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:10

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 510 angebotenen Schweinen 510 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,48 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,46 Euro bis 1,48 Euro. Es wurden drei Partien gehandelt.

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25. Oktober 2005

Europäisches Patent auf „Terminator“-Technologie erteilt

Themen: Archiv — info @ 13:10

Greenpeace warnt vor verfaulendem Saatgut

München/Hamburg (agrar.de) – Das Europäische Patentamt in München hat einem Patentantrag zur Sterilisierung von Saatgut durch die so genannte ‚Terminator‘-Technologie statt gegeben. Nach Recherchen von Greenpeace umfasst das Patent EP 775212 B vom 5. Oktober 2005 alle Pflanzen, die gentechnisch so manipuliert wurden, dass ihre Samen nicht mehr keimen können. Angemeldet wurde unter anderem ein ‚Verfahren zur Herstellung eines nicht lebensfähigen Samens‘. Einmal geerntete und wieder ausgesäte Samen können nach diesem Verfahren keine neuen Pflanzen produzieren – sie verfaulen in der Erde. Die Inhaber des Patentes sind die US-Firma Delta&Pine und die US-Regierung, repräsentiert durch das Landwirtschaftsministerium. Das Patent wurde in ähnlicher Form bereits in den USA und jüngst auch in Kanada erteilt. Angemeldet ist es zudem in Australien, Brasilien, China, Japan, der Türkei und Südafrika.

‚Wird mit der ‚Terminator‘-Technologie zum Beispiel Soja, Weizen, Raps oder Baumwolle sterilisiert, sind die Landwirte gezwungen, Saatgut jedes Jahr neu zu kaufen. Der natürliche Kreislauf der Saatgutgewinnung wird unterbrochen. Diese Technologie muss verboten werden, ebenso wie Patente auf Saatgut. Wir können nicht hinnehmen, dass Gentechnik-Konzerne die Kontrolle über die gesamte Kette der Nahrungsmittelproduktion – vom Saatgut bis zum Lebensmittel – übernehmen,‘ sagt Gentechnikexperte Christoph Then von Greenpeace.

Bislang konnte die Einführung der ‚Terminator‘-Technologie, die schon vor zehn Jahren entwickelt wurde, durch die massive Kritik von Nichtregierungsorganisationen verhindert werden. Viele Beobachter gehen aber davon aus, dass die Agro-Industrie schon nächstes Jahr in Brasilien auf der UN-Konferenz zum Abkommen über die Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity) erneut versuchen wird, die Technologie politisch salonfähig zu machen. Die Industrie argumentiert, dass ‚Terminator‘-Saaten die unkontrollierte Ausbreitung von Gen-Pflanzen verhindern können. ‚Das ist realitätsferne Produktpropaganda. Beispielsweise kann die Ernte gentechnikfrei arbeitender Landwirte trotzdem durch Pollenflug kontaminiert werden‘, so Then.

Inzwischen geht das Europäische Parlament vor dem Hintergrund jüngster Patenterteilungen auf deutliche Distanz zum Europäischen Patentamt. In einer Resolution, über die am 26. Oktober abgestimmt werden soll, wird eine striktere Auslegung des bestehenden Patentrechtes gefordert. Patente auf Pflanzensorten und Tierarten sind nach dem Europäischen Patentrecht verboten. Trotzdem wurden vom Europäischen Patentamt schon etwa 500 Patente auf Pflanzen und 100 Patente auf Tiere erteilt. Auch das ‚Terminator‘-Patent hätte in seiner vorliegenden Form nicht erteilt werden dürfen. Greenpeace fordert deswegen schon lange eine eindeutige Klarstellung in den Patentgesetzen.

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AbL: Recht auf Wiederaussaat soll zerschlagen werden

Themen: Archiv — info @ 11:10

Bauern kündigen massiven Widerstand an

Hamm (agrar.de) – Die Saatgutindustrie und die Pflanzenzüchter versuchen gleich auf zwei Wegen Bauern zu verbieten, ihre eigene Ernte als Saatgut wieder zu verwenden.

Anfang Oktober erhielten der US-Gentechnikkonzern Monsanto und die US-Regierung ein Patent auf steriles Saatgut in Europa. Mittels Gentechnik werden Getreide, Soja oder Raps so verändert, dass die Ernte steril wird, nicht mehr keimen kann und so die Fruchtbarkeit des Saatgutes zerstört wird. Diese sogenannte Terminator-Technik ist höchst komplex und damit fehlerbehaftet. ‚Hiermit erweist sich das europäische Patentamt wieder einmal als Handlanger der Gentechnikindustrie,‘ so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und der Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren.

Die technische Lösung reicht den Konzernen nicht aus. Auf der europäischen Tagung der Pflanzenzüchter am 4. und 5. Oktober in Brüssel formulierte der europäische Dachverband der Pflanzenzüchter eine neue Vision der Bauernpflichten: Selbst der lizenzpflichtige Nachbau (Wiederaussaat von Erntegut) ist den Züchtern ein Dorn im Auge. Vielmehr müsse das jahrhundertealte Recht der Bauern auf Nachbau komplett aus den internationalen Vereinbarungen und Gesetzen gestrichen werden. Zu diesem Zweck sollen Politik und Justiz für diese Vision gewonnen werden, so die Vertreter der Pflanzenzüchter in Brüssel.

‚Seit 1999 zerren deutsche Pflanzenzüchter Bauern wegen angeblicher Nachbauverstöße vor Gericht und haben sich dabei sowohl beim europäischen Gerichtshof in Karlsruhe als auch beim Europäischen Gerichtshof in Luxemburg mehrfach klare Abfuhren geholt. Die Urteile der höchsten Gerichte sprechen den Bauern eindeutig das Recht auf Nachbau zu‘, so Janßen.

‚Die Pflanzenzüchter und die Saatgutindustrie müssen sich entscheiden, ob ihnen eine faire Partnerschaft mit den Bauern noch etwas Wert ist. Wenn sie die Terminator-Technik bzw. das politische Verbot des Nachbaus tatsächlich durchsetzen wollen, ist dies eine offene Kriegserklärung gegen die Bauern. Dann werden sie sich sehr warm anziehen müssen…‘, erklärt Georg Janßen.

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24. Oktober 2005

Weniger Freilandgemüse in Sachsen

Themen: Archiv — info @ 16:10

Kamenz (agrar.de) – Die sächsischen Gemüsebauern bewirtschaften 2005 nach Angaben des Statistischen Landesamtes rund 4.661 Hektar Anbaufläche für Gemüse zum Verkauf. Im Vergleich zum Vor­jahr erhöhte sich die Zahl der Gemüse anbauenden Betriebe um neun auf nunmehr 379 Betriebe. Die Anbaufläche für Gemüse liegt um 143 Hektar unter der Fläche von 2004.

In diesem Jahr bauten 303 Betriebe auf 4.609 Hektar Freilandgemüse an. Zwar nimmt die Frischerbse, wie auch schon in den letzten Jahren, mit 2.260 Hektar Anbaufläche knapp die Hälfte der sächsischen Gemüseanbaufläche ein, aber sie wird nur in 51 Betrieben (rund 17 Prozent) an­gebaut. Grüne Pflückbohnen beanspruchen im Berichtsjahr 390 Hektar und damit rund acht Prozent der Gemüseanbaufläche auf dem Freiland. Der Anbau von grünen Pflückbohnen erfolgt in 136 sächsischen Betrieben. Zudem sind unter anderem 440 Hektar Spargel (darunter 386 Hektar im Ertrag stehend), 306 Hektar Blumenkohl, 381 Hektar Speisezwiebeln und 285 Hektar Spinat herangewachsen.

Der Anbau von Gemüse unter Glas wird in Sachsen von 252 Betrieben auf 51 Hektar durchgeführt. Dabei dominiert der Anbau von Gurken auf rund 16 Hektar, gefolgt von Tomaten auf einer Anbaufläche von zwölf Hektar.

Der Regierungsbezirk Dresden stellt mit 221 Betrieben und 2.650 Hektar Anbaufläche den Schwer­punkt des sächsischen Gemüseanbaus dar. Auf diesen Regierungsbezirk entfallen 58 Prozent der Gemüse anbauenden Betriebe und rund 57 Prozent der Anbaufläche. Im Regierungsbezirk Leipzig haben 87 Betriebe (23 Prozent) ihren Sitz. Sie bearbeiten 1.773 Hektar (38 Prozent) der Gemüsean­baufläche in Sachsen. Für den Regierungsbezirk Chemnitz werden 71 Betriebe (19 Prozent) und 237 Hektar (fünf Prozent) der Anbaufläche ausgewiesen.

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20. Oktober 2005

Deutsche Landwirtschaft arbeitet wassersparend

Themen: Archiv,Wasser — info @ 09:10

Bonn (agrar.de) – Der Anteil der Landwirtschaft am Wasserverbrauch der Gesamtwirtschaft beträgt nur 1,1 %. Das teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit und weist darauf hin, dass seit 1991 der Wasserverbrauch der Landwirtschaft von 1,5 Mrd. m³ auf unter 0,5 Mrd. m³ zurückgegangen ist.

Der Wasserverbrauch der Landwirtschaft durch Bewässerung von bestimmten Sonder- und Ackerbaukulturen seien in Abhängigkeit vom Standort relativ gering. Nur etwa 1,4 Prozent der Gesamt-LF (cirka 238.000 ha) werden nach Angaben des RLV jährlich bewässert. Am gesamten Wasserverbrauch macht die Bewässerung in der Landwirtschaft weniger als 0,4 Prozent (circa 143 Mio. m³) aus. Vielfach unbeachtet sei der Aspekt, dass unter landwirtschaftlichen Flächen die Grundwasserneubildung erheblich größer sei als etwa unter Busch- und Waldflächen.

Wie der RLV weiter mitteilt, sei die Wasserqualität in Deutschland nach amtlichen Feststellungen hervorragend. Daten des Umweltbundesamtes belegten die positiven Entwicklungen im Gewässerschutz. So seien in den vergangenen Jahren bei über 99,1 Prozent der Messungen an den rund 13.000 Messstellen im Grundwasser der extrem scharfe Trinkwassergrenzwert für Pflanzenschutzmittel in Höhe von 0,1 µg pro Liter eingehalten worden. Die relativ wenigen positiven Befunde seien in drei von vier Fällen auf Einträge von bereits verbotenen Pflanzenschutzmitteln zurückzuführen. Das Umweltbundesamt führe dies häufig auf Alteinträge zurück, da die Abbauprodukte dieser verbotenen Wirkstoffe deutlich häufiger gefunden würden, als die Wirkstoffe selbst. Bei Nitrat wird, so der RLV, heute nirgendwo in Deutschland an einer Dauermessstelle der Trinkwassergrenzwert für Nitrat von 50 mg pro Liter überschritten.

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19. Oktober 2005

Milcherzeugung in Sachsen um 24.100 Tonnen gestiegen

Themen: Archiv — info @ 14:10

Kamenz (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2005 gaben die rund 201.200 sächsischen Milchkühe 812.500 Tonnen Milch. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind das 24.100 Tonnen Milch (3,2 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Die ‚Durchschnittskuh‘ gab im Berichtszeitraum 4.038 Kilogramm Milch – dies entspricht einer Tagesleistung von 22,3 Kilogramm. Gleichzeitig verringerte sich der Milchkuhbestand zum Vorjahr um weitere 1.400 Milchkühe.

Der überwiegende Teil der erzeugten Milch wird von den Milchkuh haltenden Betrieben an Molke­reien zur Weiterverarbeitung verkauft. In den ersten sechs Monaten 2005 waren es 791.600 Tonnen bzw. 97,4 Prozent der Gesamterzeugung. Knapp 19.600 Tonnen (2,4 Prozent) kamen in den landwirtschaftlichen Betrieben als Futtermilch zum Einsatz. Weitere 1.400 Tonnen wurden in den Haushalten der Landwirte verbraucht bzw. über die Direktvermarktung abgesetzt. Die Marktproduktion im ersten Halbjahr entsprach einer Erzeugung von 185 Kilogramm Milch pro Kopf der sächsischen Bevölkerung.

Die sächsische Rohmilch wird zu knapp 88 Prozent (693.200 Tonnen) an sächsische Molkereien verkauft. Weitere Abnehmer sind Betriebe in Sachsen-Anhalt (49.700 Tonnen), Bayern (36.700 Tonnen), Brandenburg (9.100 Tonnen), Mecklenburg-Vorpommern (1.900 Tonnen) und Thüringen (1.000 Tonnen).

Mit 345.500 Tonnen Rohmilch kommen rund 44 Prozent der Erzeugung aus dem Regierungsbezirk Chemnitz, gefolgt von 287.900 Tonnen (36 Prozent) aus dem Regierungsbezirk Dresden. Weitere 158.200 Tonnen (20 Prozent) steuert der Regierungsbezirk Leipzig bei. Unter den Kreisen sind Freiberg mit 68.500 und der Vogtlandkreis (einschließlich Plauen, Stadt) mit 61.400 Tonnen die Spitzenreiter.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

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