02. September 2005

Niedersachsen richtet Bioenergie-Börse ein

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 13:09

Hannover (agrar.de) – L P D – Biomasse zur energetischen Verwertung wird zum marktfähigen Produkt. Gerade unter den schlechten Erntebedingungen in diesem Jahr sind nach Angaben des Landvolks Niedersachsen viele Getreidepartien in der Qualität so schwer geschädigt, dass sie nur mit deutlichen Preisnachlässen oder gar nicht mehr auf herkömmlichen Wegen vermarktet werden können.

Sie lassen sich aber gut in Biogasanlagen in Energie umsetzen, und auch die Anlagenbetreiber haben bereits Interesse an sonst nicht marktfähigem Getreide signalisiert. Aber auch viele andere Rohstoffe lassen sich energetisch nutzen. Um potenzielle Anbieter und Nachfrager zusammen zu bringen, hat das Land Niedersachsen über die Einrichtung ‚Bioenergie Niedersachsen‘ (BEN) jetzt eine Handelsplattform im Internet eingerichtet. Diese Bioenergie-Börse dient als Kontakt-Plattform für den Handel mit Bioenergieträgern. Sie soll konkrete Handelsgeschäfte von Bioenergieträgern vermitteln. Wer das Angebot nutzen will, muss sich zuerst kostenlos unter der Internet-Adresse registrieren lassen. Auch die ‚Grünen Zentren‘ bieten den Zugriff auf die Bioenergie-Börse als Dienstleistung an.

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Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 10:09

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG am Mittwoch, dem 31. August wurden von insgesamt 740 angebotenen Schweinen 280 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,53 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,52 Euro bis 1,53 Euro.

Links zum Thema Schweine.

01. September 2005

Gemüseanbau auf Expansionskurs

Themen: Archiv — info @ 16:09

Niedersachsen eine der wichtigsten Anbauregionen – Starker Anpassungsdruck

Hannover (agrar.de) – Gemüse liegt im Trend: Seit etlichen Jahren steigt der Verbrauch. In der Folge hat der Gemüseanbau in Deutschland in jüngster Zeit kräftig zugelegt. Laut Meldung des niedersächsischen Landvolkverbandes wuchs im vergangenen Jahr Freilandgemüse auf insgesamt 107.242 Hektar (ha). Vier Jahre zuvor waren es erst 95.056 ha. Der Gemüseanbau unter Glas spielt dagegen hier zu Lande nur eine untergeordnete Rolle. Mit 1.371 ha betrug sein Anteil am gesamten Gemüseanbau 2004 nur wenig mehr als ein Prozent. Zudem blieb die Fläche annähernd konstant.

Vor allem dank der Flächenausweitung, aber auch begünstigt durch die Witterung, konnten die Gemüseanbauer im vergangenen Jahr eine Rekordernte von 3,22 Millionen Tonnen (t) einfahren. Den größten Anteil daran hatten die Möhren mit 554.000 t, gefolgt von Weißkohl mit 476.000 t und Speisezwiebeln mit 426.000 t. Den größten Anteil an der Anbaufläche hatte allerdings der Spargel mit 16.744 ha im Ertrag. Die Möhren und Karotten standen flächenmäßig mit 10.504 ha erst an zweiter Stelle, gefolgt von Speisezwiebeln mit 9.111 ha und Weißkohl mit 7.025 ha. Daneben spielen Blumenkohl, Eissalat, Erbsen und Bohnen eine herausragende Rolle im Gemüseanbau.

Trotz der gewachsenen Anbaufläche liegt der Selbstversorgungsgrad mit Gemüse aber nach wie vor nur bei 30 bis 40 Prozent. Dennoch wachsen beim Anbau die Bäume nicht in den Himmel, denn bei den heimischen Gemüsearten mit ihrer verhältnismäßig kurzen Saison liegt der Selbstversorgungsgrad sehr hoch, teilweise wird sogar exportiert. Andere Arten haben aus klimatischen Gründen hier zu Lande keine Chance im Anbau, und im Winter dominieren Importe den Markt. Mit dem Freiland-Gemüseanbau befassten sich im vergangenen Jahr noch 11.900 Betriebe gegenüber 14.500 Betrieben im Jahr 2000. Auf den Betrieben lastet ein großer Anpassungsdruck. Immer mehr Flächen konzentrieren sich auf immer weniger, aber größere Betriebe. Hintergrund ist die Veränderung der Absatzwege. Immer weniger Gemüse wird über Wochenmärkte oder örtliche Händler umgesetzt, dagegen wächst der Anteil der Handelsketten und Discounter. Für deren Bedürfnisse sind die traditionellen Gemüsebaubetriebe mit verhältnismäßig geringer Anbaufläche aber zu klein.

Niedersachsen ist eine der wichtigsten Anbauregionen für Gemüse in Deutschland. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg liegen hier fast 70 Prozent der deutschen Gemüseanbaufläche. Mit 18.376 ha liegen allein 17 Prozent der Anbaufläche in Niedersachsen. Regionale Schwerpunkte sind das Gebiet um Langförden-Vechta in Weser-Ems, die Region Hannover sowie das Einzugsgebiet um Hamburg mit Bardowick.

Wichtigste Gemüseart ist der Spargel mit 4.653 ha Anbaufläche, das ist fast ein Viertel der gesamten deutschen Spargelfläche. Auch der Eissalat hat mit 3.732 ha große Bedeutung und wird als Rückfracht der ‚Melonenlaster‘ sogar bis nach Spanien exportiert.

Links zum Thema Gemüse, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Thüringen: Getreideernte 2005 im langjährigem Mittel

Themen: Archiv — info @ 13:09

Erfurt (agrar.de) – Der diesjährige Ernteverlauf stellt die Thüringer Landwirte vor eine hohe Geduldsprobe. Trockenheit im Herbst führte regional bereits zu Problemen beim Auflaufen des Getreides. Es folgte ein verspätetes und nasskaltes Frühjahr, was sich insbesondere negativ auf die Bestockung der Sommergerste auswirkte. Vorsommertrockenheit verursachte Trockenstress bei Getreide und ab August erfolgte die Ernte unter ungünstigen Witterungsbedingungen. Immer wiederkehrende punktuelle Niederschläge, hohe Luftfeuchtigkeit und zum Teil trübes Wetter verhinderten eine schnelle Abtrocknung der erntefähigen Felder und ließen nur begrenzt einen Mähdrusch zu, so dass bis Ende August erst zwei Drittel der Getreidefläche abgeerntet wurden.

Für die Ernte 2005 rechnen die Thüringer Bauern mit einer Getreideernte (ohne Corn-Cob-Mix und Körnermais) von 2,4 Millionen Tonnen. Die Erntemenge wird nach ersten Berechnungen durch das Thüringer Landesamt für Statistik über ein Zehntel (- 12,3 Prozent) geringer ausfallen als im Vorjahr. Mit einem Flächenertrag von 64,9 dt/ha wird das sechsjährige Mittel der Jahre 1999 bis 2004 mit 65,5 dt/ha annähernd erreicht, der Spitzenertrag des Vorjahres aber um 8,7 dt/ha verfehlt.

Bei Winterweizen, der mit 221 Tausend Hektar auf knapp 60 Prozent der Getreidefläche insgesamt steht, wird ein Flächenertrag von 69,0 dt/ha erwartet. Die Ertragsleistung entspricht annähernd dem langjährigen Mittel der Jahre 1999/2004 von 70,2 dt/ha (- 1,6 Prozent), liegt aber um 10,1 dt/ha bzw. um 12,8 Prozent unter dem hohen Vorjahresniveau.

Bei Roggen wird mit einem Ertrag von 62,0 dt/ha gerechnet. Das wären 13,8 dt/ha (- 18,2 Prozent) weniger als im Jahr 2004 und 6,0 dt/ha (- 8,8 Prozent) weniger als im sechsjährigem Durchschnitt 1999/2004.

Wintergerste liegt mit 66,2 dt/ha im langjährigen Mittel, das Vorjahresergebnis wird jedoch um 4,3 dt/ha (- 6,1 Prozent) unterschritten.

Gleiches trifft für die Sommergerste zu. Die erwartete Ertragsleistung bei Sommergerste von 52,0 dt/ha kann ebenfalls als durchschnittlich eingestuft werden. Das Spitzenergebnis von 2004 von 59,0 dt/ha wird um 11,9 Prozent unterschritten.

Hafer, der in Thüringen mit einem Anbau von 5,6 Tausend Hektar eine untergeordnete Rolle spielt, bringt mit 49,7 dt/ha 2,8 dt/ha (- 5,3 Prozent) weniger als im Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2004 und 9,0 dt/ha (-15,4 Prozent) weniger als im Jahr 2004.

Mit einem voraussichtlichen Flächenertrag von 60,0 dt/ha wird für Triticale, einer Kreuzung zwischen Winterweizen und Roggen, das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 1999 bis 2004 um 1,4 dt/ha (- 2,3 Prozent) und der bisher höchste Ertrag des Vorjahres um 10,8 dt/ha (- 15,3 Prozent) unterschritten.

Für Deutschland wird nach den vorläufigen Ergebnissen mit einer Getreideernte von 42,0 Millionen Tonnen gerechnet. Die diesjährige Ernte liegt damit im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2004.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Niedersachsen: Verbrauch der Landesfläche für Siedlung und Verkehr nimmt zu

Themen: Archiv — info @ 10:09

Hannover (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Flächenerhebung wurden im vergangenen Jahr in Niedersachsen täglich etwa 18,3 Hektar zusätzlich für Siedlungs- und Verkehrszwecke beansprucht. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik mitteilt, ging der Naturfläche im Laufe des Jahres 2004 der Umfang von 9.560 Fußballplätzen (gerechnet mit 70×100 Metern) verloren. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Landschaftsverbrauch damit deutlich, 2003 wurden pro Tag durchschnittlich lediglich 12,6 Hektar umgenutzt.

Um 6.692 Hektar (2003: 4.601 Hektar) ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche innerhalb eines Jahres gewachsen. Ende 2004 erreichte sie damit 623.364 Hektar, dies entspricht einem Anteil von 13,1 Prozent am gesamten Landesgebiet (4.761.972 Hektar). Mehr als die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsfläche (53,4 Prozent) zählt zu den Gebäude- und Freiflächen. Hierzu gehören Flächen für Wohngebäude sowie für Industrie und Gewerbe, Handel und Dienstleistung. Die Verkehrsflächen nehmen mehr als ein Drittel ein (38,0 Prozent). Der Rest entfällt auf Erholungsflächen, das sind Grünanlagen, Sport- und Campingplätze (6,6 Prozent) sowie auf Betriebsflächen (1,3 Prozent) und Friedhöfe (0,6 Prozent). Die sich verstärkende Expansion der Siedlungs- und Verkehrsflächen ist vor allem auf Ausweitungen bei der Bebauung für Wohnzwecke, für Handel und Dienstleistung und auf neue Grünanlagen zurückzuführen.

Nach Schätzungen ist knapp die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsfläche durch Beton, Asphalt oder Häuserbau ganz oder teilweise versiegelt. Zu den unversiegelten Flächen gehören die Erholungsflächen und auch Rasenflächen, die zum Beispiel dem Wohnzweck eines Hauses zugeordnet sind und deshalb zu den Gebäude- und Freiflächen gezählt werden.

Den größten Anteil der Landesfläche nimmt mit 60,9 Prozent die Landwirtschaft ein. Die gesamte Landwirtschaftsfläche, dazu gehören das Acker- und das Grünland, verringerte sich innerhalb eines Jahres um 8.508 Hektar (8,5 x 10 Kilometer). Ihre Fläche umfasst noch 2.897.943 Hektar. Die Größe der Grünlandfläche wurde im Laufe des Jahres 2004 um 8.061 auf 1,1 Mio. Hektar reduziert, während die Fläche des Ackerlandes zunahm, nämlich um 3.091 auf rund 1,7 Mio. Hektar. Grünland wird weiterhin zum Teil in Ackerland umgewandelt, geht aber auch wie bisher der landwirtschaftlichen Nutzung ganz verloren. Der größte Teil der Verluste an Landwirtschaftsflächen geht in die Siedlungs- und Verkehrsfläche. Daneben finden auch Aufforstungen ehemaliger Landwirtschaftsflächen statt.

Gut ein Fünftel von Niedersachsen wird von Wäldern bedeckt (21,2 Prozent bzw. 1,0 Mio. Hektar). Gegenüber dem Vorjahr ist die Waldfläche um 2.286 Hektar größer geworden. Die Veränderung verteilt sich unterschiedlich: die Fläche des Nadelwaldes verringerte sich um 488 Hektar, dem stehen Zuwächse bei der Laubwald- (+ 815 Hektar), Mischwald- (+ 380 Hektar) und vor allem der Gehölzfläche (+ 1.575 Hektar) gegenüber.

Die Wasserflächen summieren sich auf 109.333 Hektar (2,3 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Brandenburg: Fünftgrößtes Bundesland wird zur Hälfte landwirtschaftlich genutzt

Themen: Archiv — info @ 09:09

Potsdam (agrar.de) – Die Gesamtfläche des Landes Brandenburg umfasste zum Stichtag 31.12.2004 eine Fläche von 2.947.808 Hektar. Brandenburg ist damit das fünftgrößte Bundesland und das größte der neuen Bundesländer. Der Anteil an der Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland liegt bei 8,3 Prozent, teilt der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik mit.

Mit 1,46 Millionen Hektar (49,6 Prozent der Landesfläche) prägte die Landwirtschaft im Jahr 2004 das Land Brandenburg. Im Vergleich zur letzten Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung (Stichtag 31.12.2000) nahm die Landwirtschaftsfläche um 8.700 Hektar ab. Brandenburger Wälder wuchsen 2004 auf knapp 1,04 Millionen Hektar (35,1 Prozent der Landesfläche). Binnen vier Jahren hat die Waldfläche um 6.000 Hektar zugenommen.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nahm 253.600 Hektar (8,6 Prozent der Landesfläche) ein. Innerhalb der Siedlungs- und Verkehrsfläche entfielen auf die Gebäude- und Freifläche 130.700 Hektar und auf die Verkehrsfläche 103.300 Hektar. Der Zuwachs binnen vier Jahren betrug 12.000 Hektar. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche wird bundesweit als Indikator für die fortschreitende Flächeninanspruchnahme für bauliche Zwecke herangezogen. Sie umfasst aber neben versiegelten auch nichtversiegelte Flächen. So gehören dazu z. B. auch Vor-, Haus- sowie Botanische Gärten, Spiel- und Sportplätze, Friedhöfe.

Im gewässerreichen Land Brandenburg waren 100.700 Hektar im Jahr 2004 mit Wasser bedeckt (3,4 Prozent der Landesfläche). Brandenburg verfügt damit im Vergleich der Bundesländer über die viertgrößte Wasserfläche.

Die Flächen anderer Nutzung umfassten 64.200 Hektar (2,2 Prozent der Landesfläche). Im Zeitraum von vier Jahren war bei dieser Nutzungsart ein Rückgang von 8.300 Hektar zu verzeichnen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.




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