18. August 2005

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 695 angebotenen Schweinen 695 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,53 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,51 Euro bis 1,54 Euro. Es wurden vier Partien gehandelt.

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DBV: Alternative Energiequellen sind unverzichtbar

Themen: Archiv — info @ 11:08

Berlin (agrar.de) – Aufgrund der rapide steigenden Preise für fossile Energieträger ist Deutschland zunehmend auf Alternativen angewiesen. Eine erhebliche Rolle kann dabei die Energie aus Biomasse, die sogenannte Bioenergie, spielen, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Aktuelle Studien kämen zu dem Ergebnis, dass bis 2030 rund 16 Prozent des Stroms, 10 Prozent der Wärme und 12 Prozent des Kraftstoffs für PKW aus Biomasse erzeugt werden könnten. Es gehe darum, in Deutschland einen Energiemix zu realisieren, der die Knappheit, Endlichkeit und Abhängigkeit fossiler Rohstoffe entsprechend berücksichtige.

Die Bedeutung der erneuerbaren Energien für Deutschland hob auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Professor Dr. Norbert Walter, auf einer Pressekonferenz am 12. August 2005 in Berlin hervor. Seinen Ausführungen zufolge kann sich der Strompreis langfristig nur über einen Zuwachs an Öko-Energie stabilisieren. Der DBV erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass im aktuellen Strompreis für Haushaltskunden (19,8 Cent/kWh) die Belastung durch das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) lediglich einen Anteil von 3 Prozent (0,54 Cent/kWh) ausmacht. Dieser Kostenposition stehe als größter Posten im Strompreis das Netzentgelt mit einem Anteil von 30 Prozent (6,2 Cent/kWh) gegenüber. Das EEG habe gezeigt, dass mit geringen Preisaufschlägen für alle Stromverbraucher der Anteil von erneuerbaren Energien an der Stromproduktion in Deutschland im Jahre 2004 auf 11 Prozent gesteigert werden konnte.

Innerhalb der erneuerbaren Energien ist nach Aussage des DBV die Bioenergie das Multitalent. Sie könne weitgehend unabhängig von Tages- und Jahreszeit sowie Wetterverhältnissen zur Bereitstellung von Strom, Wärme und Kraftstoffen genutzt werden. In einigen Bereichen sei die Bioenergie bereits heute wettbewerbsfähig. So liege der Preis für Holzpellets bereits seit März 2004 dauerhaft unter den Preisen für Heizöl und Erdgas. Die Land- und Forstwirtschaft spiele als Produzent von Biomasse und Betreiber von Bioenergieanlagen eine bedeutende Rolle für die Rohstoffbereitstellung und Produktion von Bioenergie. Mit den Beschäftigungs-, Investitions- und Wertschöpfungseffekten trage die Bioenergie zur Stärkung der Wirtschaftskraft in ländlichen Räumen Deutschlands bei. Darüber hinaus würden derzeit pro Jahr ca. 18 Millionen Tonnen CO2 durch die Bioenergie eingespart, teilte der DBV mit.

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17. August 2005

Mecklenburg-Vorpommern: Regnerische Witterung dämpft Ernteaussichten erheblich

Themen: Archiv — info @ 12:08

Schwerin (agrar.de) – Auf Grund der unbeständigen Witterung der vergangenen Wochen korrigierten die Landwirte ihre Ertragserwartungen bei Getreide und Raps gegenüber den ersten Ernteschätzungen teils beträchtlich nach unten. Zudem belasten hohe Trocknungskosten das betriebswirtschaftliche Ergebnis. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, dürfte die diesjährige Erntemenge bei Getreide deutlich unter 4 Millionen Tonnen liegen und damit sogar den mehrjährigen Durchschnitt von 4,04 Millionen Tonnen verfehlen (zum Vergleich 2004: 4,34 Millionen Tonnen).

Weniger die Niederschlagsmengen selbst als vielmehr die Regenhäufigkeit beeinflussten bisher den Erntefortschritt. Dauerfeuchte Getreide- und Rapsbestände führten zu Verzögerungen im Mähdrusch und damit zu Ertragseinbußen und Qualitätsminderungen des reifen Erntegutes. Die zumeist unumgängliche Trocknung verursacht zusätzliche Kosten für die Landwirtschaftsbetriebe.

Nach der zweiten Ernteschätzung ergibt sich für Getreide, außer Körnermais und CCM, ein voraussichtlicher Ertrag von weniger als 68 Dezitonnen pro Hektar im Landesdurchschnitt (2004: 73,6 Dezitonnen; mehrjähriges Mittel: 68,0 Dezitonnen).

Für Winterweizen werden aktuell knapp 73 Dezitonnen pro Hektar geschätzt (Ist 2004: 78,9 Dezitonnen). Bei Roggen wird mit einem Hektarertrag von 51 Dezitonnen gerechnet, fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichfalls um ein Fünftel unter dem Ergebnis von 2004 liegt der Ertrag bei Hafer mit 44 Dezitonnen pro Hektar. Wintergerste, deren Ernte inzwischen abgeschlossen werden konnte, bringt eine geschätzte Hektarleistung von 68 Dezitonnen, rund 5 Dezitonnen weniger als im Vorjahr. Sommergerste erreicht mit vorerst knapp 50 Dezitonnen den mehrjährigen Durchschnitt. Bei Triticale werden 56 Dezitonnen pro Hektar ausgewiesen.

Raps, für viele landwirtschaftliche Betriebe eine wichtige und unverzichtbare Einnahmequelle, bringt nach den Schätzungen nur 37 Dezitonnen pro Hektar (Ist 2004: 45,1 Dezitonnen) und bleibt damit sogar unter dem mehrjährigen Durchschnittsertrag. Zudem kann die witterungsbedingte Ernteverzögerung in diesem Jahr dazu führen, dass die Felder für eine termingerechte Aussaat des Winterrapses für die Ernte im Folgejahr nicht rechtzeitig geräumt werden und damit eine Voraussetzung für hohe Hektarleistungen im Jahr 2006 nicht mehr gegeben ist.

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DBV fordert 1:1-Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie

Themen: Archiv — info @ 11:08

Bundesländer sollen Entwurf der Düngeverordnung grundlegend überarbeiten

Berlin (agrar.de) – Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, appellierte an die Agrar- und Umweltminister der Bundesländer, sich für eine grundlegende Überarbeitung des Entwurfs der Düngeverordnung auszusprechen. Die Neufassung der Düngeverordnung dürfe nicht über die europäischen Vorgaben hinausgehen. Nachdem die EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland wegen unzureichender Umsetzung der Nitratrichtlinie eingeleitet hat, muss zwar die Düngeverordnung geändert werden. Die vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft vorgelegte Neufassung der Verordnung ginge jedoch weit über die EU-Richtlinie hinaus und ließe keinen zusätzlichen Nutzen erkennen. Deshalb erfülle sie nicht die Forderung nach einer 1:1-Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie, wie dies auch der Bundesrat bereits im September 2004 gefordert hatte.

Durch den nun vorliegenden Novellierungsentwurf ist nach Ansicht des DBV zu befürchten, dass die bereits bestehenden Wettbewerbsverzerrungen für die Landwirte weiter verschärft würden. Außerdem stehe der bürokratische Mehraufwand für die Betriebe in keinem Verhältnis zu dem Nutzen für die Umwelt, betonte der DBV in einer Stellungnahme. Aus Sicht des DBV ist es nicht akzeptabel, wenn die Bundesregierung stets die 1:1-Umsetzung des EU-Rechtes und die Entbürokratisierung propagiere, gleichzeitig aber nationale Verschärfungen und einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand zu Lasten der Landwirtschaft plane.

Auf Kritik des DBV stoßen vor allem drei Bereiche des Verordnungsentwurfes, die sich besonders schwerwiegend und zum Teil einkommensmindernd auswirken würden. Hierzu zählen die überzogenen Abstandsregelungen zu Gewässern und der erneute Versuch, die Düngung über bußgeldbelegte Bilanzobergrenzen zu steuern. Zudem werde durch schlagspezifische Dokumentationspflichten die Bürokratie erheblich ausgeweitet. Im jetzigen Entwurf der Verordnung fehlt nach Auffassung des DBV in weiten Teilen jegliche Rücksichtnahme auf kleinere Betriebsstrukturen, ebenso werden die Auswirkungen auf Cross Compliance nicht hinreichend überprüft.

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NABU warnt vor Vernachlässigung von Umweltpolitik

Themen: Archiv — info @ 10:08

Berlin (agrar.de) – Der Naturschutzbund NABU hat anlässlich der Vorstellung des so genannten Kompetenzteams für den Wahlkampf von Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel am heutigen Mittwoch vor einer Vernachlässigung des Bereiches Umwelt und Naturschutz gewarnt. ‚Umwelt ist bei der Union wieder mal nur Randthema‘, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei mehr als enttäuschend, dass das Umweltressort im Wahlkampfteam von Frau Merkel nicht eigenständig besetzt sei. Die Union habe aus der Wahlniederlage von 2002 anscheinend nichts gelernt und stelle Umweltbelange erneut hinten an. Der NABU fordert auch unter einer möglichen unionsgeführten Regierung ein eigenständiges Umweltministerium.

‚Nach der Jahrhundertflut vor drei Jahren und fast zwanzig Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sollten die Christdemokraten eigentlich wissen, dass der Schutz von Mensch und Natur kein Randthema sein darf,‘ so der NABU-Präsident weiter. Schließlich sei es die Union gewesen, die nach Tschernobyl überhaupt erst ein eigenständiges Umweltministerium ins Leben gerufen hatte. Allein vor dem Hintergrund zahlreicher internationaler Umweltabkommen, allen voran das Kyoto-Protokoll, sollte Frau Merkel als frühere Bundesumweltministerin wissen, dass der Bereich Umweltschutz eine zentrale Rolle in der Bundespolitik spielen müsse.

Der NABU warnte die politisch Verantwortlichen davor, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Umwelt- und Naturschutz zu vernachlässigen. Das sei nicht nur unverantwortlich gegenüber den nachfolgenden Generationen, sondern auch ignorant gegenüber den Interessen von Millionen Wahlberechtigten sowie 1,5 Millionen Menschen, die derzeit im Umweltbereich tätig seien. ‚Der Schutz von Natur und Umwelt ist kein Luxusproblem‘, betonte Tschimpke.

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15. August 2005

Weniger Gemüseanbaufläche 2005 im Südwesten

Themen: Archiv — info @ 16:08

Spargel mit neuer Rekord-Anbaufläche, aber Spargelboom verliert an Schwung

Stuttgart (agrar.de) – Nach den aktuellen Ergebnissen der repräsentativen Gemüseanbauerhebung 2005, in die rund 750 Anbaubetriebe einbezogen waren, belief sich die Gesamtanbaufläche für zum Verkauf bestimmtes Gemüse in Baden-Württemberg auf 9.546 Hektar (ha).

Nach Feststellung des Statistischen Landesamts ging damit die Gemüseanbaufläche im Südwesten im Vergleich zu der im Anbaujahr 2004 erreichten Höchstmarke um 293 ha zurück (?3 Prozent). Der Rückgang der Anbaufläche erfolgte ausschließlich beim Freilandanbau, der um 3 Prozent auf 9.077 ha abnahm. Demgegenüber nahm die Anbaufläche in Unterglasanlagen um 2,2 Prozent auf 469 ha zu. Insgesamt dominiert der Freilandanbau mit einem im Zeitverlauf stabilen Anteil von etwa 95 Prozent. Dennoch nimmt der Unterglasanbau im Südwesten eine herausragende Stellung ein: mit einem Anteil von etwa einem Drittel an der Unterglas-Anbaufläche im Bundesgebiet ist Baden-Württemberg hier das bedeutendste Anbauland. Die größten Freiland-Anbauflächen beanspruchen der Anbau von Spargel (2.012 ha), Salaten (1.895 ha) und Kohlgemüse (1.457 ha), die zusammen auf über 59 Prozent der Freilandfläche im Land angebaut werden. Spargel hatte erstmals im Vorjahr die Salate als bedeutendstes Gemüse im Südwesten abgelöst. Diese Position konnte er im aktuellen Anbaujahr 2005 halten. Spargel wächst inzwischen auf über 22 Prozent der Freiland-Anbaufläche. Der Spargelanbau verzeichnet seit 2000 mit einer Ausweitung der Anbaufläche um 741 ha (58,3 Prozent) einen bemerkenswert dynamischen Siegeszug innerhalb weniger Jahre. Allerdings könnte sich in 2005 mit der verhältnismäßig moderaten Flächenausweitung von 13 ha (0,7 Prozent) möglicherweise ein Ende des Spargelbooms abzeichnen. Gleichwohl markieren die 2.012 ha eine neue Spargel-Rekord-Anbaufläche.

Beim heimischen Verkaufsanbau von Unterglasgemüse dominiert weiterhin der Anbau von Salaten (229 ha), vor allem von Feld- oder Ackersalat (144 ha), vor Tomaten (77 ha) und Gurken (60 ha), auf die zusammen über drei Viertel der Unterglas-Anbaufläche entfallen.

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10. August 2005

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:08

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 410 angebotenen Schweinen 410 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,52 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,51 Euro bis 1,52 Euro. Es wurden drei Partien gehandelt.

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09. August 2005

Rheinland-Pfalz: Ein Viertel weniger Obst auf den Bäumen

Themen: Archiv — info @ 15:08

Bad Ems (agrar.de) – Die Baumobsternte in Rheinland-Pfalz wird in diesem Jahr geringer ausfallen als 2004. Die heimischen Marktobstbauer erwarten insgesamt rund 69.000 Tonnen. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 26 Prozent weniger als im ertragsstarken Vorjahr (93.000 Tonnen) und 13 Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt.

Mit 45.000 Tonnen Kernobst (minus 25 Prozent) wird die zweitkleinste, nur noch im Hitzejahr 2003 unterschrittene, Ernte seit 2000 erwartet. Bei den Äpfeln, die rund 90 Prozent des Kernobstes in Rheinland-Pfalz ausmachen, rechnen die Obstbauexperten des Statistischen Landesamtes mit 41.000 Tonnen. In den heutzutage zumeist als Dichtpflanzungen kultivierten Obstanlagen entspricht das rund 13 Kilogramm Äpfeln (2004: 17 Kilogramm), die durchschnittlich je Baum gepflückt werden könnten. Die wechselhaften bis kühlen Witterungsbedingungen zur Blütezeit schränkten hier die Aussichten auf einen zufrieden stellenden Behang mit entsprechend guten Erträgen von vornherein ein.

Von den gut 23.000 Tonnen Steinobst sind die Kirschen bereits geerntet. Die Sauerkirschenernte (8.800 Tonnen) bleibt um 22 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Die geringe Ernte in Deutschlands bedeutendstem Erzeugerland geht einher mit Ertragseinbußen in den osteuropäischen Exportländern, so dass das Marktangebot für die verarbeitende Industrie im kommenden Jahr knapp bemessen sein wird. Vergleichsweise gering sind die Ertragsrückgänge (minus acht Prozent) dagegen bei den Süßkirschen, für die 3.000 Tonnen bezogen auf den langjährigen Durchschnitt eine überdurchschnittliche Erntemenge darstellen.

Den Ertragsprognosen bei den spät reifenden Steinobstarten zufolge ist im kommenden Herbst mit ein Drittel geringeren Mengen an Pflaumen und Zwetschen (10.000 Tonnen) zu rechnen. Das jährliche Auf und Ab der Erträge, die Alternanz, ist bei diesen Obstarten besonders ausgeprägt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

Thüringen: Weniger Kirschen aus eigener Ernte

Themen: Archiv — info @ 14:08

Auch für Äpfel verhaltene Erwartungen

Erfurt (agrar.de) – Frost, Kälte und Regen während der Obstblüte zeigen ihre Wirkung auf die diesjährige Obsternte. Die auf Marktobstbau ausgerichteten Thüringer Obstbaubetriebe haben eine unterdurchschnittliche Kirschernte eingebracht. Auch bei Äpfeln wächst eine geringere Ernte heran.

Ergebnisse der endgültigen Ernteschätzung aus den Meldungen der freiwilligen Betriebs- und Ernteberichterstatter liegen bereits für Kirschen vor.

In diesem Jahr wurden nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik knapp 800 Tonnen Süßkirschen geerntet. Das waren 141 Tonnen (- 15,2 Prozent) weniger als im Vorjahr und 117 Tonnen (- 13 Prozent) weniger als im sechsjährigen Mittel der Jahre 1999/2004. Im Landesdurchschnitt reiften an jedem Baum 7,7 Kilogramm dieser süßen Früchte. Das entsprach einem Flächenertrag von 34 Dezitonnen je Hektar (dt/ha). Im Jahr 2004 trugen die Kirschbäume durchschnittlich 9,1 Kilogramm je Hektar wurden 40 Dezitonnen geerntet.

Die Sauerkirschernte fiel mit 3.500 Tonnen um nahezu ein Viertel geringer aus als im Vorjahr. Es wurden knapp 1.100 Tonnen (- 23,2 Prozent) weniger geerntet. Das Ergebnis im langjährigen Durchschnitt 1999/2004 wurde um mehr als 900 Tonnen bzw. um ein Fünftel unterschritten. Mit 52 dt/ha wurde das durchschnittliche Ertragspotential der Jahre 1999/2004 als auch das Vorjahresniveau um 16 dt/ha verfehlt. Je Baum wurden 6,3 kg geerntet, gegenüber 8,2 kg im Vorjahr.

Während drei Viertel der geernteten Süßkirschen zum Frischverzehr auf den Markt gelangten, wird die Sauerkirschernte industriell verwertet und gelangt fast ausschließlich über Gläser, Dosen oder verarbeitet zu anderen schmackhaften Produkten an den Konsumenten.

Erste Prognosen für die Apfelernte weisen ebenfalls auf eine unterdurchschnittliche Ernte in diesem Jahr hin. Auf der Basis der Schätzungen der freiwilligen Melder wird nach ersten Berechnungen in Thüringen eine Ernte von ca. 23.600 Tonnen Äpfeln heranwachsen. Das wären 5.900 Tonnen weniger als im Jahr 2004 bzw. lediglich 80 Prozent der Vorjahresernte. Das mehrjährige Mittel würde um 4.400 Tonnen bzw. um 16 Prozent verfehlt.

Die Pflaumen- und Zwetschenernte wird mit einer voraussichtlichen Erntemenge von 1.300 Tonnen das hohe Vorjahresniveau um ein Viertel unterschreiten. Die Gesamternte läge dennoch leicht über dem sechsjährigen Mittel 1999/2004 (+ 2 Prozent).

Für die Birnenernte wird mit dem niedrigsten Ergebnis seit 1992 in Thüringen gerechnet. Bestätigt sich die frühzeitige Schätzung, dann werden knapp 200 Tonnen geerntet. Das wäre über die Hälfte weniger als im guten Obstjahr 2004. Der durchschnittliche Ertrag der Jahre 1999 bis 2004 würde um mehr als ein Drittel verfehlt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Gute Erträge bei Kopfsalat

Themen: Archiv — info @ 10:08

Wiesbaden (agrar.de) – Im Sommer bevorzugen viele Verbraucher leichte Kost – wie zum Beispiel Salate. Der Frühjahrskopfsalat erzielte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus der Ernteschätzung für Gemüse in diesem Jahr wieder gute Ernteerträge von durchschnittlich 276 Dezitonnen je Hektar. Gegenüber dem sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2004 ist dies eine Steigerung um 18 Dezitonnen. Im Jahr 2004 wurden unter anderem insgesamt 83 400 Tonnen Kopfsalat, knapp 146.000 Tonnen Eissalat und 16.600 Tonnen Feldsalat auf deutschen Feldern geerntet.

Zur Ergänzung der inländischen Erzeugung wurden im Zeitraum Januar bis Mai 2005 154.000 Tonnen Salate im Wert von 192 Millionen Euro nach Deutschland importiert, davon 67.000 Tonnen Kopfsalat. Mehr als die Hälfte der Salatimporte Deutschlands in den ersten fünf Monaten des Jahres 2005 kamen aus Spanien (56,7 Prozent). Mit Anteilen von 17,8 Prozent und 11,9 Prozent an den deutschen Salatimporten waren Italien und Belgien hinter Spanien die wichtigsten Lieferländer von Salaten. In den ersten fünf Monaten 2005 mussten für ein Kilogramm importierten Salats 1,25 Euro gezahlt werden. Im Jahr 2000 hatte ein Kilogramm noch 0,92 Euro gekostet.

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