02. August 2005

Thüringen: Durchschnittliche Getreide- und Rapsernte erwartet

Themen: Archiv — info @ 10:08

Erfurt (agrar.de) – Nach ersten Ertragsschätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter vom Juni 2005 und den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung errechnete das Thüringer Landesamt für Statistik eine Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) von 2,4 Millionen Tonnen. Hiervon entfallen voraussichtlich 1,6 Millionen Tonnen auf die Brotgetreidearten (Weizen, Roggen) und 0,8 Millionen Tonnen auf die Futtergetreidearten (Gerste, Triticale1), Hafer).

Die Getreideernte 2005 wird nach ersten Berechnungen um 0,4 Millionen Tonnen bzw. um 14 Prozent geringer ausfallen als im Spitzenjahr&nbsp2004. Je Hektar werden voraussichtlich rund 64 Dezitonnen geerntet werden. Dieses Ergebnis würde annähernd der Ertragsleistung des sechsjährigen Mittels 1999 bis 2004 von 65,4 dt/ha entsprechen, läge jedoch um rund 10 dt/ha unter dem Flächenertrag vom Vorjahr (2004: 73,6 dt/ha).

Winterweizen, die flächenstärkste und ertragreichste Getreideart, wird nach ersten Schätzungen 68 dt/ha bringen, 11 dt/ha weniger als im Vorjahr und 2 dt/ha weniger als im Mittel der Jahre 1999/2004. Insgesamt wird bei Winterweizen, der in diesem Jahr auf 221 Tausend Hektar reift, mit einer Erntemenge von 1,5 Millionen Tonnen gegenüber 1,7 Millionen Tonnen im Vorjahr gerechnet.

Die Ertragsschätzungen der für Thüringen gleichfalls bedeutenden Getreidearten Winter- und Sommergerste liegen nach ersten Berechnungen bei 63 dt/ha bzw. 52 dt. Damit würde bei Wintergerste das Vorjahresergebnis um 8 dt/ha und das langjährige Mittel um 3 dt/ha verfehlt. Sommergerste würde hingegen die durchschnittliche Ertragsleistung der Jahre 1999/2004 erzielen, aber um 7 dt/ha unter dem Ergebnis des Vorjahres liegen.

Die Erträge von Winterraps werden mit 35 dt/ha ebenfalls durchschnittlich ausfallen, der Hektarertrag von 2004 würde jedoch um 5 dt verfehlt. Insgesamt wird mit einer Rapsernte von 377 Tausend Tonnen (2004: 431 Tsd. t) gerechnet.

Die ersten Ergebnisse beruhen ausschließlich auf Schätzungen der Ernte- und Betriebsberichterstatter. Diese können in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf bis zur Ernte und nach Vorliegen der Ergebnisse der gewogenen Erträge mehr oder weniger vom endgültigen Ergebnis abweichen.

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