26. Juli 2005

Viehbestände in Thüringen im Mai 2005

Themen: Archiv — info @ 11:07

Schafbestände deutlich gesunken

Erfurt (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Viehbestandserhebung vom Mai dieses Jahres wurden in den landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens 348.400 Rinder, 748.800 Schweine und 216.700 Schafe gehalten.

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik gingen die Rinderbestände leicht um 6.000 Tiere bzw. um 1,9 Prozent zurück. Damit setzte sich etwas abgeschwächt der seit 1996 anhaltende Rückgang fort.

In den einzelnen Kategorien zeigte sich eine differenzierte Entwicklung. Bei Kälbern waren Bestandszunahmen um 2.500 Tiere bzw. 5,1 Prozent auf 51.700 Tiere zu verzeichnen. Die Zahl der Jungrinder ging um 900 Tiere bzw. 1,9 Prozent auf 47.500 Tiere zurück. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Schlachttieren ab 1 Jahr alt. Diese nahmen binnen eines Jahres um 3.800 Tiere bzw. 15,8 Prozent auf 20.200 Tiere ab. Der Bestand an weiblichen Zucht- und Nutztieren einschließlich der Färsen lag um 4,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Mit insgesamt 69.800 Tieren standen damit 3.500 Tiere weniger zur Reproduktion zur Verfügung. Die stetig rückläufige Entwicklung in der Haltung von Milchkühen wurde 2005 gebremst. Insgesamt wurden 123.100 Milchkühe ermittelt, 1.000 Tiere bzw. 0,8 Prozent weniger als vor Jahresfrist. In der Ammen- und Mutterkuhhaltung zeigt sich nach einer zwischenzeitlichen Abnahme der Bestände bis zum Jahr 2004 wieder ein Plus von 500 Tieren auf 36.000 Tieren zur aktuellen Erhebung.

Der Schweinebestand stieg gegenüber dem Vorjahr um 5.900 Tiere bzw. um 0,8 Prozent auf 748.800 Tiere an. Somit setzte sich die seit 2004 eingetretene positive Bestandsentwicklung in der Schweinehaltung in abgeschwächter Form fort. Der Bestandszuwachs bei Schweinen resultiert aus höheren Mastschweinbeständen. Die Zahl der Mastschweine nahm um 9.300 (+ 4,1 Prozent) auf 238.800 Tiere zu. Demgegenüber standen im Mai 2005 mit 88.700 Zuchtschweinen rund 4.600 Tiere (- 4,9 Prozent) weniger in den Ställen als vor einem Jahr. Der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen lag mit 421.300 Tieren auf dem Vorjahresniveau (+ 1.100 Stück bzw. + 0,3 Prozent).

In der Schafhaltung setzte sich der ab dem Jahr 2000 einsetzende Bestandsrückgang fort. Mit 216.700 Schafen wurden im Mai 2005 insgesamt 11.500 Tiere weniger ermittelt als ein Jahr zuvor und 27.600 Tiere weniger als im Jahr 2000. Das Ergebnis vom Mai 2005 ist zugleich der niedrigste Bestand seit der Umstrukturierung der Landwirtschaft ab dem Jahr 1990, in dem noch 383.500 Tiere festgestellt wurden.

Der Bestand an Mutterschafen ging innerhalb eines Jahres um 6.600 Tiere (- 4,0 Prozent) auf 159.500 Tiere zurück und der Bestand an Schafen unter 1 Jahr alt nahm um 6.500 Tiere (- 11,0 Prozent) auf 52.300 Tiere ab. Die Zahl der sonstigen Schafe über 1 Jahr alt (ohne Mutterschafe) erhöhte sich binnen Jahresfrist um 1.600 Tiere auf 4.900 Tiere. Die Entwicklung dieser Bestände mit einem Anstieg um fast 50 Prozent gegenüber 2004 sowie die Entwicklung bei den Mutterschafen ist ein Indiz dafür, dass sich die rückläufige Entwicklung in der Schafhaltung auch in dem kommenden Jahr fortsetzen wird.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

25. Juli 2005

Mehr Rinder und Schweine, weniger Schafe in NRW

Themen: Rinder,Schafe,Statistik — info @ 13:07

Düsseldorf (agrar.de) – Bei der repräsentativen Viehzählung im Mai dieses Jahres wurden in Nordrhein-Westfalen 6,6 Millionen Schweine gezählt, 9,2 Prozent mehr als im Mai 2004. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, stieg die Zahl der Rinder um 2,2 Prozent auf 1,4 Millionen Tiere, während bei Schafen ein Rückgang um 8,5 Prozent auf 211.500 Tiere zu verzeichnen war.

Der Konzentrationsprozess in der Viehwirtschaft setzte sich nur teilweise fort: Einerseits reduzierte sich die Zahl der Rinderhalter binnen Jahresfrist um 0,8 Prozent auf nun rund 21.700, andererseits stieg die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung um 0,7 Prozent auf rund 14.700 und die Zahl der Schafhalter um 0,6 Prozent auf knapp 4.000. Die durchschnittliche Bestandsgröße betrug bei den Rinderhaltungen knapp 65 Rinder je Betrieb (2004: 63 Tiere), bei den Betrieben mit Schweinehaltung 451 (2004: 416) und bei denen mit Schafhaltung 53 Tiere (2004: 59).

Bei Rindern erhöhte sich insbesondere der Bestand an Ammen- und Mutterkühen um 5,3 Prozent auf 72.600, während die Zahl der Milchkühe (-1,2 Prozent auf 379.200) und die der Schlacht- und Mastkühe (- 0,3 Prozent auf 7.300) zurückging. Der Bestand an Schlachtfärsen wurde von 6.400 auf 14.200 Tiere mehr als verdoppelt. Ferner wurden 178.200 Rinder ab einem bis unter zwei Jahren (+4,7 Prozent) gezählt; diese Tiere werden überwiegend als Mastbullen gehalten.

Die Zahl der Mastschweine erhöhte sich binnen Jahresfrist um 11,3 Prozent auf 2.866.300. Bei den Ferkeln registrierten die Statistiker einen Bestandsrückgang um 4,3 Prozent auf 1.542.000 Tiere, während die für die weitere Schweinebestandshaltung maßgebende Zahl der Zuchtsauen um 8,3 Prozent auf 540.900 angestiegen ist.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Brandenburg: Ertragseinbußen bei Getreide um 20 Prozent und bei Winterraps um 29 Prozent befürchtet

Themen: Archiv — info @ 09:07

Potsdam (agrar.de) – Auf der Grundlage der ersten Ernteschätzungen ist davon auszugehen, dass die Ertragserwartungen der Brandenburger Landwirte geringer sind als im Vorjahr. Dabei sind die Wintergetreidearten etwas stärker betroffen als die des Sommers. Ursachen für die Ertragsreduzierungen waren unter anderem teils starke Nachtfröste im April sowie längere Trockenperioden.

Nach Informationen des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik wird von einem Ertrag von rund 47 Dezitonnen Getreide pro Hektar ausgegangen. Unter Berücksichtigung einer Getreideanbaufläche von 518.000 Hektar könnte sich die Gesamterntemenge an Getreide auf 2,44 Millionen Tonnen belaufen.

Den ersten Schätzungen zufolge wird der Winterweizenertrag ungefähr 58 Dezitonnen pro Hektar betragen. Im Jahr 2004 waren es 69,7 Dezitonnen pro Hektar. Vom Sommerweizen werden mit 44 Dezitonnen pro Hektar gut 2 Prozent mehr geerntet.

Im Vergleich zum Vorjahr wird auch beim Roggen von deutlich niedrigeren Erträgen ausgegangen. Während im Jahr 2004 noch 53,7 Dezitonnen pro Hektar vom Halm geholt wurden, werden es in diesem Jahr etwa 39 Dezitonnen pro Hektar sein (-27 Prozent).

Ein Ertragsrückgang um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist bei der Wintergerste zu erwarten. Es werden von dieser Getreideart voraussichtlich 52 Dezitonnen pro Hektar geerntet.

Die Ertragsleistung pro Hektar von Triticale liegt im Vergleich zum Vorjahr bei einem Minus von 19 Prozent. So liegt der geschätzte Ertrag des Jahres 2005 bei durchschnittlich 45 Dezitonnen pro Hektar (2004: 55,0 Dezitonnen pro Hektar).

Die Sommergerste- und Hafererträge werden sich voraussichtlich um rund 15 Prozent auf ungefähr 37 Dezitonnen pro Hektar verringern.

Aufgrund der ersten Schätzungen ergibt sich bei Winterraps ein Ertrag von 30 Dezitonnen pro Hektar. Im Rekordjahr 2004 waren es 41,5 Dezitonnen pro Hektar. Basierend auf der vorläufigen Winterrapsanbaufläche von 114.000 Hektar ist für dieses Jahr von einer Gesamterntemenge von rund 336.500 Tonnen auszugehen (2004: 443.780 Tonnen).

Der Sommerrapsertrag wird sich im Vergleich zum Vorjahr wahrscheinlich um gut die Hälfte auf 11 Dezitonnen pro Hektar verringern.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

23. Juli 2005

Brandenburg: Ölfrüchte und Futterpflanzen gewinnen an Bedeutung

Themen: Archiv — info @ 15:07

Potsdam (agrar.de) – Der Getreideanbau in Brandenburg umfasst in diesem Jahr 538.000 Hektar (2004: 546.299 Hektar) und hat mit 51 Prozent einen etwas geringeren Anteil am Ackerland als im Vorjahr (52 Prozent), teilt der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik mit.

Die Brandenburger Landwirte haben zur Ernte 2005 mehr Winterweizen angebaut. Waren es im Vorjahr 149.598 Hektar, so sind es in diesem Jahr fast 155.000 Hektar. Winterweizen nimmt damit 29 Prozent der Getreideanbaufläche ein. Nach der Anbauausdehnung im Vorjahr verringerte sich die mit Roggen bestellte Fläche im Jahr 2005 wieder deutlich (-8 Prozent). In diesem Jahr steht der Roggen auf 181.000 Hektar, während es zur Vorjahresernte noch 197.319 Hektar waren. Ursachen für diese Entwicklung sind unter anderem die niedrigen Erzeugerpreise des vergangenen Jahres. Bei Wintergerste war gegenüber 2004 ein stärkerer Anstieg um 10 Prozent auf 72.000 Hektar zu verzeichnen. Die Anbaufläche von Sommergerste blieb mit rund 9.000 Hektar weitestgehend konstant. Auf 17.000 Hektar steht Hafer (2004: 18.274 Hektar). Weiterhin rückläufig ist der Triticaleanbau (-2 Prozent). Diese Fruchtart ist 2005 von 77.000 Hektar zu ernten. Die Körnermaisfläche hat sich mit 17.600 Hektar gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent verringert.

Der Drusch der Ölfrüchte erfolgt in diesem Jahr auf 142.00 Hektar, das sind 14 Prozent der Ackerflächen. Damit vergrößerte sich diese Fläche um 5 Prozent. Der Winterrapsanbau (einschließlich der Stilllegungsflächen) nahm um 7 Prozent auf 114.000 Hektar zu, dagegen verringerte sich die Anbaufläche von Sommerraps erneut. Diese Fruchtart ist auf nur noch 3.000 Hektar zu dreschen (-8 Prozent). Öllein steht in diesem Jahr auf einer Fläche von mehr als 7.000 Hektar, während es im Vorjahr 5.915 Hektar waren. Körnersonnenblumen wachsen auf 17.000 Hektar, was einem Minus von 9 Prozent entspricht.

Der Anbau von Hülsenfrüchten (Futtererbsen, Ackerbohnen, Lupinen) dehnte sich 2005 um 6 Prozent auf 38.000 Hektar aus. Fast 21.000 Hektar wurden in diesem Jahr mit Lupinen bestellt (+10 Prozent).

Die Hackfruchtfläche verringerte sich um 16 Prozent auf etwas mehr als 21.000 Hektar. Beim Anbau der Kartoffeln kam es zu einem Flächenrückgang. So sind in diesem Jahr die Kartoffeln nur noch von 12.000 Hektar zu roden, was einem Minus von 11 Prozent entspricht. Eine stark rückläufige Entwicklung gab es mit 20 Prozent auf 10.000 Hektar auch bei den Zuckerrüben.

2005 stehen mit 171.200 Hektar 18 Prozent mehr Futterpflanzen auf dem Ackerland als im Vorjahr. Während im Vorjahr Silomais auf 101.981 Hektar angebaut wurde, sind es in diesem Jahr 97.000 Hektar.

Ein deutlicher Rückgang war bei den Bracheflächen im Land zu verzeichnen. Diese verringerten sich um 13 Prozent auf 122.000 Hektar.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

22. Juli 2005

Bayern: Weniger Rinder und Schafe – mehr Schweine

Themen: Archiv — info @ 16:07

München (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung im Mai 2005 wurden in Bayern rund 3,59 Millionen Rinder, 449.000 Schafe sowie 3,76 Millionen Schweine gezählt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, bedeutet das gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 1,1 Prozent bei Rindern und 4,6 Prozent bei Schafen sowie eine Zunahme von 3,5 Prozent bei Schweinen.

Für Milchkühe wird mit 1,29 Millionen Tieren eine um 0,3 Prozent niedrigere Zahl festgestellt als im Vorjahr. Bei Mastschweinen ist im Vergleich zu 2004 eine Zunahme von 4,2 Prozent auf 1,21 Millionen Tiere und bei Zuchtsauen eine Bestandserhöhung um 3,4 Prozent auf 407.000 Tiere zu verzeichnen.

Der Rinderbestand in den landwirtschaftlichen Betrieben in Bayern verringerte sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung nach den vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehzählung im Mai 2005 gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf 3.593.000 Tiere. Bei den Milchkühen ergab sich bei einem absoluten Rückgang um rund 4.000 Tiere mit 0,3 Prozent eine deutlich geringere Abnahme. Mit 1.287.700 Tieren stellt diese Tierkategorie gut 35 Prozent des gesamten Rinderbestandes.

Auch bei der Schafhaltung ist ein Rückgang des Tierbestandes zu verzeichnen. Der Bestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6 Prozent auf 448.800 Tiere.

Bei der Schweinehaltung ist dagegen eine Zunahme des Tierbestandes festzustellen. Insgesamt nahm dort die Zahl gegenüber 2004 um 3,5 Prozent auf nunmehr 3.760.000 Tiere zu. Mit 406.600 Tieren wurden 3,4 Prozent mehr Zuchtsauen gehalten als im Jahr davor. Die Zahl der Ferkel wuchs gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent auf 1.306.000 Tiere. Bei den Mastschweinen ergab sich eine Bestandssteigerung von 4,2 Prozent auf 1.208.500 Tiere.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

Zunahme des Schweinebestandes im Südwesten

Themen: Archiv — info @ 16:07

Mastschweine zeigen deutlichen Zuwachs um 7,7 Prozent

Stuttgart (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehbestandserhebung zum Stichtag 3. Mai 2005 standen knapp 2,23 Millionen Schweine in den Ställen der baden-württembergischen Schweinehalter. Damit sind die Schweinebestände binnen Jahresfrist um 2,2 Prozent oder 48.400 Tiere gewachsen, nachdem es in der Vorperiode noch einen kräftigen Rückgang von 5 Prozent gab. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes waren es vor allem die Mastschweine, deren Bestände sich vergrößert haben, während die Zuchtschweine überwiegend rückläufige Entwicklungen aufwiesen. Hintergrund für die positive Bestandsentwicklung bei den Mastschweinen dürften vor allem die seit Beginn des Jahres gut platzierten Schweinepreise sein, die in weiten Teilen über dem Niveau des Vorjahres lagen. Die Betriebszahlen in der Schweinehaltung setzten ihren rückläufigen Trend dagegen weiter fort. Insgesamt wurden 13.100 Schweine haltende Betriebe nachgewiesen, das sind 4,5 Prozent oder 600 Betriebe weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Betriebe, die auschließlich oder zumindest teilweise dem Betriebszweig der Zuchtsauenhaltung zuzurechnen sind, reduzierte sich um 400 auf nunmehr 4.200 Betriebe (-9,4 Prozent).

Die Schweine unter 50 kg Lebendgewicht machen mit 1,26 Mill. Tieren mehr als die Hälfte des Schweinebestandes aus (56,4 Prozent). Innerhalb dieser Gruppe ist eine unterschiedliche Entwicklung festzustellen: Bei den Ferkeln (unter 20 kg Lebendgewicht) sanken die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent oder 19.100 auf 751.600 Tiere. Der Bestand an Jungschweinen (20 bis unter 50 kg Lebendgewicht) nahm im gleichen Zeitraum dagegen um 4,5 Prozent oder 21.700 auf 504.600 Tiere zu.

Mit insgesamt 686.800 Tieren haben die Mastschweine (ab 50 kg Lebendgewicht) einen Anteil von gut 30 Prozent am gesamten Schweinebestand im Südwesten. Insgesamt ist in dieser Nutzungskategorie eine Zunahme der Tierzahlen um 7,7 Prozent oder 48.900 Tiere zu verzeichnen, die sich auf alle Gewichtsklassen verteilt. Nachdem in den letzten Jahren vor allem die Bestände bei den schweren Mastschweinen mit 110 und mehr kg Lebendgewicht gewachsen waren, ist aktuell der größte Zuwachs bei Mastschweinen mit 50 bis unter 80 kg Lebendgewicht festzustellen (um 12,3 Prozent auf 378.700 Tiere).

Bei den Zuchtschweinen setzt sich der rückläufige Trend weiter fort, wenn auch in abgeschwächter Form (-1,1 Prozent). Vor allem die Zahl der Jungsauen insgesamt ging um 2,6 Prozent auf 58.000 Tiere zurück, während der Bestand der anderen Sauen sich nur geringfügig um 0,5 Prozent auf 220.400 reduzierte. Bei den Zuchtebern wurde ein Bestand von 5.900 Tieren nachgewiesen, das sind 400 Stück weniger als im Vorjahr (-6,9 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

Mecklenburg-Vorpommern: Durchschnittliche Erträge bei Getreide und Raps

Themen: Archiv — info @ 13:07

Schwerin (agrar.de) – Die Getreide- und Rapsernte dürfte in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen als im Vorjahr. Nach Auswertung der jetzt im Statistischen Landesamt vorliegenden ersten Ertragsschätzungen von Landwirten aus allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns wird sich die Getreideernte auf rund 4,0 Millionen Tonnen belaufen, das sind fast 10 Prozent weniger als 2004. Für Raps werden derzeit 0,87 Millionen Tonnen veranschlagt, 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Spätfröste und vielerorts zu geringe Niederschläge im Mai und Juni sind wesentliche Ursachen für die zurückhaltenden Ertragserwartungen sowohl bei Getreide als auch bei Raps.

Bei Winterweizen, auf den fast 60 Prozent der Getreideanbaufläche entfallen, wird im Landesmittel derzeit ein voraussichtlicher Ertrag von 74 Dezitonnen pro Hektar geschätzt (Ist 2004: 78,9 Dezitonnen pro Hektar). Stärker noch sind die Ertragseinbußen bei Roggen, für den ein Hektarertrag von 53 Dezitonnen avisiert wird (Vorjahr: 63,2 Dezitonnen).

Für Wintergerste weist die Erntevorschätzung 67 Dezitonnen pro Hektar aus, gegenüber 73,4 Dezitonnen im Jahr 2004. Lediglich bei Sommergerste wird das Ergebnis des Vorjahres (50,2 Dezitonnen pro Hektar) mit 51 Dezitonnen wohl mindestens erreicht werden. Bei Hafer wird der Spitzenertrag des Vorjahres (55,5 Dezitonnen pro Hektar) mit derzeit 45 Dezitonnen weit verfehlt. Auch bei Triticale liegt die voraussichtliche Hektarleistung von 57 Dezitonnen unter bisher schon erreichten Werten (2004: 61,5 Dezitonnen).

Für alle Getreidearten, außer Körnermais und CCM, ergibt sich aus den Schätzungen ein durchschnittlicher Ertrag von 69 Dezitonnen pro Hektar. Das entspricht dem Mittel der vergangenen sechs Jahre. Demzufolge wird unter Berücksichtigung der Anbaufläche von 587,9 Tausend Hektar (1 Prozent weniger als 2004) eine Erntemenge von 4,0 Millionen Tonnen erwartet.

Stärker noch als das Getreide wurde der Raps durch die Witterungseinflüsse geschädigt. Nach bisherigen Schätzungen bringt Winterraps in diesem Jahr im Landesmittel lediglich knapp 38 Dezitonnen pro Hektar, erheblich weniger als im Rekordjahr 2004 mit 45,2 Dezitonnen. Die Gesamternte an Raps, bezogen auf die Anbaufläche von 232,4 Tausend Hektar, wird demzufolge bei 0,87 Millionen Tonnen liegen Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Schweine, aber weniger Rinder als vor einem Jahr

Themen: Archiv — info @ 12:07

Schwerin (agrar.de) – Der Schweinebestand hat sich nach dem Rückgang im vergangenen Jahr leicht um 1,3 Prozent erholt und liegt derzeit bei 677.100 Tieren. Wie das Statistische Landesamt zu vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung vom 3. Mai 2005 weiter mitteilt, setzt sich bei Rindern jedoch die seit mehreren Jahren zu beobachtende rückläufige Entwicklung auch im Frühjahr 2005 fort. Die Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern halten 536.700 Tiere, das sind 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr und 12 Prozent weniger als 1999. In den Schaf haltenden Betrieben wurde ein Bestand von 105.800 Tieren, 9 Prozent weniger als im Vorjahr, festgestellt.

Die Schweinehaltung in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich nach ihrem Tiefpunkt Mitte der 90er Jahre (1995: 527.400 Tiere) fast kontinuierlich erhöht. Die positive Bestandsentwicklung (Mai 2003: 688.100 Tiere) setzte sich aber 2004 vorerst nicht weiter fort (668 400 Tiere); in diesem Frühjahr ist jedoch eine gewisse Belebung zu verzeichnen (677.100 Tiere; + 1,3 Prozent zum Vorjahr). Ein nahezu stabiler Bestand an Zuchtsauen (74.800 Tiere; Vorjahr: 76.000 Tiere) und der sowohl absolut als auch relativ höchste Ferkelbestand der letzten zehn Jahre (188.800 Tiere; + 31 Prozent zum Vorjahr) lassen darauf schließen, dass die günstige Tendenz in den kommenden Monaten anhält.

Bei Rindern ist auch 2005 kein Ende des seit dem Jahr 2000 anhaltenden Bestandsabbaus festzustellen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist mit 3,5 Prozent zugleich der höchste der vergangenen fünf Jahre. Damit halten die Landwirtschaftsbetriebe nur noch insgesamt 536.700 Rinder. Die Anzahl der Milchkühe verringerte sich in Jahresfrist um 2,0 Prozent auf 177.800 Tiere. Der Umfang der Ammen- und Mutterkuhhaltung ging um 3,4 Prozent auf 63.500 Tiere zurück.

In der Schafhaltung setzte sich die jährliche Schwankung im Bestand auch 2005, stärker sogar als in den Vorjahren, fort. Gegenüber 2004 war der Bestand von nunmehr 105.800 Tieren um 9,0 Prozent rückläufig, gegenüber 2003 jedoch nur um 3,1 Prozent.

Die Intensität der Viehhaltung widerspiegelt sich im Besatz, d. h. im Viehbestand pro Flächeneinheit. So erhöhte er sich seit 2000 bei Schweinen von 59 auf knapp 63 Tiere je 100 Hektar Ackerland; dennoch liegt er nur bei einem Fünftel des Niveaus des früheren Bundesgebietes. Bei Rindern sank er von 43 auf erstmals unter 40 Tiere je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (früheres Bundesgebiet: 100 Tiere).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Bayern: Rückgang der Erntefläche auf dem Ackerland 2005

Themen: Archiv — info @ 12:07

Brache um rund 11.000 Hektar gewachsen

München (agrar.de) – Bei einer insgesamt nahezu unveränderten Ackerfläche im Jahr 2005 von gut 2,1 Millionen Hektar (ha) wurden – bei entsprechender Reduzierung der Anbauflächen – die Stilllegungsflächen um rund 11.000 ha auf rund 123.000 ha ausgeweitet. Auch innerhalb der erntefähigen Kulturen auf dem Ackerland waren nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung Anbauverschiebungen vom Getreide (- 22.600 ha entspr. – 1,8 Prozent), von den Futterpflanzen (- 9.000 ha entspr. – 2,0 Prozent) und von den Hackfrüchten (- 2.600 ha entspr. – 2,0 Prozent) im wesentlichen zu den Handelsgewächsen ( + 23.800 ha entspr. + 14,5 Prozent) festzustellen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erhöhte sich nach dem vorläufigen Ergebnis der Agrarstrukturerhebung 2005 – bei insgesamt nahezu unveränderter Ackerfläche von 2.131.400 Hektar (ha) – die Stilllegungsfläche um 10.800 ha auf 123.000 ha. Die Anbaufläche mit erntefähigen Kulturen auf dem Ackerland wurde gegenüber 2004 um 9.600 ha (- 0,5 Prozent) auf 2.008.300 ha eingeschränkt.

Die wichtigste Fruchtartgruppe stellt mit einem Anteil von 57,6 Prozent am gesamten Ackerland das Getreide dar. Bei diesem ist die Fläche gegenüber dem Vorjahresergebnis um 1,8 Prozent auf 1.226.800 ha zurückgegangen. Der Rückgang der Getreidefläche resultiert vor allem auf Anbaueinschränkungen beim Körnermais (- 12.800 ha entsprechend – 10,8 Prozent), bei der Wintergerste (- 12.000 ha entspr. – 4,1 Prozent) und beim Roggen (- 9.200 ha entspr. – 22,8 Prozent). Weizen hingegen, mit 494.800 ha auf 40,3 Prozent der Getreidefläche stehend, weist mit + 3.000 ha eine geringfügige Flächenzunahme auf. Die einzige Getreideart, die eine nennenswerte Flächenausweitung aufweist, ist die Sommergerste mit einer Zunahme von 12.900 ha (+ 7,9 Prozent).

Abgenommen hat auch die Anbaufläche der Futterpflanzen; sie ist um 2,0 Prozent auf nun 434.700 ha verringert worden. Auch bei den Hackfrüchten gibt es mit einem Minus von 2 600 ha einen Anbaurückgang von 2,0 Prozent zu verzeichnen. Diese Abnahme ist weitgehend bedingt durch die Entwicklung bei Kartoffeln, die nun bayernweit nur noch auf 49.100 ha angebaut werden, was den niedrigsten in der amtlichen Statistik jemals ermittelten Wert darstellt.

Bei Handelsgewächsen wird eine Ausweitung um 23.800 ha (14,5 Prozent) verzeichnet. Hierzu dürfte im Wesentlichen die Anbauausweitung von Winterraps, der als nachwachsender Rohstoff genutzt wird, beigetragen haben. Die Flächenveränderungen bei den anderen Fruchtartengruppen halten sich mit Zunahmen von 600 ha (3,4 Prozent) bei Gartengewächsen und 200 ha (1,0 Prozent) bei Hülsenfrüchten in engen Grenzen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

Sachsen-Anhalt: Erste Ergebnisse aus der Bodennutzungshaupterhebung 2005

Themen: Archiv — info @ 09:07

Halle (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung im Mai wurden in Sachsen-Anhalt auf rd. einer Mill. Hektar (ha) Ackerland 843.000 ha Marktfrüchte – und zwar darunter 587.000 ha Getreide, 153.000 ha Ölfrüchte, 61.000 ha Hackfrüchte, 33.000 ha Hülsenfrüchte sowie 5.000 ha Gemüse und Erdbeeren – und 77.000 ha Futterfeldfrüchte angebaut.

Mit dem Drusch der Wintergerste hat in weiten Teilen des Landes die Getreideernte begonnen. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt beläuft sich die Getreidefläche in diesem Jahr auf 587.000 ha, das ist gut ein Prozent weniger als im Vorjahr. Damit wächst auf 59 Prozent des Ackerlandes Getreide. Bedeutendste Getreideart ist weiterhin der Winterweizen, der mit 343.000 ha mehr als ein Drittel der Ackerfläche bzw. 58 Prozent der Getreidefläche einnimmt. Sommerweizen und Hartweizen beanspruchen je rd. 3.000 ha.

Beim Roggen, der zweitwichtigsten Brotgetreideart, ist ein Rückgang um 14 Prozent auf knapp 64.000 ha zu verzeichnen. Während der Anbau von Wintergerste mit 98.000 ha nahezu konstant geblieben ist, hat sich die mit Sommergerste bestellte Fläche um 15 Prozent auf rd. 16.000 ha verringert. Ebenfalls eingeschränkt wurde der Anbau von Triticale (- 7 Prozent), so dass zur Ernte 2005 gut 34.000 ha anstehen.

Ölfrüchte beanspruchen über 15 Prozent der Ackerfläche und stehen auf 153.000 ha, darunter 146.000 ha Winterraps. Die Winterrapsfläche ist um 6 Prozent angestiegen, so dass inzwischen 95 Prozent der Ölfrüchte Winterraps sind. Sommerraps und Rübsen sowie Körnersonnenblumen wachsen auf je rd. 2.000 ha.

Für den Anbau von Hackfrüchten wurden 61.000 ha Ackerland genutzt und zwar für Kartoffeln gut 13.000 ha und für Zuckerrüben rd. 47.000 ha. Gut Dreiviertel der in Sachsen-Anhalt angebauten Hülsenfrüchte (33.000 ha) sind Futtererbsen. Silomais reift in diesem Jahr auf knapp 60.000 ha, das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wird auf 8 Prozent des Ackerlandes Futterbau betrieben. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

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