26. Juli 2005

Rheinland-Pfalz: Fast 5 Prozent mehr Winterweizen

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 11:07

Getreideernte von 1,3 Millionen Tonnen erwartet

Bad Ems (agrar.de) – Mehr als 98.000 Hektar Winterweizen sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in diesem Sommer in Rheinland-Pfalz zu dreschen, fast 5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Letztmalig wurde eine entsprechende Fläche Mitte der 1980er Jahre angebaut. Die Berechnungen basieren auf dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung von Anfang Mai.

Winterweizen wächst damit auf 41 Prozent der Getreidefläche von insgesamt 238.000 Hektar. Die Dominanz des Winterweizens ist darauf zurückzuführen, dass er von allen Getreidearten den höchsten Einkommensbeitrag je Hektar liefert. Sommergerste, die zweitstärkste Anbaufrucht, kommt wie im Vorjahr auf knapp 71.000 Hektar. Auch die Anbaufläche von Wintergerste ist mit 33.000 Hektar unverändert geblieben. Dagegen haben die Landwirte weniger Hafer, Roggen und Triticale (eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) angebaut.

Die Getreideernte wird nach den jetzigen Schätzungen der Ernteberichterstatter knapp 1,3 Millionen Tonnen betragen und wäre damit um 14 Prozent geringer als die sehr gute Vorjahresernte. Der Durchschnitt der letzten sechs Jahre wird ebenfalls nicht erreicht. Eine wesentliche Ursache für die geringere Ernte ist die Trockenheit im Juni.

Winterraps, dessen Ernte ebenfalls bereits begonnen hat, liegt mit 32.300 Hektar leicht unter der Anbaufläche des Vorjahres (minus 1,9 Prozent). Zuckerrüben, deren Anbau kontingentiert ist, weisen mit gut 22.500 Hektar eine konstante Fläche auf. Silomais (18.800 Hektar) legte im Anbau weiter zu. Dies dürfte auf den zunehmenden energetischen Einsatz von Silomais in Biogasanlagen zurückzuführen sein. Der Anbau von Kartoffeln wurde auf 8.600 Hektar eingeschränkt (minus 3,9 Prozent), da die im letzten Jahr zu erzielenden Erlöse nicht den Erwartungen der Kartoffelanbauer entsprachen.

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