28. Juli 2005

Wieder mehr Schweine in niedersächsischen Ställen

Themen: Archiv — info @ 15:07

Hannover (agrar.de) – Im Mai 2005 hielten die niedersächsischen Schweinehalter 7,84 Mio. Tiere. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik auf Grundlage der vorläufigen Ergebnisse der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände vom 3. Mai 2005 mitteilt, stieg die Zahl der Schweine am 03. Mai 2005 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent.

Vor allem die Mastschweinehalter stockten ihre Bestände kräftig auf 3,57 Mio. Tiere auf. Der Zuwachs betrug 7,7 Prozent.

Der Zunahme bei der Zahl der Ferkel um 17,5 Prozent steht eine Abnahme bei der Zahl der Jungschweine unter 50 kg Lebendgewicht um 12,4 Prozent gegenüber. Der Bestand an Ferkeln und Jungschweinen zusammen blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 3,63 Mio. Tieren.

Während die Zahl der trächtigen Sauen um 1 Prozent auf 460.000 Tiere stieg, wurden die Zuchtsauenbestände insgesamt um 3,4 Prozent auf 622.000 Tiere abgebaut.

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Thüringer Ackerland zeigt sich überwiegend in Gold- und Gelbtönen

Themen: Archiv — info @ 15:07

Erfurt (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung 2005 bestellten die Thüringer Landwirte auf über 60 Prozent der Ackerfläche Getreide. Insgesamt stehen zur diesjährigen Ernte 378.500 Hektar Getreide (einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix) im Feld. Das sind 1.700 Hektar (- 0,4 Prozent) weniger als im Jahr 2004.

Mit 221.000 Hektar steht auf knapp 60 Prozent der Getreidefläche Winterweizen. Das sind 3.000 Hektar bzw. 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Anbau von Wintergerste auf 60.400 Hektar entsprach annähernd dem Vorjahr (2004: 59.800 ha). Mit 9.100 Hektar Roggen wurden 3.000 Hektar (- 25,1 Prozent) dieser Getreideart weniger ins Feld gestellt als im Jahr 2004.

Der Anbau von Triticale (eine resistente Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) wurde um 8,6 Prozent auf 15.400 Hektar zurückgenommen.

Sommergerste wurde auf 53.200 Hektar (Vorjahr: 54.800 ha) ausgebracht und der Anbau von Sommerweizen (einschließlich Hartweizen) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rund ein Viertel auf 7.100 Hektar. Mit Hafer wurden 5.600 Hektar bestellt; 1.200 Hektar bzw. 17,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Anbau von Ölfrüchten lag mit 113.600 Hektar leicht über dem Vorjahresniveau (+ 800 ha). Allein auf 109.000 Hektar wurde Winterraps (einschließlich der vertraglich gebundenen Flächen mit nachwachsenden Rohstoffen) angebaut. Der Anbauumfang entsprach dem des Vorjahres.

Auf 13.500 Hektar stehen Hackfrüchte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 700 Hektar bzw. 5,1 Prozent. Knapp 80 Prozent der mit Hackfrüchten bestellten Fläche nimmt mit 10.600 Hektar die Zuckerrübe ein. Im Vorjahr stand diese Frucht auf 10.900 Hektar. Mit einer Anbaureduzierung um 300 Hektar nimmt der Kartoffelanbau weiter ab. In diesem Jahr wachsen die Knollen noch auf 2.500 Hektar.

Auf 19.200 Hektar reifen Hülsenfrüchte, darunter 16.200 Hektar Futtererbsen, 2.500 Hektar Ackerbohnen und knapp 400 Hektar Lupinen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 900 Hektar bzw. 4,5 Prozent weniger mit Hülsenfrüchten bestellt als vor einem Jahr.

Für die Futterversorgung stehen 65.000 Hektar an; 1.400 Hektar bzw. 2,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Silomais steht auf 38.300 Hektar (- 1.900 ha bzw. – 4,7 Prozent zum Vorjahr). Ackergras wurde auf 12.400 Hektar (+ 1.700 ha bzw. 15,5 Prozent) und Luzerne auf 6.200 Hektar (+ 300 ha bzw. 4,6 Prozent) angebaut. Der Anbau von Klee wurde um fast ein Viertel auf 5.200 Hektar ausgedehnt.

20.100 Hektar waren Brache einschließlich zur Aktivierung von Zahlungsansprüchen (Betriebsprämien) stillgelegte Flächen.

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Rheinland-Pfalz: Zahl der Vieh haltenden Betriebe geht weiter zurück

Themen: Archiv — info @ 14:07

Schweinebestand gegenüber 2004 stabil, aber weniger Rinder

Bad Ems (agrar.de) – In Rheinland-Pfalz gibt es immer weniger landwirtschaftliche Betriebe, die sich mit Rinder- oder Schweinehaltung befassen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hielten im Mai dieses Jahres noch gut 2.200 Betriebe Schweine, das waren 8 Prozent weniger als im Mai 2004. Rinder standen in knapp 6.500 Betrieben; das waren gegenüber dem Vorjahr fast 6 Prozent weniger. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Viehhaltung nur in größeren spezialisierten Einheiten wirtschaftlich erfolgreich betrieben werden kann.

Die Zahl der Tiere hat sich nicht im gleichen Ausmaß reduziert, sodass der durchschnittliche Bestand je Betrieb zunahm. Heute weist ein durchschnittlicher Schweinebestand 144 Schweine auf, elf mehr als ein Jahr zuvor. Die Rinderhalter verfügen mit 60 Tieren im Durchschnitt über zwei mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Schweine lag im Mai mit 322.400 nur unwesentlich niedriger als im Vorjahr (324.000). Der Rinderbestand fiel im gleichen Zeitraum um zwei Prozent auf 390.000 Tiere.

Die Viehhaltung ist in Rheinland-Pfalz zwar regional für die landwirtschaftlichen Betriebe von Bedeutung, beispielsweise in der Eifel. Von den bundesweiten Viehbeständen standen im Jahr 2004 jedoch nur 3 Prozent der Rinder und 1,3 Prozent der Schweine in Rheinland-Pfalz. Der rheinland-pfälzische Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands beträgt dagegen gut vier Prozent.

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Ökologischer Landbau: Zeichen weiter auf Wachstum

Themen: Archiv — info @ 13:07

Bilanz 2004: Anstieg bei Fläche und Zahl der Betriebe

Berlin (agrar.de) – Ein Wachstum um 4,6 Prozent bei der Fläche und eine Steigerung um 2,7 Prozent bei der Anzahl aller Betriebe: Der Ökologische Landbau in Deutschland hat 2004 erneut zugelegt. Insgesamt bewirtschafteten laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) vergangenes Jahr 16.600 landwirtschaftliche Betriebe nahezu 768.000 Hektar Fläche nach den Regelungen der EG-Öko-Verordnung. Damit stieg der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland von 4,3 Prozent auf 4,5 Prozent. Dies geht aus den Jahresmeldungen der Bundesländer hervor.

Trend: Erzeugung und Verarbeitung aus einer Hand

Mit einem Plus von 28 Prozent fiel das Wachstum besonders deutlich bei den Betrieben aus, die ökologisch wirtschaften und gleichzeitig ihre Erzeugnisse selbst verarbeiten. ‚Immer mehr Unternehmen reagieren flexibel auf die steigende Nachfrage und erschließen sich erfolgreich neue Tätigkeitsfelder‘, so Bundesverbraucherministerin Renate Künast. Derzeit arbeiten fast 21.000 Unternehmen im Öko-Sektor – unter anderem als Erzeuger, Verarbeiter und als Importeure.

Bayern ist das Öko-Land Nummer eins

Gemessen an der ökologisch bewirtschafteten Nutzfläche in den verschiedenen Bundesländern ist Bayern mit 132.000 Hektar Spitzenreiter vor Brandenburg (130.000 Hektar) und Mecklenburg-Vorpommern (106.000 Hektar). Verglichen mit 2003 verzeichnen Sachsen-Anhalt (17,1 Prozent), Sachsen (10,8 Prozent) und Niedersachen (9,3 Prozent) den größten Flächenzuwachs im Ökologischen Landbau. ‚Ökologisches Wirtschaften kann sich auszahlen. Vor diesem Hintergrund erscheint es unverständlich, dass einige Bundesländer die Förderung von Neuanträgen zur Umstellung von Betrieben auf ökologisches Wirtschaften ab 2005 ausgesetzt haben‘, so Renate Künast.

Links zum Thema Bio-Landbau.

Leicht gestiegener Bierabsatz im ersten Halbjahr

Themen: Bier,Handel,Lebensmittel,Statistik — info @ 13:07

Wiesbaden (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2005 wurden in Deutschland 51,9 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt, das waren 0,2 Millionen Hektoliter oder 0,3 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg der Absatz im zweiten Quartal 2005 im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres um 3,4 Prozent oder 1,0 Millionen Hektoliter, nachdem er im ersten Quartal 2005 gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres um 3,5 Prozent oder 0,8 Millionen Hektoliter gesunken war. Nicht enthalten sind der Absatz von alkoholfreien Bieren und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – waren im ersten Halbjahr 2005 mit 1,5 Millionen Hektoliter oder 3,0 Prozent am gesamten Bierabsatz beteiligt. Das ist ein Plus von 19,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2004.

44,9 Millionen Hektoliter, das sind 86,5 Prozent des gesamten Bierabsatzes im ersten Halbjahr 2005, waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsverbrauch ging um 0,3 Prozent zurück. Der steuerfreie Absatz stieg um 4,3 Prozent auf 7,0 Millionen Hektoliter: Davon gingen 5,5 Millionen Hektoliter (+ 7,3 Prozent) in die EU-Länder, 1,4 Millionen Hektoliter (– 5,8 Prozent) in Drittländer und 103.709 Hektoliter (+ 0,1 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

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Rindviehbestand in Niedersachsen nahezu konstant

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 11:07

Hannover (agrar.de) – Im Mai 2005 wurden in niedersächsischen Ställen 2,58 Mio. Rinder gezählt, das sind nur 0,2 Prozent weniger als im Vergleich des Vorjahres. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik auf Grundlage der vorläufigen Ergebnisse der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände vom 3. Mai 2005 mitteilt, bauten die Milchkuhhalter jedoch ihre Bestände weiter um 2,1 Prozent auf 728.300 Tiere ab.

Im Gegensatz dazu wurde der Bestand an Ammen- und Mutterkühen um 4,3 Prozent auf 75.500 Tiere aufgestockt. Deutlich gestiegen ist auch die Zahl der Kälber. Mit 492.300 Tieren wurden 12,6 Prozent mehr Kälber als im Vorjahresvergleich gezählt.

Weiter vom Bestandsabbau betroffen sind allerdings die weiblichen Tiere zur Zucht. Im Mai 2005 standen 459.300 weibliche Zuchtrinder in niedersächsischen Ställen, das waren 3,7 Prozent weniger als im Vergleich des Vorjahres. Auch die Zahl der weiblichen Schlachtrinder sank um 4,4 Prozent auf 60.100 Tiere.

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27. Juli 2005

Sachsen-Anhalt: Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke 2004

Themen: Archiv — info @ 14:07

Halle (agrar.de) – Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wechselten im Jahr 2004 bei 2.248 Kauffällen landwirtschaftliche Grundstücke ihren Besitzer. Dabei handelte es sich hauptsächlich um reine Flächenverkäufe. So wurde bei 2.240 Kauffällen (ohne Gebäude und ohne Inventar) eine Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung von 12.030 Hektar veräußert. Der durchschnittlich je Hektar erzielte Kaufwert lag mit 4.648 Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres (4.700 Euro je Hektar).

Die Zahl der Kauffälle sowie die veräußerte Fläche waren gegenüber dem Vorjahr angestiegen (um 13,7 bzw. 12,8 Prozent). U. a. abhängig von der Bodenqualität, d. h. von der Ertragsfähigkeit des Bodens, wurden überdurchschnittlich hohe Kaufwerte (über 9.000 Euro je Hektar) in Magdeburg, im Bördekreis und im Kreis Halberstadt erzielt. Dagegen wurde Kaufwerte unter 3.000 Euro je Hektar in den Kreisen Anhalt-Zerbst, Wittenberg, Stendal und Jerichower Land ermittelt.

Neben den Verkäufen zum Verkehrswert wurden ehemals volkseigene landwirtschaftliche Flächen preisgünstig durch die Bodenverwertung und -verwaltungs GmbH (BVVG) veräußert. Bei 230 Veräußerungsfällen wurden insgesamt 7.578 Hektar privatisiert. Der durchschnittliche Kaufwert je Hektar betrug 3.215 Euro. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt: Durchschnittliche Getreide- und Rapsernte erwartet

Themen: Archiv — info @ 09:07

Halle (agrar.de) – Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung und ersten Ertragsvorschätzungen im Rahmen der Ernte- und Betriebsberichterstattung wird in Sachsen-Anhalt mit gut 3,8 Mill. Tonnen eine durchschnittliche Getreideernte eingefahren. Das sind 12 Prozent bzw. eine halbe Mill. Tonnen weniger als bei der Rekordernte des Vorjahres. Die Spätfröste und die fehlenden Niederschläge wirken sich negativ auf die Ertragserwartungen aus, so dass die Landwirte im Durchschnitt mit gut 67 dt Getreide pro Hektar rechnen; 8 dt/ha unter dem Spitzenertrag des Vorjahres. Auf die Brotgetreidearten (Weizen, Roggen) entfallen voraussichtlich knapp 2,9 Mill. Tonnen und auf die Futtergetreidearten (Gerste, Hafer, Triticale) knapp 1,0 Mill. Tonnen. Allein 2,5 Mill. Tonnen bzw. 65 Prozent der Gesamtgetreideernte wird der Winterweizen, die in Sachsen-Anhalt dominierende und gleichzeitig ertragsstärkste Getreideart, erbringen teilt das Statistische Landesamt mit.

Für die einzelnen Getreidearten schätzen die Betriebe gute Durchschnittserträge ein. Bei Winterweizen werden nach ersten Einschätzungen 73 dt/ha (2004: 83,4 dt/ha) erwartet, das entspräche etwa dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre. Für Wintergerste, Roggen und Triticale liegen die Schätzungen mit 68 dt/ha (2004: 73,0 dt/ha), 52 dt/ha (2004: 56,5 dt/ha) und 53 dt/ha (2004: 61,0 dt/ha) ebenfalls in Höhe der durchschnittlichen Erträge von 1999 bis 2004.

Die Rapsernte (einschl. Anbau als nachwachsender Rohstoff) wird auf knapp eine halbe Mill. Tonnen geschätzt, das wären 14 Prozent weniger als im Vorjahr. Nach bisherigen Schätzungen bringt Raps in diesem Jahr im Landesmittel rd. 34 dt pro Hektar; das entspricht dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre, liegt aber um 8 dt bzw. 19 Prozent unter dem Rekordertrag von 2004.

Da diese Ergebnisse aus ersten vorläufigen Schätzungen berechnet wurden und der weitere Witterungsverlauf (Niederschlagsverteilung, Sonneneinstrahlung) bis zum Einbringen der Ernte keine Berücksichtigung findet, kann die endgültige Erntemenge an Getreide und Raps noch mehr oder minder von diesem Ergebnis abweichen. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

26. Juli 2005

Niedersachsen: Ausweitung des Weizen- und Maisanbaus 2005

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 14:07

Hannover (agrar.de) – Nach dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2005 stehen auf den 1,86 Mio. ha Ackerfläche in Niedersachsen in diesem Jahr zu 54 Prozent Getreide (inkl. Körnermais und CCM) (1,014 Mio ha). Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik mitteilt, finden sich auf den weiteren Rängen mit 18 Prozent Futterfeldfrüchte (337.900 ha), 12 Prozent Hackfrüchte (230.100 ha), 7 Prozent Ölfrüchte (121.600 ha) und 7 Prozent Brachflächen (121.500 ha).

Der Winterweizenanbau hat dem langjährigen Trend folgend weiter zugenommen. Mit 427.200 ha erreicht die Anbaufläche eine neue Höchstmarke, 2,7 Prozent über Vorjahresniveau. Alle anderen Getreidearten haben weiter an wirtschaftlicher Attraktivität verloren und weisen abnehmende Anbauflächen auf. Roggen als zweitwichtigste Brotgetreideart steht auf einer Fläche von 116.000 ha, 3,6 Prozent weniger als 2004. Der Anbau von Triticale sinkt um 4,7 Prozent auf 98.300 Tsd. ha, Wintergerste nimmt um 3,7 Prozent auf 185.500 ha ab. Den stärksten Einbruch weist Sommergerste auf. Ihre Anbaufläche geht um 18,9 Prozent auf 69.200 ha zurück, die geringste Anbaufläche seit über 40 Jahren. Die Flächenreduktion ist eine Marktreaktion auf das Überangebot an Braugerste, das zu starken Preisabschlägen geführt hat.

Deutliche Veränderungen der Anbaufläche finden sich auch bei den Futterpflanzen und bei der Stilllegungsfläche. Die Fläche für Silomais als wichtigste Futterpflanze wächst hingegen um 23.000 ha (9,2 Prozent) auf 272.800 ha und erreicht einen neuen Höchststand. Hauptgrund für den starken Zuwachs dürfte der Energieträgerbedarf einer weiter steigenden Zahl von Biogasanlagen sein.

Die Zuckerrübenanbaufläche sinkt aufgrund regelmäßig gekürzter Lieferkontingente bei gleichzeitigen Ertragssteigerungen seit Anfang der 1990er Jahre kontinuierlich. Mit einem Rückgang von 0,6 Prozent wird bei 107.200 ha ein neuer Tiefpunkt erreicht. Die Anbaufläche von Kartoffeln wird um ca. 6.200 Tsd. ha (-4,9 Prozent) auf 121.000 ha reduziert, eine Reaktion auf nicht kostendeckende Preise in der letzten Saison.

Unter den Ölfrüchten hat in Niedersachsen nur Winterraps Bedeutung. Seine Anbaufläche steigt deutlich um 14.000 ha (13,9 Prozent) auf 115.300 ha. Hier wirkt sich die steigende Nachfrage nach Rapsöl als hochwertiges Lebensmittel und Rohstoff für Biodiesel aus.

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Rheinland-Pfalz: Fast 5 Prozent mehr Winterweizen

Themen: Archiv,Biogas,Energie — info @ 11:07

Getreideernte von 1,3 Millionen Tonnen erwartet

Bad Ems (agrar.de) – Mehr als 98.000 Hektar Winterweizen sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes in diesem Sommer in Rheinland-Pfalz zu dreschen, fast 5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Letztmalig wurde eine entsprechende Fläche Mitte der 1980er Jahre angebaut. Die Berechnungen basieren auf dem vorläufigen Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung von Anfang Mai.

Winterweizen wächst damit auf 41 Prozent der Getreidefläche von insgesamt 238.000 Hektar. Die Dominanz des Winterweizens ist darauf zurückzuführen, dass er von allen Getreidearten den höchsten Einkommensbeitrag je Hektar liefert. Sommergerste, die zweitstärkste Anbaufrucht, kommt wie im Vorjahr auf knapp 71.000 Hektar. Auch die Anbaufläche von Wintergerste ist mit 33.000 Hektar unverändert geblieben. Dagegen haben die Landwirte weniger Hafer, Roggen und Triticale (eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) angebaut.

Die Getreideernte wird nach den jetzigen Schätzungen der Ernteberichterstatter knapp 1,3 Millionen Tonnen betragen und wäre damit um 14 Prozent geringer als die sehr gute Vorjahresernte. Der Durchschnitt der letzten sechs Jahre wird ebenfalls nicht erreicht. Eine wesentliche Ursache für die geringere Ernte ist die Trockenheit im Juni.

Winterraps, dessen Ernte ebenfalls bereits begonnen hat, liegt mit 32.300 Hektar leicht unter der Anbaufläche des Vorjahres (minus 1,9 Prozent). Zuckerrüben, deren Anbau kontingentiert ist, weisen mit gut 22.500 Hektar eine konstante Fläche auf. Silomais (18.800 Hektar) legte im Anbau weiter zu. Dies dürfte auf den zunehmenden energetischen Einsatz von Silomais in Biogasanlagen zurückzuführen sein. Der Anbau von Kartoffeln wurde auf 8.600 Hektar eingeschränkt (minus 3,9 Prozent), da die im letzten Jahr zu erzielenden Erlöse nicht den Erwartungen der Kartoffelanbauer entsprachen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

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