11. Mai 2005

Reine Luft sorgt für Schwefel-Mangel auf dem Acker

Themen: Archiv — info @ 13:05

Bonn (agrar.de) – Die Zeiten, da die Landwirte Schwefelmangelsymptome an ihren Kulturarten kaum vorfanden, sind lange vorbei, stellt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn fest. In früheren Jahren gelangten durch Industrie und Verkehr viele Kilogramm Schwefel in die Atmosphäre. Dieser regnete dann mit dem Niederschlag auf die Felder und Wiesen herab. Heute sorgt eine bessere Luftreinhaltung dafür, dass die Umwelt sauberer bleibt. Die Folge ist, dass die Landwirte nun wieder häufiger typische Schwefel-Mangelsymptome auf den Feldern vorfinden. Unregelmäßige helle Flecken im grünen Pflanzenbestand sind hierfür ein sicheres Zeichen.

Schwefel benötigt die Pflanze dringend zur Bildung von Eiweißen. Bei einem Mangel dieses wichtigen Nährstoffs kann es zu erheblichen Ertragsverlusten kommen. Der RLV verweist deshalb auf die Feststellung der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig, dass in diesem Jahr Schwefel-Mangelsymptome in Getreidebeständen, insbesondere in Winterweizen, festzustellen sind. Da der Schwefelmangel in Rapsbeständen leichter erkannt wird, seien unterversorgte Rapsflächen eher selten anzutreffen. Die Landwirte seien gut beraten, die auf langjährige Versuchserfahrungen basierenden Empfehlungen der FAL zu berücksichtigen und betroffenes Wintergetreide umgehend mit 20 bis 30 kg Schwefel pro Hektar zu versorgen.

Eine Düngung mache sich für den Landwirt und die Umwelt bezahlt, erklärt der RLV weiter. Wenn nicht genügend Schwefel für das Wachstum der Pflanze zur Verfügung stünde, müsste der Landwirt erhebliche Ertrags- und Qualitätsverluste in Kauf nehmen. Auch der im Boden verfügbare Stickstoff könne von der wachstumsgestörten Pflanze nicht richtig aufgenommen werden und gelange so leichter in tiefere Bodenschichten und könne das Grundwasser belasten.

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Rheinland: 548 m² Acker und Grünland pro Einwohner

Themen: Archiv — info @ 10:05

Bonn (agrar.de9 – Die landwirtschaftliche Nutzfläche im Rheinland je Einwohner hat sich in den vergangenen 50 Jahren fast halbiert. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Standen 1950 den 6,7 Mio. Rheinländern noch 765.000 ha statistisch zur Verfügung, so müssen sich heute 9,6 Mio. Rheinländer mit nur noch 526.000 ha begnügen. In fünf Jahrzehnten ging die landwirtschaftliche Nutzfläche pro Kopf somit von 1.135 m² auf nur noch 548 m² zurück.

Die landwirtschaftliche Nutzfläche je Einwohner entspricht heute der durchschnittlichen Grundstücksfläche eines Einfamilienhauses. Auf dieser kleinen Fläche müssen die Nahrungsmittelversorgung, die Freizeitansprüche in der Kulturlandschaft und die Verwertung von organischen Rückständen (zum Beispiel Kompost) weitestgehend erfüllt werden. Trotz dieses drastischen Flächenrückganges konnten die rheinischen Landwirte den Selbstversorgungsgrad bei Getreide, Kartoffeln und Zucker steigern. Rückläufig war in den vergangenen 50 Jahren hingegen die Selbstversorgung bei Obst und Gemüse.

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RLV: Schrumpfende Agrarsubventionen

Themen: Archiv — info @ 10:05

Bonn (agrar.de) – Der jüngste Subventionsbericht der Bundesregierung belegt nach Darstellung des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), dass die Landwirtschaft keineswegs der größte Subventionsempfänger ist. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren hat die Landwirtschaft überproportional zum Subventionsabbau beigetragen. Während die gesamten Zuschüsse des Bundes stagnieren, gehen die dem Agrarbereich zugeordneten Finanzmittel weiter zurück. Im Zeitraum 2000 bis 2004 sind nach Darstellung des RLV die Agrarsubventionen von 1,9 Mrd. auf 1,6 Mrd. Euro gesunken. Damit setzte sich der Trend der 90er Jahre unvermindert fort, wonach die Agrarsubventionen sowie ihr Anteil an dem Gesamtvolumen weiter stark rückläufig sind. Machten 1990 die Agrarsubventionen des Bundes mit 2,9 Mrd. Euro noch 20 Prozent an den Gesamtzuwendungen aus, seien es 2003 dagegen nur noch 7 Prozent.

Wie der RLV weiter mitteilt ist nach wie vor die gewerbliche Wirtschaft der bedeutendste Subventionsempfänger in Deutschland. Im Jahre 2004 entfielen mit 10,5 Mrd. Euro 47 Prozent der Finanzhilfen und Steuervergünstigungen des Bundes auf diesen Bereich, im Jahre 2001 waren es noch 11,5 Mrd. Euro. Als zweitgrößter Subventionsbereich erhielt das Wohnungswesen 2004 rund 29 Prozent der Finanzhilfen und der Steuervergünstigung des Bundes. Das sind 6,4 Mrd. Euro.

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10. Mai 2005

Baden-Württemberg: Anbauausdehnung bei Winterraps erwartet

Themen: Archiv — info @ 12:05

Hoher Ertrag bei Zuckerrüben

Stuttgart (agrar.de) – Bei den Landwirten im Südwesten steht der Winterraps wieder höher im Kurs. Wie sich aus den Meldungen der Berichterstatter des Statistischen Landesamtes zur Herbstaussaat ergibt, ist bei der Ölfrucht mit einer 6-prozentigen Flächenausdehnung auf 66.000 Hektar (ha) zu rechnen. Als Gründe werden die günstigen Fruchtfolgeeigenschaften und die gute Marktsituation angeführt. Die Nachfrage nach Rapsöl zur menschlichen Ernährung und nach Rapsschrot zur Eiweißversorgung der Tiere ist stetig und gut. Weitere Absatzmöglichkeiten bietet der Biodieselbereich.

Bei Winterweizen wird nicht zuletzt als Folge der ausgiebigen Herbstniederschläge gegenüber dem Vorjahr (219.000 ha) ein leichter Anbaurückgang auf rund 213.000 ha erwartet. Winterweizensaaten, die vor der Regenperiode gedrillt wurden, haben sich schön entwickelt. Danach waren die Saatbedingungen nicht mehr optimal. Mancherorts wird deshalb stattdessen eine Frühjahrsbestellung mit Sommergerste, Sommerweizen oder Hafer vorgenommen werden. Die zweite bedeutende Wintergetreideart im Land, die Wintergerste, wurde wiederum schätzungsweise auf gut 98.000 ha ausgebracht.

Die obigen Angaben müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Anbautendenzen angesehen werden. Auf breiter statistischer Basis abgesicherte Daten über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungshaupterhebung 2005, deren erste Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden.

Wie das Statistische Landesamt weiter feststellt, wurde bei Zuckerrüben im Landesmittel mit 647 Dezitonnen (dt) je ha eine herausragende Flächenleistung erzielt (1998/2003: 599 dt/ha). Die heimische Zuckerrübenproduktion beziffert sich bei einer Anbaufläche von rund 20.900 ha auf 1,35 Millionen dt gegenüber 1,57 Mill. dt im langjährigen Mittel bzw. knapp 1 Mill. dt im Vorjahr.

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09. Mai 2005

Rosen bei Blumenimporten beliebt

Themen: Archiv — info @ 10:05

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2004 nach vorläufigen Ergebnissen frische Schnittblumen im Wert von 765 Mill. Euro nach Deutschland eingeführt. Die mit Abstand meisten Blumen stammten aus den Niederlanden. Der Wert der von dort eingeführten Blumen betrug 681 Mill. Euro. Weitere bedeutende Lieferländer waren Italien (16,9 Mill. Euro), Kenia (14,6 Mill. Euro) sowie Ecuador (12,4 Mill. Euro).

Besonders beliebt waren 2004 – wie in den vorangegangenen beiden Jahren auch – Rosen. Von diesen wurden 977 Mill. Stück für 215 Mill. Euro importiert. Auch hierbei kam mit 675 Mill. Stück bzw. 174 Mill. Euro der überwiegende Teil aus den Niederlanden.

Die deutschen Zierpflanzenbetriebe produzierten im Jahr 2004 Schnittblumen auf einer Anbaufläche von rund 2 900 ha, davon 440 ha in Gewächshäusern. Die bedeutendsten Schnittblumen im Anbau sind in Deutschland Sommerblumen und Stauden (Margeriten, Astern usw.; 810 ha Anbaufläche) sowie Rosen (440 ha).

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Brandenburg: Erste Gartenbauerhebung seit elf Jahren

Themen: Archiv — info @ 10:05

Potsdam (agrar.de) – Im ersten Halbjahr 2005 wurde nach elf Jahren eine bundesweite Gartenbauerhebung durchgeführt. Nach Informationen des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik umfasste die gärtnerische Nutzfläche in Brandenburg insgesamt 11.970 Hektar (1994: 9.900 Hektar). Die Zahl der Betriebe, die sich in Brandenburg mit dem Anbau von Obst, Gemüse, Baumschulen sowie Blumen- und Zierpflanzen befassen, sank um 27 Prozent auf 801 Betriebe (1994: 1.095 Betriebe). Sie beschäftigten insgesamt fast 15.600 Arbeitskräfte (1994: 11.000).

Von der gärtnerischen Nutzfläche im Freiland wurden 6.780 Hektar für den Gemüsebau, 3.890 Hektar für den Obstbau, 1.100 Hektar für Baumschulkulturen und 90 Hektar für den Zierpflanzenanbau verwendet. 110 Hektar waren Flächen in Gewächshäusern, auf denen zu 90 Prozent Gemüse und Zierpflanzen angebaut wurden.

Territorial konzentriert sich der Gartenbau besonders in den Kreisen Potsdam-Mittelmark (36 Prozent der gärtnerischen Nutzfläche Brandenburgs), Märkisch-Oderland (17 Prozent), Teltow-Fläming (7 Prozent) sowie Havelland (6 Prozent).

678 aller mit Gartenbau befassten Betriebe (85 Prozent) erwirtschafteten mehr als die Hälfte ihrer Betriebseinnahmen aus diesem Erwerbszweig. 595 davon hatten ihren Schwerpunkt in der Erzeugung gärtnerischer Produkte. 83 Betriebe spezialisierten sich vor allem auf den Handel mit gärtnerischen Produkten oder boten gärtnerische Dienstleistungen an (Garten- und Landschaftsbau, Friedhofsgärtnerei usw.).

Von den insgesamt 15.600 Arbeitskräften im Gartenbau waren nur 4.300 über das ganze Jahr hinweg ständig beschäftigt. Fast 11.300 wurden als Saison-Arbeitskräfte weniger als drei Monate pro Jahr im Betrieb eingesetzt.

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06. Mai 2005

Sachsen: Fleischerzeugung auf neuem Tiefpunkt

Themen: Fleisch,Sachsen,Statistik,Tiere — info @ 15:05

Kamenz (agrar.de) – Von Januar bis März 2005 wurden in Sachsen knapp 14.600 Tonnen Fleisch geschlachtet. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gut 1.000 Tonnen (knapp sieben Prozent) weniger. Zugleich ist dies die geringste Fleischmenge, die seit 1990 in den ersten drei Monaten eines Jahres erzeugt wurde.

Mit 3.000 Tonnen Rindfleisch wurde das Vorjahresniveau um 500 Tonnen (14 Prozent) deutlich unterschritten. Dafür wurden 10.350 Rinder geschlachtet, 5.300 Kühe, knapp 3.450 Bullen und Ochsen und 1.600 Färsen. Knapp 1.400 Hausschlachtungen wurden gezählt. Demgegenüber erhöhten sich die Kälberschlachtungen um über zehn Prozent auf 1.155 geschlachtete Tiere, die eine Fleischmenge von 96 Tonnen erbrachten.

Mit 78 Prozent bildet Schweinefleisch den Hauptanteil an der Fleischerzeugung im I. Quartal 2005. Aus 118.100 geschlachteten Schweinen wurden rund 11.350 Tonnen Fleisch erzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 600 Tonnen (fünf Prozent) weniger. Der Anteil der hausgeschlachteten Schweine lag bei fünf Prozent (6.000 Tiere). Das durchschnittliche Schlachtschwein brachte rund 96 Kilogramm auf die Waage.

Weiterhin wurden durch die Schlachtung von 4.200 Schafen 93 Tonnen Fleisch erzeugt. Zum Vorjahr erhöhte sich die Anzahl der Schafschlachtungen um 550 Tiere (15 Prozent). Aus der Schlachtung von 97 Pferden resultieren 26 Tonnen Fleisch. Mit sechs Tonnen Fleisch sind Ziegen am Quartalsergebnis beteiligt. Beachtenswert ist, dass sich die Zahl der Ziegenschlachtungen zum Vorjahr auf über 300 verdoppelte.

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03. Mai 2005

Österreich: Anzahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe erstmals unter 200.000

Themen: Österreich,Statistik — info @ 16:05

Wien (agrar.de) – Laut der mit Stichtag 1.12.2003 von der Statistik Austria durchgeführten Agrarstrukturerhebung (Stichprobe) ging die Zahl der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe seit 1999 um 12,5% von 217.500 auf 190.400 Betriebe zurück. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Betriebsgröße von 34,9 ha auf 39,0 ha an.

Betriebe und Betriebsstruktur

Von den 190.400 landwirtschaftlichen Betrieben wurden 80.500 bzw. 42,3 Prozent im Haupterwerb und 53,7 Prozent (102.200 Betriebe) im Nebenerwerb geführt. Lediglich 7.700 Betriebe (4,0 Prozent) waren Personengemeinschaften oder befanden sich in der Hand juristischer Personen. Gründe für den Rückgang der Anzahl der Betriebe sind u.a. die Betriebsaufgabe von kleinen im Nebenerwerb geführten Einheiten, wie auch die Zusammenlegung früher getrennt geführter Teilbetriebe zu einem Hauptbetrieb. Während die Anzahl der Haupterwerbsbetriebe im Vergleich zu 1999 in etwa konstant blieb (+0,4 Prozent), verringerte sich jene der Nebenerwerbsbetriebe um 27.300 oder 21,1 Prozent.

Die österreichische Landwirtschaft ist nach wie vor kleinstrukturiert. Der Großteil der Betriebe, nämlich 115.400 bzw. 60,7 Prozent, bewirtschaftete weniger als 20 Hektar Gesamtfläche; im Jahr 1999 wurden noch 64,5 Prozent der Betriebe mit weniger als 20 Hektar ausgewiesen. Nur bei 7.400 Betrieben (3,9 Prozent) konnte eine Fläche von mehr als 100 Hektar ermittelt werden. Der Trend zu größeren Betriebseinheiten setzt sich jedoch weiter fort. Diese Entwicklung ist auch aus der Verteilung nach Größenstufen ersichtlich. In den Kategorien unter 50 Hektar war generell eine Abnahme der Betriebe festzustellen. Am stärksten zeichneten sich die Rückgänge bei den Betrieben mit weniger als 5 ha ab, wo um 12.100 (-23,1 Prozent) weniger Einheiten als 1999 ermittelt wurden. Betriebszunahmen gab es nur in den Kategorien zwischen 50 und 200 ha, wobei der stärkste Zuwachs mit 1.800 Betrieben (+13,6 Prozent) bei den Betrieben zwischen 50 und 100 ha zu verzeichnen war.

Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft

Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2003 wurden 496.600 land- und forstwirtschaftliche Arbeitskräfte ermittelt; das entspricht seit 1999 einem Rückgang von 78.500 Personen oder 13,7 Prozent. Der Großteil der in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigten (439.600 bzw. 88,5 Prozent) entfiel auf Familienangehörige, während familienfremde Arbeitskräfte nur 57.000 (11,5 Prozent) ausmachten. Als land- und forstwirtschaftliche Arbeitskräfte im Sinne dieser Erhebung zählten – unabhängig vom tatsächlichen Hauptberuf – alle Personen ab dem 16. Lebensjahr, die land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten für den Betrieb verrichteten.

Bei dieser Erhebung wurden auch wieder die mit der Betriebsleitung betrauten Personen ausgewiesen. Demnach war die Leitung der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe nach wie vor eine Domäne der Männer. Von den 190.400 Betrieben waren lediglich 62.500 (32,8 Prozent) in Frauenhänden, im Vergleich zu 1999 stieg jedoch der Anteil der Betriebsleiterinnen um 2,6 Prozent.

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Sektkonsum im Jahr 2004 auf Vorjahresniveau

Themen: Archiv — info @ 10:05

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt zum Deutschen Sekt-Tag am 7. Mai mitteilt, wurden im Jahr 2004 rund 311 Mill. Liter Sekt in Deutschland abgesetzt, ebenso viel wie im Vorjahr. Umgerechnet entspricht dies einer Menge von 415 Mill. handelsüblicher 0,75 Liter Flaschen. Der Sektabsatz wird in Deutschland durch die Schaumweinsteuerstatistik ermittelt. Sie erfasst alle zu versteuernden Schaumweinsorten, auch Obst- und Fruchtschaumweine mit einem Alkoholgehalt von weniger als 6%.

Im Zehnjahresvergleich zeigt sich ein deutlicher Rückgang beim Absatz von Sekt. Wurden im Jahr 1995 noch durchschnittlich 50 Gläser (0,1 Liter) je Einwohner mit Sekt gefüllt, waren es zehn Jahre später im Schnitt nur noch 38 Gläser Sekt.

Der Inlandsverbrauch errechnet sich aus dem versteuerten Absatz, in dem auch die Importe enthalten sind, abzüglich Schaumwein für den die Steuer erlassen bzw. erstattet wurde. Exporte sind im Inlandsverbrauch nicht enthalten.

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02. Mai 2005

Thüringen: Agrarstrukturerhebung 2005

Themen: Archiv — info @ 13:05

Erhebung in landwirtschaftlichen und Gartenbaubetrieben erstmals online

Erfurt (agrar.de) – Gegenwärtig erhalten 5.151 landwirtschaftliche und Gartenbaubetriebe Post vom Thüringer Landesamt für Statistik. Erbeten werden Antworten auf Fragen der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produktion sowie zu weiteren Strukturmerkmalen, wie Fragen zu Eigentums- und Pachtverhältnissen, Arbeitskräften, Berufsbildung, Maschinenpark und anderes mehr. Ziel der Erhebung ist die Gewinnung umfassender und aktueller Informationen über die Betriebsstruktur sowie die wirtschaftliche und soziale Situation in den landwirtschaftlichen Betrieben und im Gartenbau.

Gleichzeitig mit der Agrarstrukturerhebung 2005 wird die Gartenbauerhebung, die vom Gesetzgeber etwa alle zehn Jahre angeordnet wird, durchgeführt.

Durch die zeitgleichen Erhebungen werden die Betriebe mit Gartenbau zu gleichen Tatbeständen nur einmal befragt und somit weitgehend entlastet. Für diesen Betriebskreis ist dennoch der Umfang des Erhebungsbogens durch die gartenbauspezifischen Merkmale etwas umfangreicher.

Zur Entlastung der Betriebsleiter und Betriebsinhaber übernimmt das Thüringer Landesamt, wie bereits seit Jahren praktiziert, Angaben aus Anträgen auf Agrarförderung, die bei den Landwirtschaftsämtern eingereicht werden.

Erstmals wird dem Auskunftspflichtigen auch die Möglichkeit gegeben, ihre Daten online an das Statistische Landesamt zu senden.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

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