24. Mai 2005

vzbv und DBV fordern Verbot des Verkaufs unter Einstandspreis

Themen: Archiv — info @ 15:05

Appell an Vermittlungsausschuss

Berlin (agrar.de) – Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat muss ein wirksames Verbot des Verkaufs von Lebensmitteln unter dem Einstandspreis im Rahmen der Novellierung des Kartellgesetzes beschließen. Dies fordern der Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Prof. Dr. Edda Müller, und der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in einer gemeinsamen Erklärung. Nach der derzeitigen Gesetzeslage könne die Kontrollbehörde nur gegen mindestens drei Wochen andauernde Verkäufe unter Einstandspreis vorgehen, so dass der Lebensmitteleinzelhandel dies mit kurzfristigen Verkaufsaktionen zu Dumpingpreisen permanent unterlaufe. Dadurch entstehe für wertvolle Lebensmittel ein stetiger Druck der Preise nach unten.

Müller und Sonnleitner appellieren an den Vermittlungsausschuss, die mit der gesetzlichen Ausnahme ‚gelegentlicher‘ Verkäufe unter Einstandspreis bestehende Möglichkeit zur Umgehung des Verbotes ersatzlos zu streichen. Nur auf diesem Wege könne gegen Ramschaktionen von Supermarktketten nachhaltig vorgegangen werden.

Die Ansprüche von Verbrauchern und Landwirten an möglichst umfassende Lebensmittelsicherheit, Transparenz und hohe Qualität ließe sich nicht durch Billigstpreise realisieren. Preissenkungs- Aktionen wie zuletzt bei Milch, Butter und Fleisch seien letztendlich auch für den Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich, betonten vzbv und DBV.

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NABU legt Studie zu Integriertem Pflanzenschutz vor

Themen: Archiv — info @ 11:05

Berlin (agrar.de) – Nach Ansicht des Naturschutzbundes NABU bestehen weiterhin erhebliche Mängel bei der Praxis des Integrierten Pflanzenschutzes in Deutschland. Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag des NABU. ‚Der in die Praxis umgesetzte Integrierte Pflanzenschutz ist eine Mogelpackung. Er ist weitgehend unverbindlich, fachlich unzureichend und wird damit seiner möglichen Schlüsselrolle zur Pestizidreduktion nicht gerecht‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Ziel des Integrierten Pflanzenschutzes sei es, durch den Vorrang biologischer, pflanzenzüchterischer und anbautechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf ein Minimum zu beschränken. Trotzdem sei bis heute keine wesentliche Entlastung der Umwelt eingetreten. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bleibe auf hohem Niveau, da Richtlinien und Maßnahmen fast nur auf Freiwilligkeit basierten.

Mit der 42 Seiten umfassenden Studie will der NABU die längst überfällige Diskussion um eine Konkretisierung und Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes in Deutschland unterstützen. Zu diesem Zweck werden bestehende Richtlinien und Gesetze im In- und Ausland miteinander verglichen sowie Anforderungen und Mindestkriterien formuliert, die aus Sicht des Natur- und Umweltschutzes an den Integrierten Pflanzenschutz zu stellen sind.

Anhand von Beispielen aus anderen europäischen Ländern zeigt die Studie, wie der Pestizideinsatz verringert und gleichzeitig die biologische Vielfalt gefördert werden kann. So können kleine Flächen im Ackerbau pestizidfrei belassen werden, was dem Erhalt von Feldvogelarten wie auch der Kontrolle des Wildkrautbesatzes dient.

‚Die Botschaft der Studie ist eindeutig: Der Integrierte Pflanzenschutz muss rechtsverbindlich definiert und so umgesetzt werden, dass die Umwelt in der Praxis tatsächlich entlastet wird‘, forderte Tschimpke. Nur klare politische und finanzielle Rahmenbedingungen könnten einem weitreichend praktizierten Integrierten Pflanzenschutz den Weg ebnen. Erst dann sei es legitim und sinnvoll, den Verbraucher von der besonderen Qualität und umweltschonenden Erzeugung der Produkte zu überzeugen.

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AbL zur Zuckermarkt-Reform: Liberalisierung-Idee verschwendet Milliarden

Themen: Archiv — info @ 09:05

Hamm (agrar.de) – Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf charakterisiert die nun bekannt gewordenen neuen Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der EU-Zuckermarktordnung als ‚eindeutigen Schritt zur Liberalisierung des Zuckermarktes‘.

Doch dieser Schritt werde Milliarden an Steuer- und Bauerngelder kosten, ohne dass daraus ein Nutzen für die ländliche Entwicklung in Zuckerrohr anbauenden Entwicklungsländern oder auch in der EU entstehe. ‚Es werden Milliarden für Quotenaufkaufprogramme, Umstrukturierungshilfen und Ausgleichszahlungen eingesetzt. Das ist weggeschmissenes Geld, denn es bringt keine positiven wirtschaftlichen Effekte. Es dient allein einer Ideologie, dass Liberalisierung auch im Zuckermarkt etwas positives bewirke. Das Gegenteil wird der Fall sein. Einzige Profiteure werden Konzerne in einigen Ländern wie Brasilien sein, die auf Tausenden von Hektaren Zuckerrohr unter bedenklichen sozialen und ökologischen Bedingungen anbauen lassen. Das schafft auch in Brasilien keine stabile ländliche Wirtschaft und zerstört Entwicklungschancen von Bauern und Landarbeitern in Entwicklungsländern mit weniger rationalisierter Zuckererzeugung‘, kritisiert Graefe zu Baringdorf. In der EU werde es zudem zu einem brutalen Ausscheiden von Rübenanbau kommen.

Die AbL setzt dagegen auf eine moderate Preissenkung um 20 Prozent für Weißzucker (statt der von der Kommission geplanten 42,6 Prozent für Rüben), will dafür auf Ausgleichszahlungen an die Zuckerbauern verzichten, fordert zudem eine drastische Quoten-Reduzierung auf 75 Prozent des EU-Zuckerverbrauchs, um mit den freiwerdenden Mengen im Rahmen von Importquoten die Entwicklungsländer an der Wertschöpfung durch Zuckerverkauf in der EU beteiligen zu können. Aus dem Topf der bisherigen Exportsubventionen will die AbL Projekte der ländlichen Wirtschaftsentwicklung in Entwicklungsländern finanzieren, um dort die Entwicklungsperspektiven für die ländliche und bäuerliche Bevölkerung auch direkt zu unterstützen.

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23. Mai 2005

RLV: Existentielle Bedrohung für viele Rübenbauern

Bonn (agrar.de) – EU-Agrarkommissarin Fischer-Boel betreibe eine hemmungslose Liberalisierung des Zuckermarktes zu Lasten von über 10.000 Bauernhöfen und Arbeitsplätzen allein in Nordrhein-Westfalen, kommentiert Friedhelm Decker, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV), ein jetzt bekannt gewordenes internes Papier der EU-Agrarkommissarin Fischer-Boel. Daraus geht hervor, dass eine noch viel stärkere Senkung des Mindestpreises bei Zuckerrüben geplant werde als ursprünglich vorgesehen. Mit einer radikalen Preissenkung um 42,6 Prozent würde nun erst recht ein Kurs gefahren, der nicht nur die deutschen Bauern in massive Existenznöte treibe, sondern auch die 50 ärmsten Entwicklungsländer der Erde erheblich belaste. Gerade diese LDC-Staaten (Least-Developed-Countries) hätten die Agrarkommissarin immer wieder eindringlich um auskömmliche Zuckerpreise für ihre Exporte in die Europäische Union gebeten. Mit diesen vorgesehenen Preissenkungen werde, so Decker, nun eine Politik betrieben, welche nur multinationalen Konzernen und wenige brasilianische Großunternehmen mit großflächigem Plantagenanbau von Zuckerrohr begünstige, die heimische Wirtschaftskraft und die ärmsten Entwicklungsländer hingegen schwäche.

Die Agrarkommissarin habe sich gegenüber dem gemeinsamen Protest von Bauern, Arbeitern und Entwicklungsländern taub gestellt, so Decker weiter. Die einschneidenden Vorschläge seien darüber hinaus eine Missachtung des Willens des Europäischen Parlamentes. Dieses fordere, die Preissenkungen auf ein Mindestmaß zu beschränken. Mit dieser ‚Kopf-durch-die-Wand-Politik‘ müsse die Kommissarin spätestens im Ministerrat scheitern, so Decker. Die Bundesregierung müsse nun endlich der Agrarkommissarin ihre Unterstützung entziehen. Es sei unerträglich, dass Bundesministerin Renate Künast die Linie der Kommission stets verteidige und in der Ausgleichsfrage sogar für Verschärfungen eintrete. Sie müsse endlich ihrer Verantwortung für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Arbeitsplätze in der Zuckerindustrie gerecht werden. Dies erfordere nunmehr einen harten Gegenkurs zur Kommission. Von der Bundesregierung sei zu erwarten, dass sie sich bei der Zuckermarktordnung in gleicher Weise gegen die Kahlschlagspolitik der EU-Kommission stelle, wie sie dies bei der EU-Chemikalienrichtlinie getan habe.

Die von der EU vorgesehene Ausgleichsregelung müsse in Deutschland so ausgestaltet werden, hob der RLV-Präsident hervor, dass sie den tatsächlichen Erlöseinbußen aus Preis- und Mengenkürzungen der Rübenbauern gerecht werde und bei diesen auch wirklich ankomme. Der Ausgleich müsse dauerhaft und betriebsindividuell bis mindestens 2013 sichergestellt werden.

Im Zuckerland Nordrhein-Wesfalen hätten sich der Landtag und zahlreiche Landräte über alle Parteigrenzen hinweg klar und deutlich für eine lediglich moderate Änderung der Zuckermarktordnung ausgesprochen, erinnert der RLV-Präsident weiter. Es werde höchste Zeit, dass diese Vorstellungen in der Bundesregierung endlich Gehör fänden. Nicht nur der Sicherung von zigtausend Arbeitsplätzen auf den Bauernhöfen und in der Zuckerwirtschaft sondern auch den Belangen der 50 ärmsten Länder der Erde müsse endlich Priorität eingeräumt werden.

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DBV: Massive Einschnitte beim Rübenpreis

Themen: Förderung,Verbände,Zuckerrüben — info @ 15:05

Verband lehnt EU-Kommissionsvorschläge entschieden ab

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) lehnt die am 18.05.2005 bekannt gewordenen Pläne der EU-Kommission zur Reform der EU-Zuckermarktordnung strikt ab. Nach inoffiziellen Informationen plant die EU-Kommission bei Zucker eine Preissenkung um 39 Prozent und der Zuckerrüben-Mindestpreise um 42,6 Prozent. Diese Preissenkungen sollen begleitet werden von einem vierjährigen Restrukturierungsprogramm mit Teilkompensationen für die davon betroffenen Zuckerfabriken und Rübenbauern in Europa.

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner wies die geplanten Einschnitte ganz entschieden zurück. Hier sollen zigtausende von Arbeitsplätzen innerhalb wie außerhalb der Landwirtschaft einer verfehlten Globalisierung geopfert werden, kritisierte Sonnleitner in einer ersten Reaktion. Auch wenn man die Fortschreibung der EU-Zuckermarktordnung bis in das Wirtschaftsjahr 2014/15 positiv wertet und dem freiwilligen Restrukturierungsprogramm zustimmen könne, bleibe für die betroffenen Rübenbauern – auch unter Einrechnung des vorgesehenen Teilausgleichs – ein ganz extremer Einkommenseinbruch.

Der DBV-Präsident forderte Ministerrat und EU-Parlament auf, jetzt Flagge zu zeigen und die EU-Zuckerproduktion nicht wenigen Großunternehmen in Brasilien zu opfern. Wichtig sei es, den Rübenbauern und der Zuckerwirtschaft eine tatsächliche Perspektive im Markt zu erhalten – und nicht nur eine vage Option auf das Prinzip Hoffnung.

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Fleischaufkommen in Rheinland-Pfalz gestiegen

Themen: Archiv — info @ 12:05

Mehr Schlachtvieh aus dem Ausland

Bad Ems (agrar.de) – Das Fleischaufkommen aus Schlachtungen in Rheinland-Pfalz steigt wieder. Die gesamte Schlachtmenge des Jahres 2004 belief sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf 131.400 Tonnen, das waren 5.000 Tonnen mehr als im Jahr zuvor (plus 4 Prozent). 2003 war das Jahr, das mit 126.400 Tonnen den vorläufigen Tiefpunkt einer seit 1991 rückläufigen Entwicklung der Schlachtungen in Rheinland-Pfalz markierte. Seinerzeit hatte die Schlachtmenge bei 184.000 Tonnen gelegen.

Fast drei Viertel der Menge waren Schweinefleisch (73,4 Prozent), 25,8 Prozent Rind- und Kalbfleisch. Hammelfleisch (0,7 Prozent) und Pferdefleisch (0,1 Prozent) spielten eine sehr geringe Rolle, Geflügel verarbeitende Schlachtbetriebe gibt es in Rheinland-Pfalz nicht. Der rheinland-pfälzische Anteil des Fleischaufkommens an der deutschen Erzeugung liegt bei vergleichsweise geringen 2,3 Prozent.

Immer mehr der zuletzt 1,2 Millionen Schlachttiere kommen aus dem Ausland: Ihr Anteil hat sich seit 2001 auf 18,1 Prozent vervierfacht. Das liegt hauptsächlich daran, dass von Jahr zu Jahr mehr Schlachtschweine importiert werden; im Jahr 2004 waren es 220.000 Tiere (20,8 Prozent). Bei Rindern (Auslandsanteil 1,1 Prozent) wird dagegen fast nur auf Vieh aus inländischen Beständen zurückgegriffen. Zentren der Fleischerzeugung sind die Kreise Bernkastel-Wittlich und Bitburg-Prüm, wo im vergangenen Jahr 59 Prozent der Schweine und 42 Prozent der Rinder geschlachtet wurden. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

20. Mai 2005

DBV: Rabatt bei Nachbaugebühren nutzen

Themen: Archiv — info @ 14:05

Bis zu 25 Prozent bei Teilnahme an der Rahmenregelung

Berlin/Bonn (agrar.de) – Die Unterlagen zur Nachbauerklärung für das Anbaujahr Herbst 2004/Frühjahr 2005 werden ab Mitte Mai 2005 von der Saatgut-Treuhandverwaltung GmbH versandt. In der Ausgestaltung der Rahmenregelung ist es dem Deutschen Bauernverband (DBV) nach eigener Mitteilung gelungen, das Landwirte, die ihre Erklärung im Rahmen einer so genannten Expressfrist abgeben, zusätzlich bis zu 25 Prozent bei den Nachbaugebühren einsparen können. In diesem Jahr endet diese Frist am 18.7.2005.

Gegenüber den anderen Verfahren der Nachbauerklärung ist die Rahmenregelung mit weniger Angaben verbunden. So kann auf die Angabe der Aufbereiter verzichtet werden. Landwirte, die einen Z-Saatgutwechsel bei Getreide und Grobleguminosen von über 60 Prozent betreiben, sind gänzlich von der Nachbaugebühr befreit und können im Rahmen eines einfachen Verfahrens ihre Nachbauerklärung abwickeln. Dies gilt auch für Kartoffelanbauer, die einen ebenso hohen Z-Saatgutwechsel vollziehen, wenn das gesamte Nachbaupflanzgut auf Quarantänekrankheiten untersucht wurde.

Die Angaben zum Nachbau können auch per Internet eingereicht werden. Landwirte mit einem Saatgutwechsel über 80 Prozent kommen bei Teilnahme an der Rahmenregelung Saat- und Pflanzgut weiterhin in den Genuss eines Z-Lizenzgebührenrabatts und können diesen ebenfalls im Internet oder mittels Faxabruf unter 0180–505505700 beantragen.

Links zum Thema Nachbau und Sortenschutz, Links zum Thema %url2%Verbände%/%.

In NRW wird viel gemeckert

Themen: Archiv — info @ 14:05

Bonn (agrar.de) – Auf den Weiden und in den Ställen in Nordrhein-Westfalen wird viel gemeckert, denn dieses Bundesland ist ein Ziegenland. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn hin. Am meisten wird im Landesteil Westfalen-Lippe gemeckert. Nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, werden knapp 10.000 Ziegen 16 verschiedener Rassen in Nordrhein-Westfalen gehalten. Etwa 15 Prozent der Tiere sind in den Zuchtbüchern eingetragen.

Herdbuchzüchter versorgen die übrigen Ziegenhalter mit qualitativ hochwertigen Zuchttieren. Der Landesverband Westfälisch-Lippischer Ziegenzüchter hat 129 Mitglieder; der rheinische Verband zählt 74 Mitglieder. Im Rheinland werden etwa 350 Ziegen und 62 Böcke, in Westfalen-Lippe 1.210 Ziegen und 111 Böcke gehalten.

In Nordrhein-Westfalen gibt es ein breites Rassespektrum. An erster Stelle steht die Weiße Deutsche Edelziege, gefolgt von der Bunten Deutschen Edelziege und den Buren-Ziegen. Weitere Rassen sind zum Beispiel Toggenburger, Anglo-Nubier, Thüringer Waldziege, Walliser Schwarzhalsziege, Zwergziegen und Pfauenziegen.

Ziegen geben auch Milch. Spitzenreiter waren im letzten Jahr die Toggenburger mit 925 kg, gefolgt von den Weißen Deutschen Edelziegen mit 886 kg und den Bunten Deutschen Edelziegen mit 752 kg. Die Milch wird zu fast 100 Prozent direkt vermarktet – als Frischmilch oder zu Ziegenkäse verarbeitet.

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Bayern: Milcherzeugung 2004 leicht unter Vorjahresniveau

Themen: Archiv — info @ 12:05

Schwabens Kühe am produktivsten

München (agrar.de) – In Bayern wurden im Jahr 2004 mit 7,51 Millionen Tonnen 2,3 Prozent weniger Milch erzeugt als im Vorjahr (7,68 Millionen Tonnen), stellte das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung fest. Aus den aggregierten monatlichen Ergebnissen der durch das Agrarstatistikgesetz bundesweit angeordneten Erhebung über die Milcherzeugung und -verwendung ergibt sich weiter, dass von der Gesamtmenge 6,99 Millionen Tonnen Milch (93,0 Prozent) an Molkereien geliefert wurden – gegenüber dem Vorjahr rund 128.300 Tonnen bzw. 1,8 Prozent weniger.

Nahezu 524.800 Tonnen verwendeten die Milchkuhhalter in ihren Betrieben, und zwar hauptsächlich zur Verfütterung (452.100 Tonnen); der Rest wurde im Haushalt frisch verbraucht (46.300 Tonnen) oder zu Butter, Quark und Käse verarbeitet (6.500 Tonnen) sowie ab Hof an Verbraucher verkauft (19.800 Tonnen). Bei 1,29 Millionen Milchkühen errechnet sich für 2004 eine jährliche durchschnittliche Milchleistung von 5.814 Kilogramm je Kuh (2003: 5.792 Kilogramm Milch je Kuh). Die ’schwäbischen‘, ‚unter-‚ und ‚mittelfränkischen‘ Kühe überboten diese Durchschnittsleistung mit 6.190, 6.001 und 5.905 Kilogramm.

Rund drei Zehntel der Milch (29,4 Prozent) wurden in Oberbayern erzeugt und ein Viertel (25,5 Prozent) in Schwaben, gefolgt von Niederbayern (12,7 Prozent), der Oberpfalz (12,5 Prozent) sowie Mittel-, Ober- und Unterfranken (9,2 und 7,5 sowie 3,1 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Bayern.

19. Mai 2005

Fleischerzeugung in Bayern 2004 gesunken

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 12:05

Vor allem Schweinefleisch weniger gefragt

München (agrar.de) – Das im Jahr 2004 aus gewerblichen Schlachtungen und Hausschlachtungen von Tieren in- und ausländischer Herkunft stammende Schlachtaufkommen (einschl. Geflügelfleisch) in Bayern lag mit 924.000 Tonnen mengenmäßig um 3,4 Prozent unter dem des Vorjahres (956.000 Tonnen).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen von dieser Schlachtmenge 473.600 Tonnen auf Schweinefleisch (– 5,0 Prozent), 351.500 Tonnen auf Rindfleisch (– 2,7 Prozent), 4.500 Tonnen auf Kalbfleisch (+ 4,6 Prozent) sowie 2.900 Tonnen auf Schaf-, Ziegen- und Pferdefleisch (+ 2,3 Prozent).+

Die Geflügelschlachtereien steigerten ihre Produktion im Jahr 2004 um 2,4 Prozent auf 91.400 Tonnen Geflügelfleisch (Jahr 2003: 89.300 Tonnen).

Diese aus den bundesweit aufgrund des Agrarstatistikgesetzes durchgeführten Statistiken über Schlachtungen und Schlachtgewichte sowie Geflügelschlachtungen stammenden Angaben umfassen nur das Schlachtaufkommen aus Schlachtungen von Tieren, deren Fleisch für den menschlichen Verzehr geeignet ist.

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