30. Mai 2005

Österreich: Anzahl der Betriebe und Flächen im Gartenbau rückläufig

Themen: Österreich,Statistik — info @ 11:05

Wien (agrar.de) – Laut der mit Stichtag 1. Juli 2004 von der Statistik Austria durchgeführten Gartenbauerhebung reduzierte sich die gärtnerisch genutzte Fläche gegenüber der zuletzt im Jahr 1998 durchgeführten Erhebung um 20 Prozent von 2.727 ha auf 2.171 ha. Gleichzeitig kam es auch bei der Anzahl der Betriebe zu einem Rückgang um 24 Prozent auf aktuell 1.444 Betriebe (1998: 1.897) und auch die Anzahl der Arbeitskräfte in den Gärtnereien sank um 13 Prozent auf nunmehr 9.742 Beschäftigte (1998: 11.141).

Fläche, Betriebe und Produktionsrichtung

Betrachtet man die Verteilung der gärtnerisch genutzten Fläche in den einzelnen Bundesländern, so findet man die größten Flächenanteile in Wien mit 569 ha (26 Prozent), knapp gefolgt von Niederösterreich mit 546 ha (25 Prozent) und Oberösterreich mit 500 ha (23 Prozent). Während im Burgenland die gärtnerische Fläche (+23 ha) zunahm, gingen die Flächen in allen anderen Bundesländern zurück.

Dem allgemeinen Trend folgend, reduzierte sich auch die Fläche unter Glas, Folie, u.a. von 442 ha im Jahr 1998 auf 418 ha (-5 Prozent). Trotz des allgemeinen Rückganges konnten in einzelnen Bundesländern, wie dem Burgenland und Wien, Zunahmen von 5 ha bzw. 4 ha verzeichnet werden.

Starke Rückgänge mussten bei den Freilandflächen hingenommen werden; -23 Prozent gegenüber 1998, wobei für diesen Rückgang vor allem die Bundesländer Oberösterreich und Wien mit einem Minus von jeweils rund 24 Prozent an Flächen verantwortlich zeichneten.

Nach wie vor eher klein strukturiert präsentiert sich der Gartenbau auch 2004. So bewirtschafteten rund 1.052 Betriebe eine Fläche unter 1 ha während es im Jahr 1998 noch 1.365 Betriebe waren. Prozentuell waren mit -13 Prozent bzw. -17 Prozent die geringsten Rückgänge an Betrieben in den Größenstufen nach der gärtnerischen Nutzfläche von 0,25 bis unter 0,5 ha bzw. mehr als 5 ha zu verzeichnen, während die stärkste Abnahme in der Größenstufe von 3 bis unter 5 ha (-41 Prozent) festgestellt wurde.

Wie auch schon bei der Erhebung im Jahr 1998 betrug bei den meisten Betrieben (855) die überwiegende Produktionsrichtung ‚Blumen- und Zierpflanzen‘, mit einem Flächenanteil von 431 ha (rund 20 Prozent an der Gesamtfläche), gefolgt von der Produktionsrichtung Gemüse (364 Betriebe; mit einem Anteil von rund 29 Prozent an der Gesamtfläche) und Baumschulen (225 Betriebe; mit einem Anteil von rund 51 Prozent an der Gesamtfläche). Der stärkste Rückgang an Fläche wurde bei den Baumschulen (-23 Prozent) verzeichnet, während die Anzahl der Betriebe vor allem bei den Blumen und Zierpflanzen (-19 Prozent) verzeichnet wurde.

Familieneigene und Familienfremde Arbeitskräfte

Die Reduzierung der Arbeitskräfte (insgesamt) im Vergleich zu 1998 (-13 Prozent) ist unter Anderem auch auf die Schließung vieler Gärtnereien zurückzuführen, wobei mit -25 Prozent die familieneigenen Arbeitskräfte stärker betroffen waren als die familienfremden Arbeitskräfte (-7 Prozent). Der geringere Verlust an familienfremden Arbeitskräften kann auch darauf zurückgeführt werden, dass z.B. arbeitsintensivere Kulturen angepflanzt wurden und dadurch vermehrt familienfremde Arbeitskräfte zum Einsatz kamen.

Der Durchschnitt der in einem Gartenbaubetrieb beschäftigten familienfremden Arbeitskräfte erhöhte sich somit von 3,9 (1998) auf 4,8 Arbeitskräfte im Jahr 2004.

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