15. April 2005

Milcherzeugung 2004 in Sachsen leicht gesunken

Themen: Archiv — info @ 11:04

Kamenz (agrar.de) – 2004 wurden in Sachsen 1,55 Millionen Tonnen Milch von 202.564 Milchkühen produziert. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Milchleistung je Kuh von 7.652 Kilogramm wurde ein Tagesdurch­schnitt von 20,9 Kilogramm erreicht. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde damit das Vor­jahresergebnis (7.682 Kilogramm) um 30 Kilogramm (0,4 Prozent) verfehlt. Der durchschnittliche Milchkuhbestand verringerte sich zum Vorjahr um weitere 2.004 Milchkühe. Damit setzte sich der seit 1997 anhaltende Bestandsabbau in der sächsischen Milchkuhhaltung auch 2004 fort.

Mit 1,55 Millionen Tonnen Milch wurden 2004 rund 21.600 Tonnen (1,4 Prozent) weniger als im Vorjahr erzeugt. Den überwiegenden Teil der erzeugten Milch (1,51 Millionen Tonnen) verkauften die Erzeugerbetriebe an Molkereien. 35.000 Tonnen (2,3 Prozent) kamen als Futtermilch in den landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz. Gut 1.550 Tonnen Milch setzten die Betriebe über die Direktvermarktung ab. Weitere 155 Tonnen kamen in den Haushalten der Landwirte frisch zum Verbrauch bzw. wurden in diesen zu Landbutter und -käse verarbeitet.

Der überwiegende Teil (88 Prozent) der sächsischen Rohmilch (1,34 Millionen Tonnen) wurde an sächsische Molkereien geliefert. Rund 90.600 Tonnen (sechs Prozent) verkauften die Erzeuger nach Sachsen-Anhalt und 66.400 Tonnen (vier Prozent) nach Bayern. Weitere 16.500 Tonnen Milch gingen nach Brandenburg, 1.400 Tonnen nach Thüringen und knapp 500 Tonnen nach Mecklen­burg-Vorpommern.

Mit 683.700 Tonnen kommen rund 44 Prozent der Milch aus dem Regierungsbezirk Chemnitz. Weitere 562.000 Tonnen (36 Prozent) werden im Regierungsbezirk Dresden und 304.200 Tonnen (20 Prozent) im Regierungsbezirk Leipzig erzeugt. Unter den Landkreisen ist Freiberg mit 136.600 Tonnen Spitzenreiter gefolgt vom Vogtlandkreis mit 122.000 Tonnen.

Die sächsischen Kühe erreichten 2003 mit 7.682 Kilogramm die höchste Milchleistung unter den Bundesländern, gefolgt von Brandenburg mit 7.582 und Mecklenburg-Vorpommern mit 7.505 Kilogramm. Für Deutschland wurde eine durchschnittliche Jahresleistung von 6.537 Kilogramm ausgewiesen. Vergleichszahlen für 2004 stehen noch nicht zur Verfügung. Der sächsische Anteil an der gesamtdeutschen Milcherzeugung belief sich in den letzten vier Jahren (2000 bis 2003) auf knapp 5,5 Prozent

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

14. April 2005

Milcherzeuger müssen sich wieder auf Superabgabe einstellen

Themen: Archiv,Milch — info @ 16:04

Hannover (agrar.de) – Die deutschen Milcherzeuger müssen nicht nur mit unbefriedigenden Auszahlungspreisen leben, sondern sich für das gerade abgelaufene Milchgarantiemengenjahr (1.4. bis 31.3.) auch wieder auf eine deftige Superabgabe einstellen. Nach ersten noch vorläufigen Berechnungen des niedersächsischen Landvolk-Verbandes wurden bis zum 31.März schätzungsweise 27,12 Mio. t Milch von deutschen Milcherzeugern an die Verarbeitungsunternehmen geliefert. Das sind zwar 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr, nach Berechnung der Fettkorrektur aber rund 1,3 Prozent mehr als nach dem Quotenlimit zulässig.

Nach einem sehr verhaltenen Start in das gerade abgelaufene Garantiemengenjahr stieg in der zweiten Hälfte die Milchanlieferung kontinuierlich an und beschert den Milcherzeugern nun wieder eine deftige Superabgabe. Sie könnte nach ersten Schätzungen die Summe von 110 bis 125 Mio. Euro erreichen und damit knapp unter der im Vorjahr gezahlten Rekordabgabe in Höhe von 130 Mio. Euro liegen. Die exakte Höhe wird vom Hauptzollamt jetzt ermittelt und im Juni mit der endgültigen Quotenbilanz veröffentlicht.

Links zum Thema Milchquoten und -börsen.

DBV: Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe stärken

Themen: Archiv,Kraftstoffe — info @ 14:04

Verband fordert stärkere Berücksichtigung der Pflanzenbauforschung

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Initiative der Regierungsfraktion, die Forschung und Entwicklungsförderung bei nachwachsenden Rohstoffen ressortübergreifend abzustimmen und effizienter zu gestalten. Doppelforschung müsse in Zeiten knapper Haushalte vermieden und die Produktlinienentwicklung forciert werden. Außerdem müssten den jeweiligen Forschungskonzepten klare Verwendungsziele zu Grunde liegen, damit nachwachsende Rohstoffe möglichst zeitnah den Marktzugang finden.

Im Sinne der Innovationsstrategie der Bundesregierung setzt sich daher der DBV für eine Weiterentwicklung und Stärkung der Pflanzenbauforschung neben der Pflanzenzüchtung ein. Der DBV stellt fest, dass der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen und Energiepflanzen neben der Nahrungsmittelproduktion die Möglichkeit bietet, die Kulturartenvielfalt zu erweitern und gleichzeitig neue und standortangepasste Fruchtfolgesyteme zu entwickeln. Dennoch würde sowohl auf Bundes- als auch Länderebene dieser Forsch ungsbereich kontinuierlich zurückgefahren und folglich würden auch regionale praxisnahe Feldversuche als Grundlage für die Anbauberatung erheblich eingeschränkt. Der DBV fordert die Bundesregierung auf, sich an dieser Stelle für eine Trendumkehr einzusetzen und der Pflanzenbauforschung im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie den angemessenen Stellenwert zu geben.

Gleichzeitig macht sich der Bauernverband für eine analoge Initiative im Bereich der Biokraftstoffe stark. Auf Basis der Strategie der Bundesregierung ‚alternative Kraftstoffe und innovative Antriebe‘ müsse eine Innovationsstrategie für Biokraftstoffe entwickelt werden. So kämen angesichts der vorgegebenen emissionsrechtlichen Anforderungen für Kraftfahrzeuge große Herausforderungen auf Forschung und Entwicklung zu. Eine systematische Kraftstoffforschung sei jedoch bisher nicht erkennbar, stellte der DBV fest. Stattdessen werde bei Biodiesel, Rapsölkraftstoff und Bioethanol die wichtige öffentliche Forschungsbegleitung bei der Markteinführung dieser Alternativkraftstoffe vernachlässigt. Der DBV erinnert an die Feststellung der Bundesregierung, dass vorläufig nur mit Pflanzenölkraftstoffen und Bioethanol die von der EU-Kommission vorgegebenen Mengenziele für Alternativkraftstoffe im Kraftstoffmarkt erreicht werden können. Außerdem haben die auf hohem Niveau galoppierenden Rohölpreise bereits merklich das internationale Interesse an deutscher Anlagentechnologie für die Herstellung von Biokraftstoffen steigen lassen, betont der DBV.

Links zum Thema Verbände.

Niedersachsen: Landwirtschaftliche Betriebe werden immer größer

Themen: Archiv — info @ 13:04

Anzahl der Betriebe mit über 100 Hektar steigt – 5.500 Höfe haben aufgegeben

Hannover (agrar.de) – ‚Wachsen oder weichen‘ – nach diesem Grundsatz hat sich die landwirtschaftliche Betriebsstruktur in Niedersachsen über Jahre entwickelt. Im Jahr 2003 bewirtschafteten gerade noch 57.588 Landwirte ihren Hof, zwei Jahre zuvor waren es noch 63.102. Das entspricht einem Minus von rund 5.500 Betrieben. Auf der anderen Seite ist die Anzahl der Betriebe mit mehr als 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche um rund 500 auf 6.369 Betriebe angestiegen. Nach Informationen des Landvolk-Pressedienstes bewirtschaften davon 1.012 niedersächsische Landwirte sogar Betriebe mit einer Größe von über 200 Hektar. Von 2001 zu 2003 bedeutet dies einen Anstieg um 112 Höfe. Die durchschnittliche Betriebsgröße ist dadurch von 42 Hektar im Jahr 2001 auf 45 Hektar im Jahr 2003 angestiegen. Mit 23.519 Höfen nahmen die Futterbaubetriebe vor den Ackerbaubetrieben mit 13.466 und den Pflanzenbau-Viehhal-tungsbetrieben mit 8.353 den Löwenanteil der landwirtschaftlichen Betriebe ein.

In der Viehhaltung schreitet der Strukturwandel ebenfalls weiter voran. Die Anzahl der Rinder ist in dem obengenannten Zeitraum um knapp 90.000 auf gut drei Millionen Tiere in Niedersachsens Ställen gesunken. 3.551 Betriebe haben von 2001 bis 2003 ihre Rindviehhaltung aufgegeben, davon waren mit 1.687 fast die Hälfte Milchviehhalter. Die durchschnittliche Anzahl der Milchkühe pro Betrieb ist dabei um drei Tiere auf 43 angestiegen Auch in der Schweinehaltung zeichnen sich immer größere Bestände ab. Trotz der Verringerung der Betriebe von 20.537 auf 18.323, stieg die Anzahl der Schweine von 2001 bis 2003 um 293.319 auf fast acht Millionen Tiere an. Durchschnittlich hält also jeder Betrieb um die 425 Schweine. Davon leben in den Mastbetrieben durchschnittlich 249 Mastschweine und in den Zuchtbetrieben durchschnittlich 77 Zuchtsauen und ihre Ferkel.

Die Anzahl der hühnerhaltenden Betriebe ist von 2001 bis 2003 von 12.254 auf 10.025 gesunken. Trotz der Verringerung der Hühnerzahl um knapp 850.000 Stück stieg die durchschnittliche Bestandsgröße von etwa 4.000 auf 4.800 an. Bei den Legehennen stieg die Anzahl der Tiere pro Betrieb im Vergleichszeitraum von 1.311 auf 1.521 an. Auch die Schafhaltung wurde in 564 Betriebe aufgegeben. Die Anzahl der Tiere in niedersächsischen Herden verringerte sich dadurch um 9.378 auf 262.709 Schafe. Im Jahr 2001 haben 14.482 landwirtschaftliche Betriebe 98.636 Pferde gehalten. Auch diese Anzahl ist um rund 1.200 zurückgegangen. Insgesamt wurden im Jahr 2003 in Niedersachsen nur noch 95.149 Pferde gehalten.

Links zum Thema Verbände, Links zum Bundesland Niedersachsen.

08. April 2005

Mecklenburg-Vorpommern: Milchleistung zum zehnten Mal über Vorjahresergebnis

Themen: Archiv — info @ 16:04

Schwerin (agrar.de) – Die Landwirtschaftsbetriebe Mecklenburg-Vorpommerns erzeugten im Jahr 2004 insgesamt 1,377 Millionen Tonnen Milch. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes übertraf die durchschnittliche Milchleistung je Kuh zum zehnten Mal in Folge das Ergebnis des jeweiligen Vorjahres. Damit stieg sie auf bisher noch nie erreichte 7.625 Kilogramm (2003: 7.505 Kilogramm; Bundesdurchschnitt: 6.537 Kilogramm). Bei der Gesamterzeugung von Milch in Deutschland hat Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von 4,8 Prozent, bei der Anzahl der Milchkühe von 4,1 Prozent (Anteil Dauergrünland 2003: 5,5 Prozent).

Im Vergleich der Bundesländer nimmt Mecklenburg-Vorpommern in der Milchleistung je Kuh einen vorderen Platz ein. Seit 1994 (5.033 Kilogramm) konnte diese um 51 Prozent gesteigert werden, im Bundesdurchschnitt (Zeitraum bis 2003) um 24 Prozent. Auf ähnlich hohem Niveau, bei 7.500 Kilogramm Milch je Kuh, lagen 2003 auch die anderen neuen Länder.

Von der im Jahr 2004 ermolkenen Milchmenge verkauften die Landwirtschaftsbetriebe 1,352 Millionen Tonnen (98,2 Prozent) an Molkereien und Händler. 24.100 Tonnen (1,7 Prozent) wurden zumeist in der Kälberaufzucht verfüttert; landesweit nur 647 Tonnen (weniger als 0,1 Prozent der Gesamterzeugung) verarbeiteten die Milchkuhbetriebe selbst oder vermarkteten sie direkt.

Die zwölf Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern kauften 89 Prozent der im Land erzeugten und von den Landwirtschaftsbetrieben gelieferten Milch auf (1,203 Millionen Tonnen; Vorjahr: 1,188 Millionen Tonnen). 11 Prozent der Milch (149.300 Tonnen) gingen an Molkereien oder Händler in anderen Bundesländern (Brandenburg: 53 Prozent; Rheinland-Pfalz: 32 Prozent; Schleswig-Holstein: 12 Prozent; Niedersachsen und Sachsen zusammen: 3 Prozent).

Andererseits bezogen die hiesigen Molkereien insgesamt 521.600 Tonnen Milch aus anderen Bundesländern (Vorjahr: 422.200 Tonnen), vor allem aus Schleswig-Holstein (69 Prozent dieser Menge), aber auch aus Brandenburg (21 Prozent), Sachsen-Anhalt (4 Prozent), Niedersachsen (4 Prozent), Thüringen und Sachsen (zusammen 2 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

04. April 2005

Thüringer Kühe geben immer mehr Milch

Themen: Archiv — info @ 11:04

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2004 wurden in den Thüringer Landwirtschaftsbetrieben durchschnittlich 123.505 Milchkühe gehalten. Der Bestand an Milchkühen entwickelt sich nach den Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik weiter rückläufig. Im vergangenen Jahr nahm der durchschnittliche Milchkuhbestand um weitere 2.300 Tiere bzw. 1,8 Prozent ab. Dadurch sank die Milcherzeugung um 1.900 Tonnen bzw. 0,2 Prozent auf 925.418 Tonnen. Je Kuh wurde eine Bruttoleistung von 7.493 kg Milch erzielt. Damit hielt der Trend zu höherer Milchleistung weiter an. Gegenüber dem Jahr 2003 stieg die Leistung je Tier um 123 Kilogramm. Umgerechnet auf eine Tagesleistung gaben die Thüringer Milchkühe im Jahr 2004 durchschnittlich 20,5 kg Milch (2003: 20,2 kg/Kuh; 1991: 12,2 kg/Kuh).

Langfristig betrachtet, gab es in Thüringen im abgelaufenen Kalenderjahr rund 92.900 Milchkühe (43 Prozent) weniger als im Jahr 1991. Durch den Anstieg der Milchleistung in diesem Zeitraum um 3.058 kg je Tier (+ 69 Prozent) wurde die Milchproduktion des Jahres 1991 jedoch nur um rund 4 Prozent unterschritten. Zwischen 1991 und 2004 stieg die Milchleistung jährlich um 4,1 Prozent und der Tierbestand nahm um 4,2 Prozent ab.

Von den erzeugten 925.418 Tonnen Milch wurden im vergangenen Jahr 901.225 Tonnen bzw. 97 Prozent an Molkereien geliefert. Die Thüringer Molkereien kauften 435.513 Tonnen bzw. 48 Prozent der in Thüringen produzierten Milch auf. Im Jahr 2003 wurden 49 Prozent an heimische Unternehmen geliefert.

Über die Landesgrenzen lieferten die Thüringer Milchbauern 465.712 Tonnen (2003: 458.595 Tonnen). Größte Abnehmer waren mit 221.770 Tonnen die Molkereien in Bayern. Fast ein Viertel der an Molkereien gelieferten Rohmilch ging in dieses Bundesland. 76.808 Tonnen bzw. 9 Prozent gingen an Molkereien in Hessen. Weitere Aufkäufer waren Molkereien in Sachsen-Anhalt mit 59.716 Tonnen, in Sachsen mit 48.320 Tonnen, in Nordrhein-Westfalen mit 28.008 Tonnen, in Rheinland-Pfalz mit 13.997 Tonnen, in Mecklenburg-Vorpommern mit 9.872 Tonnen, in Niedersachsen mit 5.521 Tonnen und in Brandenburg mit 1.700 Tonnen.

Im Gegenzug dazu kauften Thüringer Molkereien im vergangenen Jahr 16.459 Tonnen Rohmilch von Erzeugern aus den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt (2003: 24.134 Tonnen) auf.

Die Thüringer Molkereien verarbeiteten somit insgesamt 451.972 Tonnen Rohmilch zu Trinkmilch, Butter, Käse und weiteren Milcherzeugnissen (2003: 469.012 Tonnen).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

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