14. April 2005

Milcherzeuger müssen sich wieder auf Superabgabe einstellen

Themen: Archiv,Milch — info @ 16:04

Hannover (agrar.de) – Die deutschen Milcherzeuger müssen nicht nur mit unbefriedigenden Auszahlungspreisen leben, sondern sich für das gerade abgelaufene Milchgarantiemengenjahr (1.4. bis 31.3.) auch wieder auf eine deftige Superabgabe einstellen. Nach ersten noch vorläufigen Berechnungen des niedersächsischen Landvolk-Verbandes wurden bis zum 31.März schätzungsweise 27,12 Mio. t Milch von deutschen Milcherzeugern an die Verarbeitungsunternehmen geliefert. Das sind zwar 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr, nach Berechnung der Fettkorrektur aber rund 1,3 Prozent mehr als nach dem Quotenlimit zulässig.

Nach einem sehr verhaltenen Start in das gerade abgelaufene Garantiemengenjahr stieg in der zweiten Hälfte die Milchanlieferung kontinuierlich an und beschert den Milcherzeugern nun wieder eine deftige Superabgabe. Sie könnte nach ersten Schätzungen die Summe von 110 bis 125 Mio. Euro erreichen und damit knapp unter der im Vorjahr gezahlten Rekordabgabe in Höhe von 130 Mio. Euro liegen. Die exakte Höhe wird vom Hauptzollamt jetzt ermittelt und im Juni mit der endgültigen Quotenbilanz veröffentlicht.

Links zum Thema Milchquoten und -börsen.




   (c)1997-2017 @grar.de