08. April 2005

Mecklenburg-Vorpommern: Milchleistung zum zehnten Mal über Vorjahresergebnis

Themen: Archiv — info @ 16:04

Schwerin (agrar.de) – Die Landwirtschaftsbetriebe Mecklenburg-Vorpommerns erzeugten im Jahr 2004 insgesamt 1,377 Millionen Tonnen Milch. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes übertraf die durchschnittliche Milchleistung je Kuh zum zehnten Mal in Folge das Ergebnis des jeweiligen Vorjahres. Damit stieg sie auf bisher noch nie erreichte 7.625 Kilogramm (2003: 7.505 Kilogramm; Bundesdurchschnitt: 6.537 Kilogramm). Bei der Gesamterzeugung von Milch in Deutschland hat Mecklenburg-Vorpommern einen Anteil von 4,8 Prozent, bei der Anzahl der Milchkühe von 4,1 Prozent (Anteil Dauergrünland 2003: 5,5 Prozent).

Im Vergleich der Bundesländer nimmt Mecklenburg-Vorpommern in der Milchleistung je Kuh einen vorderen Platz ein. Seit 1994 (5.033 Kilogramm) konnte diese um 51 Prozent gesteigert werden, im Bundesdurchschnitt (Zeitraum bis 2003) um 24 Prozent. Auf ähnlich hohem Niveau, bei 7.500 Kilogramm Milch je Kuh, lagen 2003 auch die anderen neuen Länder.

Von der im Jahr 2004 ermolkenen Milchmenge verkauften die Landwirtschaftsbetriebe 1,352 Millionen Tonnen (98,2 Prozent) an Molkereien und Händler. 24.100 Tonnen (1,7 Prozent) wurden zumeist in der Kälberaufzucht verfüttert; landesweit nur 647 Tonnen (weniger als 0,1 Prozent der Gesamterzeugung) verarbeiteten die Milchkuhbetriebe selbst oder vermarkteten sie direkt.

Die zwölf Molkereien in Mecklenburg-Vorpommern kauften 89 Prozent der im Land erzeugten und von den Landwirtschaftsbetrieben gelieferten Milch auf (1,203 Millionen Tonnen; Vorjahr: 1,188 Millionen Tonnen). 11 Prozent der Milch (149.300 Tonnen) gingen an Molkereien oder Händler in anderen Bundesländern (Brandenburg: 53 Prozent; Rheinland-Pfalz: 32 Prozent; Schleswig-Holstein: 12 Prozent; Niedersachsen und Sachsen zusammen: 3 Prozent).

Andererseits bezogen die hiesigen Molkereien insgesamt 521.600 Tonnen Milch aus anderen Bundesländern (Vorjahr: 422.200 Tonnen), vor allem aus Schleswig-Holstein (69 Prozent dieser Menge), aber auch aus Brandenburg (21 Prozent), Sachsen-Anhalt (4 Prozent), Niedersachsen (4 Prozent), Thüringen und Sachsen (zusammen 2 Prozent).

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