28. April 2005

Spargelernte in Thüringen beginnt

Themen: Archiv — info @ 16:04

In Kürze können sich die Thüringer wieder auf erntefrischen Spargel aus der Heimat freuen. Zur Gemüseanbauerhebung 2004 wurde für Thüringen eine Anbaufläche von 345 Hektar, ermittelt. Der Spargelanbau konzentriert sich nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik auf wenige Kreise. Im Unstrut-Hainich-Kreis befinden sich 70 Prozent der Anbauflächen. Darüber hinaus kommt Thüringer Spargel in größerem Umfang aus den Landkreisen Gotha und Sömmerda.

Der Spargel ist eine der Gemüsearten, deren Anbau von Jahr zu Jahr ausgedehnt wurde. Im vergangenen Jahr wurden fast 1,7 Millionen Kilogramm Spargel in Thüringen geerntet, rein rechnerisch 0,7 Kilogramm je Thüringer. Im Jahr 1992 waren es knapp 76.000 Kilogramm.

Importierter frischer Spargel (118.000 Kilo) kam im vergangenen Jahr vor allem aus Spanien, den Niederlanden, Peru und Griechenland.

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22. April 2005

1.274 Brauereien im Jahr 2004 in Deutschland

Themen: Archiv — info @ 16:04

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt zum ‚Tag des Deutschen Bieres‘ am 23. April mitteilt, stellten im Jahr 2004 in Deutschland 1.274 Brauereien den beliebten Gerstensaft nach dem Deutschen Reinheitsgebot vom 23. April 1516 her. Ungefähr die Hälfte der Brauereien (629) befand sich in Bayern. Mehr als 100 Brauereien gab es außerdem in Baden-Württemberg (178 Brauereien) und Nordrhein-Westfalen (118).

Seit Mitte der 90er Jahre ist die Zahl der Brauereien weitgehend konstant geblieben (1995 gab es 1.282 Brauereien). Die Zahl der kleinen Brauereien mit bis zu 5.000 Hektoliter Jahreserzeugung, zu denen auch die Gaststättenbrauereien zählen, stieg von 643 Brauereien 1995 auf 796 im Jahr 2004 (+ 23,8 Prozent). Dagegen sank die Zahl der Brauereien mit einer Jahreserzeugung von 5.000 Hektoliter bis 500.000 Hektoliter deutlich von 585 im Jahr 1995 auf 428 im Jahr 2004 (– 26,8 Prozent). Die Zahl der Großbrauereien mit mehr als 500.000 Hektoliter blieb weitgehend konstant (54 im Jahr 1995, 50 im Jahr 2004).

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Niedersachsen: Waldfläche nimmt weiter zu

Themen: Archiv — info @ 16:04

Hannover (agrar.de) – Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik zum Tag des Baumes am 25. April mitteilt, nimmt die Waldfläche landesweit kontinuierlich zu.

Zwischen den Jahren 1993 und 2004 betrug der Flächenzuwachs des Waldes in Niedersachsen rund 25.100 Hektar. Zum Vergleich: Die Landeshauptstadt Hannover und Wolfsburg haben eine Gesamtfläche von jeweils 20.400 Hektar.

Im Jahr 2004 waren 21,2 Prozent oder 1.009.141 Hektar der Bodenfläche Niedersachsens mit Wald bedeckt. Die Flächenanteile in den Bezirken reichen von 11,9 Prozent in Weser-Ems bis 33,7 Prozent im Bezirk Braunschweig.

Der Nadelwald hat in Niedersachsen mit 51,7 Prozent der Waldfläche weiterhin den höchsten Anteil. Die Tendenz ist allerdings abnehmend, da die Nadelwaldfläche seit 1993 sogar um 1.757 Hektar verkleinert wurde.

Nutzungsänderungen zugunsten des Waldes geschehen meist aus der abnehmenden landwirtschaftlichen Nutzung heraus. Von ihnen profitierten in den vergangenen Jahren vor allem der Mischwald mit einem Plus von 10.256 Hektar auf 273.080 Hektar und Gehölze mit einem Plus von 10.147 Hektar auf 24.558 Hektar (Zuwachs: 70,4 Prozent). Auch der Laubwald verzeichnet mit den erreichten 189.470 Hektar ein Plus von 6.460 Hektar.

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Holzeinschlag im deutschen Wald durch Zuwachs mehr als ausgeglichen

Themen: Archiv — info @ 15:04

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt zum Tag des Baumes am 25. April 2005 mitteilt, hat die Waldfläche in Deutschland im Jahr 2003 – wie auch schon in den Jahren zuvor – weiter zugenommen. Dabei blieb die der Forstwirtschaft zur Verfügung stehende Wirtschaftswaldfläche in der Summe nahezu unverändert bei etwa 101 890 km². Dem Flächenzugewinn durch Erstaufforstungen entsprach in etwa eine gleich große Fläche, die zum Beispiel aus Naturschutzgründen aus der Bewirtschaftung genommen wurde.

Nach den Ergebnissen der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen hatte der gesamte Holzvorrat ‚auf dem Stamm‘ Ende 2003 im deutschen Wirtschaftswald ein Volumen von knapp 3,1 Mrd. Kubikmeter und einen geschätzten Wert von 72,7 Mrd. Euro. Der Holzeinschlag belief sich im Jahr 2003 auf 68,7 Mill. Kubikmeter (Vorratsfestmeter, d.h. inklusive Rinde u.a.). Dies entspricht einem Gegenwert von rund 1,6 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum wuchsen 95,8 Mill. Kubikmeter Holz nach. Zwar stehen davon nur 85,7 Mill. Kubikmeter für die wirtschaftliche Nutzung zur Verfügung, da der restliche Zuwachs auf den Schutzflächen (wie beispielsweise Naturwaldreservaten) erfolgte. Doch selbst mit dieser Einschränkung wurde die Holzentnahme durch den Zuwachs mehr als ausgeglichen.

Vom Holzeinschlag des Jahres 2003 lieferte die Forstwirtschaft 34,5 Mill. Kubikmeter Stammholz für das Holzgewerbe, 12,3 Mill. Kubikmeter Brennholz und 4,4 Mill. Kubikmeter Rohholz zur Herstellung von Holz- und Zellstoff. Die verbleibende Differenz in Höhe von 17,6 Mill. Kubikmeter entfiel auf Ernteverluste, Rinde und nicht verwertetes Derbholz. 4,1 Mill. Kubikmeter der Produktion gelangten in den Export; 2,5 Mill. Kubikmeter Stamm- und Brennholz wurden nach Deutschland importiert.

Gegenüber dem Jahr 2002 war der wirtschaftlich nutzbare Holzzuwachs nur um 0,2 Prozent oder 21.000 Kubikmeter niedriger, während der Holzeinschlag um 20,8% zugenommen hat. Als Ursache hierfür kommen u.a. die starke Trockenheit im Jahr 2003 und die ihr folgenden Käferschäden in Betracht, die gebietsweise zu nennenswerten Zwangsnutzungen geführt haben.

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21. April 2005

Stukturwandel: Kleinere Bauernhöfe wurden weniger

Themen: Archiv — info @ 13:04

Wachstumsschwelle bei 75 ha – Kleine aber zahlenmäßig weiter dominierend

Hannover (agrar.de) – Um vier Prozent hat die Zahl der Bauernhöfe in Deutschland im vergangenen Jahr abgenommen, berichtet der niedersächsische Landvolk-Pressedienst. Damit hat der Strukturwandel gegenüber dem langjährigen Durchschnitt an Tempo zugelegt. Insgesamt schrumpfte die Zahl der Betriebe ab zwei Hektar (ha)gegenüber 2003 von 388.100 auf 372.400. Abgenommen hat aber nur die Zahl der kleineren Betriebe mit einer Flächenausstattung unter 75 ha, wie bereits in den Vorjahren. Oberhalb der so genannten Wachstumsschwelle von 75 ha konnten die Statistiker dagegen eine Zunahme in beträchtlicher Größenordnung feststellen. Zahlenmäßig überwiegen aber nach wie vor die Betriebe unterhalb der Wachstumsschwelle. Auf die Höfe mit einer Flächenausstattung von mehr als 100 ha entfielen 2004 gerade 29.600 Betriebe. Gegenüber 28.500 Betrieben im Jahr 2003 ist das jedoch immerhin ein Plus von 4,1 Prozent. Sie bewirtschafteten ungefähr die Hälfte der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche Deutschlands. Auf einer Fläche von 75 bis 100 ha wirtschafteten 19.100 Betriebe, das sind 2,2 Prozent mehr als die 18.700 Betriebe im Jahr zuvor.

Das stärkste Wachstum fand in der Gruppe der Betriebe zwischen 200 und 500 ha statt, deren Zahl um 4,9 Prozent von 5.700 auf 6.000 stieg. Um 4,4 Prozent erhöhte sich die Zahl der Betriebe zwischen 100 und 200 ha von 19.500 auf 20.300. Die Großbetriebe von 500 bis 1.000 ha nahmen um 4,4 Prozent zu. Absolut war das allerdings nur ein Zuwachs um 100 Betriebe von 1.700 auf 1.800, vornehmlich in den neuen Bundesländern. In den Betriebsgrößenklassen unterhalb von 75 ha gab es dagegen eine mehr oder weniger ausgeprägte Abnahme. Am stärksten reduzierte sich die Zahl der – insgesamt nach wie vor dominierenden – Kleinbetriebe mit einer Flächenausstattung von zwei bis zehn ha, und zwar um 7,0 Prozent von 132.800 auf 123.500. Ebenfalls sehr stark mit einem Minus von 5,3 Prozent nahm die Zahl der Betriebe zwischen 10 und 20 ha Fläche von 77.500 auf 73.400 ab. Auch in der Größenklasse von 20 bis 30 ha war mit einer Abnahmerate von 3,8 Prozent ein verhältnismäßig starker Strukturwandel zu verzeichnen. Absolut verminderte sich die Zahl von 39.800 auf 38.300.

Einigermaßen stabil behauptete sich dagegen die Betriebsgrößenklasse 30 bis 40 ha, die ehemals ‚bäuerliche Mittelklasse‘, mit einem Minus um 2,7 Prozent von 31.200 auf 30.400. Mit minus 4,0 Prozent auffallend stark nahm die Zahl der Betriebe zwischen 40 und 50 ha von 23.300 auf 22.400 ab, diese Betriebe galten noch vor wenigen Jahren mit ihrer Flächenausstattung als zukunftsträchtig. Selbst bei den Betrieben von 50 bis 75 ha gaben 1,3 Prozent im vergangenen Jahr auf, ihre Zahl reduzierte sich von 36.300 auf 35.800.

An der Gesamtzahl der Betriebe war Niedersachsen 2003 mit insgesamt 55.132 beteiligt. Mit 11.504 Höfen lag eine im Bundesvergleich recht große Zahl oberhalb von 75 ha. Auf die Großbetriebe mit mehr als 500 ha entfielen jedoch nur 65 Betriebe. Zahlenmäßig stark war auch hier die Gruppe der Kleinbetriebe bis zehn ha mit insgesamt 14.191, weitere 12.331 wirtschafteten auf zehn bis 30 ha und 17.106 hatten eine Flächenausstattung von 30 bis 75 ha.

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20. April 2005

NABU fordert stärkere Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen

Themen: Archiv — info @ 16:04

Berlin (agrar.de) – Der Naturschutzbund NABU fordert eine verstärkte Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen. ‚Nachwachsende Rohstoffe haben viele Vorteile – sie leisten einen Beitrag zum Klimaschutz, sie machen unabhängiger von Energieimporten und vermindern den Ressourcenverbrauch‘, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Vorstellung eines aktuellen NABU-Positionspapiers.

Daher müssten nachwachsende Rohstoffe aus Gründen des Klimaschutzes zukünftig in allen energetischen Nutzungsbereichen – von Kraftstoffen über Wärmebereitstellung bis zur Stromerzeugung – einen entscheidenden Beitrag leisten. Zudem komme ihre Anwendung auch im stofflichen Bereich bei Verpackungen oder Baumaterial in Frage.

Nach Auffassung des NABU müsse der Anbau von Energiepflanzen jedoch im Einklang mit dem Naturschutz und einer naturverträglichen Landwirtschaft erfolgen. Großflächige Monokulturen wie Mais- und Rapsfelder hätten erhebliche ökologische Belastungen und negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt zur Folge. ‚Ziel muss es sein, Mischkulturen wie Lupinen-Sonnenblumen-Gemenge sowie mehrjährige Kulturen wie Schilfgras zu schaffen, die mehr Artenvielfalt ermöglichen‘, betonte Tschimpke. Zudem fordert der NABU beim Anbau nachwachsender Rohstoffe auf Gentechnik zu verzichten und weniger Düngemittel einzusetzen.

Aus Sicht des NABU könnte in Deutschland unter diesen Voraussetzungen Biomasse auf über zwei Millionen Hektar produziert werden, was rund 12 Prozent der heute landwirtschaftlich genutzten Fläche entspricht. Damit würde nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern es könnten auch bis zu 200.000 neue Arbeitsplätze entstehen – eine Perspektive insbesondere für strukturschwache ländliche Regionen.

Links zum Thema Verbände.

Forstpflanzen in Baumschulen: zu 45 Prozent Fichten und Rotbuchen

Themen: Archiv — info @ 14:04

Wiesbaden (agrar.de) – Für den Forst ziehen deutsche Baumschulen nach wie vor größtenteils Fichten und Rotbuchen heran. 221 Mio. Stück dieser beiden Baumarten wuchsen 2004 in Baumschulen heran, sie machten zusammen 45 Prozent der für den Forst bestimmten Pflanzen in den Baumschulen aus. Dies teilt das Statistische Bundesamt zum Tag des Baumes am 25. April mit. Nach der Baumschulerhebung 2004 hatten Fichten an den Forstpflanzen in Baumschulen einen Anteil von 30 Prozent, Rotbuchen 15 Prozent, Waldkiefern 7 Prozent, Douglasien, Trauben- und Stieleichen je 6 Prozent. Den Rest bildeten weitere Baumarten.

524 der insgesamt 3.398 Baumschulen in Deutschland zogen auf einer Fläche von 2.519 ha Nadel- und Laubbäume als Forstpflanzen heran. Das Ziehen für Weihnachtsbaumkulturen zählt nicht dazu, nahm aber mit 2.537 ha eine ebenso große Fläche ein. Weiter abnehmende Bedeutung hat die Anzucht von Obstgehölzen, zu denen auch das Beerenobst zählt. 673 Betriebe mit rund 1.049 ha beschäftigten sich damit. Die größten Flächen verwenden Baumschulen jedoch für die Anzucht von Ziergehölzen: 11.310 ha der insgesamt 25.520 ha umfassenden Baumschulfläche wurden 2004 hierfür genutzt.

Die meisten Baumschulen gab es mit 972 Betrieben und einer Fläche von 6.333 ha in Niedersachsen, sehr viele außerdem in Nordrhein-Westfalen (581 Betriebe mit 5.541 ha) und Schleswig-Holstein (442 Betriebe mit 4.339 ha). Eine deutsche Baumschule bewirtschaftet durchschnittlich 7,5 ha Baumschulfläche.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Baumschulen.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:04

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 380 angebotenen Schweinen 380 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,29 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,29 Euro bis 1,30 Euro. Es wurden 2 Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

19. April 2005

Union fordert Aktionsprogramm für die Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 16:04

Berlin (agrar.de) – Ein Aktionsprogramm für die deutsche Landwirtschaft hält die CDU/CSU-Fraktion des Bundestags für notwendig. Es solle konventionell wirtschaftenden Landwirten wie auch ökologischen Betrieben gleichermaßen zugute kommen. Als Ziel nennt die Fraktion in ihrem Antrag Deregulierung und Bürokratieabbau und wirft insbesondere den Bündnisgrünen ‚ideologische Gründe‘ vor, mit denen diese in den 80er- und auch noch in den 90er-Jahren die Förderung und Entwicklung von etwa nachwachsenden Rohstoffen abgelehnt hätten.

Bei der Produktion von Biomasse schreibt die Union der Koalition die Philosophie zu: ‚groß ist schlecht, klein und öko ist gut‘. Diese Philosophie helfe aber nicht weiter. Leistungsorientierte landwirtschaftliche Betriebe, die mutig und zuversichtlich in die Zukunft schauten, würden hingegen gebraucht.

Als ein Haupthindernis für die hiesige Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft sieht die Union ’nationale Alleingänge‘ der Bundesregierung beim Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz an, der in ‚großem Umfang‘ Arbeitsplätze und Know-how im ländlichen Raum gefährde.

Leistungsstark, innovativ und am wissenschaftlichen Fortschritt ausgerichtet sollte die Politik der Bundesregierung sein, damit im ländlichen Raum Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze entstehen. Der rot-grünen Bundesregierung werfen die Antragsteller vor, der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in den vergangenen Jahren zu wenig Beachtung geschenkt zu haben.

Als nachteilig für die deutsche Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft nennt die Fraktion neben schärferen Bestimmungen in der Tierhaltung, beim Pflanzenschutz oder im Düngerecht auch die Agrarsozialgesetzgebung, und eine mangelnde Weiterentwicklung des Forschungs- und Innovationsstandortes Deutschland.

Die Ursachen hierfür liegen nach Ansicht der Union beim Bundesverbraucherschutzministerium, das insbesondere die Gentechnik stark bremse. Die CDU/CSU-Fraktion fordert deshalb eine Erhöhung der Einkommens- und Beschäftigungspotenziale im Forstbereich und bei alternativen Einkommensquellen durch eine breit angelegte Innovationsstrategie. Auch solle sich eine kohärente Förderpolitik für nachwachsende Rohstoffe sowie für die grüne Gentechnik an Effizienzkriterien und dem Nachhaltigkeitsgedanken ausrichten.

Im Weiteren fordert sie die Schaffung von verlässlichen Rahmenbedingungen für die Anwendung neuer Technologien, wie etwa der grünen Gentechnik. Bei der Reform der Zuckermarktordnung sowie entsprechenden WTO-Verhandlungen sieht die Union die Interessen der wirtschaftenden Betriebe auf EU-Ebene und bei internationalen Verhandlungen nicht gut genug vertreten und verlangt ihre bessere Repräsentanz.

Nach ihrer Meinung soll die Bundesregierung auch bei der Flächennutzung und Vereinfachung im Pflanzenbau die staatlichen Vorgaben noch einmal überprüfen und dabei insbesondere das EU-Recht der Düngeverordnung eins zu eins umsetzen.

Auch die Steuerpolitik sollte mehr auf Wettbewerbsgleichheit ausgerichtet werden, insbesondere hält die Union eine EU-weite Angleichung der Besteuerung von Agrardiesel für ‚dringend‘ geboten.

Links zum Thema Agrarpolitik.

18. April 2005

Deutsche Ökorindfleischproduktion international unrentabel

Themen: Archiv — info @ 11:04

Braunschweig (agrar.de) – Ähnlich wie im konventionellen Bereich ist auch die ökologische Rindfleischproduktion in Deutschland durch relativ hohe Produktionskosten gekennzeichnet. Im Ökosegment kommen häufig Absatzschwierigkeiten und eine geringe Rentabilität hinzu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Betriebswirtschaft der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig.

Das Autorenteam der deutschen und internationalen Experten analysierte die Stärken und Schwächen der ökologischen Rindfleischproduktion in Deutschland im Vergleich zu Frankreich, Österreich, der Tschechischen Republik und Argentinien. Darüber hinaus wurden Vermarktungsinitiativen in Frankreich und Österreich, Großbritannien und der Schweiz hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse untersucht.

Die Wissenschaftler/innen haben typische ökologisch wirtschaftende Betriebe in den Untersuchungsländern detailliert wirtschaftlich analysiert. Dabei kam heraus, dass die deutschen Betriebe auf der Erlösseite stark sind, was aber im Wesentlichen durch hohe Direktzahlungen begründet ist. Schwächen der deutschen Betriebe liegen hauptsächlich in den hohen Produktionskosten und einer vergleichsweise geringen Rentabilität. Das Ergebnis einer Politikanalyse zur Umsetzung der Agrarreform zeigt, dass auch ökologische Betriebe zukünftig mit Einkommensrückgängen rechnen müssen.

Handlungsbedarf zur Verbesserung der Situation sehen die Wissenschaftler/innen hauptsächlich auf der Absatzseite und bei den beteiligten Marktpartnern selber. So kann in vielen Fällen das Ökorindfleisch nur konventionell vermarktet werden, also zu gleichen Preisen wie konventionell erzeugtes Rindfleisch. Eine Differenzierung der Absatzkanäle könnte sich hier positiv auswirken. Das Erreichen einer höheren Produktqualität sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Marktpartnern und der Bewerbung von Ökorindfleisch sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Situation.

Die Politik kann hier unterstützend über ausgewogene Gestaltung der Rahmenbedingungen, Informationsbereitstellung, Förderung von Personalkosten, Fortbildungen und Beratung sowie als Vermittler zwischen den Marktpartnern agieren.

Die Durchführung der vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft geförderten Studie erfolgte im Rahmen des International Farm Comparison Network IFCN. Der vollständige Endbericht der Studie mit dem Titel ‚Internationale Wettbewerbsfähigkeit der ökologischen Rindfleischproduktion in Deutschland‚.

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