09. März 2005

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:03

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 540 angebotenen Schweinen 540 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,50 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,49 Euro bis 1,50 Euro. Es wurden 4 Partien gehandelt.

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Höfken: Grüne Biotechnologiepolitik ist forschungsfreundlich

Themen: Archiv — info @ 13:03

Berlin (agrar.de) – Zur Anhörung zur Zweiten Änderung des Gentechnikgesetzes im Agrar- und Verbraucherschutzausschuss erklärt Ulrike Höfken, agrar- und verbraucherpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Experten bestätigen: Der Entwurf zur Änderung des Gentechnikgesetzes sieht keine Behinderungen, sondern sogar Erleichterungen für die Forschung vor. Er erfüllt in allen Punkten EU-rechtliche Vorgaben. Erleichterungen sind für den weißen Bereich der Biotechnologie sinnvoll, um diesen arbeitsplatzintensiven Bereich zu unterstützen. Hier wird in geschlossenen Systemen, Bioreaktoren, produziert. Die Risiken sind bei der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften gut beherrschbar.

Gegen EU-Recht verstoßen dagegen die Forderungen der Forschungs- und Agro-Industrieverbände sowie CDU und FDP, dass durch Forschungsversuche kontaminierte Pflanzen für Futter- und Lebensmittel ohne Freisetzungsgenehmigung freigegeben werden sollen.

Diese Forderung der Industrieverbände und der Opposition zeigt einmal mehr, dass es bei ihrem Vorwurf der ‚Forschungsfeindlichkeit‘ nicht um die Forschung geht, sondern um einen ideologischen Angriff auf ein Gesetz, das unter anderem die wichtige Aufgabe hat, Mensch und Umwelt im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes angemessen zu schützen.

Nicht das Gentechnikgesetz ist forschungsfeindlich, sondern die unverblümte Verflechtung von Forschungs- und Wirtschaftsinteressen, die eine Einschränkung der Forschungsvielfalt auf die Gentechnik befördert. Die Ängste der Menschen vor der Arbeitslosigkeit werden mit vollkommen überzogenen Versprechungen geschürt, wonach die Agro-Gentechnik unzählige Arbeitsplätze schaffen würde. Dies ist weder in Deutschland noch in anderen Ländern in der Agro-Gentechnik der Fall. Die Agro-Gentechnik ist ein per se sehr beschäftigungsgeringer Bereich.

Vielmehr drohen Arbeitsplatzverluste in der Landwirtschaft, insbesondere im Lebensmittelbereich, bei dem die deutschen Erzeuger bisher am Markt von ihren gentechnikfreien Produkten profitiert haben.

Im Übrigen ist nicht einzusehen, warum Abstriche bei Sicherheit und Transparenz gemacht werden sollen, die beinahe nur einer einzigen Firma zugute kommen. Der US-Konzern Monsanto vertreibt weltweit über 90 Prozent des gentechnisch veränderten Saatgutes.

Wir fordern eine Offenlegung der engen – auch personellen – Verflechtungen, damit auch die Öffentlichkeit besser über die kommerziellen Interessen der Forscher an der Gentechnik informiert wird. In den USA – auf die so gern verwiesen wird, wenn es um die Förderung der Gentechnik geht – ist die Offenlegung der kommerziellen Interessen der Forschung im übrigen seit einem Todesfall durch gentherapeutische Versuche vorgeschrieben.‘

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Thüringen: Bedeutung der Boden- und Freilandhaltung weiter gestiegen

Themen: Archiv — info @ 13:03

Erfurt (agrar.de) – Die 19 Thüringer Betriebe mit einer Legehennenhaltung ab 3.000 Haltungsplätzen verfügten Ende 2004 über eine Kapazität von rund 2,2 Millionen Plätzen. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik umfasste die Käfighaltung 1,5 Millionen Plätze. In der Bodenhaltung und in der Freilandhaltung standen 455.000 bzw. 267.000 Haltungsplätze zur Verfügung. Auf die Käfighaltung entfielen im Dezember vergangenen Jahres 67 Prozent aller Haltungsplätze (Dezember 2003: 75 Prozent). Noch vor zehn Jahren waren es fast 94 Prozent.

Der Trend zur Boden- und Freilandhaltung in Betrieben mit Legehennenhaltung ab 3.000 Haltungsplätzen setzt sich weiter fort. Der Anteil der Kapazitäten erhöhte sich innerhalb eines Jahres in der Bodenhaltung von 14,8 auf 20,8 Prozent und in der Freilandhaltung von 10,7 auf 12,2 Prozent. Im Jahr 1994 gehörten lediglich 6 Prozent der Haltungsplätze zur Bodenhaltung und die Freilandhaltung war noch ohne Bedeutung.

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Verdeckte Feldermittlung: Offener Brief an den Präsidenten des Umweltbundesamtes

Themen: Archiv — info @ 11:03

Sonnleitner: Landwirte lassen sich nicht kriminalisieren

Berlin (agrar.de) – Das Umweltbundesamt kann nicht auf Unterstützung des geplanten Vorhabens zur verdeckten Feldbeobachtung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durch die Landwirte rechnen. Dies hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in einem Offenen Brief an den Präsidenten des Umweltbundesamtes (UBA), Professor Dr. Andreas Troge, mitgeteilt. Gleichzeitig übte Sonnleitner erneut massive Kritik an dem Projekt des Umweltbundesamtes, weil es wissenschaftlich fragwürdig sei und nicht zu nachvollziehbaren Ergebnissen führen könne. Noch wichtiger sei aber, dass die Landwirte durch verdeckte Vorgehensweise der Ermittler kriminalisiert würden.

Erfreulich für den DBV sei, dass sich im Bundestag Abgeordnete aller Fraktionen entschieden gegen das Vorhaben des Umweltbundesamtes ausgesprochen haben, betonte Sonnleitner. In der vergangenen Woche haben sich auch die Agrarminister von Bund und Ländern dieser Auffassung angeschlossen und das Umweltbundesamt aufgefordert, das Projekt zu stoppen. Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast habe rechtliche Bedenken gegenüber dem Vorhaben des nachgeordneten Amtes von Bundesminister Jürgen Trittin geltend gemacht und diese Vorgehensweise des Umweltbundesamtes als kontraproduktiv für die weitere Verbesserung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in Deutschland bezeichnet.

Sonnleitner wies in seinem Offenen Brief auch darauf hin, dass die Landwirte alle Erfolg versprechenden Aktivitäten zur Weiterentwicklung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln unterstützen und deshalb auch konstruktiv an dem von der Bundeslandwirtschaftsministerin und den Länderagrarministern vereinbarten Pflanzenschutz-Reduktionsprogramm mitarbeiten würden. Da in diesem Programm transparent und kooperativ mit den Landwirten und Pflanzenschutzämtern der Bundesländer neue Wege der Risikominimierung beim Pflanzenschutzmitteleinsatz gesucht werden, seien auch übertragbare Ergebnisse zu erwarten.

Der DBV-Präsident weist in seinem Offenen Brief das Umweltbundesamt darauf hin, dass die verdeckten Ermittler kein Recht haben, die Felder der Landwirte zu betreten und die Landwirte auch nicht zur Mitarbeit verpflichtet sind. Von außen könnten die verdeckten Ermittler aber nicht feststellen, ob zum Beispiel Pflanzenschutzmaßnahmen oder Düngungsmaßnahmen mit flüssigen Düngern vorgenommen würden. Außerdem seien die angewandte Technik und die Wirkstoffe nicht feststellbar. Dies müsse das Umweltbundesamt berücksichtigen und deshalb zur Kooperation mit der Landwirtschaft zurückkehren, forderte Sonnleitner.

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CDU/CSU: Künast schafft Gentechnik-Forschungswüste

Themen: Archiv,Gentechnik — info @ 09:03

Stillstand – dein Name ist Künast

Berlin (agrar.de) – Zur Diskussion um Forschungsverbote durch Ministerin Künast erklären die Stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Gerda Hasselfeldt, und der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Bio- und Gentechnologie, Helmut Heiderich:

‚In kürzester Zeit hat es BMVEL-Ministerin Künast geschafft, die Gentechnik-Forschung in Deutschland platt zu machen. Deshalb sind die Behauptungen des Ministeriums, es handele sich bei der aktuellen Diskussion ja ’nur‘ um zwei Fälle, ein simples Ablenkungsmanöver.

Nach aktueller Aussage des Forschungsministeriums (BMBF) gibt es dort keinerlei neue Anträge mehr zur Gentechnikforschung in Deutschland. Und damit auch keine Hoffnung auf Innovation und Arbeitsplätze.

Mindestens fünf Instituten im Zuständigkeitsbereich des BMVEL hat Ministerin Künast von vornherein verboten, überhaupt Forschungsanträge zu stellen. Andere mussten bereits eingereichte Anträge wieder zurückziehen.

Nach öffentlicher Aussage von Wissenschaftlern in der Presse hat Ministerin Künast verschiedenen Forschern sogar Redeverbot erteilt. Der Vorsitzende der IG BCE, Hubertus Schmoldt, spricht deshalb zu Recht von „obrigkeitsstaatlichen Methoden“ bei Ministerin Künast.

Ebenso falsch ist die Behauptung, bei den vom BMBF bereits genehmigten und finanzierten Forschungsprojekten handele es sich um ‚Produktentwicklung‘. Beide Projekte gehören zum Programm ‚Sicherheitsforschung an transgenen Pflanzen‘. Es geht dabei um reine Grundlagenforschung, die anschließend publiziert und der gesamten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Dies ist genau die Sicherheitsforschung, welche Künast selbst immer öffentlich gefordert hat.

Mit ihrem ideologisch völlig überzogenen Gentechnikgesetz hat es Ministerin Künast den Universitäten und Forschungsinstituten unmöglich gemacht, weiterhin Feldforschung in Deutschland zu betreiben. Und der eigenen Ressortforschung verbietet sie diese per Dekret.

Gleichzeitig legt die EU ein 7. Forschungsprogramm auf, in dem der Bio- und Gentechnik erheblich mehr Mittel zugewiesen werden. Europa investiert, Deutschland wird blockiert. Stillstand – dein Name ist Künast!‘

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04. März 2005

Fleischerzeugung in Sachsen-Anhalt erreichte ^2004 neuen Höchststand

Themen: Fleisch,Sachsen-Anhalt,Statistik,Tiere — info @ 09:03

Halle (agrar.de) – Im Jahr 2004 wurden in Sachsen-Anhalt 226.300 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) aus gewerblichen und Hausschlachtungen erbracht. Hierbei liegt der Anteil der gewerblichen Schlachtung bei 98,7 Prozent. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr betrug 16.400 Tonnen (= 7,8 Prozent). Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden dafür 2,5 Mill. Schweine, 5.500 Rinder, 6.100 Schafe, 500 Ziegen und knapp 600 Pferde geschlachtet.

Mit einer Schlachtmenge von 223.300 Tonnen wurde in den Schlachthöfen Sachsen-Anhalts das höchste Schlachtaufkommen der letzten 10 Jahre erzielt. Jährlich war in diesem Zeitraum ein durchschnittlicher Zuwachs von 4,3 Prozent zu verzeichnen. Diese Entwicklung in der gewerblichen Schlachtung resultiert ausschließlich aus dem stetigen Anstieg der Schweineschlachtungen, während die Rindfleischproduktion im Land eine völlig untergeordnete Rolle spielt. Lag das Rindfleischaufkommen vor 10 Jahren noch bei gut 5 Prozent der Gesamtschlachtmenge aus gewerblicher Schlachtung, so werden heute nicht einmal mehr ein Prozent erreicht.

Eine rückläufige Tendenz ist in den vergangenen 3 Jahren in der Eigenversorgung zu beobachten. Im Jahr 2004 wurden 1.800 Rinder und 26.100 Schweine hausgeschlachtet, das waren 10,1 bzw. 6,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Von der insgesamt bei Hausschlachtungen erzeugten Schlachtmenge von 2.900 Tonnen entfielen 17,7 Prozent auf Rind- und 81,6 Prozent auf Schweinefleisch. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

03. März 2005

Weinimporte steigen – Rotwein aus Übersee besonders beliebt

Themen: Archiv — info @ 14:03

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt aus Anlass der Weinmesse ‚ProWein 2005‘ vom 6. bis 8. März in Düsseldorf mitteilt, hielt der Aufwärtstrend bei den Weinimporten (Weine bis 15 Vol.-% Alkoholgehalt) auch im Jahr 2004 an. Im vergangenen Jahr wurden nach vorläufigen Ergebnissen der Außenhandelsstatistik rund 1,2 Mrd. Liter Wein eingeführt; dies übertraf die Vorjahresmenge um ca. 6 Prozent. Der Gesamtwert der Importe lag nahezu unverändert bei 1,4 Mrd. Euro.

Die Steigerung der Einfuhrmenge ist ausschließlich den Weißweinen zuzuschreiben. Im Jahr 2004 wurden 491 Mill. Liter Weißwein importiert; das waren 15,9 Prozent mehr als im Vorjahr (424 Mill. Liter). Der Anteil der Weißweine an der Gesamteinfuhrmenge von Wein erhöhte sich von 38 Prozent in 2003 auf 42 Prozent im Jahr 2004. Die Rotweineinfuhren betrugen 2004 etwa 675 Mill. Liter und erreichten damit knapp das Vorjahresergebnis von 679 Mill. Litern (- 0,6 Prozent).

Die wichtigsten Herkunftsländer der Weißweine im Jahr 2004 waren Italien (211 Mill. Liter im Wert von 190 Mill. Euro), Spanien (136 Mill. Liter im Wert von 48 Mill. Euro) und Frankreich (52 Mill. Liter im Wert von 88 Mill. Euro). Auch Rotweine kamen hauptsächlich aus Italien (184 Mill. Liter im Wert von 297 Mill. Euro). Weitere wichtige Herkunftsländer waren Frankreich (169 Mill. Liter im Wert von 312 Mill. Euro) und Spanien (87 Mill. Liter im Wert von 133 Mill. Euro).

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich außereuropäische Weine. Im Jahr 2004 wurden 63 Mill. Liter Wein im Wert von 66 Mill. Euro aus Chile importiert. Aus den Vereinigten Staaten kamen 48 Mill. Liter für 61 Mill. Euro, aus Australien 32 Mill. Liter für 57 Mill. Euro und aus Südafrika 24 Mill. Liter für 44 Mill. Euro. Aus diesen Ländern kommen hauptsächlich Rotweine. Der Anteil der Rotweinimporte an den gesamten Weinimporten betrug für Chile 83 Prozent, für die Vereinigten Staaten 79 Prozent, für Australien 75 Prozent und für Südafrika 64 Prozent.

Die Durchschnittswerte für importierten Wein waren im Jahr 2004 niedriger als im Vorjahr. So kostete ein Liter Weißwein durchschnittlich 0,87 Euro (- 12,3 Prozent gegenüber 2003) und ein Liter Rotwein 1,50 Euro (- 3,4 Prozent gegenüber 2003). Vor allem bei den Weißweinen sind je nach Herkunftsland große Unterschiede der Durchschnittswerte zu beobachten. Im Jahr 2004 kostete ein Liter Weißwein aus Frankreich durchschnittlich 1,70 Euro. Spanischer Weißwein wurde für durchschnittlich 0,35 Euro importiert. Die rückläufige Entwicklung der Durchschnittswerte ist auch auf die zunehmende Nachfrage nach preisgünstigem Tafelwein und Sektgrundwein zurückzuführen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Thema Wein.

DBV: Zustand des Waldes effektiv verbessern

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 12:03

Verband kritisiert abwartende Haltung der Agrarministerkonferenz

Berlin (agrar.de) – Der derzeitige Zustand des deutschen Waldes ist kritisch. Daher äußerte sich der Deutsche Bauernverband (DBV) enttäuscht darüber, dass die vom 2. bis 4. März in Bonn stattfindende Agrarministerkonferenz Maßnahmen gegen den schlechten Zustand des Waldes nicht thematisiert. Stattdessen wird eine Bund/Länder-Expertengruppe anhand des Ergebnisses des Waldzustandsberichtes Vorschläge erarbeiten, die erst auf der nächsten Agrarministerkonferenz im Herbst diskutiert werden sollen. Eine Entscheidung im Herbst nütze aber dem Wald in dieser Vegetationsperiode wenig, kritisierte der DBV. Effektive Maßnahmen zur Verbesserung des Waldzustandes wie beispielsweise Kalkungen müssten vielmehr jetzt vor der Vegetationsperiode durchgeführt werden.

Eine Hauptursache für die Anfälligkeit der Bäume ist nach Auffassung des DBV die Schwächung der Wälder durch versauerte Böden. Durch niedrige pH-Werte werden Schwermetalle im Boden frei gesetzt, die die Baumwurzeln schädigen und sogar die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigen können. Eine Maßnahme, die schnelle Abhilfe schaffen könne, sei die Kalkung der Böden. Dadurch werde nachgewiesenermaßen einer Versauerung des Waldbodens entgegengesteuert, stellte der DBV fest.

Die gezielte Kalkung der stark versauerten Waldböden könne kurzfristig die Situation des Waldes verbessern und mittelfristig die Gesundung unterstützen. Dazu wäre allerdings eine vollständige Förderung der Waldkalkung durch die zuständigen Landesregierungen notwendig, forderte der DBV. Den Waldbesitzern alleine dürfe man die Finanzierung nicht aufbürden, da die Allgemeinheit für den schlechten Zustand der Wälder verantwortlich ist. Denkbar wäre beispielsweise eine Finanzierung der Kalkungsmaßnahmen über die Grundwasserabgabe, die in einigen Bundesländern erhoben werde. Damit werde das Geld sinnvoll in eine aktive Wasser- und Waldschutzmaßnahme investiert, so der DBV.

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Deutsche Landtechnikindustrie lebt vom Export

Themen: Archiv — info @ 12:03

Ausfuhrquote stieg auf über 75 Prozent – Heimischer Markt schwächelt

Hannover (agrar.de) – Die deutsche Landtechnikindustrie entwickelt sich immer mehr zu einer stark Export orientierten Wirtschaftsbranche. Aufgrund des sehr dynamischen Ausfuhrgeschäfts konnte der Gesamtumsatz in 2004 gegenüber dem Vorjahr um 15,1 Prozent auf den Rekordwert von 4,53 Milliarden Euro gesteigert werden. Davon entfielen nach Informationen des Landvolks Niedersachsen aber nur 1,1 Milliarden Euro auf den Inlandsmarkt und 3,4 Milliarden auf das Auslandsgeschäft. Die Exportquote stieg damit auf den bisherigen Höchstwert von 75,6 Prozent.

Bei den Traktoren machen die Ausfuhren sogar 83 Prozent vom Gesamtumsatz der inländischen Hersteller aus. Bei den Landmaschinen sind es immerhin noch über 66 Prozent. Begehrt waren deutsche Traktoren besonders in den Vereinigten Staaten. Hier betrug das Umsatzplus in 2004 über 45 Prozent. Aber auch bei den Exporten in den EU-Mitgliedsstaten war immerhin noch ein Wachstum von 21 Prozent festzustellen. Bei den Landmaschinen aus deutscher Produktion in benachbarte EU-Länder betrug das Exportplus elf Prozent. Begehrt waren deutsche Landmaschinen aber auch in Russland und der Urkraine und in den Vereinigten Staaten. Allein in den USA konnte das Exportgeschäft um 30 Prozent zulegen.

Die Ursachen für die Schwäche des deutschen Landtechnikmarktes führt die Branche auf die Einkommensrückgänge der Landwirte in den vergangenen Jahren zurück. Erst mit der Ernte 2003 und der deutlichen Erholung der Schweinepreise in 2004 konnte dieser Trend gestoppt werden. Nach wie vor bewegen sich aber die Einkommen der Milchviehbetriebe, die die Mehrzahl der landwirtschaftlichen Betriebe hierzulande bilden, auf einem niedrigen Niveau. Besonders im Bereich der Erntetechnik beklagte die Branche ein schlechtes Neumaschinengeschäft, so blieb die Vermarktung von Mähdreschern um 15 Prozent unter dem Vorjahresvolumen und auch die Verkäufe von Grünfuttererntemaschinen sanken um zehn Prozent. Auch der Inlandsabsatz deutschter Traktoren ging in 2004 um mehr als sieben Prozent zurück.

Für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres erwartet die Branche eine Zunahme der Auftragseingänge. Weiterhin positiv werden vor allem die Exportaussichten eingestuft. Dies gilt insbesondere für die neuen EU-Mitgliedsstaten, wo aufgrund kräftiger Einkommenszuwächse der dortigen Landwirte mit Investitionen in gebrauchte und neue Technik gerechnet wird.

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Fleischproduktion 2004 auf Rekordniveau

Themen: Archiv — info @ 09:03

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2004 insgesamt 6,6 Mill. Tonnen (t) Fleisch aus gewerblichen Schlachtungen erzeugt. Nur 1991 war die Fleischproduktion aufgrund des Abbaus der Bestände in der ehemaligen DDR höher gewesen. Den Hauptanteil an der Fleischerzeugung hatte Schweinefleisch mit gut 4,3 Mill. t, gefolgt von Rindfleisch (1,2 Mill. t) und Geflügelfleisch (1,0 Mill. t). Die gesamte gewerbliche Produktion von Fleisch ist damit gegenüber dem Vorjahr um 4,1% gestiegen. Dies ist sowohl auf einen Anstieg der Rinder- und Schweineschlachtungen als auch auf eine Zunahme der Produktion von Geflügelfleisch zurückzuführen.

Die Zahl der Schweineschlachtungen ist im abgelaufenen Jahr um 1,6 Mill. Tiere oder 3,5 Prozent auf einen neuen Höchststand von 46,5 Mill. Tieren gestiegen. Aufgrund der leicht rückläufigen durchschnittlichen Schlachtgewichte stieg die Schlachtmenge aus gewerblichen Schlachtungen aber nur um 3,1 Prozent auf 4,3 Mill. t. Der Anstieg der Schlachtungen ist nur zum Teil auf eine Steigerung der heimischen Produktion zurückzuführen.

Während die Schlachtungen von Schweinen inländischer Herkunft um 843.000 Tiere oder 2,0 Prozent stiegen, nahmen die Schlachtungen von importierten Schweinen um 743.000 Tiere oder 35,9 Prozent zu.

Bedingt durch den Abbau der Rinder- und Kälberbestände im Jahr 2004 stieg die Zahl der geschlachteten Rinder (einschl. Kälber) um 183.000 (+ 4,7 Prozent) auf 4,1 Mill. Tiere. Der überwiegende Teil der Schlachtungen entfiel auf Ochsen und Bullen (1,7 Mill.), gefolgt von 1,5 Mill. Kühen, 500.000 Färsen und 369.000 Kälbern. Die größten Zuwächse waren bei Kälbern mit 41.000 Tieren (+ 12,6 Prozent) zu beobachten, es folgten die Kühe mit 69.000 Tieren (+ 4,8 Prozent) sowie die Ochsen und Bullen mit 67.000 Tieren (+ 4,1 Prozent).

Die Erzeugung von Geflügelfleisch stieg gegenüber 2003 um 9,6 Prozent auf 1,0 Mill. t, und nimmt damit einen Anteil von 15,4 Prozent an der gesamten gewerblichen Fleischerzeugung ein. An der Erzeugung von Geflügelfleisch hatte Jungmasthühnerfleisch mit 548.000 t den größten Anteil (53,9 Prozent), gefolgt von Truthuhnfleisch mit 391.000 t (38,4 Prozent). Die Produktion von Jungmasthühnerfleisch stieg um 11,1 Prozent und die von Truthuhnfleisch um 10,0 Prozent. Dagegen ging die Erzeugung von Entenfleisch um 12,5 Prozent zurück.

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