10. Februar 2005

Thüringen: Rinder- und Schweineschlachtungen unter Vorjahresniveau

Themen: Fleisch,Statistik,Tiere — info @ 10:02

Erfurt (agrar.de) – Im Jahr 2004 wurden in Thüringen 1.602.888 als tauglich beurteilte Tiere, darunter 61.045 Rinder, 2.094 Kälber, 1.531.625 Schweine und 7.179 Schafe, geschlachtet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 37.744 Tiere bzw. 2,3 Prozent weniger als im Jahr 2003. Dabei ging die Zahl der gewerblichen Schlachtungen um 33.814 bzw. 2,1 Prozent auf 1.568.317 zurück.

Die Hausschlachtungen gingen um 3.930 Stück bzw. 10,2 Prozent auf 34.571 Schlachtungen zurück. Es wurden 28.351 Schweine (- 1,8 Prozent) und 9.664 Rinder (-13,7 Prozent) weniger geschlachtet. Die Kälberschlachtungen stiegen leicht um 72 Tiere (+ 3,6 Prozent) und die Schafschlachtungen um 132 Tiere (+ 1,9 Prozent).

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 159.901 Tonnen Fleisch erzeugt. Die Schlachtmenge lag um 5.348 Tonnen bzw. 3,2 Prozent unter dem Niveau des Jahres zuvor.

Auf die einzelnen Fleischarten entfielen: 17.955 Tonnen Rindfleisch (gegenüber Vorjahr: – 2.860 Tonnen bzw. – 13,7 Prozent), 161 Tonnen Kalbfleisch (+ 4 Tonnen bzw. + 2,5 Prozent), 141.604 Tonnen Schweinefleisch (- 2.511 Tonnen bzw. – 1,7 Prozent), 137 Tonnen Schaffleisch (+ 17 Tonnen bzw. + 14,2 Prozent) und 45 Tonnen Ziegen- und Pferdefleisch (+ 1 Tonne bzw. + 3,4 Prozent).

Die Landwirte erzielten im Durchschnitt aller Handelsklassen im vergangenen Jahr für Schweine 1,38 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg SG). Damit lagen die im Jahresdurchschnitt 2004 erzielten Auszahlungspreise um 16 Cent/kg SG über dem Vorjahresniveau.

Schlachtrinder brachten im Jahresdurchschnitt 1,85 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht und lagen um 10 Cent/kg SG über dem Ergebnis des Jahres 2003. Die Auszahlungspreise, die ihren Tiefpunkt im Dezember 2003 mit 1,56 Euro je kg SG hatten, stiegen bis September 2004 kontinuierlich auf 2,05 Euro je kg SG an, bevor sie bis Dezember 2004 wieder auf 1,83 Euro je kg SG fielen.

Die Preise für Schlachtkälber lagen mit 3,03 Euro/kg SG um 3 Cent/kg SG unter dem Niveau des Vorjahres. Geringere Auszahlungspreise wurden auch bei Schafen erzielt. Mit 3,29 Euro je kg SG lagen die durchschnittlichen Auszahlungspreise um 41 Cent/kg SG unter dem Ergebnis von 2003.

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Gemüseanbau 2004: Flächenausweitung und Rekordernte

Themen: Archiv — info @ 10:02

Wiesbaden (agrar.de) – Noch annähernd 12.000 landwirtschaftliche Betriebe bauten im Jahr 2004 in Deutschland auf einer Anbaufläche von knapp 112.000 ha Gemüse an. Nach aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes aus der allgemeinen Gemüseanbauerhebung 2004 hat die Zahl der Betriebe damit gegenüber der letzten allgemeinen Erhebung im Jahr 2000 um 17,5 Prozent abgenommen, während die für den Gemüseanbau genutzte Anbaufläche um 11,4 Prozent oder 11.500 ha zunahm. Die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung des Gemüseanbaus spiegelt sich auch in der Gemüseernte des Jahres 2004 wider: Die Steigerung gegenüber dem Erntejahr 2000 war mit 9,4 Prozent zwar nicht ganz so deutlich wie bei der Anbaufläche, dennoch wurde mit 3,1 Mill. Tonnen (t) die größte deutsche Gemüseernte seit der Wiedervereinigung eingebracht.

Mit knapp 112.000 ha weisen die Gemüseanbauflächen einen neuen Höchststand auf. Sie setzen sich zu 99 Prozent aus Anbauflächen auf dem Freiland und zu 1 Prozent aus dem Unterglasanbau zusammen. Der weniger bedeutende Gemüseanbau in Unterglasanlagen zeigte gegenüber dem Jahr 2000 nur einen geringen Zuwachs um 30 ha auf 1.370 ha (+ 2 Prozent).

Prägnante Ausweitungen der Anbauflächen wurden im Vergleich zum Jahr 2000 vor allem bei Spargel (+ 28 Prozent) mit einer bedeutenden Anbaufläche von nahezu 20.000 ha (davon 84 Prozent im Ertrag) festgestellt, sowie bei Salaten (+ 14 Prozent), Speisezwiebeln (+ 21 Prozent), Möhren und Karotten (+ 12 Prozent) und Frischerbsen (+ 25 Prozent). Auf Bundesebene rückläufig sind die Anbauflächen von Gurken (– 15 Prozent), Spinat (– 10 Prozent), Kopfsalat (– 8 Prozent) und Brokkoli (– 5 Prozent).

Die umfangreichsten Gemüseanbauflächen liegen weiterhin in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg. Diese fünf Länder bewirtschaften 69 Prozent der gesamten Gemüseanbauflächen, wobei der Schwerpunkt des Unterglasanbaus mit gut einem Drittel der Anbauflächen in Baden-Württemberg liegt.

Besonders hohe Erntemengen erbrachten im Vergleich zu vorangegangenen Jahren und speziell gegenüber 2000 besonders Möhren und Karotten mit 554.000 t (+ 28 Prozent), Speisezwiebeln mit 426.000 t (+ 34 Prozent), Eissalat mit 146.000 t (+ 60 Prozent), Radies mit 86.000 t (+ 20 Prozent) und Spargel mit 73.000 t (+ 43 Prozent). Dagegen sanken die Erntemengen der meisten Kohlarten, obwohl die Kohlgemüse immer noch einen Anteil von knapp 32 Prozent an der gesamten Gemüseernte haben.

Die Erntemenge beim Gemüseanbau unter Glas konnte gegenüber dem Erntejahr 2000 um 14 Prozent auf 138.000 t gesteigert werden und erreichte somit ebenfalls einen Höchstwert. Insbesondere Tomaten bzw. Gurken trugen hier mit einer Steigerung der Produktion um 21 Prozent bzw. 18 Prozent zu dieser hohen Ernte bei.

Auf Grund der überwiegend guten Witterung im Jahr 2004 wurden im Freiland gute bis sehr gute Ernteerträge je Hektar erzielt.

Herausragende Ernteerträge im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1998 bis 2003 ergaben sich vor allem bei Eissalat mit 298 dt/ha (+ 27 Prozent), bei Speisezwiebeln mit 467 dt/ha (+ 19 Prozent), bei Möhren und Karotten mit 528 dt/ha (+ 14 Prozent) und bei Kopfsalat mit 277 dt/ha (+ 10 Prozent). Unterdurchschnittlich waren die Ernteerträge von Weißkohl (– 4 Prozent) und Roten Rüben (– 2 Prozent) im Freiland.

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09. Februar 2005

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 13:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 520 angebotenen Schweinen 520 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,52 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,52 Euro bis 1,53 Euro. Es wurden drei Partien gehandelt.

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08. Februar 2005

Brandenburger Umweltdaten erschienen

Themen: Archiv — info @ 14:02

Potsdam (agrar.de) – Die vom Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Brandenburg in jährlichem Turnus erscheinende Broschüre ‚Umweltökonomische Gesamtrechnungen – Basisdaten und ausgewählte Ergebnisse für das Land Brandenburg‘ steht als aktualisierte Fassung seit Januar 2005 bereit.

Vor dem Hintergrund folgenreicher Naturereignisse wie auch im Hinblick politischer Diskussionen zum Umweltgeschehen gewinnt das Wissen um regionale Umweltgegebenheiten zunehmend an Bedeutung.

In der aktuellen Veröffentlichung wird dem Leser mit einem detaillierten Datenangebot aus vielen Bereichen der Umwelt Wissenswertes zur Umweltsituation im Land Brandenburg zur Verfügung gestellt. So können Fragen nach dem Energieverbrauch im Land und den daraus resultierenden Kohlendioxidemissionen, nach dem Wasserverbrauch je Einwohner, nach Investitionen für den Umweltschutz u. v. a. m. beantwortet werden. Neben Bevölkerungs- und Wirtschaftsdaten gehören zum breiten Spektrum Angaben zu Verkehr und Landwirtschaft ebenso wie Energie-, Wasser- u. Abfalldaten. Entwicklungen bestimmter Basiswerte sind in Zeitreihen dargestellt und ermöglichen weitere Analysen. Für Nachhaltigkeitsdiskussionen sind diese Basiswerte grundlegende Voraussetzung.

Der Statistische Bericht (PV 1 – j/04) Umweltökonomische Gesamtrechnungen – Basisdaten und ausgewählte Ergebnisse für das Land Brandenburg ist kostenlos im Internet abrufbar. Die Printversion kann zum Preis von 10,60 Euro unter der Faxnummer 0331-39418 bzw. unter der E-Mail-Adresse vertrieb@lds.brandenburg.de bezogen werden.

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07. Februar 2005

Der Karpfen ist der dominierende Speisefisch in Sachsen

Themen: Archiv — info @ 12:02

Kamenz (agrar.de) – Im Rahmen der Binnenfischereierhebung 2004 wurden in Sachsen 150 Binnenfischereibetriebe erfasst. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, bewirtschafteten diese eine Gewässerfläche von rund 9.950 Hektar. Im Freistaat wird die Binnenfischerei hauptsächlich in Teichwirtschaften betrieben, während die Fluss- und Seenfischerei sowie die Netzgehegehaltung vergleichsweise nur geringe Bedeutung haben.

Die sächsische Fischwirtschaft hat vor allem im Regierungsbezirk (RB) Dresden Tradition. Rund 55 Prozent der Binnenfischereibetriebe und sogar fast 70 Prozent der bewirtschafteten Wasser­fläche befinden sich hier. Der RB Chemnitz weist 28 Prozent der Betriebe und 12 Prozent der fischwirtschaftlich genutzten Fläche auf, im RB Leipzig sind es 17 bzw. 18 Prozent. Die dominie­rende Rechtsform ist das Einzelunternehmen. Von den 118 Betrieben dieser Rechtsform waren 54 Haupterwerbs- und 64 Nebenerwerbsbetriebe. Außerdem gehörten 15 Betriebe der Rechtsform Personengesellschaften/-gemeinschaften und 17 der Rechtsform juristische Personen an.

Insgesamt arbeiteten im Jahr 2003 in den Binnenfischereibetrieben 819 Personen, davon waren 427 Arbeitskräfte ständig beschäftigt, die Hälfte von ihnen vollbeschäftigt. Die Teilzeitbeschäftigten werden hauptsächlich im Frühjahr und Herbst als Abfischhilfen eingesetzt.

In den Einzelunternehmen waren insgesamt 495 Personen tätig – 195 Familienarbeitskräfte und 300 familienfremde Arbeitskräfte. 355 Personen arbeiteten in Haupterwerbsbetrieben und 140 in Nebenerwerbsbetrieben. In den Betrieben der Rechtsform Personengesellschaften/-gemein­schaften waren 63 Arbeitskräfte beschäftigt und in Betrieben in Hand juristischer Personen 261 Arbeitskräfte.

148 Betriebe mit Teichwirtschaft befischten 1.816 Teiche mit einer Wasserfläche von 8.214 Hektar. Mehr als 80 Prozent dieser Betriebe bewirtschafteten nur Karpfenteiche und jeweils ca. neun Prozent nur Forellenteiche bzw. mehrere Teicharten. In den Teichen sind insgesamt 2.889 Tonnen Speisefische erzeugt worden. Im Rahmen der Fluss- und Seenfischerei wurden 1.735 Hektar Gewässerfläche fischereiwirtschaftlich genutzt. Dort ernteten die Fischer insgesamt fast 87 Tonnen Fisch, darunter über 69 Tonnen Speisefische. 16 Betriebe nutzten Behälteranlagen zur Produktion von Fischbrut und Setzlingen oder zur Mast von Speisefischen. Hier wurden 45 Tonnen Speise­fische erzeugt.

Die dominierende Speisefischart in Sachsen ist der Karpfen. Fast 90 Prozent der erzeugten Speisefische zählten zu dieser Fischart. Weitere wichtige Fischarten sind die Regenbogenforellen (6 Prozent) sowie Schleien und sonstige Cypriniden (Karpfenartige), die Anteile von jeweils ca. einem Prozent an der Speisefischproduktion besaßen. 6 Betriebe gaben an, dass sie neben Speisefischen auch Koi (japanische Zierkarpfen) züchten, 8 Betriebe produzierten andere Zier­fische.

Der überwiegende Teil der Speisefische wurde über den Weg der Direktvermarktung an den End­verbraucher abgegeben. In 128 Fischereibetrieben wurde dieser Absatzweg genutzt, 69 Betriebe verkauften sogar 100 Prozent ihrer Speisefische über diesen Vermarktungsweg. Zur Direktver­marktung zählen der Verkauf am Teich sowie über ein eigenes Geschäft oder eigene Gaststätte und auch die Vergabe von Angellizenzen.

Die Binnenfischereierhebung wird als Nacherhebung der Landwirtschaftszählung in einem Abstand von ca. 10 Jahren durchgeführt. Die Bedeutung der Binnenfischerei ergibt sich daraus, dass sich der Produktionswert bereits in vergleichbarer Höhe mit der Seenfischerei bewegt, außerdem spielt sie vor dem Hintergrund der schwierigen Situation vieler mariner Fischbestände eine zunehmend große Rolle. Dies und die in den letzten Jahren eingetretenen Veränderungen verschiedener anderer Einflussgrößen – wie dem Verbraucherverhalten und damit den Absatzmöglichkeiten – machten eine neue Erhebung erforderlich. Befragt wurden alle Betriebe, die Fluss- oder Seen­fischerei, Teichwirtschaft oder Fischzucht zu Erwerbszwecken betrieben. Nicht einbezogen worden sind Hobbyfischer und Betriebe mit geringer Fischproduktion.

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06. Februar 2005

Rheinland-Pfalz: Weniger als 400.000 Rinder

Themen: Archiv — info @ 16:02

Schweinebestände auf 327.000 Tiere reduziert

Bad Ems (agrar.de) – Binnen einem Jahr reduzierten sich die Rinder- und Schweinebestände in Rheinland-Pfalz um 2,1 bzw. 2,2 Prozent auf 395.000 Rinder und 327.000 Schweine. Der Bestandsabbau betrifft fast alle Nutzungskategorien. Der Rinderbestand verringerte sich nach Angaben des Statistischen Landesamtes innerhalb der letzten fünf Jahre um über 54.000 Tiere. Der Bestandsabbau bei den Schweinen belief sich auf fast 34.000 Tiere. Die Viehhaltung hat damit eine immer geringere Bedeutung als Einkommensquelle für die landwirtschaftlichen Betriebe.

Die Zahl der Milchkühe, die knapp ein Drittel des Rinderbestandes stellten, nahm binnen einem Jahr mit minus 1,4 Prozent nur unterdurchschnittlich ab. In den rheinland-pfälzischen Ställen standen im November 2004 noch 124.600 Milchkühe. Die Ammen- und Mutterkuhhaltung, als extensive Form der Rinderhaltung, blieb mit 47.000 Tieren gegenüber dem Vorjahresbestand nahezu unverändert. Wie im Vorjahr wiesen die männlichen Tiere mit minus 3,7 Prozent einen überdurchschnittlichen Bestandsabbau auf. Die Entwicklung bei den männlichen Tieren ist darauf zurückzuführen, dass die Mastbullenhaltung in vielen Fällen nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann.

Bei den Schweinen nahmen im letzten Jahr die Zuchtschweinebestände überdurchschnittlich ab. Die Zahl der Zuchtsauen (28.500 Tiere) sank um 3,2 Prozent. Der Rückgang der Mastschweinebestände auf 131.000 Tiere entsprach mit minus 2,1 Prozent etwa dem Durchschnitt. Eine ähnliche Veränderung war für den Bestand an Ferkeln und Jungschweinen festzustellen. Ein wichtiger Grund für den Abbau der Schweinebestände dürfte sein, dass nur noch spezialisierte Betriebe eine wirtschaftlich erfolgreiche Schweinehaltung betreiben können.

Die Daten stammen aus der repräsentativ durchgeführten Erhebung der Rinder- und Schweinebestände zum 3. November. In Rheinland-Pfalz wurden hierzu 2.300 landwirtschaftliche Betriebe befragt.

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03. Februar 2005

DBV: Keine verdeckten Feldermittlungen

Themen: Archiv — info @ 16:02

Born: Umweltbundesamt muss davon Abstand nehmen

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat das Umweltbundesamt dringend aufgefordert, von dem geplanten Forschungsvorhaben zur verdeckten Feldbeobachtung im Pflanzenschutz Abstand zu nehmen. In einem Brief an den Präsidenten des Umweltbundesamtes, Professor Dr. Andreas Troge, betonte DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born, dass es nicht akzeptabel sei, wenn eine nicht zuständige staatliche Einrichtung wie das Umweltbundesamt in der Landwirtschaft verdeckt ermittele, gleichzeitig aber das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium mit den Landwirten kooperativ bei der Verbesserung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zusammenarbeitet. So setze das Reduktionsprogramm der Bundesregierung eindeutig auf Kooperation und Vertrauen, das Forschungsvorhaben des Umweltbundesamtes dagegen auf verdeckte Ermittlungen und damit Misstrauen. Born sieht durch das geplante Vorgehen des Umweltbundesamtes sogar bereits erreichte sowie durch das Reduktionsprogramm der Bundesregierung absehbare Erfolge eines verbesserten optimierten Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft gefährdet.

Hintergrund des DBV-Protestes war die Ankündigung des Umweltbundesamtes, die auch politisch umstrittenen verdeckten Feldbeobachtungen in diesem Frühjahr zu beginnen, da die Bundesländer Daten nur unzureichend über ihre Kontrolltätigkeit im Pflanzenschutz übermittelt hätten. Der DBV hatte von Anfang an gegen dieses Forschungsprogramm energisch protestiert, da dieses Vorgehen die Bauern vorverurteile und kriminalisiere. Vielmehr hatte der DBV dem Umweltbundesamt vorgeschlagen, im Rahmen eines transparenten und offenen Verfahrens unter Einbindung des landwirtschaftlichen Berufsstandes mögliche Probleme bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln herauszuarbeiten und die zum Beispiel überaus komplizierten Abstandsauflagen zu vereinfachen. Diese Zusammenarbeit erfolge zum Beispiel im Rahmen des Pflanzenschutz-Reduktionsprogrammes der Bundesregierung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium, an dessen Umsetzung sich der DBV sehr konstruktiv und aktiv beteilige.

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Noch 25 Prozent für die Landwirte

Themen: Archiv — info @ 11:02

Hannover (agrar.de) – Der Anteil der landwirtschaftlichen Erzeugererlöse an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel ist im Wirtschaftsjahr 2003/04 geringfügig von 24,3 Prozent auf 25,6 Prozent gestiegen. Das geht nach Angaben des Landvolks Niedersachsen aus einer Erhebung der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig hervor.

Damit schwankt der Anteil der Erzeugererlöse seit nunmehr sieben Jahren verhältnismäßig stabil um den Mittelwert von 25,5 Prozent. Anfang der achtziger Jahre entfielen noch 44 Prozent der Nahrungsmittelpreise auf die Verkaufserlöse der Landwirte. Vergleichsweise hoch ist der Erzeugeranteil an den Endproduktpreisen bei Milch und Milcherzeugnissen. Hier betrug der Anteil noch 39,8 Prozent, allerdings lag dieser Anteil vor 30 Jahren noch bei 57,1 Prozent.

Bei Fleisch und Fleischwaren ermittelten die Statistiker einen Erlösanteil für die Bauern von 24,8 Prozent und bei Kartoffeln von 25,9 Prozent. Hier waren es vor 30 Jahren sogar noch 62,7 Prozent. Zuckerrüben bescherten den Erzeugern dagegen einen stabilen Erlösanteil, der lediglich von 42,1 Prozent auf 39,2 Prozent nachgab. Bei Eiern ermäßigte sich der Anteil der Verkaufserlöse der Landwirte von dem Spitzenwert aller Produktgruppen mit 84,5 Prozent auf 65,8 Prozent im Wirtschaftsjahr 2003/04. Am niedrigsten war der Erlösanteil der Bauern bei Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnissen mit 4,5 Prozent.

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02. Februar 2005

DBV zum Agrarbericht 2005: Extrem schwierige Lage der Bauern bessert sich leicht

Themen: Archiv — info @ 13:02

Bauernverband fordert Offensive für Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft

Berlin (agrar.de) – Der heute vorgestellte Agrarbericht der Bundesregierung bestätigt die Ergebnisse des Situationsberichtes des Deutschen Bauernverbandes (DBV) über die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft vom Dezember des vergangenen Jahres. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2003/04 konnten die Einkommen vor allem im Ackerbau verbessert werden, dagegen verzeichneten die tierhaltenden Betriebe weitere deutliche Einkommenseinbußen. Auf den Durchschnitt aller Betriebe bezogen stiegen die Unternehmerergebnisse leicht um 4,8 Prozent. Mit einem monatlichen Durchschnitteinkommen von knapp 1.600 Euro je Landwirt (Gewinn zzgl. Personalaufwand je Arbeitskraft) ist das Einkommensniveau allerdings sehr niedrig. Hiervon müssen nicht nur die private Lebenshaltung und soziale Sicherung, sondern auch die zur Existenzsicherung erforderliche betriebliche Eigenkapitalbildung finanziert werden.

Durch die seit Januar 2005 in Deutschland in Kraft gesetzte EU-Agrarreform sowie die weiter gehende Liberalisierung des europäischen Agrarmarktes erhalten die nationalen politischen Rahmenbedingungen einen zunehmenden Einfluss auf den Erfolg eines landwirtschaftliches Betriebes, betont der DBV in einer ersten Stellungnahme. Nur mit einer investitionsfreundlichen und wettbewerbsstärkenden Agrarpolitik der Bundesregierung können die deutschen Bauern die durchaus gegebenen Chancen am Markt unternehmerisch nutzen. Der DBV warnt deshalb davor, die Wirtschaftskraft der Landwirte – wie im vergangenen Jahr geschehen – durch einseitige Steuer- und Abgabenerhöhungen und marktfeindliche Auflagen weiter zu schwächen.

Überproportionale Kürzungen des Agrarhaushaltes, wie sie im Bundeshaushalt 2005 für die Landwirtschaft beschlossen wurden, sowie über das EU-Recht hinausgehende Regelungen in der Tierhaltung schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft im Binnenmarkt und beim Export. Augenmaß ist auch geboten bei der Umsetzung der EU-Agrarreform. Nur eine pragmatische und unbürokratische Handhabung unterstützt die Landwirtschaft in ihrer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Welches Potenzial in der qualitätsorientierten landwirtschaftlichen Produktion in Deutschland steckt, zeigt der Exportrekord des vergangenen Jahres. Ein Erfolg auch eines langfristig guten Marketingkonzeptes der Land- und Ernährungswirtschaft. Deren Leistungsfähigkeit wird bei einem europaweiten Produktionsvergleich deutlich. So sind die deutschen Bauern EU-weit die Nummer Eins bei der Erzeugung von Milch, Schweinefleisch, Raps und Kartoffeln; bei Getreide, Zucker, Eiern und Rindfleisch stehen sie an zweiter Stelle. Sie legen die Grundlage für mehr als 4 Millionen Arbeitsplätze in der gesamten Produktionskette.

Für das laufende Wirtschaftsjahr 2004/05 prognostiziert der Agrarbericht für die tierhaltenden Betriebe eine Verbesserung ihres äußerst niedrigen Einkommensniveaus, was nach einer dreijährigen wirtschaftlichen Talsohle auch dringend erforderlich ist. Insgesamt erwartet die Bundesregierung einen Anstieg der Unternehmensergebnisse um 10 Prozent im Wirtschaftsjahr 2004/2005. Dies wird im Wesentlichen durch die positive Entwicklung der Rind- und Schweinefleischpreise bestimmt sein. Dagegen wird bei Getreide, Obst und Gemüse mit Preisrückgängen gerechnet.

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Schleswig-Holstein: Mehr Gewinne in der Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 12:02

Kiel (agrar.de) – Über durchschnittlich 14,7 Prozent mehr Gewinn können sich Schleswig-Holsteins Landwirte freuen. Nach 2 Jahren rückläufiger Gewinne hat sich die Ertragslage der Betriebe in Schleswig-Holstein wieder verbessert. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Klaus Müller: ‚Die Gewinne der rund 10.000 Haupterwerbsbetriebe sind im Durchschnitt aller Betriebe im Wirtschaftsjahr 2003/04 um 4563 Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit einem Unternehmensgewinn von durchschnittlich 35.700 Euro wird der Bundesdurchschnitt um fast 7.500 Euro übertroffen‘.

Im Ländervergleich belegen die schleswig-holsteinischen Landwirte unter den alten Bundesländern den 1. Platz. ‚Ursachen für den Gewinnanstieg waren die guten Getreide- und Rapserträge im Ackerbau verbunden mit gestiegenen Preisen, die für alle Ackerbauern einen Gewinnanstieg in Höhe von über 50 Prozent zur Folge hatten. Das ist ein Ergebnis der Qualität des Standortes Schleswig-Holstein, denn im übrigen Bundesgebiet führte die Trockenheit des Sommers 2003 zu sehr niedrigen Ernten‘ sagte Minister Klaus Müller.

Nicht alle Wirtschaftszweige in der Landwirtschaft haben ein derart gutes Ergebnis zu verzeichnen. Minister Klaus Müller: ‚Die Gewinne der Milchviehbetriebe sind um 4,4 Prozent aufgrund gesunkener Milch- und Fleischerlöse und gestiegener Kraftfutterkosten zurückgegangen. Im Bundesdurchschnitt nahmen die Unternehmensgewinne der Milchviehbetriebe allerdings um 7,8 Prozent ab. Auch die Rindermastbetriebe verzeichneten einen Gewinnrückgang um 14,2 Prozent. Ebenso hatten die Veredlungsbetriebe rückläufige Gewinne aufgrund der niedrigen Schweinefleischpreise und gestiegenen Futterkosten in Höhe von 8,7 Prozent zu verzeichnen.‘ Die so genannten Gemischtbetriebe verzeichneten ein Plus von 25,8 Prozent. Minister Klaus Müller: ‚Für das jetzt laufende Wirtschaftsjahr rechne ich mit einem weiteren Anstieg der Gewinne für den Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe in Schleswig-Holstein. Milchvieh- und Rindermastbetriebe werden leicht zulegen, da die Fleischpreise gestiegen und die Futtermittel billiger geworden sind. Aufgrund gestiegener Ferkel- und Schweinefleischpreise werden auch die Sauenhalter und Schweinemastbetriebe höhere Gewinne verzeichnen. Die Ackerbaubetriebe werden allerdings aufgrund gesunkener Erlöse für Getreide und Raps – trotz höherer Naturalerträge als im Vorjahr – und gestiegener Energiepreise einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.‘

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Schleswig-Holstein.

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