16. Februar 2005

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 09:02

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 410 angebotenen Schweinen 410 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,52 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,52 Euro bis 1,53 Euro. Es wurden zwei Partien gehandelt.

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BUND: Hochwasserschutzgesetz droht Verwässerung

Themen: Archiv — info @ 09:02

Vorsorge kommt unter die Räder

Berlin (agrar.de) – Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat den CDU/CSU-regierten Bundesländern sowie den Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Brandenburg vorgeworfen, die Standards beim Hochwasserschutz senken zu wollen. Wenn es diesen Ländern im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat gelinge, aus dem Entwurf des Hochwasserschutzgesetzes wesentliche Teile herauszubrechen, werde das Gesetz zu einem Placebo ohne Wirkung. Das Vorhaben dieser Länder, in Überschwemmungsgebieten weiter Bauflächen zu genehmigen, sei ein Zeichen von Ignoranz gegenüber den Betroffenen und den Schäden des Jahrhunderthochwassers von 2002. Bei der nächsten Flut hätten erst die Opfer und dann die Steuerzahler wieder die Kosten zu tragen.

Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: ‚Noch sind die viele Milliarden Euro teuren Schäden der Flut von 2002 nicht beseitigt, da stehen die kurzfristigen Interessen erneut im Vordergrund. Wenn die Fehler beim Hochwasserschutz gemacht sind, klettern die Ministerpräsidenten bei der nächsten Flut wieder vor laufenden Fernsehkameras und in Gummistiefeln auf die Deiche und heucheln Betroffenheit. Viel Geld wird dann ausgegeben, um Neubaugebiete wie in Röderau in der sächsischen Elbaue wieder abzureißen. Wer kostengünstig vorsorgen will, muss die Überschwemmungsflächen erweitern statt sie einzuengen. Das Bauen in diesen Gebieten muss aufhören. Und auch die Landwirtschaft muss sich in Risikobereichen dem Hochwasserschutz anpassen.‘

Besonders skandalös sei, dass zwei von der SPD mitregierte Länder die rot-grünen Absichtserklärungen zum besseren Hochwasserschutz unterlaufen wollten. Käme mit ihrer Unterstützung im Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit gegen das Gesetz zustande, wäre es faktisch tot. Rheinland-Pfalz verlange Sonderregeln für Neubaugebiete in Überflutungsgebieten, Brandenburg die Aufweichung des Ackerbauverbotes in Flussauen. Dabei hätten auch Brandenburg und Rheinland-Pfalz regelmäßig unter Überschwemmungskatastrophen zu leiden. Vor allem der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) müsse aus den Hochwassern an Rhein, Elbe und Oder lernen und ökologische Hochwasserschutzmaßnahmen in den Mittelpunkt seiner Politik stellen.

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15. Februar 2005

Niedersachsen: Ausbildungszahlen in grünen Berufen leicht gestiegen

Themen: Archiv — info @ 16:02

Hannover (agrar.de) – Die Gesamtzahl aller Auszubildenden in den agrarwirtschaftlichen Berufen in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Das meldet die dortigen Landwirtschaftskammer.

2003 entschieden sich 5.782 junge Leute für einen dieser Berufe, 2004 waren es 5.997 (+ 3,71 Prozent). An der Zahl der Berufsgrundschüler im Schuljahr 2003/04 lässt sich ablesen, dass dieser Trend auch im laufenden Jahr 2005 anhalten wird. Die Zahlen sind Ergebnisse der Statistik über die Zahl der Auszubildenden in den agrar- und hauswirtschaftlichen Berufen, die die Landwirtschaftskammern in Niedersachsen jedes Jahr im Februar veröffentlichen.

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Niedersachsen: Flächenverbrauch setzt sich auf niedrigerem Niveau fort

Themen: Archiv — info @ 15:02

Hannover (agrar.de) – Nach den Ergebnissen der Flächenerhebung 2004 werden in Niedersachsen Tag für Tag etwa 12,6 Hektar zusätzlich für Siedlungs- und Verkehrszwecke beansprucht, dies entspricht einer Größe von etwa 18 Fußballfeldern. Wie das Niedersächsische Landesamt für Statistik mitteilt, verringerte sich der Landschaftsverbrauch gegenüber 2001 bis 2003. Damals wurden durchschnittlich 13,3 Hektar täglich umgenutzt. Von 1997 bis 2001 hatte es einen Verbrauchsboom gegeben mit durchschnittlich 16,4 Hektar täglich.

Die Bodenfläche Niedersachsens umfasst insgesamt 4,8 Mio. Hektar. Gegenüber 2003 wurden 28 Hektar Gebietszunahme festgestellt. Diese sind auf Flächenbereinigungen mit anderen Bundesländern oder auf Neuvermessungen zurückzuführen.

Um 4.601 Hektar ist die Siedlungs- und Verkehrsfläche innerhalb eines Jahres gewachsen. Damit hat sie 616.672 Hektar erreicht, was einem Anteil von 13,0 Prozent an der Gesamtfläche Niedersachsens entspricht. Mehr als die Hälfte dieser Fläche (53,3 Prozent) zählt zu den Gebäude- und Freiflächen. Hierzu gehören Flächen für Wohngebäude sowie für Industrie und Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Die Verkehrsflächen nehmen mehr als ein Drittel der Siedlungs- und Verkehrsfläche ein (38,2 Prozent). Der Rest entfällt zum einen auf Grünanlagen, Sport- und Campingplätze (6,4 Prozent). Weiterhin gibt es Halden und Lagerflächen u.ä. (1,4 Prozent) sowie Friedhöfe (0,7 Prozent).

Nach Schätzungen ist knapp die Hälfte der Siedlungs- und Verkehrsfläche versiegelt, durch Beton, Asphalt oder Häuserbau. Hier sind die natürlichen Bodenfunktionen beeinträchtigt oder ganz außer Kraft gesetzt. Zu den unversiegelten Flächen gehören Rasenflächen, die zum Beispiel dem Wohnzweck eines Hauses zugeordnet sind. Auch diese nicht versiegelten Flächen können nicht immer alle wünschenswerten und notwendigen Funktionen natürlicher Bodenflächen erfüllen.

Den größten Anteil der Landesfläche nimmt mit 61 Prozent die Landwirtschaft ein. Die Landwirtschaftsfläche, dazu gehören das Acker- und das Grünland, verringerte sich innerhalb eines Jahres um 5.538 Hektar. Ihre Fläche umfasste 2004 insgesamt 2,9 Mio. Hektar. Die Größe der Grünlandfläche wurde von 2003 bis 2004 um 8.066 auf 1,1 Mio. Hektar reduziert, während die Fläche des Ackerlandes zunahm, nämlich um 2.983 auf rund 1,7 Mio. Hektar. Grünland wird weiterhin zum Teil in Ackerland umgewandelt, geht aber auch wie bisher der landwirtschaftlichen Nutzung ganz verloren. Der größte Teil der Verluste an Landwirtschaftsflächen geht in die Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Gut ein Fünftel von Niedersachsen wird von Wäldern bedeckt (21,2 Prozent bzw. 1,0 Mio. Hektar). Gegenüber dem Vorjahr ist die Waldfläche um 1.877 Hektar größer geworden. Die Veränderung verteilt sich unterschiedlich: die Fläche des Nadelwaldes verringerte sich um 395 Hektar, dem stehen Zuwächse gegenüber bei der Laubwald- (+831 Hektar), Mischwald- (+442 Hektar) und vor allem der Gehölzfläche (+999 Hektar).

Der Rückgang von Moor und Heide betrug zwischen 1989 und 1993 noch 8.268 Hektar (-9,3 Prozent). Von 2001 bis 2003 war der Rückgang auf 649 Hektar gesunken (-0,9 Prozent). Zwischen 2003 und 2004 hat es erstmals wieder per Saldo einen Zugewinn gegeben. Die Moorfläche wuchs um 491 Hektar, während die Heidefläche um 272 Hektar verkleinert wurde.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

NRW-Schlachthöfe: 16,3 Millionen Tiere geschlachtet

Themen: Archiv — info @ 12:02

Düsseldorf (agrar.de) – In den NRW-Schlachthöfen wurden im vergangenen Jahr 16,3 Millionen Tiere geschlachtet. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 950.000 oder 6,2 Prozent mehr als im Jahr 2003. Die Gesamtschlachtmenge stieg gegenüber dem Vorjahr um 97.000 Tonnen (+6,1 Prozent) auf 1,7 Millionen Tonnen.

Aus der Schlachtung von 15,4 Millionen Schweinen (+5,9 Prozent) wurden 1,5 Millionen Tonnen Schweinefleisch (+5,7 Prozent) erzeugt. Für die Produktion von 216.400 Tonnen Rind- und Kalbfleisch (+8,6 Prozent) mussten 778.000 Tiere (+11,1 Prozent) ihr Leben lassen. 117.000 Schafe (+13,8) wurden 2004 in NRW gewerblich geschlachtet; die Gesamtschlachtmenge lag hier mit 2.300 Tonnen um 17,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

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14. Februar 2005

Bauernspione: FDP fordert Rücktritt von UBA-Präsident Troge

Themen: Archiv — info @ 15:02

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der ‚verdeckten Feldbeobachtung‘ (‚Bauernspione‘) durch das Umweltbundesamt (UBA) erklären der Agrarsprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann, und die Pflanzenschutzexpertin, Dr. Christel Happach-Kasan:

‚UBA-Präsident Prof. Troge hat die ‚Bauernspione‘ nicht gestoppt. Land- und Forstwirte, Gartenbauer und Winzer werden nun doch im Rahmen der ‚verdeckten Feldbeobachtung‘ ausspioniert. Damit hat der UBA-Chef sein Wort nicht gehalten. In einem Gespräch mit den Agrarpolitikern der FDP-Bundestagsfraktion Ende des vergangenen Jahres hatte er versprochen, die ‚verdeckte Feldbeobachtung‘ zu stoppen. Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich den UBA-Präsidenten wegen seines Wortbruches auf, zurückzutreten und sein Amt zur Verfügung zu stellen.

Die ‚Bauernspione‘ erwecken den falschen Eindruck, dass Landwirte sich kriminell verhalten. Eine ‚verdeckte Feldbeobachtung‘ ist kein legitimes Mittel der Kontrolle des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. In einem Rechtsstaat werden ‚verdeckte Ermittler‘ ansonsten nur zu Bekämpfung von Schwerkriminalität vorgesehen. Daher bleibt es ein Rätsel, wie dieser ungeheuerliche Ansatz in die Projektausschreibung des UBA Eingang finden konnte. Noch ungeheuerlicher ist allerdings, dass auch die zuständigen Minister Trittin und Künast die ‚Bauernspione‘ nicht gestoppt haben.

Eine Entschuldigung der Minister bei den Betroffenen für diese Entgleisung ist immer noch nicht erfolgt. Umweltminister Minister Trittin und Agrarministerin Künast müssen zudem die mit dem UBA-Projekt verbundene Steuerverschwendung in Höhe von 360.000 Euro unverzüglich stoppen. Nur mit dem Stopp der ‚Bauernspione‘ ist eine weitere Kriminalisierung der Land- und Forstwirte, Gartenbauer und Winzer und eine Steuerverschwendung zu verhindern.‘

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Rentenbank senkt Zinsen für Sonderkredite

Themen: Banken,Förderung — info @ 14:02

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite gesenkt. Die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ verbilligen sich mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,25 Prozentpunkte (nominal). Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 3,58 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung effektiv 3,28 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

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12. Februar 2005

RLV: Cross-Compliance-Kontrollen bei der Kammer bündeln

Themen: Archiv — info @ 16:02

Bonn (agrar.de) – Der Vorstand des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) hat sich aus seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Kontrollen im Rahmen von ‚Cross Compliance‘ möglichst bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen gebündelt werden sollten. Mit der im vergangenen Jahr beschlossenen Agrarreform erhalten die Landwirte ab 2005 nur noch von der Produktionsmenge entkoppelte Direktzahlungen aus Brüssel. Die Fördermittel werden allerdings künftig an die Einhaltung von 19 EU-Richtlinien in den Bereichen Umwelt, Tierschutz sowie Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit – ‚Cross Compliance‘ genannt – gebunden. Die EU-Länder sind verpflichtet, die Einhaltung dieser Vorgaben zu überprüfen.

Der Vorstand des RLV ist der Ansicht, dass ohnehin schon ein erheblicher bürokratischer Aufwand auf die rheinischen Betriebe der Landwirtschaft und des Gartenbaus zukommt. Dies gelte umso mehr, wenn nun circa 270 Prüfstellen in NRW mit den Fachrechtskontrollen beauftragt werden müssten. Dazu gehören zum Beispiel die Abfallwirtschaftsämter, die Wasserbehörden und die Landschaftsbehörden. Da 1 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe im Jahr überprüft werden sollen, wäre mit circa 3.000 Kontrollbesuchen zu rechnen. Mehrfachbesuche auf einem Betrieb seien durchaus wahrscheinlich. Dringend erforderlich sei, so der Vorstand, diesen Kontrolltourismus möglichst zu vermeiden und Arbeitszeit und öffentliche Gelder zu sparen. Durch eine Bündelung dieser Aufgabe bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen könnten die Kontrollbesuche auf ein Drittel reduziert werden und so eine effiziente, auf das notwendige Maß reduzierte Prüfung sichergestellt werden.

Der RLV befürchtet, dass es in Deutschland zu erheblichen Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen EU-Recht und dem wesentlich schärferen nationalen Recht kommen könnte. Obwohl die EU-Kommission der Ansicht sei, dass nationale Standards im Rahmen von ‚Cross Compliance‘ nicht sanktioniert werden dürften, sondern ausschließlich die in den EU-Richtlinien formulierten Forderungen erfüllt werden müssten, werde eine eindeutige Zuordnung schwierig sein. Die EU wolle lediglich die gute fachliche Praxis eingehalten wissen, wie diese aber konkret aussehen solle, überlasse man weitestgehend den Mitgliedstaaten, meint hierzu der RLV. Um so dringender sei, dass die Kontrollaufgaben an die mit der entsprechenden Fachkompetenz ausgestattete Landwirtschaftskammer übertragen würden.

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11. Februar 2005

Obsternte Mecklenburg-Vorpommern: überdurchschnittliche Erträge, aber geringer Absatz als Frischobst

Themen: Archiv — info @ 12:02

Schwerin (agrar.de) – Die Obstbauern in Mecklenburg-Vorpommern ernteten im zurückliegenden Jahr 314.239 Dezitonnen Baum- und Beerenobst, darunter 263.536 Dezitonnen Äpfel und 31.427 Dezitonnen Erdbeeren, ein Zehntel mehr als im Durchschnitt der letzten Jahre. Allerdings konnten von den Äpfeln nur 7 Prozent als Frischobst, so genanntes Essobst, abgesetzt werden. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, hat sich damit dieser Anteil, der 1999 noch bei 30 Prozent lag, weiter verringert.

95 Prozent des Baumobstes in Mecklenburg-Vorpommern sind Äpfel, der Rest entfällt vorwiegend auf Pflaumen und Kirschen, nur ein geringer Anteil auf Birnen.

Die Baumobstanbaufläche, von der der größte Teil im Landkreis Ludwigslust liegt, hat eine Ausdehnung von 1.704 Hektar (Angaben von 2002). Davon werden auf 1.365 Hektar Äpfel angebaut, auf 130 Hektar stehen Sauerkirschen, auf 104 Hektar Süßkirschen, auf 76 Hektar Pflaumen und auf 29 Hektar Birnen. Seit 1992 verringerte sich die Baumobstfläche um mehr als 40 Prozent, differenziert jedoch bei den einzelnen Obstarten: Äpfel 30 Prozent, Pflaumen 50 Prozent, Kirschen 60 Prozent und Birnen 75 Prozent. An der Anbaufläche des Baumobstes haben somit Äpfel einen Anteil von 80 Prozent.

Die Ertragsleistungen der Äpfel lagen im vergangenen Jahr mit 193 Dezitonnen pro Hektar um 13 Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt. Bei den anderen Baumobstarten, die in Mecklenburg-Vorpommern eine wesentlich geringere Bedeutung haben, blieben die Hektarerträge sowohl wesentlich unter dem mehrjährigen Mittel (insbesondere bei Birnen), lagen aber auch (bei Pflaumen) erheblich über den Erwartungen. Daraus ergab sich im Jahr 2004 eine Ernte des Baumobstes, die mit 277.259 Dezitonnen den Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre um ein Zehntel übertraf.

Betriebswirtschaftlich geschmälert wird dieses Ergebnis jedoch dadurch, dass der Anteil des Essobstes an der Erntemenge der Äpfel nur noch 7 Prozent betrug; 1999 waren es 30 Prozent. Demnach konnten 93 Prozent der Ernte lediglich als Verwertungsobst abgesetzt werden, für das ein wesentlich geringerer Preis erzielt wird.

Im Jahr 2004 wurden Erdbeeren von 401 Hektar geerntet. Damit hat sich der Anbau in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Die Hektarleistung erreichte mit 78,3 Dezitonnen nicht den mehrjährigen Durchschnitt von 84,7 Dezitonnen. Die Erntemenge übertraf mit 31.427 Dezitonnen jedoch das Mittel der vergangenen Jahre um ein Zehntel, beeinflusst durch die Vergrößerung der Erntefläche.

Anderes Beerenobst, wie Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren und Brombeeren, hat im Marktobstbau Mecklenburg-Vorpommerns derzeit nur geringe Bedeutung.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Rheinland-Pfalz: Rotweinflächen wachsen langsamer

Themen: Archiv — info @ 10:02

Regent bei Neupflanzungen vor Dornfelder

Bad Ems (agrar.de) – Die meistgepflanzte Rebsorte der rheinland-pfälzischen Winzer war im vergangenen Jahr die Rotweinsorte Regent. Mit 559 Hektar, das waren 21 Prozent aller Neuanlagen, lag sie 2004 erstmals vorn und vergrößerte binnen eines Jahres ihr Gesamtareal auf 1.548 Hektar Rebfläche (plus 57 Prozent).

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems wird die besonders wegen ihrer Resistenz gegenüber Pilzkrankheiten geschätzte Sorte seit Mitte der 1990er Jahre in Rheinland-Pfalz angebaut, vor allem in Rheinhessen (49 Prozent) und in der Pfalz (40 Prozent). Die Nachfrage nach Dornfelderreben, in den letzten drei Jahren mit durchschnittlich gut 1.000 Hektar im Pflanzgeschäft unangefochtene Nummer eins, hat sich dagegen merklich abgeschwächt. Nur noch 464 Hektar (18 Prozent aller Neupflanzungen) kamen 2004 hinzu; die gesamte Dornfelderfläche liegt jetzt bei 7.600 Hektar (plus 6,4 Prozent). Die Anbaufläche aller Rotweinrebsorten zusammen hat im letzten Jahr erstmals die 20.000-Hektar-Marke überschritten (plus 7,8 Prozent). Ihr Anteil an der gesamten bestockten Rebfläche, die auf 63.900 Hektar (minus 0,5 Prozent) zurückging, stieg auf 31,5 Prozent.

Die mit Weißweinrebsorten bestockten Flächen (43.800 Hektar) sind weiterhin rückläufig (minus 3,9 Prozent). Allerdings hat sich die Geschwindigkeit, mit der weiße Rebsorten durch rote ersetzt werden, gegenüber den Vorjahren merklich verringert. Beim Riesling, der führenden Weißweinrebsorte in Rheinland-Pfalz (14.200 Hektar), ist der Schwund der Anbaufläche aufgrund der seit zwei Jahren wieder steigenden Pflanzungen landesweit fast zum Stillstand gekommen (minus 0,4 Prozent). Dabei ist ein Süd-Nord-Gefälle zu beobachten: Die Anbauflächen dieser alten Sorte wachsen vor allem wieder in Rheinhessen (plus 90 Hektar) und der Pfalz (plus 25 Hektar). Im klassischen Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer (minus 109 Hektar) und im Weltkulturerbe Mittelrhein (minus 15 Hektar) wird dagegen derzeit noch mehr gerodet als gepflanzt.

Links zum Thema Wein, Links zum Bundesland Rheinland-Pfalz.

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