18. Februar 2005

Legehennenhaltung in Sachsen: Erhebliche Ausweitung der Boden- und Freilandhaltung

Themen: Archiv — info @ 16:02

Kamenz (agrar.de) – Die 40 sächsischen Legehennenbetriebe mit 3.000 und mehr Haltungsplätzen verfügten zum 1. Dezember 2004 über 4,0 Millionen Legehennenplätze. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren diese mit 3,2 Millionen Legehennen belegt und damit zu 80 Prozent ausgelastet.

Die Legehennenhaltungen werden drei Haltungsformen zugeordnet, der Käfig-, Boden- und Freilandhaltung. In 30 sächsischen Betrieben wird lediglich nur eine Haltungsform angewendet, zehn Betriebe nutzen zwei Formen.

Seit Beginn dieser Statistik im Jahre 1991 hat es bei der Boden- und Freilandhaltung von Legehennen erhebliche Veränderungen gegeben. Die Anzahl der Legehennenplätze in der Bodenhaltung erhöhte sich in diesem Zeitraum auf das 25fache von 6.325 auf 159.165, die der Freilandhaltung auf das 17fache von 20.100 auf 340.524.

Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die dominierende Haltungsform auch weiterhin die Käfighaltung ist. 1991 wurden knapp 3,6 Millionen Käfigplätze ausgewiesen, 2004 waren es rund 3,5 Millionen. Der Anteil der Plätze in der Käfighaltung ging allerdings von 99 Prozent im Jahr 1991 auf 88 Prozent im letzten Jahr zurück. Nach den derzeitigen gesetzlichen Regelungen soll die Käfighaltung von Legehennen Ende 2006 auslaufen.

Die Legehennenhaltung erfolgt in Sachsen überwiegend in großen spezialisierten Betrieben. Die sieben größten sächsischen Legehennenhaltungen mit 100.000 und mehr Plätzen besitzen mit knapp 3,4 Millionen Legehennenplätzen rund 84 Prozent der vorhandenen Kapazität. Weniger als 10.000 Legehennenplätze weisen zwölf Betriebe mit insgesamt 66.800 Plätzen (knapp zwei Prozent) aus. Mit gut 1,7 Millionen Plätzen verfügt der Regierungsbezirk Chemnitz über 43 Prozent der vorhandenen Kapazität. 1,2 Millionen Legehennenplätze befinden sich im Regierungsbezirk Leipzig und knapp 1,1 Millionen Plätze werden für den Regierungsbezirk Dresden ausgewiesen.

Zum 1. Dezember 2003 wurden in Deutschland in 1.208 Betrieben mit 3.000 und mehr Legehennenplätzen 38 Millionen Plätze gezählt. Sachsen wies zu diesem Zeitpunkt nach Niedersachsen die zweithöchste Haltungskapazität auf. Deutschlandweit wurden knapp 81 Prozent aller Legehennen in Käfigen gehalten. Der Freilandhaltung wurden zehn und der Bodenhaltung neun Prozent der vorhandenen Plätze zugeordnet.

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