26. Januar 2005

In eigener Sache: Neuer Service „Agrarrecht“

Themen: Archiv — info @ 11:01

Rheine (agrar.de) – Kaum ein anderer Wirtschaftsbereich wird so stark durch Gesetze, Verordnungen und Erlasse reglementiert wie die Landwirtschaft.

Ab sofort bieten wir den Besuchern unserer Internetseiten eine neue Rubrik, die – nach Themen geordnet – Verweise zu den wichtigsten nationalen und europäischen Gesetzen und Verordnungen bietet. Die Listen können nach Namen und Gültigkeitsdatum geordnet, nach Stichworten durchsucht oder nach dem Geltungsbereich der Gesetze gefiltert werden.

Wie unsere anderen Suchmaschinen wird das neue Verzeichnis redaktionell betreut und ständig erweitert.

—> http://www.agrar.de/recht

25. Januar 2005

Herbstaussaat Brandenburg: Mehr Winterraps, weniger Wintergetreide

Themen: Archiv — info @ 13:01

Potsdam (agrar.de) – Die Aussaatbedingungen für Wintergetreide und -raps im Herbst des Jahres 2004 waren recht günstig. Wie schon im vorangegangenen Aussaatjahr kam es auch im Herbst 2004 nach vorläufigen Angaben des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik zu einer Erweiterung der Fläche mit Winterraps. Die Aussaat dieser Kultur erfolgte auf 113.200 Hektar. Das entspricht einer Zunahme um 6 Prozent. Somit wird Winterraps zum vierten Mal in Folge auf einer Fläche von über 100.000 Hektar angebaut. Der Flächenanteil des Winterrapses am Ackerland beträgt 11 Prozent.

Die Anbaufläche von Wintergetreide zur Ernte 2005 verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozent auf etwa 483.600 Hektar. Damit liegt dessen Anteil am Ackerland bei 46 Prozent.

Winterweizen wurde auf einer Anbaufläche von 156.300 Hektar gedrillt. Damit wurde ein Spitzenwert in Brandenburg bei der Anbaufläche dieser Winterkultur erreicht. Die Zunahme gegenüber dem vorangegangenen Aussaatjahr betrug 5 Prozent.

Der Wintergerstenanbau vergrößerte sich mit 69.400 Hektar gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozent. Nach dem deutlichen Anstieg der Winterroggenfläche um 15 Prozent im vergangenen Aussaatjahr reduziert sich diese zur Ernte 2005 um 7 Prozent auf 182.700 Hektar. Eine noch geringere Anbaufläche gab es nur zur Ernte 2003.

Bei Triticale gab es erneut einen Anbaurückgang (- 4 Prozent). Im Herbst 2004 wurden 75.100 Hektar mit dieser Getreideart bestellt. Das sind 3 400 Hektar weniger als im Jahr davor.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

17. Januar 2005

Thüringen: Erste Anbauprognose auf Basis der Herbstaussaat 2004

Themen: Archiv — info @ 12:01

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Landwirte bestellten im Herbst 2004 insgesamt 308.300 Hektar mit Wintergetreide. Das waren 700 Hektar bzw. 0,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit lag die Herbstaussaat 2004 nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wieder auf dem Niveau des Jahres 2003 und mit 4.000 Hektar bzw. 1,3 Prozent geringfügig über dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre.

Die Entwicklung der einzelnen Kulturen zeigt sich nach Meldung der Ernte- und Betriebsberichterstatter differenziert. Winterweizen, das in Thüringen bedeutendste Wintergetreide, wurde auf 223.000 Hektar ausgesät. Das waren rund 5.000 Hektar bzw. 2,3 Prozent mehr als im Herbst 2003 und 18.000 Hektar bzw. 8,8 Prozent mehr als im Mittel der Jahre 1999 bis 2004.

Auf 60.300 Hektar wurde Wintergerste bestellt. Damit gab es gegenüber dem Jahr 2003 ein Zuwachs um rund 500 Hektar bzw. 0,9 Prozent. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt 1999 bis 2004 wurden jedoch 4.200 Hektar bzw. 6,5 Prozent weniger ausgesät.

Der Anbau von Winterroggen, der im vergangenen Jahr überraschend ausgedehnt wurde, ging wieder um 24,7 Prozent auf 9.100 Hektar auf das Niveau von 2003 zurück. Aufgrund der geringen Nachfrage wurde der Anbau von Winterroggen stark zurückgefahren. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2004 beträgt der Anbaurückgang 5.100 Hektar bzw. 35,9 Prozent.

Bei Triticale, eine Kreuzung aus Weizen und Roggen, ist die Entwicklung weiterhin rückläufig. Im Herbst 2004 wurden 15.100 Hektar ausgedrillt. Das waren 1.700 Hektar bzw. 10,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor und 4.500 Hektar bzw. 23,0 Prozent weniger als im Mittel der Jahre 1999 bis 2004.

Weiter ausgebaut wurden die Anbauflächen vom Winterraps (einschließlich des Anbaus für nachwachsende Rohstoffe). Erste Hochrechnungen weisen eine Flächenausdehnung um 2.000 Hektar bzw. 1,8 Prozent auf 110.800 Hektar gegenüber dem Herbst 2003 aus. Gegenüber dem langjährigen Mittel 1999 bis 2004 wuchs die Fläche um 9.600 Hektar bzw. 9,5 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Statistikamt: Weniger Wintergetreide, mehr Winterraps

Themen: Archiv — info @ 11:01

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt zur ‚Grünen Woche‘ mitteilt, wurde im Herbst 2004 in Deutschland für die Ernte 2005 auf knapp 5,52 Mill. ha Wintergetreide eingesät und auf gut 1,3 Mill. ha Winterraps.

Damit hat die Anbaufläche von Winterraps gegenüber den Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung vom Mai 2004 um 3,8 Prozent oder rund 47.800 ha zugenommen. Die Fläche für Wintergetreide verringerte sich dagegen um 0,7 Prozent oder 41.400 ha.

Während bei Wintergerste bundesweit nur ein leichter Rückgang der Anbaufläche um 13.900 ha (– 1,0 Prozent) zu verzeichnen ist, beträgt die Abnahme bei Triticale (Weizen-Roggen-Kreuzung) immerhin 29.500 ha oder 5,8 Prozent. Der stärkste Flächenverlust ist bei Winterroggen mit 64.600 ha (– 10,3 Prozent) zu beobachten. Nur Winterweizen erfuhr eine leichte Flächenausdehnung von 2,2 Prozent (66.700 ha) gegenüber der Anbaufläche vom Mai 2004.

In den einzelnen Bundesländern sind dabei unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. In Baden-Württemberg wurde entgegen dem allgemeinen Trend die Anbaufläche von Winterweizen um 2,8 Prozent reduziert, der Anbau von Roggen jedoch um 1,3 Prozent ausgedehnt. Lediglich in Bayern weiteten die Landwirte den Anbau von Triticale aus (+ 1,8 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

14. Januar 2005

Mehr Schweine, aber weniger Rinder

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 14:01

Potsdam (agrar.de) – Nach der am 3. November 2004 durchgeführten repräsentativen Viehbestandserhebung wurden im Land Brandenburg den vorläufigen Ergebnissen zufolge 589.300 Rinder und 797.600 Schweine ermittelt.

Wie der Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik weiter mitteilt, wurde die Verringerung des Rinderbestandes von 601.200 Tieren im November 2003 auf 589.300 Tiere im November 2004 hauptsächlich durch die rückläufige Entwicklung bei den über zwei Jahre alten Zucht- und Nutzfärsen bestimmt. Hier wurde ein Abbau von insgesamt 8,1 Prozent verzeichnet.

Mit 174.600 Milchkühen wurde in Brandenburg der niedrigste Bestand der letzten 50 Jahre bei diesen Tieren erreicht. Dieser langjährige Bestandsabbau ist vor allem die Folge der steigenden Milchleistung je Kuh, der feststehenden Milchreferenzmenge und der anstehenden Agrarreform. Bei den Mastrindern ist ebenfalls ein solcher Trend zu beobachten: Wurden im November 2003 31.800 männliche Rinder zwischen einem und zwei Jahren gehalten, waren es im November 2004 nur noch 29.600 (- 6,8 Prozent).

Die Zahl der Ammen- und Mutterkühe blieb mit rund 92.500 Tieren im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Bei den Schweinebeständen hat sich eine positive Entwicklung eingestellt. Der Gesamtbestand erhöhte sich gegenüber dem zurückliegenden Jahr von 777.600 auf insgesamt 797.600 Tiere. Die Zunahmen basieren hauptsächlich auf dem Anstieg der Mastschweinebestände. Im November 2004 standen in Brandenburger Mastställen 244.200 Tiere. Das sind 12.400 Tiere mehr als im Jahr zuvor und entspricht einer Zunahme um 5,4 Prozent. Die Zahl der Mastschweine erhöhte sich am deutlichsten bei den Tieren mit einem Lebendgewicht von 50 bis 80 Kilogramm. Hier vergrößerte sich die Tierzahl von fast 111.000 auf 127.100 Mastschweine.

Der leichte Anstieg bei den Zuchtsauen von 102.500 Tieren im November 2003 auf 102.800 Tiere im November 2004 lässt erwarten, dass sich der positive Trend in der Schweineproduktion auch in den nächsten Jahren fortsetzt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

12. Januar 2005

Sachsen: Schweinebestand unter Vorjahresniveau – Rinderbestand weiter rückläufig

Themen: Archiv — info @ 12:01

Kamenz (agrar.de) – In den landwirtschaftlichen Betrieben in Sachsen wurden Anfang November 502.900 Rinder und 633.900 Schweine erfasst. Der sächsische Rinderbestand verminderte sich binnen Jahresfrist um weitere 8.900 Tiere (knapp zwei Prozent). Die Bestandszahlen an Schweinen verringerten sich in den Schweine haltenden Betrieben gegenüber dem Vorjahr um 5.900 Tiere (ein Prozent).

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, setzte sich auch 2004 der seit Jahren anhaltende Be­standsabbau in der Rinderhaltung fort. Der höchste Rückgang ist in der Haltung männlicher Rinder über sechs Monate zu verzeichnen. Deren Zahl verringerte sich um weitere 3.200 auf 33.500 Bullen und Ochsen (knapp neun Prozent). Die Zahl der weiblichen Jungrinder zur Zucht und Nutzung (über zwölf Monate) reduzierte sich um 3.500 (drei Prozent) auf 110.000 Tiere. In der sächsischen Milch­kuhhaltung sank der Tierbestand im Vergleich zum Vorjahr um weitere 2.600 Tiere (gut ein Prozent) auf aktuell 201.400 Milchkühe. Demgegenüber konnte in der Ammen- und Mutterkuhhaltung eine Bestandserhöhung um knapp 800 (zwei Prozent) auf 36.700 Kühe festgestellt werden. Auch die Zahl der Kälber (70.200) lag zum Zähltermin um 800 Tiere über dem Vorjahreswert.

Mit 633.900 Schweinen wurden im Vergleich zum November 2003 in Sachsen 5.900 Tiere (ein Prozent) weniger erfasst. In der Schweinehaltung ist, außer bei Ferkeln, in allen Kategorien und Nutzungsrichtungen eine Bestandsreduzierung ersichtlich. Die Zahl der Ferkel erhöhte sich zum Vorjahr um 13.200 (knapp acht Prozent) auf 183.500 Tiere. Demgegenüber sank der Bestand an Jungschweinen um 4.800 (knapp drei Prozent) auf 178.100. In den Schweinemastbetrieben sank die Zahl der Masttiere um 12.100 (sechs Prozent) auf 191.600. Auch in den Zuchtbetrieben wurden mit 80.700 Sauen und Ebern knapp 2.300 Tiere (drei Prozent) weniger als im Vorjahr gezählt.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen.

05. Januar 2005

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:01

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 495 angebotenen Schweinen 350 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,45 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,45 Euro bis 1,45 Euro. Es wurden drei Partien angeboten.

Links zum Thema Schweine.

Statistikamt: Rinderbestand rückläufig

Themen: Archiv — info @ 11:01

Wiesbaden (agrar.de) – Im November 2004 gab es in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland 13,0 Mill. Rinder, 4,3 Mill. Milchkühe und 26,2 Mill. Schweine, darunter 10,3 Mill. Mastschweine. Dies zeigen vorläufige Ergebnisse der repräsentativen Erhebung über die Viehbestände an Rindern und Schweinen zum Stichtag 3. November 2004, die das Statistische Bundesamt mitteilt.

Kurz vor dem In-Kraft-Treten der ersten Stufe der Agrarreform zum 1.1.2005 und der damit verbundenen Umstellung des Prämiensystems auf produktionsunabhängige Prämien hat sich der Rinderbestand gegenüber Mai 2004 insgesamt um 229.000 Tiere oder 1,7 Prozent verringert. Dabei ging der Bestand an männlichen Rindern, die ein Jahr oder älter sind (Ochsen und Bullen), am stärksten zurück (– 116.000 Tiere oder – 9,4 Prozent). Die Zahl der Färsen sank um 93.000 Tiere oder 3,2 Prozent gegenüber der Erhebung vom 3. Mai 2004. Die Milchkuhbestände reduzierten sich um 0,5 Prozent. Bei Kälbern gab es einen Zuwachs von 23.000 Tieren oder 1,1 Prozent gegenüber Mai 2004. Der Bestand an Jungvieh (im Alter von ½ bis 1 Jahr) blieb nahezu konstant.

Im Vergleich zum November 2003 nahm der gesamte Rinderbestand um 3,1 Prozent oder 417.000 Tiere ab. Im Vergleich zum Vorjahreswert sank die Zahl der männlichen Rinder um 12,4 Prozent, der Färsen um 4,5 Prozent und des Jungviehs um 3,9 Prozent; die Milchkuhbestände verringerten sich um 1,7 Prozent. Lediglich bei Kälbern ist im Jahresvergleich ein Zuwachs von 2,6 Prozent festzustellen.

Bei Schweinen haben sich die Tierbestände von Mai 2004 bis November 2004 mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent (576.000 Tiere) erholt. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Mastschweinen, deren Zahl gegenüber Mai 2004 um 437-000 Tiere angestiegen ist (+ 4,4 Prozent). Auch nahm die Zahl der Jungschweine (+ 1,8 Prozent) und der Ferkel (+ 1,3 Prozent) gegenüber Mai 2004 leicht zu. Allerdings ging die Zahl der Zuchtsauen um 61.000 Tiere (– 2,4 Prozent) zurück.

Der Vergleich der Schweinebestände zum November 2003 zeigt, dass der Gesamtbestand der Schweine in den letzten zwölf Monaten reduziert wurde (– 1,0 Prozent). Die Abnahme ist dabei vor allem auf rückläufige Zahlen bei den Mast- und Jungschweinen zurückzuführen (– 287.000 Tiere oder – 1,7 Prozent). Aber auch die Zahl der Zuchtsauen sank deutlich gegenüber dem Vorjahreswert (– 110.000 Tiere oder – 4,3 Prozent).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

Gute Obsternte im Jahr 2004 in Thüringen

Themen: Archiv — info @ 11:01

Erfurt (agrar.de) – In diesem Jahr wurden in Thüringen in den auf Marktobstbau ausgerichteten Obstbaubetrieben 38.125 Tonnen Baumobst geerntet, davon 29.419 Tonnen Äpfel, 4.553 Tonnen Sauerkirschen, 930 Tonnen Süßkirschen, 1.797 Tonnen Pflaumen und Zwetschen, 984 Tonnen Mirabellen und Renekloden sowie 441 Tonnen Birnen. Damit lag die Obsternte nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik um 14 Prozent (4.698 Tonnen) über dem langjährigen Mittel der Jahre 1998/2003, aber um 11 Prozent (4.653 Tonnen) unter dem Bestergebnis des Vorjahres.

Bei Äpfeln, der vorherrschenden Obstart in Thüringen, wurde ein Flächenertrag von 260,3 dt/ha erzielt. Insgesamt wurden in diesem Jahr 29.419 Tonnen eingebracht. Das waren 2.986 Tonnen (11 Prozent) mehr als im Durchschnitt der Jahre 1998/2003, doch 3.773 Tonnen (11 Prozent) weniger als im Vorjahr. Der überwiegende Teil der Erntemenge wurde als Essobst verkauft, rund 35 Prozent wurden weiterverarbeitet.

Die Sauerkirsche, die zweitwichtigste Obstart in Thüringen, brachte in diesem Jahr einen Ertrag von 8,2 kg je Baum. Damit lag das Ertragsniveau um rund 11 Prozent über dem durchschnittlichen Ertragspotential der Jahre 1998/2003 (7,4 kg/Baum). Das bisher zweitbeste Ergebnis des Vorjahres mit 9,6 kg/Baum wurde um rund 15 Prozent verfehlt. Das bisher beste Ergebnis gab es im Jahr 1994 mit 10 kg je Baum. Drei Viertel der Erntemenge von 4.553 Tonnen gelangte über Gläser und Dosen oder verarbeitet zu anderen schmackhaften Produkten an den Konsumenten.

An Süßkirschen wurden in diesem Jahr 930 Tonnen geerntet. Dieses Ergebnis lag mit einem Plus von 4 Prozent gering über dem langjährigen Mittel der Jahre 1998/2003, aber rund zwei Zehntel unter der Erntemenge vom Vorjahr. Im Landesdurchschnitt reiften an jedem Baum 9,1 Kilogramm dieser süßen Früchte. Im Jahr 2003 trugen die Kirschbäume durchschnittlich 11,2 Kilogramm und im langjährigen Mittel 9,0 Kilogramm.

Für Pflaumen und Zwetschen wurden nach den Meldungen der Ernteberichterstatter in diesem Jahr ein Baumertrag von 21,6 kg und eine Gesamternte von 1 797 Tonnen ermittelt. Damit wurde der zweithöchste Ertrag erzielt (1994:28,7 kg/Baum). Die diesjährige Ernte übertraf den Durchschnitt der Jahre 1998/2003 um 699 Tonnen (64 Prozent) und das Vorjahresergebnis um 145 Tonnen (9 Prozent).

An Mirabellen und Renekloden wurden bei der diesjährigen Ernte 984 Tonnen eingebracht. Das war mit 24,3 kg je Baum der zweithöchste Ertrag der vergangenen zehn Jahre (2003: 29,6 kg/Baum). Die erreichte Erntemenge lag um 266 Tonnen über dem langjährigen Mittel 1998/2003, das Bestergebnis des Vorjahres (1.202 Tonnen) wurde um 217 Tonnen verfehlt.

Für Birnen wurde im Jahr 2004 eine Gesamternte von 441 Tonnen gemeldet. Das entsprach einem durchschnittlichen Behang von 14,0 kg je Baum. Damit wurde der bisher höchste Baumertrag eingebracht (2002: 9,6 kg/Baum; 2000: 9,1 kg/Baum). Der Durchschnitt der Jahre 1998/2003 mit 7,9 kg je Baum wurde um über drei Viertel überboten, das Vorjahresergebnis um fast neun Zehntel.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

04. Januar 2005

Baden-Württemberg: Anbauausdehnung bei Winterraps erwartet – Hoher Ertrag bei Zuckerrüben

Themen: Archiv — info @ 13:01

Stuttgart (agrar.de) – Bei den Landwirten im Südwesten steht der Winterraps wieder höher im Kurs. Wie sich aus den Meldungen der Berichterstatter des Statistischen Landesamtes zur Herbstaussaat ergibt, ist bei der Ölfrucht mit einer 6-prozentigen Flächenausdehnung auf 66.000 (Hektar) ha zu rechnen. Als Gründe werden die günstigen Fruchtfolgeeigenschaften und die gute Marktsituation angeführt. Die Nachfrage nach Rapsöl zur menschlichen Ernährung und nach Rapsschrot zur Eiweißversorgung der Tiere ist stetig und gut. Weitere Absatzmöglichkeiten bietet der Biodieselbereich.

Bei Winterweizen wird nicht zuletzt als Folge der ausgiebigen Herbstniederschläge gegenüber dem Vorjahr (219.000 ha) ein leichter Anbaurückgang auf rund 213.000 ha erwartet. Winterweizensaaten, die vor der Regenperiode gedrillt wurden, haben sich schön entwickelt. Danach waren die Saatbedingungen nicht mehr optimal. Mancherorts wird deshalb stattdessen eine Frühjahrsbestellung mit Sommergerste, Sommerweizen oder Hafer vorgenommen werden. Die zweite bedeutende Wintergetreideart im Land, die Wintergerste, wurde wiederum schätzungsweise auf gut 98.000 ha ausgebracht.

Die obigen Angaben müssen aufgrund der vergleichsweise begrenzten Zahl an Berichterstattern noch als vorläufige Anbautendenzen angesehen werden. Auf breiter statistischer Basis abgesicherte Daten über den tatsächlichen Anbau auf dem Ackerland liefert die Bodennutzungshaupterhebung 2005, deren erste Ergebnisse voraussichtlich Ende Juli vorliegen werden.

Wie das Statistische Landesamt weiter feststellt, wurde bei Zuckerrüben im Landesmittel mit 647 Dezitonnen (dt) je ha eine herausragende Flächenleistung erzielt (1998/2003: 599 dt/ha). Die heimische Zuckerrübenproduktion beziffert sich bei einer Anbaufläche von rund 20.900 ha auf 1,35 Millionen dt gegenüber 1,57 Mill. dt im langjährigen Mittel bzw. knapp 1 Mill. dt im Vorjahr.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.




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