01. Dezember 2004

Deutschland stimmt in Brüssel erstmals für GVO-Zulassung

Themen: Archiv — info @ 16:12

Brüssel (agrar.de) – Erstmals seit 1996 stimmte Deutschland im zuständigen EU-Ausschuss für die Zulassung eines neuen gentechnisch-veränderten Organismus. Die Abstimmung über den veränderten Mais ‚Mon863‘ war nach Zweifeln an seiner gesundheitlichen Unbedenklichkeit und einer drohenden Ablehnung im September vertagt worden.

Trotz des deutschen Sinneswandels kam auch jetzt keine qualifizierte Mehrheit für die Zulassung des Monsanto-Mais zustande. Für die Zulassung stimmten Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, die Niederlande, Portugal, Schweden und das Vereinigte Königreich, dagegen Dänemark, Griechenland, Italien, Malta, Lettland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Polen, Slovenien, Ungarn und Zypern. Belgien, Irland, die Slovakei, Spanien und Tschechien enthielten sich. Bisher hatte sich Deutschland regelmäßig enthalten, wenn Grüne und SPD sich nicht einigen konnten.

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Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 570 angebotenen Schweinen 570 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,51 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,50 Euro bis 1,51 Euro. Es wurden vier Partien gehandelt.

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Sachsen: Getreideanbaufläche gegenüber 2003 gestiegen

Themen: Archiv — info @ 10:12

Kamenz (agrar.de) – Die sächsischen Landwirte bearbeiteten in diesem Jahr rund 720.200 Hektar Ackerland. Das ist das Ergebnis der Bodennutzungshaupterhebung, die das Statistische Landesamt in rund 3.500 repräsentativ ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben durchführte.

Für Getreide einschließlich Körnermais wurde eine Anbaufläche von fast 410.400 Hektar registriert. Das sind rund 8.000 Hektar mehr als 2003. Damit wuchs Getreide in diesem Jahr auf 57 Prozent des Ackerlandes heran. Die Anbaufläche von Weizen erhöhte sich um vier Prozent auf nunmehr 174.700 Hektar. Verringert hat sich dagegen die Anbaufläche von Gerste um vier Prozent auf 134.900 Hektar. Weiterhin wurden 39.600 Hektar Roggen und 32.800 Hektar Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) gedrillt.

Der Anbau von Handelsgewächsen veränderte sich gegenüber dem Vorjahr kaum. Zu Handels­gewächsen zählen unter anderem Ölfrüchte, Rüben und Gräser zur Samengewinnung sowie Hopfen. Die Winterrapsfläche belief sich wie schon 2003 auf über 90 Prozent der Anbaufläche der Handels­gewächse. Der Anteil am Ackerland beträgt 16 Prozent. Diese Fläche schließt auch Winterraps als nach­wachsenden Rohstoff ein. Allerdings ist ein weiterer Rückgang der Flachsanbaufläche zu verzeichnen. Nur noch gut 500 Hektar stehen auf Sachsens Feldern. Futterpflanzen wurden auf 100.100 Hektar geerntet. Somit erhöhte sich die Anbaufläche zum Vorjahr um 2.500 Hektar, wobei der Silomais auf rund 63.800 Hektar heranwuchs. Damit beanspruchte er rund 64 Prozent der Futter­anbaufläche und rund neun Prozent am Ackerland.

Weiterhin wurden in Sachsen rund 25.300 Hektar mit Hackfrüchten (500 Hektar mehr als im Vor­jahr) und 18.400 Hektar mit Hülsenfrüchten (4.100 Hektar weniger) bestellt. Die Brache betrug in diesem Jahr etwa 30.900 Hektar.

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Thüringen: Anlieferung von Rohmilch leicht unter Vorjahresniveau

Themen: Archiv — info @ 10:12

Erfurt (agrar.de) – Von Januar bis September 2004 lieferten die Thüringer Milcherzeuger 671.908 Tonnen Rohmilch zur weiteren Verarbeitung zu Konsummilch, Käse, Quark, Joghurt und anderen Milchprodukten an Molkereien und Milchsammelstellen. Das waren 15.228 Tonnen bzw. 2,2 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (687.136 Tonnen).

Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lieferten die Betriebe 327.753 Tonnen Rohmilch an Molkereien in Thüringen und 344.155 Tonnen an Molkereien in acht weiteren Bundesländern. Im vergleichbaren Berichtszeitraum 2003 lieferten die Thüringer Milchproduzenten 687.136 Tonnen Rohmilch an die Verarbeitungsbetriebe. Davon nahmen heimische Verarbeitungsbetriebe 340.275 Tonnen ab und 346.861 Tonnen Rohmilch wurden an Molkereien in anderen Bundesländern geliefert.

Die größten Abnehmer in den ersten neun Monaten 2004 waren die Molkereien in Bayern, die 164.868 Tonnen bzw. 24,5 Prozent der in Thüringen produzierten Milch aufkauften. Nach Hessen wurden 58.122 Tonnen und nach Sachsen-Anhalt 46.722 Tonnen geliefert. Molkereien in Sachsen kauften 37.083 Tonnen Rohmilch auf. Weitere Milch von Thüringer Milchbauern nahmen Molkereien in Nordrhein-Westfalen (21.471 Tonnen), in Rheinland-Pfalz (10.219 Tonnen), in Niedersachsen (4.097 Tonnen) und in Brandenburg (1.573 Tonnen) ab.

Im Gegenzug verarbeiteten Thüringer Molkereien Milch von Erzeugern aus den Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Von Milchproduzenten dieser Länder wurden 11.525 Tonnen Rohmilch aufgekauft, so dass Thüringer Molkereien von Januar bis September 2004 insgesamt 339.278 Tonnen Rohmilch verarbeiteten. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wurden von Milchproduzenten anderer Bundesländer 20.070 Tonnen aufgekauft und die Thüringer Molkereien verarbeiteten insgesamt 360.345 Tonnen Rohmilch.

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