08. Dezember 2004

Grüne: Klimaschutz und Waldumbau nötiger denn je

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 10:12

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der heutigen Einbringung des Waldzustandsberichtes ins Bundeskabinett durch Verbraucherschutzministerin Renate Künast erklärt Cornelia Behm, waldpolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen:

‚Das Ergebnis der Waldschadenserhebung 2004 ist Besorgnis erregend. Durch jahrzehntelange Immissionen aus der Luft sind die Wälder in Deutschland in einem Maße geschädigt, dass sie Extremwetterlagen nicht mehr den ausreichenden Widerstand entgegensetzen können.

Die massive Verschlechterung des Waldzustandes lässt sich auf eine Kombination von Ursachen zurückführen. Neben der extremen Trockenheit des Sommers 2003 trugen die hohen Ozonwerte und die resultierenden Insektenschäden an Fichte und Eiche sowie die trockenheitsbedingten Versauerungsschübe im Waldboden zur Verschlechterung des Waldzustandes bei.

Die Politik zur Reinhaltung der Luft muss daher konsequent und auf breiter Front fortgesetzt werden. Nach den Erfolgen bei der Verminderung der Schwefeldioxid-Emissionen sind in den nächsten Jahren vor allem die Verminderung der Stickoxid-Emissionen aus dem Verkehr und der Ammoniak-Emissionen aus der Landwirtschaft notwendig.

Ebenso müssen Klimaschutzpolitik und die Energiepolitik weg von fossilen Energieträgern hin zu den erneuerbaren Energien weiter betrieben und verstärkt werden. Die hitze- und dürrebedingte Zunahme der Waldschäden zeigt sehr deutlich, dass die Wälder unter dem Klimawandel leiden. Bei steigender Durchschnittstemperatur und einer Zunahme von Witterungsextremen wird der vor Jahrzehnten gewachsene Wald an ökologischer Stabilität verlieren und anfälliger für schädigende Einflüsse.

Abhilfe schafft nur der entschlossene Umbau des Waldes. Eine verstärkte Nutzung bietet auch die Chance, den veränderten Klimaverhältnissen angepasste Wälder entstehen zu lassen. Die Bundeswaldinventur II zeigt, dass der Zuwachs des Waldes noch immer die Nutzung übersteigt. Eine weiter ausgedehnte Nutzung ist also möglich und fördert neben Klimaschutzzielen auch den Aufbau resistenter Wälder.

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Dringender Handlungsbedarf für den deutschen Wald

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 09:12

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Vorstellung des Waldzustandsberichtes 2004 erklären die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt und der zuständige Berichterstatter für Forstpolitik, Cajus J. Caesar:

‚Die Ergebnisse des Waldzustandsberichtes 2004 zeigen, dass unsere Wälder so krank sind wie niemals zuvor. Ganz offensichtlich ist die rot-grüne Bundesregierung trotz anders lautender Ankündigungen nicht in der Lage, den gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, die mit dem Waldsterben verbunden sind, gerecht zu werden.

Der Bericht zeigt, dass insbesondere das Laubholz betroffen ist. Bei der Buche sind über die Hälfte der Bäume krank, auch die Eiche erreicht ähnliche Schadensausmaße. Wichtig wäre, mit großflächigen Kompensationskalkungen gegen die Bodenversauerung vorzugehen. Allerdings zeigt die Bundesregierung auf diesem Feld kein ausreichendes Engagement!

Die mehr als 1,3 Mio. privaten Waldbesitzer in Deutschland, aber auch viele kommunale Waldbesitzer warten ferner darauf, dass die Bundesregierung im Bereich des Klimaschutzes und der Reduzierung von Schadstoffbelastungen, insbesondere durch den Autoverkehr, endlich etwas vorweisen kann. Denn eine wesentliche Ursache für die Waldschäden sind vor allem die Autoabgase. Zweidrittel der Stickoxyde stammen aus dem Straßenverkehr, nur 17 % von Industrie- und Kraftwerken.

Gleichzeitig verschlechtert die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für Erhalt, Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes immer weiter. Völlig unverständlich ist beispielsweise, warum Waldbesitzer, die für den Hochwasserschutz durch Speicherung des Wassers und für sauberes Grundwasser durch Filterwirkung ihres Waldes sorgen, gleichzeitig noch zum Teil horrende Abgaben leisten müssen. Zudem erschweren stets neue Auflagen gesetzlicher Art wie etwa im Bundesnaturschutzgesetz, Gebote, Verbote, Festsetzungen und Bewirtschaftungseinschränkungen sowie steuerliche Maßnahmen den Vor-Ort-Tätigen die Arbeit oftmals auf unsinnige Weise.

Zur Gesundung der Wälder, aber vor allem auch seiner Bewirtschafter, fordert die Union die Bundesregierung auf:

– Entwicklungen von Techniken zu fördern, die eine weitere Schadstoffabsenkung bei PKW und LKW vorantreiben;

– dafür zu sorgen, dass verstärkte und vor allem kontinuierliche Kompensationskalkungen der betroffenen Waldgebiete unter Einbeziehung vorheriger Bodenanalysen durchgeführt werden;

– innerhalb der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ den Forstbetrieben gezielt finanzielle Mittel für die negativen Auswirkungen der Bodenversauerung zur Verfügung zu stellen;

– den Absatz von Holz aus einheimischen Wäldern zu fördern und Importe aus illegalem Holzeinschlag gesetzlich zu unterbinden;

– dem Klimaschutz und damit einer CO2-Reduzierung durch die Schaffung und Anerkennung von Senken durch Waldvermehrung Rechnung zu tragen;

– die Bedeutung des Waldes und damit den umfangreichen sozialen und ökologischen Leistungen der Waldbesitzer anzuerkennen, denn Forstwirtschaft sichert heimische Arbeitsplätze und steht für Erholung und Tourismus sowie Natur-, Arten- und Klimaschutz;

– der Gleichrangigkeit von Ökologie, Ökonomie und sozialer Komponente als Grundsatz des Miteinander von Umweltschutz, wirtschaftlicher Betätigung und Einbeziehung der Menschen mehr Beachtung zu widmen.‘

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07. Dezember 2004

Baden-Württemberg : Jeder dritte Betrieb wird im Haupterwerb geführt

Themen: Archiv — info @ 13:12

Haupterwerbsbetriebe bewirtschaften 60 Prozent der Landwirtschaftsfläche

Stuttgart (agrar.de) – Nach den repräsentativen Ergebnissen der im Frühjahr 2005 durchgeführten Agrarstrukturerhebung wird von den 59.300 landwirtschaftlichen Betrieben1) in Baden-Württemberg nach wie vor der weit überwiegende Teil als klassischer Familienbetrieb geführt (55.300 Betriebe oder 93,2 Prozent). Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden darunter 19.900 Betriebe als Haupterwerbsbetriebe bewirtschaftet. Dies sind 2.000 Betriebe weniger als im Jahr 2003 (- 9,2 Prozent). Die Arbeit in der Landwirtschaft bildet damit nur in jedem dritten der landwirtschaftlichen Einzelunternehmen den Schwerpunkt der Beschäftigung (36 Prozent). Längerfristig betrachtet ging die Zahl der Haupterwerbsbetriebe zwischen 1979 und 2005 um nahezu zwei Drittel (64,4 Prozent) zurück.

Der weitaus größere Teil der landwirtschaftlichen Familienbetriebe wird im Nebenerwerb geführt, das heißt 35.400 Betriebe (64 Prozent) werden in Kombination von landwirtschaftlicher und außerlandwirtschaftlicher Tätigkeit bewirtschaftet. Dies sind 8,5 Prozent oder 3.300 Betriebe weniger als im Jahr 2003. Im Vergleich zu 1979 hat sich die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe damit mehr als halbiert (- 52,7 Prozent).

Obwohl die Haupterwerbsbetriebe lediglich ein Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe umfassen, dominieren sie deutlich bei den Produktionsanteilen: Mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 43,6 Hektar (ha) bewirtschaftet ein Haupterwerbsbetrieb nahezu viermal so viel Fläche wie ein Nebenerwerbsbetrieb (11,1 ha). Damit werden 60 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche im Südwesten von den Haupterwerbsbetrieben bewirtschaftet. Zudem stehen in ihren Ställen 68,1 Prozent des Rinderbestandes und 69,7 Prozent des Schweinebestandes von Baden-Württemberg.

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06. Dezember 2004

Biopatent-Gesetz beschlossen

Themen: Archiv — info @ 14:12

DBV-Kritik zu Patenten auf Pflanzen und Tiere

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die vom Deutschen Bundestag beschlossene Einführung von Patenten auf biologische Materie, das heißt auch auf landwirtschaftlich genutzte Tiere und Pflanzen, hart kritisiert. Der DBV lehnt nach wie vor Biopatente in der landwirtschaftlichen Züchtung als praxisfremd und forschungsfeindlich ab.

Während der parlamentarischen Beratungen hatte der DBV stets vor der Patentierung von Pflanzen und Tieren gewarnt, die als Bestandteile der natürlichen Lebensgrundlagen nicht durch Patentierung der allgemeinen Verfügbarkeit entzogen werden dürfen. Der DBV sieht die Gefahr, dass der bisher bei Pflanzen gültige Sortenschutz durch Patente verdrängt wird. Dies hätte zur Folge, dass der durch den Sortenschutz ermöglichte züchterische Wettbewerb insbesondere zu Lasten der kleinen und mittelständischen Züchter auf wenige große Unternehmen beschränkt werde. Die für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft unverzichtbare Forschung und Innovation in der Züchtung werden dadurch gefährdet. Patente können zudem neue zusätzliche Nachbaugebühren auslösen.

Der Deutsche Bauernverband fordert, dass die heute ebenfalls verabschiedete Entschließung des Bundestages zur Überprüfung der zu Grunde liegenden EU-Biopatentrichtlinie 98/44/EG umgehend im EU-Ministerrat eingebracht wird. In jedem Fall muss eine Verdrängung des Sortenschutzes durch Patente verhindert werden.

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03. Dezember 2004

Thüringen: Gute Ernte bei mittelfrühen und späten Gemüsearten

Themen: Archiv — info @ 12:12

Erfurt (agrar.de) – Die Thüringer Gemüsebauern konnten in diesem Jahr auf dem Freiland eine gute Gemüseernte einbringen. Das Thüringer Landesamt für Statistik berechnete auf der Grundlage der Meldungen der Ernte- und Betriebsberichterstattung für die einzelnen Gemüsearten im Landesdurchschnitt folgende Erträge:

Der Spätweißkohl erbrachte einen Flächenertrag von 834,3 Dezitonnen je Hektar (dt/ha). Damit überbot er das langjährige Mittel 1998/2003 um 3 Prozent und das niedrige Vorjahresergebnis (710,4 dt/ha) um 17 Prozent. Trotz einer Reduzierung der Anbaufläche um 38 Hektar auf 237 Hektar wurden 197 Tonnen mehr als im Vorjahr geerntet.

Beim Spätrotkohl lag der Ertrag mit 535,0 dt/ha geringfügig (+ 1,1 Prozent) über dem langjährigen Mittel. Die Anbaufläche ging zum Vorjahr um rund 23 Hektar auf 32 Hektar zurück, die Erntemenge stieg hingegen auf Grund des niedrigen Vorjahresertrages (279,6 dt/ha) um 172 Tonnen auf 1.718 Tonnen.

Vom Spätwirsing, einer Kultur, die in Thüringen nur noch auf 3 Hektar angebaut wird, konnten 245,5 dt/ha geerntet werden. Das sind 13 Prozent weniger als im Mittel der Jahre 1998/2003 (281,4 dt/ha). Der bisher niedrigste Ertrag im Jahr 2003 mit 179,3 dt/ha wurde um 37 Prozent überboten.

Mit einem Flächenertrag von 233,8 dt/ha beim mittelfrühen und Spätblumenkohl wurde in Thüringen seit 2001 wieder ein gutes Ergebnis erzielt. Das langjährige Mittel wurde um 11 Prozent übertroffen und der Vorjahreswert um 26 Prozent. Durch eine Anbaureduzierung um rund 96 Hektar wurde trotzdem nur eine Erntemenge von 6.513 Tonnen eingebracht (2003: 6.949 Tonnen).

Bei Speisezwiebeln wurde mit 441,8 dt/ha der bisher höchste Ertrag erzielt. Das Mittel der Jahre 1998/2003 wurde um 35 Prozent überboten und der geringe Vorjahresertrag (223,7 dt/ha) fast verdoppelt. Auf einer Anbaufläche von 170 Hektar wurden 7.513 Tonnen geerntet.

Mit einem Ertrag von 100,1 dt/ha wurde der niedrige Vorjahresertrag für Buschbohnen um 76 Prozent übertroffen und das langjährige Mittel immer noch um 11 Prozent. Obwohl die Anbaufläche um rund 92 Hektar auf 291 Hektar reduziert wurde, konnte eine Erntemenge von 2.911 Tonnen eingebracht werden. Das sind rund 34 Prozent mehr als im Vorjahr.

Sehr gute Erträge wurden auch bei den Gurken gemeldet. Mit 675,5 dt/ha wurde der dritthöchste Ertrag erreicht (2000: 696,1 dt/ha; 2002: 684,8 dt/ha). Insgesamt 5 440 Tonnen konnten von Thüringer Feldern geerntet werden; das ist das Vierfache von der Vorjahrsernte (1.269 Tonnen).

Der Anbau von Herbstspinat wurde um 35 Hektar auf nur noch 5 Hektar reduziert. Dadurch beläuft sich die Schätzung der Erntemenge auf nur 68 Tonnen (2003: 262 Tonnen). Der Flächenertrag von 128,4 dt/ha übertrifft das langjährige Mittel um 9 Prozent und ist fast das Doppelte vom geringen Vorjahresertrag.

Beim Chinakohl, der in Thüringen vom Anbau mit 6 Hektar eine untergeordnete Bedeutung hat, lag der Flächenertrag unter 6 dt/ha, was einem absoluten Ernteausfall gleich kommt. Damit mussten im zweiten Jahr in Folge Ernteverluste in dieser Höhe hingenommen werden (2003: 4,3 dt/ha).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Einzelunternehmen häufigste Rechtsform in der NRW-Landwirtschaft

Themen: Archiv — info @ 09:12

Düsseldorf (agrar.de) – In der Landwirtschaft Nordrhein-Westfalens dominieren bei weitem die Einzelunternehmen. Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der ‚Agrarstrukturerhebung 2003‘ mitteilt, entfielen 96,5 Prozent der über 54.500 landwirtschaftlichen Betriebe (mit mindestens zwei Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche) auf diese Rechtsform. 2,9 Prozent der Betriebe wurden als Personengesellschaften (einschl. Personengemeinschaften) geführt; bei den restlichen 0,6 Prozent handelte es sich um juristische Personen.

Einzelunternehmen bewirtschafteten rund 93,6 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche (1,43 Millionen Hektar). Auf Personengesellschaften entfielen 5,6 Prozent und auf juristische Personen 0,8 Prozent der Fläche. Die durchschnittliche Betriebsgröße war bei den Einzelunternehmen mit 27,2 Hektar am geringsten und bei den Personengesellschaften mit 53,3 Hektar am größten; bei den von juristischen Personen geführten Betrieben belief sie sich auf 38,9 Hektar.

Einschließlich nicht ständiger Arbeitskräfte (z.B. Saisonarbeitskräfte) waren in der NRW-Landwirtschaft 2003 rund 147.000 Personen beschäftigt. Davon entfielen 135.500 (92,1 Prozent) auf Einzelunternehmen, 9.300 (6,3 Prozent) auf Personengesellschaften und 2.300 (1,6 Prozent) auf juristische Personen.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

02. Dezember 2004

Sparsamerer Pflanzenschutzmitteleinsatz

Themen: Archiv — info @ 09:12

Wirkstoffmenge gesunken – Reger Im- und Export

Hannover (agrar.de) – Seit Jahren streben Ackerbauern, Obst- und Gemüseanbauer den reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln an. Ein stärkeres Umweltbewusstsein, strenge Auflagen des Gesetzgebers und eine verbesserte Züchtung haben dazu beigetragen. Daher ist seit 1998 die abgesetzte Wirkstofftsmenge in Deutschland drastisch zurückgegangen, teilt der niedersächsische Landvolk Pressedienst mit.

Allein der Herbizideinsatz, der die Ausbreitung von kulturpflanzenschädlichen Ungräsern und Wildkräutern verhindern soll, ist seit 1998 um rund zehn Prozent gesunken. Der Einsatz von Insektiziden hat sich in dem Zeitraum um mehr als 15 Prozent verringert. Lediglich die Verwendung von Fungiziden, die Krankheiten und Pilze an Kulturpflanzen behandeln, ist leicht angestiegen. Dies liegt begründet in den starken Witterungsschwankungen der vergangenen Jahre mit relativ hoher Feuchtigkeit und Wärme. Die abgesetzte Wirkstoffmenge erhöhte sich um rund drei Prozent. Der Einsatz sonstiger Wirkstoffe ist um 25 Prozent zurückgegangen.

Der innerdeutsche Bedarf an Pflanzenschutzmitteln wird mengenmäßig durch die deutsche Pflanzenschutzmittel-Industrie, die von sechs führenden Pflanzenschutz-Unternehmen dominiert wird, gedeckt. Der Großteil der produzierten Mittel wird sogar exportiert. Nach Angaben des Industrieverband Agrar (IVA) mit Sitz in Frankfurt werden 27 Prozent der in Deutschland durch die IVA-Mitgliedsfirmen produzierten Herbizide, 75 Prozent der Fungizide, 90 Prozent der Insektizide und 83 Prozent der sonstingen Pflanzenschutzerzeugnisse ins Ausland verkauft. Das sind 97 Prozent der in den Mitgliedsfirmen der IVA produzierten Pflanzenschutzmittel. Allerdings werden gleichzeitig auch Wirkstoffe von ausländischen Produktionsstandorten nach Deutschland importiert. Europaweit ist Frankreich mit einem Marktanteil von 27,3 Prozent der wichtigste Hersteller von Pflanzenschutzmitteln. Deutschland steht mit 17,6 Prozent an zweiter Stelle, gefolgt von Spanien und Italien mit jeweils rund elf Prozent Marktanteil.

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01. Dezember 2004

Milch aus Nordrhein-Westfalen hat Spitzenqualität

Themen: Archiv — info @ 16:12

Münster (agrar.de) – Milch aus Nordrhein-Westfalen hat Spitzenqualität, darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Die 148.843 Milchkühe in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf lieferten bis zum 30. September im Durchschnitt 7.675 kg Milch mit einem Fettgehalt von 4,23 Prozent und 3,39 Prozent Eiweiß. Damit erzeugten sie 6 kg mehr Milch als im Jahr 2003. Der Eiweißgehalt konnte um 0,01 Prozent und der Fettgehalt um 0,03 Prozent verbessert werden.

Ihre 170.000 Kolleginnen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster lagen mit einer Durchschnittsleistung von 7.963 kg um 23 kg unter ihrem Vorjahresergebnis. Der Fettgehalt lag mit 4,22 Prozent um 0,06 Prozent und der Eiweißgehalt mit 3,40 Prozent um 0,02 Prozent über dem Ergebnis des Jahres 2003. Gründe für die geringere Leistung sind unter anderem die schlechteren Heu- und Silagequalitäten aus dem trockenen Jahrhundertsommer.

Die Milchqualität hat in den letzten Jahren ein konstant hohes Niveau erreicht: Nordrhein-westfälische Milcherzeuger liefern zu 97 bis 99 Prozent Milch der Güteklasse 1 an die Molkereien, darauf weisen die Landeskontrollverbände Rheinland und Westfalen-Lippe hin, die diese freiwilligen Milchleistungsprüfungen durchführen. Ursache für diese Qualität ist der hohe Hygienestandard in den Betrieben und eine regelmäßige Kontrolle der Melkanlagen.

Der Landeskontrollverband Westfalen-Lippe zählt zurzeit 3.952 Mitgliedsbetriebe und der Landeskontrollverband Rheinland 2.655 Betriebe.

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Ehlen zu BSE: Viel Tests um Nichts

Themen: Archiv — info @ 16:12

Hannover (agrar.de) – Als ‚Verbraucherirreführung‘ bezeichnete Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen die Debatte des Verbraucherministeriums in Berlin um das nach wie vor in Deutschland geltende Testalter von 24 Monaten bei Rindern.

‚Während in den europäischen Nachbarstaaten aus wissenschaftlichen Erkenntnissen heraus Rinder erst ab 30 Monaten BSE-getestet werden, beharrt Ministerin Künast nach wie vor auf dem Testalter von 24 Monaten, obwohl in diesem Alter BSE-Tests wissenschaftlich überhaupt nicht aussagekräftig sind. Der hier vorgeschobene Verbrauchschutz lässt dabei völlig außer Acht, dass die deutschen Verbraucher ständig ungetestetes Rindfleisch von importierten Tieren zwischen 24 und 30 Monaten essen‘. Hier werde mit Halbwahrheiten Stimmungsmache betrieben, ohne das es den deutschen Verbrauchern tatsächlich nutzt, betonte Minister Ehlen.

Den rd. 13 Millionen Rindern in Deutschland stehen über 60 Millionen Rinder in der restlichen EU gegenüber, die alle auch gehandelt werden können. ‚Das jetzt in ergebnislose BSE-Tests investierte Geld des Verbrauchers könnte wesentlich sinnvoller für die begleitende Forschung ausgegeben werden. Zur Zeit verpuffen diese Mittel aber nur als Werbemaßnahme der Berliner Bundesministerin Künast zu Lasten der Konsumenten und der deutschen Produzenten‘. Aus diesem Grund werde sich Minister Ehlen weiterhin für das 30 Monate Testalter nach europäischem Standart einsetzen.

Links zum Thema BSE, Links zum Thema Agrarpolitik.

Mecklenburg-Vorpommern: Überdurchschnittliche Futtererträge

Themen: Archiv — info @ 16:12

Schwerin (agrar.de) – Im Jahr 2004 ernteten die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern 2,6 Millionen Tonnen Silomais und 1,6 Millionen Tonnen Raufutter, in Heu berechnet. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes liegt diese Erntemenge um ein Viertel bzw. ein Fünftel über dem Ergebnis des Vorjahres. Vor allem die längere Regenperiode im Spätsommer führte dazu, dass bei den Futterpflanzen teilweise überdurchschnittliche Erträge erreicht wurden. In Teilen des Landes konnte ein dritter und sogar ein vierter Schnitt sowohl bei Feldfutter als auch auf dem Grünland erfolgen.

Silomais, die wichtigste Futterpflanze, erreichte mit mehr als 73.000 Hektar die größte Anbaufläche der vergangenen sechs Jahre. Die langsame Jugendentwicklung konnte trotz späterer günstiger Wachstumsbedingungen nicht aufgeholt werden, so dass erst ab Ende September Mais mit hoher Energiekonzentration geerntet werden konnte. Die Hektarleistungen (357,4 Dezitonnen) übertrafen zwar das extreme Jahr 2003 um 13 Prozent, verfehlten aber den mehrjährigen Durchschnittsertrag (1998/2003: 380,2 Dezitonnen pro Hektar). Die Erntemenge war mit 2,6 Millionen Tonnen die höchste seit 1998.

Der Anbau weiterer Feldfutterpflanzen (Gras auf dem Ackerland, Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch, Luzerne), der in den vergangenen Jahren, fast proportional zum Rückgang der Viehbestände, immer weiter eingeschränkt wurde (1989: 121.500 Hektar; 2003: 16.700 Hektar), war erstmals nicht weiter rückläufig (2004: 18.500 Hektar). So lag die Erntemenge, auch begünstigt durch wesentlich höhere Hektarerträge, mit 150.000 Tonnen um 50 Prozent über der des Vorjahres.

Insgesamt wird in Mecklenburg-Vorpommern auf 94.000 Hektar Ackerfutter angebaut. Das sind knapp 9 Prozent des Ackerlandes. Dieser niedrige Anteil ist vorwiegend auf die vergleichsweise geringe Bedeutung der Viehhaltung im Land zurückzuführen. Demgegenüber nimmt im früheren Bundesgebiet der Anbau von Feldfutter am Ackerland einen Anteil von 15 Prozent ein.

Auf dem Grünland war in diesem Jahr Futter von 59.000 Hektar Dauerwiesen und 150.000 Hektar Mähweiden zu ernten. Um fast ein Fünftel höhere Erträge als im Vorjahr führten zu einer Gesamterntemenge von 1,44 Millionen Tonnen. Mehr als 90 Prozent davon wurden der Silagebereitung oder der Frischverfütterung (insbesondere über den Weidegang der Rinder und Schafe) zugeführt, der Rest zu Heu geworben. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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