15. Dezember 2004

Brandenburg: Höhere Erträge bei Futterpflanzen

Themen: Archiv — info @ 15:12

Potsdam (agrar.de) – Im Jahr 2004 belief sich die Futterfläche des Landes Brandenburg (ohne Dauerwiesen, Mähweiden und Hülsenfrüchte) auf fast 145.000 Hektar. Nach Angaben des Landesbetriebes für Datenverarbeitung und Statistik wurde diese Fläche gegenüber dem Jahr 2003 um 5 Prozent erweitert. Während im Vorjahr aufgrund sehr langer Trockenperioden meist nur unterdurchschnittliche Erträge erreicht wurden, waren die Bedingungen im Jahr 2004 deutlich besser.

Silomais wurde im Jahr 2004 auf zirka 102 000 Hektar angebaut. Damit vergrößerte sich die Silomaisfläche gegenüber dem Vorjahr um fast 5 Prozent. Der Durchschnittsertrag lag bei 346,6 Dezitonnen pro Hektar. Das sind 57 Prozent mehr als im Jahr 2003. Aus der Fläche und dem Ertrag ergibt sich eine Erntemenge von mehr als 3,5 Millionen Tonnen. Diese übertrifft das Vorjahresresultat um 65 Prozent.

Nahezu konstant ist der Grasanbau auf dem Ackerland mit einer Fläche von 26.750 Hektar. Es wurde ein durchschnittlicher Ertrag von 56,1 Dezitonnen pro Hektar ermittelt (in Heuwert berechnet). Im Vorjahr waren es 32,8 Dezitonnen pro Hektar.

Der Anbau von Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch erfolgte auf einer Fläche von über 5.600 Hektar (2003: 4.400 Hektar). Luzerne stand auf 6.200 Hektar (2003: 6.600 Hektar). Im Jahr 2004 waren deutliche Zunahmen der Erträge um 50 Prozent auf 64,6 Dezitonnen pro Hektar beim Anbau von Klee, Kleegras und Klee-Luzerne-Gemisch und um 44 Prozent auf 70,8 Dezitonnen pro Hektar beim Luzerneanbau zu verzeichnen.

Bei den Mähweidenflächen (2004: 200.000 Hektar) sowie den Flächen mit Dauerwiesen (2004: 58.200 Hektar) gab es keine Anbauveränderungen. Von Mähweiden und Dauerwiesen wurden über 1,4 Millionen Tonnen Raufutter geerntet, ebenfalls in Heuwert angegeben (2003: 980.000 Tonnen). Der Anstieg ist auf die im Vergleich zum Jahr 2003 höheren Erträge von 55,3 bzw. 56,4 Dezitonnen pro Hektar bei Mähweiden und Dauerwiesen zurückzuführen.

Für die Eiweißfutterpflanzen ergab sich gegenüber dem Jahr 2003 eine Anbaureduzierung um 21 Prozent auf 36.000 Hektar. Der Rückgang betraf die Futtererbsen mit fast 17 Prozent auf 16.800 Hektar. Der Ertrag dieser Hülsenfrucht hatte sich dagegen mit 33,4 Dezitonnen pro Hektar nahezu verdoppelt. Ackerbohnen werden in Brandenburg auf weniger als 200 Hektar angebaut. Der Ackerbohnenertrag betrug in diesem Jahr 23,4 Dezitonnen pro Hektar. Der Anbau von Lupinen verringerte sich um 24 Prozent (2004: 19.000 Hektar). Der erstmalig in Brandenburg ermittelte Lupinenertrag belief sich auf 18,5 Dezitonnen pro Hektar.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Brandenburg.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:12

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 385 angebotenen Schweinen 385 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,56 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,56 Euro bis 1,56 Euro. Es wurden zwei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

14. Dezember 2004

Mecklenburg-Vorpommern: Rinder- und Schweinebestände leicht rückläufig

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 13:12

Kamenz (agrar.de) – Nach vorläufigen Ergebnissen der Viehbestandserhebung vom 3. November 2004 werden in den Landwirtschaftsbetrieben Mecklenburg-Vorpommerns 544.900 Rinder und 687.700 Schweine gehalten. Wie das Statistische Landesamt dazu mitteilt, verringerte sich gegenüber November 2003 sowohl der Rinder- als auch der Schweinebestand um jeweils 2 Prozent.

Der Rinderbestand ging in den vergangenen fünf Jahren um fast 8 Prozent zurück. Die nunmehr erreichte Anzahl von 544.900 Tieren ist die bisher niedrigste in Mecklenburg-Vorpommern. Die Entwicklung in den einzelnen Bestandsklassen verlief jedoch unterschiedlich. Der bis 2002 registrierte Abbau des Milchkuhbestandes kam bei jetzt 180.300 Tieren zum Stillstand (zum Vergleich 1999: 193.200 Tiere). Relativ stabile Kälberzahlen (81.300 Tiere; + 1 Prozent zum Vorjahr) und eine leicht gestiegene Anzahl weiblicher Jungrinder (50.600 Tiere; + 3 Prozent zum Vorjahr) deuten darauf hin, dass sich die Haltung von Milchkühen auf dem bisherigen Niveau fortsetzen wird, wenn fallende Milchpreise sie nicht wirtschaftlich beeinflussen.

Der seit vier Jahren zu verzeichnende Rückgang des Bestandes an Ammen- und Mutterkühen verlangsamte sich zwar. Mit nunmehr 66.000 Tieren werden jedoch 13 Prozent weniger gehalten als im November 2000. Ungünstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen (enge Einkommensspanne in der Mutterkuhhaltung) und agrarpolitische Maßnahmen dürften maßgebliche Ursachen dafür sein.

Der nach dem Tiefpunkt in der Schweinehaltung Mitte der 90er Jahre (1995: 527.000 Tiere) zu beobachtende Bestandsaufbau (November 2003: 699.100 Tiere) setzte sich vorerst nicht weiter fort (aktueller Bestand: 687.700 Tiere). Von diesem Rückgang sind die Mastschweine (250.900 Tiere; – 1 Prozent zum Vorjahr), in stärkerem Maße jedoch die reproduktionswirksamen Zuchtsauen (74.700 Tiere; – 3 Prozent zum Vorjahr) betroffen.

Der Viehbesatz (Bestand je Flächeneinheit) liegt derzeit durchschnittlich bei 40,1 Rindern je 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (Deutschland zum Vergleich: 77,5) bzw. bei 63,5 Schweinen je 100 Hektar Ackerland (Deutschland: 216,9).

Die weitere Entwicklung der Rinder- und Schweinebestände dürfte u. a. auch davon abhängen, wie sich die neue Agrarförderung in den Ländern der Europäischen Union ab 2005 auf die wirtschaftliche Situation der Vieh haltenden Landwirtschaftsbetriebe auswirken wird.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

13. Dezember 2004

Sachsen-Anhalt: Gemüseproduktion steigt weiter

Magdeburg (agrar.de) – Nach Angaben des Statistischen Landesamtes bauten in diesem Jahr 225 Betriebe auf knapp 5.500 Hektar Ackerland Freilandgemüse an. Damit wurde die Fläche des Vorjahres um 12 Prozent übertroffen.

Für die dominierenden Gemüsearten – Spargel und Speisezwiebeln – wurde der Anbau weiter ausgedehnt. Auf 23 Prozent der Gemüsefläche stand Spargel und auf 22 Prozent Speisezwiebeln, das sind jeweils rd. 1.200 Hektar. Auch die Produktion von Möhren und Karotten und Grünen Bohnen nahm in Sachsen-Anhalt zu. So wurden in diesem Jahr auf 750 Hektar Möhren und Karotten und auf 680 Hektar Grüne Bohnen geerntet. Der Frischerbsenanbau entspricht mit 570 Hektar etwa dem Vorjahr. Im Vordergrund der einheimischen Gemüseproduktion stehen weiterhin auch Spinat (280 ha) und Radieschen (210 ha). Erheblich zugelegt haben die Gemüsebauer ebenfalls beim Anbau von Feldsalat.

Mit dem Anbau von Gemüse unter Glas befassten sich 83 Betriebe. Insgesamt bewirtschafteten sie 7 Hektar Gewächshausfläche; knapp die Hälfte der Fläche wurde für die Tomatenproduktion genutzt.

Für die diesjährige Erdbeerernte standen 154 Hektar zur Verfügung, von denen 53 Hektar im Laufe des Jahres gerodet wurden. Demgegenüber stehen Neuanpflanzungen auf 63 Hektar. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

10. Dezember 2004

Bundesweite Jagdstrecke 2003/04: Rehwild nach wie vor auf Hoechstniveau

Themen: Jagdbericht,Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 15:12

DJV: Intensive Bejagung von Wildschweinen weiterhin erforderlich

Bonn (agrar.de) – Über 470.000 Wildschweine haben Deutschlands Jäger im vergangenen Jagdjahr (1. April 2003 bis 31. März 2004) erlegt. Dies entspricht rund 12.355 Tonnen Wildfleisch, teilte der Deutsche Jagdschutz- Verband (DJV) heute in Bonn mit. Damit ist das Schwarzwild der größte heimische Wildbretlieferant. Die Wildschweinstrecke fiel um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, liegt jedoch nach wie vor auf hohem Niveau. Seit etwa zehn Jahren steigt die Zahl der erlegten Wildschweine im langfristigen Mittel deutlich an. Verantwortlich hierfür ist vor allem die gute Ernährungssituation gepaart mit milden Wintern. Ausgedehnte Maisfelder sowie Mastjahre mit vielen Kastanien, Eicheln oder Bucheckern lassen die Geburtenrate stark ansteigen.

‚Das natürliche Nahrungsangebot ist auch in diesem Herbst sehr gross, so dass wir im nächsten Frühjahr erneut mit reichlich Nachwuchs rechnen müssen‘, so DJV-Präsident Jochen Borchert. Die Jäger seien deshalb gefordert, die Schwarzkittel weiterhin intensiv zu bejagen, um Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen gering zu halten und die Gefahr der Schweinepest zu verringern.

Das Rehwild, die bedeutendste Wildart in Deutschland, ist mit 1,06 Millionen erlegten Tieren – das entspricht 8.300 Tonnen Wildbret – bundesweit nur knapp unter dem Rekordergebnis des Vorjahres geblieben. Während die Strecke bundesweit um 4,7 Prozent geringer ausfiel als im Vorjahr, hat sich die Strecke in vier Bundesländern deutlich erhöht. Am stärksten war der Zuwachs mit 9,2 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Die Millionengrenze hatte die Rehwildstrecke in Deutschland erstmals 1992/93 überschritten. Die kontinuierlich starke Bestandskontrolle ist notwendig, um Verbissschäden an jungen Bäumen zu minimieren und somit die natürliche Verjüngung der Waldbestände zu fördern.

Erhöht hat sich die Strecke 2003/04 beim Rotwild auf 62.400 Exemplaren. Das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Knapp 569.000 Feldhasen – das sind 20,8 Prozent mehr als im Vorjahr – weist die Jagdstatistik 2003/04 aus. Erstmals seit zehn Jahren wurde damit die 0,5-Millionen-Grenze wieder überschritten. Die Zahl der zu erlegenden Tiere wird auf Basis von Hasenzählungen im Vorfeld ermittelt. Beim Fasan stieg die Strecke um 12,6 Prozent auf 400.000 Tiere. Die Streckenzahlen von Feldhase und Fasan sind seit einem Tiefststand Mitte der neunziger Jahre kontinuierlich gestiegen. ‚Eine erfreuliche Entwicklung. Zeigt sie doch, dass sich die Bestände erholen und die Hegemaßnahmen der Jäger greifen‘, begründete Borchert die Ergebnisse. Positiv für Fasan und Feldhase habe sich auch die intensive Bejagung von Füchsen in den vergangenen Jahren ausgewirkt. Seit einem Hoechststand Mitte der neunziger Jahre ist die Zahl der erlegten Füchse auch im Jagdjahr 2003/04 mit rund 553.000 weiter rückläufig (minus 9,1 Prozent). In dem Masse wie die Fuchsstrecke sinkt, steigen Hasen- und Fasanenstrecke seit Mitte der neunziger Jahre an.

Die rasante Ausbreitung eingewanderter Arten spiegelt sich in der aktuellen Jagdstatistik wider: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der erlegten Waschbären um 7,6 Prozent auf 21.100 und die der Marderhunde um 15,8 Prozent auf 18.600. Besonders in den östlichen Bundesländern haben die Jagdbehörden erneut an die Jägerschaft appelliert, diese Arten stark zu bejagen, da sie eine Gefahr für seltene heimische Vögel und Kleinsäuger darstellen.

Die Jagd ist neben der Forstwirtschaft eines der ältesten Beispiele für eine funktionierende nachhaltige Nutzung in Deutschland: Es werden von jeder jagdlich nutzbaren Art jährlich nur so viele Tiere erlegt, wie nachwachsen. Festgelegt werden die Abschußpläne regional von der zuständigen Unteren Jagdbehörde. Die ehrenamtliche Naturschutzarbeit der Jäger entspricht einem jährlichen Gegenwert von rund 32 Millionen Euro. Unter anderem 35.000 Hektar Wildäsungsflächen sowie 4.100 Hektar Feldgehölze und Hecken legen die Waidmänner jährlich an und verbessern den Lebensraum vieler Tierarten.

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Verbraucherpreise: Lebensmittel weiter im Minus

Themen: Archiv — info @ 15:12

Wiesbaden (agrar.de) – Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im November 2004 gegenüber November 2003 um 1,8 Prozent gestiegen.

Mineralölprodukte wirkten sich im November 2004 preistreibend auf die Jahresteuerungsrate aus: Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Teuerungsrate bei 1,4 Prozent gelegen. Die Heizölpreise stiegen binnen Jahresfrist um 26,4 Prozent, Kraftstoffe kosteten im November 2004 8,0 Prozent mehr als im November 2003 (darunter Diesel: + 16,0 Prozent). Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte wäre der Verbraucherpreisindex von Oktober auf November 2004 um 0,1 Prozent gesunken.

Die verbraucherfreundliche Preisentwicklung von Nahrungsmitteln hält im November – wie bereits in den vergangenen Monaten – an. Lebensmittel waren 1,3 Prozent günstiger als im Vorjahr. Billiger wurden Gemüse (– 10,4 Prozent; darunter Kartoffeln: – 16,3 Prozent), Molkereiprodukte und Eier (– 1,7 Prozent) sowie Bohnenkaffee (– 5,5 Prozent).

2004 ist ein leichter Rückgang der Nahrungsmittelpreise (– 0,1 Prozent) zu beobachten, der im Wesentlichen auf sinkende Preise bei Obst (– 1,9 Prozent) und Gemüse (– 0,4 Prozent) zurückzuführen ist.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik.

09. Dezember 2004

Nordrhein-Westfalen: Weniger Rinder und Schweine

Themen: Archiv — info @ 15:12

Düsseldorf (agrar.de) – Rund 1,32 Millionen Rinder und 6,16 Millionen Schweine gab es nach vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Viehzählung Anfang November 2004 in Nordrhein-Westfalen. Damit verringerte sich nach Mitteilung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik binnen Jahresfrist sowohl die Zahl der Rinder (-5,3 Prozent) als auch die der Schweine (-2,7 Prozent).

Die Zahl der Betriebe mit Rinderhaltung sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 20.300. Besonders in der Milchproduktion wurden weniger Betriebe (-8,5 Prozent) registriert. Der Bestand an Milchkühen war mit 369.000 um 7,2 Prozent geringer als im Vorjahr. Ebenfalls rückläufig war die Zahl der Schlacht- und Mastkühe; mit einem Bestand von rund 6.700 Tieren ergab sich für die Mastbetriebe ein Rückgang um 8,5 Prozent.

Stärker noch als der Schweinebestand (-2,7 Prozent) verringerte sich gegenüber der letzten Novemberzählung die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung (-10,7 Prozent); damit setzte sich der Konzentrationsprozess weiter fort. Die für die Entwicklung des Schweinebestands bedeutende Zahl der Zuchtsauen nahm um 9,0 Prozent ab, während der Rückgang bei den Mastschweinen (-1,7 Prozent auf 2,67 Millionen) moderater ausfiel. Die Betriebe mit Ferkelhaltung meldeten mit 1,51 Millionen Tieren einen um 9,0 Prozent niedrigeren Bestand als im November 2003.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Niedersachsen: Rindviehbestand kräftig gesunken

Themen: Archiv — info @ 14:12

Viehzählung: Auch weniger Schweine – Strukturwandel setzt sich fort

Hannover (agrar.de) – In den niedersächsischen Rindviehställen ist in diesem Jahr kräftig abgestockt worden, aber auch die Schweinebestände sind nach dem leichten Plus im vergangenen Jahr wieder kleiner geworden. Das geht nach Angaben des Landvolks Niedersachsen aus den vorläufigen Daten der jüngsten Viehzählung des Landesamtes für Statistik vom 3. November hervor.

Danach hat sich auch der Strukturwandel bei den Vieh haltenden Betrieben weiter kräftig fortgesetzt, wenn auch mit etwas kleinerer Rate als im Vorjahr. So wurden jetzt noch 26.887 Betriebe mit Rindvieh gezählt, das waren 3,7 Prozent weniger als im November 2003 (Vorjahr: minus 7,6 Prozent). Besonders kräftig sank die Zahl der Milchviehhalter und zwar um 6,2 Prozent auf nur noch 15.959. Dazu hat in besonderem Maße das Gebiet der Landwirtschaftskammer Hannover beigetragen, wo die Zahl der Milchviehhalter sogar um 8,4 Prozent auf 7.412 schrumpfte. Ebenfalls stark rückläufig war die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung, die um 6,3 Prozent auf 16.985 sank (Vorjahr: minus 9,3 Prozent). Auch hier war der Rückgang im Kammergebiet Hannover mit minus 8,4 Prozent stärker als in Weser-Ems, wo nur 4,4 Prozent der Schweinehalter aufgaben. Insgesamt wurden im Kammergebiet Hannover im November noch 7.826 Betriebe mit Schweinen gezählt, in Weser-Ems waren es 9.159.

Anfang November wurden in Niedersachsen noch knapp 2,534 Millionen Rinder gehalten, das waren 3,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Davon standen mehr als die Hälfte, nämlich 1,393 Millionen Tiere, im Kammergebiet Weser-Ems. Den größten Anteil daran hatten die Milchkühe mit allein 740.395 Tieren. Doch während der Kuhbestand im vergangenen Jahr gegenüber 2002 leicht gewachsen war, setzte sich nun wieder der langjährige Abwärtstrend fort. Gegenüber November 2003 sank die Zahl der Milchkühe um 2,3 Prozent. Stärker war die Bestandsabstockung im Kammergebiet Hannover, wo die Zahl der Kühe um 3,8 Prozent auf 362.206 sank gegenüber einem Minus von nur 0,8 Prozent in Weser-Ems bei einem Bestand von 378.189 Kühen. Kräftige Rückgänge teilweise im zweistelligen Bereich gab es in allen Kategorien der Mast- und Schlachtrinder und insbesondere bei den männlichen Rindern. Der Trend dürfte sich als Folge der Agrarreform fortsetzten. Marktfachleute erwarten deshalb für das nächste Jahr einen recht stabilen Rindfleischmarkt.

Nach der Bestandsaufstockung im vergangenen Jahr war die Schweinehaltung in Niedersachsen in diesem Jahr als Folge des Preisdesasters zum Jahresbeginn wieder rückläufig. Insgesamt wurden mit 7,807 Millionen Schweinen zum Stichtag 3. November 1,8 Prozent weniger Tiere gezählt als ein Jahr zuvor. Dabei hat das Weser-Ems-Gebiet seine Rolle als Hochburg der Schweinehaltung weiter ausgebaut. Gegen die Entwicklung im Landesdurchschnitt wuchsen hier die Bestände weiter um 03 Prozent auf nunmehr knapp 5,115 Millionen Schweine, während die Bestände im Kammergebiet Hannover um 5,5 Prozent auf knapp 2,693 Millionen sanken.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Mehr Schweine, aber immer weniger Rinder in Sachsen-Anhalts Ställen

Themen: Archiv,Rinder,Statistik — info @ 13:12

Halle (agrar.de) – Die landwirtschaftlichen Betriebe hielten im November 2004 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes 348.700 Rinder, darunter 138.800 Milchkühe und 914.200 Schweine, darunter 294.200 Mastschweine.

Der Rinderbestand verringerte sich gegenüber November des Vorjahres um 12.300 Tiere bzw. 3,4 Prozent. Damit setzte sich der seit 1990 nahezu ohne Ausnahme anhaltende Rückgang der Bestände weiter fort. Letztmalig lag der Rinderbestand im November 1999 über 400.000 Tiere.

Wie sich mit der Viehbestandserhebung im Mai bereits abzeichnete, vollzieht sich der Bestandsabbau vor allem im Bereich der Rindermast. So stehen zurzeit ein Viertel weniger männliche Rinder (- 8.000 Tiere) in den Ställen als im November 2003. Rückläufig war in diesem Zeitraum auch die Zahl der weiblichen Zucht- und Nutztiere um 5.300 Tiere (- 6,5 Prozent). Eine positive Bestandsentwicklung zum Vorjahr ist bei Kälbern (+ 3,1 Prozent) und bei Ammen- und Mutterkühen (+ 5,3 Prozent) zu verzeichnen.

Der mit 914.200 Tieren ermittelte Schweinebestand ist der höchste nach 1991. Gegenüber November 2003 ist er um 43.900 Tiere (+ 5,0 Prozent) aufgestockt worden. Fortgesetzt hat sich die Bestandserweiterung der Zuchtsauen und als Folge vor allem die der Ferkel (+ 39.300 Tiere gegenüber November 2003). Bei Mastschweinen war wieder eine leicht positive Bestandentwicklung zum Vorjahr zu verzeichnen. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

FDP: Versäumnisse von Rot-Grün schaden dem Wald

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 12:12

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Beratung des Waldzustandsberichtes 2004 im Bundeskabinett erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:

‚Dem deutschen Wald geht es so schlecht wie noch nie: Eine durchschnittliche Zunahme der Waldschäden um 15 Prozent muss die politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern zum Handeln zwingen. Ursache sind die Schadstoffeinträge der letzten Jahrzehnte und der letzte trockene Sommer. Rot-Grün hat versäumt, durch Bodenschutzkalkungen die Böden zu stabilisieren. Im Schwarzwald wurden ph-Werte von 2 gemessen. Das ist saurer als Essigsäure. Die Wälder brauchen Bodenschutzkalkungen als Medizin und keine guten Worte. Betroffen sind rund zwei Drittel der insgesamt 11 Millionen Hektar Waldfläche in Deutschland, die dringend gekalkt werden müssen. Den Waldbesitzern fehlen wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage dafür die finanziellen Mittel. Deshalb müssen Bund und Länder eine hundertprozentige Förderung der Bodenschutzkalkung übernehmen. Weil die Allgemeinheit vor allem über die Schadstoffe des Straßenverkehrs den Wald schädigt, müssen die Verursacher einen finanziellen Beitrag zur Bekämpfung der Waldschäden leisten. Die staatliche Förderung der Bodenschutzkalkung darf nicht – wie es in vielen Ländern der Fall ist – aus Haushaltsgründen vermindert werden. Gleichzeitig müssen bessere Rahmenbedingungen zur Nutzung des Holzes geschaffen werden.

Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich die Bundesregierung auf, dem Schutz der Waldböden ein höheres Gewicht beizumessen. Dazu ist unter anderem der Waldzustandsbericht durch einen Bericht der Bundesregierung über den Zustand der Waldböden zu ersetzen. Nur eine verstärkte Nutzung hilft, ökologisch gesunde Wälder aufzubauen.

Links zum Thema Waldbericht, Links zum Thema Politik.

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