03. November 2004

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 270 angebotenen Schweinen 270 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,51 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,50 Euro bis 1,51 Euro. Es wurden zwei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

CDU: EU muss bei Milch auf Quotenaufstockung verzichten

Themen: Archiv — info @ 11:11

Berlin (agrar.de) – Zur gegenwärtigen Situation auf dem Milchmarkt erklärt der Vorsitzende des Bundesfachausschusses Agrarpolitik der CDU Deutschlands, Peter Bleser:

‚Die schlechten Auszahlungspreise für Milch werden für unsere Erzeuger immer existenzbedrohender. Zur Preisstabilisierung benötigen wir in der EU unverzüglich eine Anpassung des Milchquotensystems an die gegenwärtige Marktlage. Bei einer Überproduktion ist es das Selbstverständlichste von der Welt, das Instrument der vorhandenen Mengensteuerung konsequent anzuwenden. Es ist völlig unverständlich, dass Bundesministerin Künast in dieser Sache in Brüssel noch nicht tätig geworden ist. Wir brauchen im EU-Agrarministerrat schnellstens eine Entscheidung, dass die vorgesehene EU-weite Aufstockung der Milchquoten ausgesetzt wird.

In diesem Zusammenhang wird wieder einmal mehr die sich widersprechende Agrar- und unglaubwürdige Verbraucherschutzpolitik von Bundesministerin Künast deutlich. Sie überzieht unsere heimischen Bauern ständig mit neuen Auflagen, aber vor den internationalen Handelsinteressen knickt sie ein. Es werden Nahrungsmittel aus anderen EU- und Drittstaaten akzeptiert, die unseren Produktionsstandards nicht entsprechen. Statt die hohen Standards der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft zu honorieren, wirft sie diesem wichtigen Bestandteil der Volkswirtschaft ständig neue Knüppel zwischen die Beine. Gleichzeitig zeigt dies, wie verlogen sie mit den Verbraucherinteressen umgeht.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Milchbörse: 99 Prozent aller Quotenanbieter erfolgreich

Themen: Archiv,Milch — info @ 09:11

Preise für Milchquoten ziehen an

Berlin (agrar.de) – Der durchschnittliche Milchquotenpreis im Bundesdurchschnitt ist bei der 14. Milchbörse am 2. November 2004 um 4 Cent auf 46 Cent je kg Milchquote gestiegen. Damit wurde der viertniedrigste Quotenpreis seit Einführung der Milchbörse im Jahr 2000 erzielt. Der durchschnittliche Börsenpreis in den alten Bundesländern liegt bei 52 Cent je kg Milchquote und damit mehr als doppelt so hoch wie der durchschnittliche Milchquotenpreis von 25 Cent je kg in den neuen Bundesländern, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilte.

Der niedrigste Quotenpreis konnte diesmal in Thüringen mit 21 Cent je kg Milchquote erzielt werden. Wieder einmal Spitzenreiter bei den Quotenpreisen ist das Übertragungsgebiet Oberpfalz in Bayern mit 75 Cent je kg Milchquote. Bemerkenswert ist, dass von den 3.718 Milcherzeugern, die Milchquote verkaufen wollten, 3.677 erfolgreich ihre Quote veräußern konnten, das entspricht fast 99 Prozent der Gesamtanbieter, In zehn Übertragungsgebieten konnten alle Anbieter ihre Quote verkaufen. Eine so hohe Anzahl von erfolgreichen Anbietern konnte bisher in keinem Börsenverfahren erzielt werden. Die angebotene Menge von insgesamt 162.130.060 kg konnte zu mehr als 93 Prozent (151.208.331 kg) verkauft werden.

Die Zahl der Anbieter wie auch das Gesamtangebot an Milchquote erreichte den niedrigsten Stand seit der Börse im Oktober 2002. Dagegen erreichte die Zahl der Nachfrager mit 10.844 den zweithöchsten Wert seit Einführung der Milchbörse. Auch die insgesamt nachgefragte Milchquotenmenge erzielte mit 329.710.647 kg die dritthöchste Nachfragemenge, seit es die Milchbörse gibt.

Nach Ansicht des DBV sind die Ergebnisse des 14. Milchbörsenhandelstermins vor allem mit den veränderten milchpolitischen Rahmenbedingungen zu erklären. So stand dieser Handelstermin unter dem besonderen Zeichen, dass letztmalig Milchquote mit einem Prämienanspruch gehandelt werden konnte. Schon beim nächsten Handelstermin für Milchquoten am 1. April 2005 wird die Milchprämie von der Quote entkoppelt, so dass dann keine Verbindung mehr zwischen Prämie und Quote besteht. Dieses hat viele Milcherzeuger dazu veranlasst, zusätzliche Milchquote zu erwerben. Andere Milcherzeuger, die in absehbarer Zeit ihre Milchproduktion einstellen wollen, haben bewusst ihre Quote zu diesem Handelstermin nicht angeboten, um noch in den Genuss der entkoppelten Milchprämie ab dem nächsten Milchwirtschaftsjahr zu kommen. Auch die hohe Überlieferung der Milchquote im abgelaufenen Milchwirtschaftsjahr und die damit verbundenen hohen Superabgaben haben viele Milcherzeuger veranlasst, jetzt noch Milchqu ote zu erwerben.

Der DBV weist zudem darauf hin, dass der Preisanstieg bei den Milchquoten nicht auf höhere Preisforderungen der Quotenanbieter zurückzuführen ist. Auch in diesem Termin waren die Milchquotennachfrager preisbestimmend. Für den nächsten Milchbörsentermin am 1. April 2005 erwartet der DBV aufgrund der geänderten agrarpolitischen Rahmenbedingungen (Entkopplung der Milchprämie von der Milchquote) ein zunehmendes Angebot an Milchquote und entsprechende Auswirkungen auf die Milchquotenpreise.

Links zum Thema Milchquoten und -börsen, Links zum Thema Verbände.

02. November 2004

Strukturwandel im Gemüseanbau hält im Südwesten weiter an

Themen: Archiv — info @ 13:11

Betriebsgröße steigt auf 4 Hektar – Spargel dominiert den Gemüseanbau

Stuttgart (agrar.de) – In 2004 wurde erstmals nach vier Jahren wieder eine umfassende Gemüseanbauerhebung bei allen landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt, die Gemüse und Erdbeeren zum Verkauf anbauen.1) Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes hielt der Strukturwandel – wie allgemein in der Landwirtschaft – auch bei den Gemüse- und Erdbeerbauern des Landes weiter an. Im Vergleich zur letzten vergleichbaren Erhebung im Jahr 2000 nahm die Zahl der Betriebe um 325 oder fast 11 Prozent auf 2 716 Betriebe ab und erreichte damit einen neuen Tiefststand. Demgegenüber stieg die von diesen Betrieben bewirtschaftete Grundfläche um 1.141 Hektar (ha) oder beinahe 12 Prozent auf die neue Höchstmarke von 10.984 ha an. Die durchschnittliche Grundfläche je Betrieb erhöhte sich demzufolge auf 4 ha (zum Vergleich 2000: 3,2 ha). Die gesamte Anbaufläche der Gemüse- und Erdbeerbetriebe, die auch die Mehrfachnutzung der Grundfläche berücksichtigt, erreichte mit einer Ausweitung um beachtliche 730 ha (5,9 Prozent) auf 13.171 ha gleichfalls eine neue Rekordmarke. Der reine Gemüseanbau nimmt im Südwesten insgesamt eine Anbaufläche von 9.839 ha ein (+ 400 ha). Mit rund 95 Prozent dominiert hier der Freilandanbau. In Unterglasanlagen, deren Anbaufläche nahezu unverändert blieb, reift Gemüse auf 459 ha heran. Nach weiter anhaltender Flächenausweitung (+ 330 ha) erfolgt der Erdbeeranbau inzwischen auf einer Anbaufläche von 3.332 ha, was zugleich einen neuen Höchststand markiert.

Die größten Freiland-Anbauflächen beanspruchen der Anbau von Spargel (1.999 ha), Salaten (1.841 ha) und Kohlgemüse (1.488 ha), die zusammen auf mehr als der Hälfte der Freilandfläche im Land angebaut werden. Spargel hat inzwischen die Salate als bedeutendstes Gemüse im Südwesten abgelöst und wächst auf über 21 Prozent der Freiland-Anbaufläche. Der Spargelanbau verzeichnet seit 2000 mit einer Ausweitung der Anbaufläche um 728 ha (57,3 Prozent) einen bemerkenswert dynamischen Siegeszug innerhalb weniger Jahre. Zum Vergleich: Die Anbaufläche von Freilandgemüse nahm insgesamt um 398 ha zu. Während der Umfang der Salat-Anbauflächen bei zum Teil unterschiedlichen Entwicklungstendenzen der einzelnen Salatarten nahezu unverändert blieb, kam es beim Kohlgemüse zu deutlichen Anbau-Einschränkungen (- 253 ha / – 14,5 Prozent). Eine Reduzierung der Anbaufläche war hier, wenngleich in unterschiedlichem Ausmaße, bei allen Arten an Kohlgemüse festzustellen.

Beim heimischen Verkaufsanbau von Unterglasgemüse dominiert weiterhin der Anbau von Salaten (218 ha), vor allem von Feld- oder Ackersalat (137 ha), vor Tomaten (75 ha) und Gurken (59 ha), auf die zusammen über drei Viertel der Unterglas-Anbau­fläche entfallen.

Zwei Drittel der gesamten Gemüseanbaufläche des Landes konzentrieren sich auf die neun anbaustärksten Kreise. Über 28 Prozent entfallen allein auf die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald (1.408 ha) und Heilbronn (1.368 ha). Zu den fünf anbaustärksten Kreisen zählen darüber hinaus die Landkreise Esslingen (857 ha), Rhein-Neckar-Kreis (713 ha) und Karlsruhe (556 ha). Im anbaustärksten Kreis Breisgau-Hoch­schwarzwald dominiert in erster Linie der Spargelanbau (888 ha). Hier liegen über 44 Prozent der Spargelanbaufläche des Landes. Gleichfalls von der Dominanz des Spargelanbaus geprägt sind die Landkreise Karlsruhe (307 ha) und der Rhein-Neckar-Kreis (289 ha). Deutlich diversifizierter ist die Anbaustruktur hingegen im Landkreis Heilbronn, in dem insbesondere Speisezwiebeln (218 ha) und Zuckermais (175 ha) angebaut werden. Beim Unterglasanbau ragt der Landkreis Konstanz (überwiegend die Insel Reichenau) mit 118 ha bzw. einem Viertel der gesamten Unterglasfläche des Südwestens hervor. Mit deutlichem Abstand folgen der Landkreis Ludwigsburg (62 ha) und der Stadtkreis Heidelberg (41 ha).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

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