17. November 2004

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 12:11

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 510 angebotenen Schweinen 510 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,51 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,51 Euro bis 1,52 Euro. Es wurden drei Partien gehandelt. Außerdem wurden 280 Schweine im Festpreisangebot gehandelt zu einem Preis von 1,52 Euro.

Links zum Thema Schweine.

Gentechnikfreie Zone im Westerwald eingerichtet

Themen: Archiv — info @ 10:11

Altenkirchen (agrar.de) – 14 landwirtschaftliche Unternehmer haben in der Landjugendakademie in Altenkirchen die ‚Initiative gentechnikfreier Westerwald‘ ins Leben gerufen. Das berichtet der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau (BWV).

Die unterzeichnenden Landwirte bringen eine Gesamtfläche von 1.400 Hektar in diese Zone ein und erklären sich bereit, mindestens drei Jahre lang kein gentechnisch verändertes Saatgut auszubringen. In der Selbstverpflichtungserklärung heißt es, dass nach dem heutigen Wissensstand der Einsatz von GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) nicht abschließend erforscht und eine langfristige Risikofreiheit ohne schädliche Auswirkungen auf Mensch, Tier und Pflanze nicht auszuschließen ist.

In den Jahren 2004 bis 2006 werden in der gentechnikfreien Zone keine Anpflanzungen gentechnisch veränderter Pflanzen vorgenommen.

Die Landwirte werden auf die Futtermittelhersteller einwirken, damit ausreichend GVO-freie Futtermittel, die durchaus auch auf konventionellem Wege erzeugt werden können, angeboten werden. ‚Dies geschieht besonders im Bewusstsein, dass es nicht möglich ist, die Weiterverbreitung von einmal freigesetzten gentechnisch veränderten Organismen zu verhindern‘, heißt es in der Selbstverpflichtungserklärung.

Nach Ablauf der Geltungsdauer der Selbstverpflichtungserklärung werden die beteiligten Unternehmer entscheiden, ob zur Zeit noch offene Fragen bis dato zu ihrer Zufriedenheit geklärt sind oder ob die freiwillige Initiative verlängert werden soll. Die Teilnehmer an dieser Initiative geben sich gegenseitig die Zusage mit der ‚Initiative gentechnikfreier Westerwald‘ werben zu können.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

16. November 2004

Ackerbaubetriebe dominieren in Sachsen-Anhalt

Themen: Archiv — info @ 16:11

Halle (agrar.de) – Im Rahmen der Agrarstrukturerhebung 2003 wurden die landwirtschaftlichen Betriebe entsprechend ihres Produktionsschwerpunktes einer betriebswirtschaftlichen Ausrichtung zugeordnet.

Fast die Hälfte der 4.940 Betriebe des Landes (49 Prozent) sind Ackerbaubetriebe, d. h. sie haben sich überwiegend auf den Anbau von Getreide, Eiweißpflanzen, Hack- oder Ölfrüchte spezialisiert. Sie bewirtschaften 61 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche teilt das Statistische Landesamt mit.

Ein weiteres Fünftel der Betriebe hat seinen Schwerpunkt insbesondere in der Rinderhaltung (Milch- und Fleischerzeugung) oder Schafhaltung bzw. im Futterbau; sie werden als Futterbaubetriebe (Weideviehbetriebe) bezeichnet.

Darüber hinaus werden weitere 10 Prozent als spezialisierte Betriebe ausgewiesen, das sind 210 Gartenbaubetriebe, 210 Dauerkulturbetriebe (hauptsächlich ausgerichtet auf Obst- oder Weinbau) und 130 Veredlungsbetriebe (Schweinemast, Geflügelhaltung).

Ein weiters Fünftel (990 Betriebe) sind s. g. Gemischtbetriebe, die sowohl pflanzliche als auch tierische Produktion betreiben, wobei keine der beiden Formen dominierend ist. Sie bewirtschaften ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

Schweinehalter müssen Tiere an die HIT-Datenbank melden

Themen: Archiv — info @ 16:11

Schwerin (agrar.de) – Schweinehalter, die ihre Tiere noch nicht an die HIT-Schweinedatenbank (Herkunftssicherung und Identifikationssystem für Tiere) gemeldet haben, sind aufgefordert, dieser Meldepflicht nachzukommen. Schweine, die neu in einen Betrieb aufgenommen werden müssen ebenfalls laufend gemeldet werden. ‚Nur eine vollständige Datenbank ermöglicht uns, im Falle von Seuchenausbrüchen rach und effektiv zu handeln. Hier geht aus auch um Verbrauchersicherheit‘, appelliert Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) an die Schweinehalter. Nur eine gut funktionierende Datenbank erleichtere eine schnelle Abklärung von Infektionswegen und Infektionsursachen. ‚Nur so können wir im Seuchenfall eine schnelle Bekämpfung der Krankheit erreichen. Das bedeutet auch geringere Verluste und kürzere Handelssperren im Ernstfall‘, sagt Minister Backhaus.

Schweinehalter sind verpflichtet, zum Stichtag 1. Januar jeden Jahres die Zahl der an diesem Tag im Bestand vorhandene Schweine nach Zuchtschweinen einschließlich Saugferkeln und Mastschweinen innerhalb von zwei Wochen nach dem Stichtag an die HIT-Datenbank zu melden. Außerdem muss jeder Betrieb innerhalb von sieben Tagen die Übernahme von Schweinen an die HIT-Datenbank melden. Meldepflichtig ist jeweils der aufnehmende Betrieb. Geburten und Abgänge z.B. durch Todesfälle oder Schlachtungen werden nicht gemeldet. Bei Fragen hilft in Mecklenburg-Vorpommern die Regionalstelle des Landes, der MQD Qualitätsprüfung- und Dienstleistungsgesellschaft mbH, Telefon 03843-751-0.

Links zum Thema HIT und Kennzeichnung, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Brandenburg: Waldschutz online – Alles unter Kontrolle

Themen: Statistik,Wald,Waldbericht — info @ 10:11

Eberswalde (agrar.de) – Der aktuelle Waldzustandsbericht, die Schäden durch den Trockensommer 2003 und die immer lauernden Gefahren für den Wald durch schädliche Insekten halten Brandenburgs Forstleute in Atem. Mit einem modernen Überwachungs- und Prognosesystem können jetzt drohende Schäden frühzeitig erkannt und Abwehrmaßnahmen eingeleitet werden. Die Fäden dafür laufen an der Landesforstanstalt Eberswalde (LFE) zusammen.

‚Wir wissen in Brandenburg um die besonderen Gefahren für den Wald, so dass wir eine flächendeckende Überwachung auf hohem Niveau durch die Landesforstverwaltung gewährleisten‘, erläuterte dazu Brandenburgs Forstminister Dietmar Woidke (SPD). Bereits vor mehr als 70 Jahren wurde in Brandenburg ein Überwachungssystem eingeführt, welches von Eberswalde aus den Schutz des Waldes sicherstellte. Mit ständig verfeinerten Methoden sorgt heute der Waldschutzmeldedienst für die landesweite Waldschutzüberwachung.

Monatlich steht damit den Forstbehörden und privaten Waldbesitzern ein umfassendes Lagebild zur Verfügung, um auf Gefahrensituationen für den Wald rechtzeitig reagieren zu können. Bei Anzeichen auf Gefährdungen werden, wie in einem Alarmplan, abgestufte Überwachungsmaßnahmen in Gang gesetzt, um somit den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald auf ein Mindestmaß beschränken zu können.

Jeder Förster meldet aus seinem Revier die Überwachungsdaten online nach Eberswalde und erhält auf dem gleichen Weg Informationen, Prognosen und Überwachungsanleitungen.

Zudem wird weiterhin die jährliche Waldzustandserhebung stichprobenartig im gesamten Wald durchgeführt und auf acht Dauerbeobachtungsflächen werden Schadstoffbelastungen und Veränderungen im Wasserhaushalt der Wälder registriert. Gegen Wetter und Luftschadstoffe sind Forstleute zwar machtlos, doch rechtzeitiges Erkennen von Schäden ist auch für den Waldschutz entscheidend.

Links zum Thema Wald und Forst, Links zum Bundesland Brandenburg.

15. November 2004

Mecklenburg-Vorpommern: Bedeutung von Teichwirtschaft größer als von Fluss- und Seenfischerei

Themen: Archiv — info @ 16:11

Schwerin (agrar.de) – Nach ersten Ergebnissen der in diesem Jahr bundesweit durchgeführten Binnenfischereierhebung verfügt Mecklenburg-Vorpommern über die größte gewerbsmäßig befischte Gewässerfläche in Deutschland. Wie es aus dem Statistischen Landesamt dazu heißt, bewirtschaften die Betriebe der Binnenfischerei mit 65.000 Hektar mehr als die Hälfte der stehenden und Fließgewässer des Landes mit einer Gesamtausdehnung von 128.600 Hektar. Von den insgesamt 46 Binnenfischereibetrieben, die einen Fang von jährlich mindestens 10 Dezitonnen Fisch erzielen, betreiben die weitaus meisten (43) traditionell Fluss- und Seenfischerei.

Zusammen beschäftigen die Betriebe der Binnenfischerei 273 Arbeitskräfte.

Ziel und Zweck dieser Erhebung war die Gewinnung aktueller und detaillierter Strukturdaten im Bereich der Binnenfischerei. In Mecklenburg-Vorpommern ist sie dadurch gekennzeichnet, dass die großen Gewässerflächen von nur wenigen Betrieben bewirtschaftet werden. Allein 20 Betriebe befischen zusammen mehr als 58.000 Hektar, durchschnittlich also 2.900 Hektar.

Von den insgesamt 46 Betrieben sind 35 nach ihrer Rechtsform Einzelunternehmen (34 von ihnen Haupterwerbsfischer), 5 Betriebe Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR) und weitere 6 sind einer juristischen Person des privaten Rechts zuzuordnen.

Nach den Absatzwegen bevorzugen 40 Betriebe die Direktvermarktung. Überwiegend werden die Fische an den Einzelhandel veräußert, weniger über den Großhandel verkauft.

Von den zusammen 273 Arbeitskräften in der Binnenfischerei sind 258 ständig beschäftigt, 219 von ihnen vollbeschäftigt. Die Einzelunternehmen verfügen über 109 Arbeitskräfte, von denen 66 Familienangehörige sind. Die mittlere Betriebsgröße der Einzelunternehmen liegt somit bei drei Beschäftigten. In den Betrieben mit der Rechtsform einer juristischen Person hingegen sind 149 Personen tätig, durchschnittlich damit in jedem Unternehmen fast 25.

Die Betriebe mit Seen- und/oder Flussfischerei erzielten 2003 ein Fangergebnis von 5.800 Dezitonnen Fisch, darunter 4.000 Dezitonnen Speisefische. Das waren u. a. 500 Dezitonnen Aal, 770 Dezitonnen Hecht, 580 Dezitonnen Barsch, 430 Dezitonnen Zander und 730 Dezitonnen Weißfische (z. B. Plötze).

Die zehn Betriebe mit Teichwirtschaft und/oder Behälterhaltung erzeugten 2003 knapp 5.000 Dezitonnen Speisefische, darunter 3.250 Dezitonnen Karpfen und 1.500 Dezitonnen Forellen. Des Weiteren produzierten sie 2.000 Dezitonnen Satzfische sowie Setzlinge und Brut, die zur weiteren Zucht bzw. Mast in den eigenen Gewässern oder in anderen Betrieben Verwendung finden. Damit übersteigt die Produktion von Speisefischen aus der Teichwirtschaft inzwischen das entsprechende Fangergebnis aus der Fluss- und Seenfischerei deutlich. Das war vor zehn Jahren noch nicht der Fall.

Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung von 1994 hat sich die Größe der befischten Gewässerfläche um 10 Prozent erhöht, die Anzahl der Betriebe ist von 57 auf nunmehr 46 zurückgegangen und die Anzahl der Arbeitskräfte verringerte sich um 18 Prozent.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

972 Baumschulen in Niedersachsen

Themen: Archiv — info @ 14:11

Hannover (agrar.de) – In Niedersachsen gibt es 972 Baumschulen. Nach Mitteilung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik beträgt die durchschnittliche Betriebsgröße 6,5 ha. Insgesamt werden 6.333 ha Baumschulfläche bewirtschaftet. Mehr als die Hälfte der Fläche dient der Erzeugung von Ziergehölzen. Forstpflanzen und Obstgehölze spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Daten über Baumschulbetriebe werden alle vier Jahre erhoben. Die letzte Baumschulerhebung hatte im Jahr 2000 941 Betriebe mit 5.588 ha Fläche ergeben. Die Daten sind aufgrund methodischer Änderungen allerdings nicht vergleichbar, da in diesem Jahr erstmals Flächen für die Schnittgrüngewinnung und für Weihnachtsbäume in die Produktionsfläche einbezogen wurden. Ohne diese Änderung kann von einer etwa konstanten Betriebszahl und leicht ausgedehnter Fläche (ca. 150 ha) ausgegangen werden.

Die Betriebsgrößenstruktur zeigt eine ungleichmäßige Verteilung der Größenklassen. Nur 84 Baumschulen (7 Prozent) sind größer als 20 ha, sie bewirtschaften aber 49 Prozent der gesamten Baumschulfläche. Weitere 213 Betriebe (22 Prozent) liegen mit 5 bis 20 ha im Mittelfeld und nutzen 33 Prozent der Fläche. Die restlichen 695 Betriebe unter 10 ha wirtschaften auf 18 Prozent der Gesamtfläche.

Das Zentrum der niedersächsischen Baumschulwirtschaft liegt im Ammerland, rund um das Zwischenahner Meer. Gut ein Drittel (36 Prozent) aller niedersächsischen Baumschulen haben hier ihren Sitz. Von diesen Baumschulen sind fast 80 Prozent allein in Bad Zwischenahn und Westerstede angesiedelt. Die Betriebe im Ammerland bewirtschaften 47 Prozent der Baumschulfläche des Landes. Die ammerländischen Torfböden eignen sich hervorragend zur Kultur von Rhododendren und anderen Moorbeetpflanzen.

Die niedersächsische Baumschulwirtschaft dominiert in Deutschland. Vom gesamten Produktionswert der Baumschulprodukte in Deutschland (991 Mio. Euro zu Herstellungspreisen) stammten im Jahr 2002 54 Prozent aus niedersächsischer Erzeugung. Mit weitem Abstand folgten Schleswig-Holstein mit 21 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 8 Prozent.

Links zum Thema Baumschulen, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Sächsische Weinlese 2004: Durchschnittlicher Jahrgang erwartet

Themen: Archiv — info @ 12:11

Kamenz (agrar.de) – Das Weinjahr 2004 in Sachsen lässt eine durchschnittliche Weinernte erwarten. Nach Angaben des Statisti­schen Landesamtes Kamenz schätzten die freiwillig berichtenden Winzer die Güte der Trauben im September mit 2,1 (Weißwein) bzw. 2,6 (Rotwein) ein). Während im Vorjahr schwere Weine dominierten, werden es in diesem Jahr auf Grund der reichlich vorhandenen Säure eher leichte, feinfruchtige Weine sein.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat, als mehr als die Hälfte der Weinbauern die Witterung als insgesamt ‚gut‘ für die Entwicklung der Reben bewertete, waren es in diesem Jahr nur knapp 20 Prozent. Die restlichen Berichterstatter schätzten sie als mittelmäßig ein. Auch Temperaturverlauf und Niederschlagsmenge wurden überwiegend mit der Benotung ‚mittel‘ bewertet. Bei der Einschätzung der Sonnenscheindauer hielten sich die Noten ‚zu gering‘ und ‚genügend‘ mit ca. 40 Prozent etwa die Waage. Die restlichen Gutachter schätzten sie mit ‚reichlich‘ ein. Wetterschäden wurden nicht gemeldet.

Im Monat September haben die Berichterstatter die Aufgabe, den Befall der Rebstöcke mit Botrytis abzu­schätzen. Der Schimmelpilz Botrytis cinerea ist die Ursache der Traubenfäule. Je nach Reifestadium der Trauben unterscheidet man zwischen der bei Winzern gefürchteten Form, der Graufäule, und der will­kommenen Form, der Edelfäule. Hierbei wird den Trauben durch den Schimmelpilz Wasser entzogen, wo­durch ein hoch konzentrierter Wein mit charakteristischem Duft entsteht. Die sächsischen Weinberge waren im September kaum von diesem Schimmelpilz befallen. Ein geringes Vorkommen wurde nur für die Sorten Bacchus und Elbling gemeldet.

Die im Monat September vorgenommene zweite von jährlich insgesamt drei Vorschätzungen über die zu erwartende Weinmosternte bestätigte mit insgesamt rund 18.700 Hektolitern (hl) etwa die Einschätzung des Vormonats. Während beim Weißwein mit durchschnittlich etwa 46 hl Weinmost je Hektar gerechnet wird, sind es beim Rotwein rund 44 hl. Herausragende Hektarerträge werden bei den Weißweinsorten Goldriesling (66 hl) und Müller-Thurgau (60 hl) erwartet. Bei den Rotweinsorten Regent und Blauer Portugieser sind es 66 bzw. 60 hl.

Links zum Thema Wein, Links zum Bundesland Sachsen.

Österreich: Obstbau mit ertragreicher Ernte

Themen: Österreich,Statistik — info @ 09:11

Wien (agrar.de) – Ähnlich hoch wie im Vorjahr fiel nach Angaben der Statistik Austria die diesjährige Obstproduktion aus. Die mit 792.300 Tonnen (+1 Prozent) bezifferte Gesamtmenge setzte sich zum Großteil aus Kernobst (77 Prozent) zusammen, gefolgt von Steinobst (16 Prozent), Beerenobst (5 Prozent) und Walnüssen (2 Prozent).

Bei Kernobst (ohne Mostobst) lag die Produktion mit 450.500 Tonnen 13% über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre, wobei sowohl Äpfel (+13 Prozent) als auch Birnen (+11 Prozent) überdurchschnittliche Werte erreichten. Mit 352.800 Tonnen lag die Erntemenge von Winteräpfeln deutlich über dem Vorjahreswert (+13 Prozent) und stellte somit 78 Prozent der Kernobstmenge. Winterbirnen fielen zwar mit 36.900 Tonnen um 7 Prozent hinter den Wert des letzten Jahres zurück, erreichten aber dennoch eine überdurchschnittliche Produktion (+12 Prozent).

Im Vorjahresvergleich erreichte die Sommerapfelernte mit 47.500 Tonnen ein Plus von 19 Prozent und auch die Produktion von Sommerbirnen übertraf mit 13.300 Tonnen trotz Defizit zum Vorjahr (-10 Prozent) den langjährigen Durchschnitt um 8 Prozent.

Die Mostobstmenge lag mit 158.000 Tonnen zwar um 18 Prozent unter jenem des letzten Jahres, aber immer noch um 20 Prozent über dem langjährigen Mittel.

Ausgesprochen gut fiel in diesem Jahr wieder die Steinobsternte aus, die mit 126.100 Tonnen nur 2 Prozent unter dem ausgezeichneten Vorjahreswert lag. Die Marillenernte belief sich dank der guten Ertragslage im Bundesland Niederösterreich auf 15.700 Tonnen, reichte somit zwar nicht an das Vorjahr heran (-10 Prozent) lag aber um 21 Prozent über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Zwetschkenproduktion entsprach mit 69.600 Tonnen (+/-0 Prozent) in etwa dem ertragreichen Produktionsjahr 2003. Bei Pfirsichen war mit 8.600 Tonnen gegenüber dem Vorjahr wieder ein deutliches Plus zu verzeichnen (+18 Prozent), die Erntemenge blieb aber trotz guten Ertragsniveaus aufgrund fortschreitender Anbaureduktion im unterdurchschnittlichen Bereich. Die Kirschenernte lag mit 27.300 Tonnen 7 Prozent unter dem Vorjahreswert aber 3 Prozent über dem Zehnjahresmittel. Auch Weichseln verzeichneten mit einer Produktion von 5.000 Tonnen einen Rückgang von 3 Prozent.

Bei den Beerenobstarten belief sich die diesjährige Erzeugung auf 40.000 Tonnen (+8 Prozent), wobei insbesondere Ananas-Erdbeeren eine Produktionssteigerung auf 17.600 Tonnen (+10 Prozent) erzielten. Aber auch Ribiseln konnten mit 19.600 Tonnen deutlich zulegen (+7 Prozent); Himbeeren aus Erwerbsanlagen hingegen wiesen mit 1.100 Tonnen (-4 Prozent) ein leicht rückläufiges Ernteergebnis auf.

Die Walnussproduktion belief sich auf 17.700 Tonnen.

Erstmals wurde auch die Holunderproduktion aus Erwerbsanlagen erhoben, welche hauptsächlich der Erzeugung von Lebensmittelfarbstoffen dient und auf rund 960 ha Kulturfläche 7.600 Tonnen umfasste.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Land Österreich.

12. November 2004

DBV zieht positive Bilanz aus EuroTier

Themen: Archiv — info @ 14:11

Landwirte fordern mehr Planungssicherheit

Berlin/Hannover (agrar.de) – Zum Abschluss der internationalen Fachmesse EuroTier in Hannover stellt der Deutsche Bauernverband (DBV) in einer ersten Bilanz eine im Grundton positive Resonanz fest. Durch den Gemeinschaftsstand mit der DBV-Service GmbH, der Andreas Hermes Akademie, der Arbeitsgemeinschaft Organisationsgebundene Landpresse sowie zum ersten Mal in Kooperation mit dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte konnte sich der EuroTier-Besucher umfassend über Agrarpolitik, Fortbildungsmöglichkeiten und Serviceangebote an einem Ort informieren. Es konnte dadurch eine Einheit geschaffen werden, die auf regen Zuspruch stieß. Die EuroTier-Besucher nutzten besonders das Angebot, sich auf dem DBV-Stand umfassend über die Reform der EU-Agrarreform zu informieren und sich die betriebsindividuelle Prämie anhand des Prämienrechners berechnen zu lassen.

Besonders im Hinblick auf die Novellierung der Nutztierhaltungsverordnungen war bei den Landwirten aber eine Verunsicherung über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe zu verspüren. Vor dem Hintergrund der überfälligen Umsetzung einer nationalen Schweinehaltungsverordnung und einer zukunftsweisenden Überarbeitung der Haltungsvorschriften für Legehennen wurde insgesamt nur eine zurückhaltende Nachfrage der Fachbesucher nach Stallanlagen offensichtlich. Es zeige sich wieder einmal, wie wichtig für Landwirte Planungsunsicherheit ist, damit sie in die Zukunft investieren, betonte der DBV. Zur Auflösung des anhaltenden Investitionsstaus und zur Sicherung der deutschen Veredlungswirtschaft fordert daher der DBV nachdrücklich eine zeitnahe Novellierung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung, um auch den ökonomischen Gegebenheiten Rechnung zu tragen.

Auch bei den Milcherzeugern ist die Sorge über die Zukunftsfähigkeit der Betriebe und die Wettbewerbsfähigkeit am Markt spürbar. Für Investitionen in die Milcherzeugung ist es daher wichtig, dass sich die Marktlage auf dem Milchmarkt weiter stabilisiert, stellte der DBV fest. Jeder Verbraucher könne dazu beitragen, indem er ‚preiswerte Produkte‘ konsumiere, also Qualitätsprodukte zu einem Preis kaufe, den sie wirklich wert sind.

Links zum Thema %url3%Messen, Links zum Thema Verbände.

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