08. November 2004

Rheinland-Pfalz: Mehr Gemüse als jemals zuvor angebaut

Themen: Archiv — info @ 12:11

Bad Ems (agrar.de) – Auf 15.300 Hektar, einer Fläche fast doppelt so groß wie die Stadt Ludwigshafen, wurde 2004 in Rheinland-Pfalz Gemüse angebaut. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems ist damit die Anbaufläche von Freilandgemüse gegenüber dem Vorjahr um fast 800 Hektar (plus 5,2 Prozent) ausgedehnt worden.

Rheinland-Pfalz hat nach Nordrhein-Westfalen (20.400 Hektar) und Niedersachsen (18.400 Hektar), aber deutlich vor Bayern (12.200 Hektar) die drittgrößte Fläche für die Produktion heimischer Gemüsearten aufzuweisen. Traditioneller Anbauschwerpunkt ist die Vorderpfalz; im Rhein-Pfalz-Kreis (8.600 Hektar) und im Landkreis Germersheim (2.600 Hektar) sowie in den Städten Ludwigshafen (1.100 Hektar) und Frankenthal (800 Hektar) sind 85 Prozent des gesamten Anbaus im Land konzentriert.

Flächenstärkste Gemüseart sind nach wie vor Radieschen; auf 2.300 Hektar (plus 1,8 Prozent) werden 90 Prozent der deutschen Ware produziert. Möhren/Karotten (1.800 Hektar), Blumenkohl (1.600 Hektar) und Speisezwiebeln (1.200 Hektar) verzeichneten ebenso Zuwächse wie Feldsalat und Spargel mit einer Anbaufläche von jeweils rund 950 Hektar. Kopfsalat und Bundzwiebeln (je 700 Hektar), Spinat (600 Hektar) und Rettiche (400 Hektar) scheinen dagegen weniger stark gefragt zu sein, ihr Anbau schrumpfte gegenüber 2003 um durchschnittlich 20 Prozent.

Es gibt 2004 nur noch rund 740 Betriebe, die Gemüse als Verkaufsanbau betreiben, 200 weniger als vor vier Jahren. Durchschnittlich 20,8 Hektar (2000: 14,8 Hektar) baut ein Betrieb im Freiland an.

Der Gemüseanbau unter Glas – also in Gewächshäusern oder Frühbeeten – spielt mit 44 Hektar (44 000 Quadratmeter) eine untergeordnete Rolle.

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