06. Oktober 2004

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 15:10

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 500 angebotenen Schweinen 500 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,50 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,49 Euro bis 1,50 Euro. Es wurden drei Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

AgrarBündnis: Stoppt den Kuhhandel mit Huhn und Schwein

Themen: Archiv — info @ 13:10

Politisches Ränkespiel um die Haltung von Schweinen und Legehennen

Bonn/Warburg (agrar.de) – Vom 6. bis 8. Oktober wird die Agrarministerkonferenz (AMK) auf Burg Warberg (Niedersachsen) abermals über die Haltung von Legehennen diskutieren. Einige Bundesländer versuchen, die Bundesregierung zur Wiedereinführung der Käfighaltung zu zwingen.

Seit die Tierschutznutztierhaltungsverordnung in Kraft ist (13. März 2002), versucht die organisierte Eierindustrie die Regelungen zur Hennenhaltung wieder zu kippen. Anstatt sich auf die neue rechtliche Situation einzustellen – Käfige für Legehennen sind in Deutschland ab 2007 verboten –, versucht sie mit allen Mitteln zu erreichen, dass die herkömmliche Käfighaltung fortgesetzt und ‚ausgestaltete‘ Käfige auch in Deutschland zugelassen werden. Einige Bundesländer unterstützten diese Bestrebungen. Ausgestaltete Käfige werden in den Medien beschönigend als ‚Kleingruppenhaltung‘, ‚Hühner-WG‘ oder ‚Luxus-Appartement‘ für Hühner beschrieben, so das AgrarBündnis, ein Zusammenschluss von Organisationen in Deutschland aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik.

Es stehe außer Zweifel, dass jede Form der Käfighaltung, auch die in ausgestalteten Käfigen, erhebliche gesundheitliche Probleme und Verhaltensstörungen bei Legehennen verursacht. In allen bislang getesteten Käfigvarianten bestehen system-immanente Tierschutzprobleme, unter denen die Hühner permanent leiden. Die Bestrebungen, die Haltung von Legehennen entgegen der bestehenden Haltungsverordnung in ausgestalteten Käfigen möglich zu machen, seien nicht akzeptabel. Das Agrarbündnis appelliert an die Agrarminister der Bundesländer, am Verbot der Haltung von Legehennen in Käfigen in jeder Form festzuhalten.

Nicht zu akzeptieren ist auch das politische Ränkespiel, mit dem die Ministerin unter Druck gesetzt wird. Seit dem vergangenen Jahr verhindern die unionsregierten Bundesländer die Verabschiedung einer neuen Verordnung zur Haltung von Schweinen. Der von der Bundesregierung vorgelegte Entwurf sollte in verschiedenen Bereichen, die den Schutz der Tiere verbessert hätten, über die Mindestanforderungen der Europäischen Union hinausgehen. Dies versuchen die Länder zu verhindern. Mit dem Hintergedanken, dass Deutschland eine empfindliche Konventionalstrafe droht, da die EU-Richtlinie über die Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen nicht bis Ende 2003 umgesetzt wurde, versuchte die Mehrheit des Bundesrates bereits kurz vor Jahresende die Bundesregierung zu einer Änderung der seit 2002 rechtskräftigen Verordnung zur Haltung von Legehennen zu zwingen.

Das AgrarBündnis appelliert an Ministerin Künast, sich nicht in die Zwickmühle nehmen zu lassen. ‚Das Wohl der Schweine darf nicht mit dem Leid der Hennen erkauft werden‘, erklärt Dr. Heidrun Betz, Vorstandsmitglied des AgrarBündnisses: ‚Die fortschrittliche Entscheidung, eine Wende in der Agrarpolitik einzuleiten, die dem Wohl der Verbraucher, der Landwirte und dem Schutz der Tiere gleichermaßen dient, ist in der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen worden. Sie darf nicht den Interessen einiger weniger Großindustrieller geopfert werden.‘

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Sonnleitner: Tierschutz ist unteilbar und ganzheitlich

Themen: Archiv — info @ 12:10

Möllers: Fünf vor Zwölf bei Nutztierhaltungs-Verordnungen

Berlin (agrar.de) – Wer den Tierschutz ernsthaft voranbringen will, muss die Tierschutzkriterien für die Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren immer EU-weit einheitlich gestalten und sie auch bei den WTO-Verhandlungen verankern. Dies erklärten der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, und der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Franz- Josef Möllers, der in den DBV-Gremien die Veredlung und Tierhaltung vertritt, auf einer Pressekonferenz in Berlin anlässlich des DBV- Perspektivforums ‚Tierschutz in der Landwirtschaft – Status quo und Perspektiven‘. Im Hinblick auf die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern (7.10.2004) forderte Sonnleitner nachdrückliche politische Entscheidungen zur Schweinehaltungs- und Legehennenhaltungs-Verordnung, die Tierschutz und Ökonomie vereinbarten. Die deutschen Bauern und der Bauernverband ständen für hohe Tierschutz-Standards und für eine moderne, leistungsfähige Tierhaltung. ‚Tierschutz ist ganzheitlich zu betrachten und unteilbar, weshalb gleiche Anforderungen auch für Importe der tierischen Produkte gelten müsse‘, betonte Sonnleitner.

Landwirtschaftliche Tierhaltung werde in Deutschland nach der Zielsetzung eines nachhaltigen Wirtschaftens ausgerichtet. Jede Investition im Stall sei bestimmt von Innovationen für den Tierschutz. Dies werde in der Öffentlichkeit jedoch vielfach verkannt. ‚Wer 365 Tage faktisch rund um die Uhr für seine Tiere lebt und arbeitet und dafür bestens ausgebildet wurde, der ist tief getroffen und total verunsichert, wenn ihm öffentlich vorgeworfen wird, er würde Tierschutz nicht ernst nehmen oder gar dagegen verstoßen‘, gab Sonnleitner das Stimmungsbild der tierhaltenden Landwirte wieder. Die politischen Vorstellungen von nationalen Alleingängen im Tierschutz würden dabei den Bauern die ökonomische Grundlage für eine Tierhaltung in Deutschland nehmen. Immerhin bestreiten zwei von drei Landwirten den größten Teil ihres Einkommens aus der Tierhaltung, dies sind mehr als 50 Prozent des Gesamteinkommens der deutschen Landwirtschaft.

Allein die Umsetzung des Vorschlages der Bundesregierung zur Schweinehaltungs-Verordnung würde die stallbedingten Kosten in der Schweinehaltung um bis zu 15 Prozent erhöhen. Die vorgesehene nationale Verschärfung der EU-Vorgaben würde die Investitions- und Produktionskosten gerade für kleine und mittlere Betriebe marktentscheidend erhöhen, so dass angesichts der liberalisierten Marktbedingungen und des weltweit zunehmenden Wettbewerbs in der Schweinefleischerzeugung viele Betriebe die erforderlichen Umrüstungen nicht mehr finanzieren könnten. Die Folge wäre beschleunigter Strukturwandel in den tierhaltenden Betrieben und Arbeitsplatzverluste auch in vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen. Sonnleitner und Möllers werteten den Bundesratsvorschlag vom November vergangenen Jahres zur Schweinehaltungs-Verordnung als einen ‚akzeptablen Kompromiss, der die Anforderungen an den Tierschutz und an die aktuelle Wettbewerbssituation‘ berücksichtige.

Auch das Beispiel der Haltung von Legehennen verdeutliche dramatisch die Folgen nationaler Verschärfungen beim Tierschutz. Der vorgesehene Ausstieg aus der Käfighaltung sechs Jahre früher als in den anderen EU-Ländern und die nur vorübergehend vorgesehene Nutzung von so genannten Kleinvolieren hätten nach allen Einschätzungen von Markt¬experten eine Wettbewerbsbenachteiligung der deutschen Eiererzeuger und Produktionsverlagerung ins Ausland zur Folge. Dem Tierschutz sei damit nicht gedient, da dort vielfach geringere Anforderungen an den Tierschutz gestellt würden. Nach Marktprognosen werde sich der Marktanteil von derzeit 76 Prozent am inländischen Eiermarkt halbieren. Durch die ideologisch geprägte politische Diskussion werde bereits heute festgestellt, so Sonnleitner, dass infolge der Verunsicherung in der Praxis und fehlender Planungssicherheit Investitionen in der heimischen Legehennenhaltung zum Erliegen gekommen seien, während in Osteuropa zahlreiche Großanlagen neu geplant und gebaut würden. In der Tschechischen Republik zum Beispiel werde an der Grenze zu Deutschland eine Großanlage mit rund 1,5 Millionen Legehennen und den ab 2006 in Deutschland verbotenen Käfigen gebaut, um die deutschen Verbraucher mit billigen Käfigeiern zu versorgen. Auch der ruinöse Preiskampf im Lebensmitteleinzelhandel vor allem bei den Discountern und die Bevorzugung der Verbraucher von Billigprodukten zerstörten jeden Ansatz eines weiter entwickelten Tierschutzes.

Im Hinblick auf die Entscheidung der Agrarministerkonferenz in Burg Warberg erklärte Sonnleitner, dass der DBV gemeinsam mit der Geflügelwirtschaft die Praxis von Kleinvolieren weiterentwickelt und damit deutlich gemacht habe, dass sich die Bauern in der Entwicklung neuer Haltungssysteme für Tiere sehr engagieren. Die Zielsetzung sei eine tierschutzgerechte Haltung der Legehennen, die Minimierung des Infektions- und Krankheitsdrucks der Tiere sowie die Erhaltung von Marktanteilen in stetig offeneren und globalisierteren Nahrungsmittelmärkten. Nur mit den Kleinvolieren bestehe die Möglichkeit, die Eierproduktion in Deutschland zu halten und Tausende von Arbeitsplätze nicht in Länder mit niedrigen Tierschutzstandards abwandern zu lassen. ‚Wir appellieren an Bundesministerin Renate Künast, ihren ideologischen Widerstand im Hinblick auf die Kleinvolieren aufzugeben und den Dialog über die endgültige Ausgestaltung wieder aufzunehmen‘, forderten Sonnleitner und Möllers vor der morgigen Agrarratssitzung.

Möllers, selbst Schweinemäster im westfälischen Riesenbeck, sieht die tierhaltenden Landwirte vor sehr weittragenden politischen Entscheidungen. Würden die Haltungsverordnungen weiterhin nur unter ‚populistischen und ideologischen Vorgaben ohne ökonomische Folgenabschätzung‘ getroffen, wäre der Rückgang der Tierhaltung in Deutschland nicht aufzuhalten, würden Marktanteile wegbrechen. Damit würden auch Investitionen vor allem auch im Hinblick auf Fortschritte beim Tierschutz unterbleiben. ‚Das unternehmerische Kalkül für Investitionen und Innovationen muss erhalten bleiben und nicht durch Gesetze jenseits der Marktrealität erstickt werden‘, erklärte Möllers. Ökonomie und Tierschutz sei kein Gegensatz, sondern werde nur in der öffentlichen Diskussion und in politischen Entscheidungen als solcher betrachtet. Die Landwirte hätten in den vergangenen Jahren trotz offener Märkte sich durchgesetzt und angesichts Qualität, Transparenz und Tierschutz Spitzenstellungen erkämpft und damit bewiesen, dass Tierschutz und Wirtschaftlichkeit vereinbar seien.

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Bundeswaldinventur im Freistaat Thüringen

Themen: Archiv — info @ 12:10

Sklenar: Thüringens Wälder werden nachhaltig bewirtschaftet

Erfurt (agrar.de) – ‚Mit dem Wald in Thüringen geht es erfreulicherweise aufwärts, denn Waldfläche, Holzvorräte und Laubbaumanteile nehmen zu‘, erklärte der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar, zu den ersten Ergebnissen der Zweiten Bundeswaldinventur im Freistaat Thüringen. ‚Dies ist der Erfolg einer vierzehnjährigen, von außerordentlicher Kontinuität gekennzeichneten Forstpolitik in Thüringen.‘

Diese Bestandsaufnahme des Waldes ist eine nationale Großrauminventur auf Stichprobenbasis. Sie wurde im gesamten Bundesgebiet nach einem einheitlichen Verfahren in den Jahren 2000 bis 2002 durchgeführt. Inventurstichtag ist der 1. Oktober 2002. Ziel der Zweiten Bundeswaldinventur war es, erstmals für das wiedervereinigte Deutschland aktuelle, statistisch abgesicherte Informationen über die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten zu ermitteln. Die letzte gesamtdeutsche Forsterhebung fand im Jahre 1937 statt.

Die neu ermittelte Waldfläche für den Freistaat Thüringen beträgt 517.903 Hektar Holzboden, auf dem ausschließlich Wald wächst. ‚Im Vergleich dieses inventurmäßig erfassten Wertes mit den Angaben der Thüringer Forsteinrichtungsstatistik aus dem Jahr 1993 ergibt sich eine Zunahme der Holzbodenfläche um rund 3.200 Hektar‘, so Minister Dr. Sklenar.

Auch die im Rahmen der Zweiten Bundeswaldinventur ermittelten Holzvorräte je Hektar Holzboden sind gegenüber der letzten Statistik von 1993 bis zum Jahre 2002 um 63 Kubikmeter je Hektar angestiegen. ‚Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer nachhaltigen, naturnahen und auf die Erhöhung der Holzvorräte gerichteten Waldbewirtschaftung durch die thüringischen Forstbetriebsinhaber und des Gemeinschaftsforstamtes, die durch eine gute Kooperation aller Waldeigentümer mit den Forstbediensteten gekennzeichnet ist. Diese Zusammenarbeit hat sich in den zurückliegenden Jahren außerordentlich bewährt‘, sagte der Minister.

Die Baumartenzusammensetzung hat sich im Zeitraum von 1993 bis 2002 zugunsten des Laubholzes verändert, dessen Anteil in Thüringen um insgesamt sieben Prozent gestiegen ist. Parallel ist ein Rückgang der Fichten- und der Kiefernanteile in dieser Periode zu verzeichnen. Ursache dafür sind die im Rahmen des naturnahen Waldbaus im letzten Jahrzehnt durchgeführten Waldumbaumaßnahmen labiler, auf ungeeigneten Standorten stockender Fichtenreinbestände in stabilere Laubbaumwälder oder die konsequente Förderung der Laubbaummischungsanteile.

Die Daten der Zweiten Bundeswaldinventur werden in erster Linie für die Berechnung des potenziellen Rohholzaufkommens und die mögliche zukünftige Waldentwicklung benötigt und sind somit Grundlage für forst-, wirtschafts- und umweltpolitische Weichenstellungen zur nachhaltigen Nutzung und zum Schutz des Waldes. Im Freistaat Thüringen wurde die Durchführung der Inventur, Auswertung und Analyse der gewonnenen Daten federführend von der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei in Gotha realisiert.

Der Kurzbericht zu den Ergebnissen der Bundeswaldinventur II im Freistaat Thüringen kann im Referat Forstliche Rahmenplanung der Thüringer Landesanstalt für Wald, Jagd und Fischerei, Thomas Zehner, telefonisch unter 03621-225-143 oder per E-Mail angefordert werden.

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05. Oktober 2004

Gute Kartoffelernte im Jahr 2004 in Thüringen

Themen: Archiv — info @ 14:10

Erfurt (agrar.de) – In Thüringen ist in diesem Jahr eine gute Kartoffelernte herangewachsen. Nach Schätzungen der Ernteberichterstatter wird in diesem Jahr ein Flächenertrag von 382 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) erreicht. Damit wird nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik die geringe Ertragsleistung des Vorjahres um rund 90 dt/ha bzw. 31 Prozent und das langjährige Mittel der Jahre 1998/2003 um 14 dt/ha bzw. 4 Prozent überboten.

Von rund 2.900 Hektar werden in diesem Jahr in Thüringen 109.000 Tonnen Kartoffeln geerntet. Da die Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr wieder um 272 Hektar (+ 11 Prozent) erweitert wurde, wird die Gesamterntemenge in diesem Jahr um 45 Prozent höher ausfallen als die Gesamternte im Jahr 2003 mit 75.000 Tonnen.

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Goldmann: SPD muss im Vermittlungsausschuss Worten Taten folgen lassen

Themen: Archiv — info @ 12:10

Berlin (agrar.de) – Zur Anrufung des Vermittlungsausschusses zum so genannten Haushaltsbegleitgesetz und der damit verbundenen Steuererhöhung für Agrardiesel erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Das rot-grüne Haushaltsbegleitgesetz führt beim Agrardiesel und der landwirtschaftlichen Krankenversicherung zu Belastungen von rd. 400 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der überproportionalen Kürzungen in den Agrarhaushalten der letzten Jahre ist ein weiterer Kahlschlag nicht zu verkraften. Daher darf die Anrufung des Vermittlungsausschusses keine reine Show-Veranstaltung werden. Insbesondere der alte und neue Ministerpräsident Brandenburgs und der SPD-Landwirtschaftsminister aus Mecklenburg-Vorpommern müssen ihren Worten Taten folgen lassen. Schon heute ist der Wettbewerbsnachteil gegenüber wichtigen europäischen Konkurrenten enorm. Eine Erhöhung des Steuersatzes von 25 auf knapp 40 Cent/Liter Argrardiesel ist völlig inakzeptabel.

Zur Gegenfinanzierung schlägt die FDP-Bundestagsfraktion radikale Kürzungen bei den grünen Prestige-Projekten vor. Trotz anders lautender Meldungen von Seiten der Grünen sind hier Einsparmöglichkeiten im dreistelligen Millionenbereich möglich. Mit einer Zurückführung der Übersubventionierung des ökologischen Landbaus lassen sich damit die Haushaltsvorgaben erfüllen, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft gefährdet wird.‘

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CEA und COPA-COGECA fusionieren

Themen: Archiv — info @ 12:10

Brüssel (agrar.de) – Die Generalversammlung des Verbands der Europäischen Landwirtschaft (CEA) hat auf seiner heutigen Tagung unter dem Vorsitz von Sir Ben Gill den Zusammenschluss der Aktivitäten von CEA mit denen des Ausschusses der landwirtschaftlichen berufsständischen Organisationen der EU (COPA) und des allgemeinen Verbands europäischer Genossenschaften (COGECA) beschlossen.

‚Diese Integration‘, betonte Sir Ben Gill ‚wird es ermöglichen, ein gemeinsames europäisches Haus der Landwirtschaft aufzubauen.‘ COPA und COGECA könnten nunmehr die europäische Landwirtschaft und deren Genossenschaften unter einem Dach vertreten. ‚Es handelt sich hierbei um einen seit langem eingeleiteten Prozess, den die aufeinander folgenden Gemeinschaftserweiterungen, und insbesondere die letzte vom 1. Mai 2004 zwangsläufig zu Ende gebracht haben,‘ fügte der CEA-Präsident hinzu.

Die Präsidenten von CEA, COPA und COGECA haben die CEA-Mitglieder und insbesondere die Bauernverbände aus Island, Norwegen, der Schweiz und der Türkei gebeten, sich COPA und COGECA als Partnerorganisationen anzuschliessen, um zusammen die große Familie der europäischen Landwirtschaft und ihrer Genossenschaften zu gründen. Der Beitritt der CEA-Mitglieder als Partnerorganisationen wird eine Stärkung der Aktionen und der Einflussnahme von COPA und COGECA zur Verteidigung und Förderung der Interessen von Millionen europäischer Landwirte und ihrer Genossenschaften sowie zur Weiterentwicklung unseres europäischen Landwirtschaftsmodells bewirken.

Der Verband der europäischen Landwirtschaft – CEA – wurde unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg im Oktober 1948 in Brügg (Schweiz) gegründet. Er umfaßte bis zu 300 Mitgliedsorganisationen aus ganz Europa. Sein Auftrag bestand darin, Kontakte und den Meinungsaustausch zwischen den Landwirtschaftsverbänden in ganz Europa zu stimulieren. Diese Funktion wurde durch die Vielfalt der Mitglieder gewährleistet, wie nationale und lokale Verbände, berufsständische und genossenschaftliche Organisationen, Sektoreninteressen (Viehzucht, Forstwirtschaft, Versicherungswesen, usw.) und allgemeine Interessensvertretungen.

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Landwirtschaftlicher Strukturwandel in Baden-Württemberg hält unvermindert an

Themen: Archiv — info @ 09:10

Stuttgart (agrar.de) – Wussten Sie, dass sich in Baden-Württemberg die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe seit 1979 von 131.800 auf 65.800 Betriebe in 2003 halbiert hat? Oder dass 2003 in Baden-Württemberg rein rechnerisch täglich eine Fläche für Baumaßnahmen von 10,3 ha in den Bereichen Wohnen, Gewerbe und Industrie, Verkehr, etc. beansprucht wurde?

War Ihnen bekannt, dass im Durchschnitt der Europäischen Union die Flächenausstattung der landwirtschaftlichen Betriebe für die bisherigen 15 EU-Länder bei knapp 19 ha LF, die der neuen Mitglieder unter 7 ha LF, für Baden-Württemberg bei rund 22 ha LF und im Bundesdurchschnitt bei etwa 38 ha LF liegt?

All dieses und noch viel mehr enthält die seit 1973 jährlich vom Statistischen Landesamt vorgelegte Veröffentlichung über ausgewählte Themen der Land- und Forstwirtschaft in Baden-Württemberg. Im Analyseteil des 60-seitigen Heftes werden Hintergründe und Zusammenhänge der statistischen Daten ausführlich beleuchtet. Mit aktuellen, sachlich tief gegliederten Daten dient die Publikation als Nachschlagewerk für die wichtigsten Ergebnisse des laufenden Jahresprogramms der Agrarstatistik, wobei die Vergleichbarkeit gegenüber früheren Ausgaben im Wesentlichen erhalten blieb.

Aufgrund der Erweiterung der EU um zehn neue, vor allem agrarwirtschaftlich ausgerichtete Staaten Ost- und Südosteuropas werden erstmals Tabellen zur Bodennutzung, Viehhaltung und zu Betriebsgrößenklassen der landwirtschaftlichen Betriebe sowie zu Ernteergebnissen sämtlicher 25 EU-Staaten vorgestellt.

Ausführlichere Tabellen zur Land- und Forstwirtschaft in regional tiefer Gliederung werden zudem auf der CD-ROM präsentiert. ‚Die Land- und Forstwirtschaft‘ (04/2004) kann als Printversion (10 Euro), als CD-ROM (15 Euro) und als Kombipaket zum Preis von 20 Euro, jeweils zzgl. Versandkosten beim Statistikamt bezogen werden.

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04. Oktober 2004

SPD: Keine Lippenbekenntnisse beim Tierschutz

Themen: Archiv — info @ 16:10

Berlin (agrar.de) – Zum Welttierschutztag am 4. Oktober 2004 erklärt der Tierschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Wilhelm Priesmeier:

‚Der Tierschutz hat für uns Sozialdemokraten einen hohen Stellenwert – und das natürlich nicht nur am Welttierschutztag. Natürlich ist ein solcher Tag eine gute Gelegenheit, Rückschau auf das Erreichte zu halten und einen Blick nach vorne zu werfen. Dabei wird eines deutlich: Wir belassen es nicht bei wohlfeilen Lippenbekenntnissen, sondern wir handeln – für den Schutz der Tiere, in Deutschland und Europa.

Seit wir die Regierung stellen, haben wir den Tierschutz weiter voran gebracht als die Kohl-Regierung in 16 Jahren. Jüngster Erfolg ist, dass wir die Haushaltsmittel zur Förderung von Forschungsprojekten, die Tierversuche ersetzen können, erheblich aufstocken werden. Damit sorgen wir dafür, dass der Einsatz von Versuchstieren auch weiterhin zurückgehen wird und auf das wissenschaftlich absolut notwendige Maß beschränkt bleiben wird. Gerade vor dem Hintergrund einer oftmals hitzigen Debatte um die neue EU-Chemikalienpolitik ist dies ein bedeutsamer Schritt.

Natürlich hält die Zukunft weitere Herausforderungen bereit: Wir werden uns auf Europäischer Ebene mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Transportzeiten für lebende Tiere deutlich eingeschränkt werden. Darüber hinaus wollen wir die EU-Exporterstattungen für Schlachttiere generell abschaffen.‘

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2004 in Baden-Württemberg wieder größere Weinmosternte in Aussicht

Themen: Archiv — info @ 14:10

Menge könnte 600.000 Hektoliter mehr als im Vorjahr betragen

Stuttgart (agrar.de) – Die Weinbausachverständigen des Statistischen Landesamtes beurteilten Ende August/Anfang September den Rebstand im Landesdurchschnitt als gut (Begutachtungsziffer 2,4; Skala von 1,0 bis 5,0). Lediglich in den südbadischen Weinbaubereichen Markgräflerland (2,7) und Tuniberg (2,8) fallen die Einschätzungen aufgrund der Unwetter von Anfang Juli mit Hagelschlag und Starkregen deutlich zurückhaltender aus.

Der Witterungsverlauf in den zurückliegenden Augustwochen ließ sowohl in punkto Sonnenschein als auch bei Niederschlägen einige Wünsche offen. Verbreitet wird deshalb gegenüber einem Normaljahr von einem Vegetationsrückstand in der Größenordnung von 10 bis 14 Tagen berichtet. Die Rebanlagen befinden sich aber dennoch überwiegend in gutem Zustand.

Die ersten Mengenschätzungen des Statistischen Landesamtes signalisieren zum Stand Ende August für das Anbaugebiet Baden einen möglichen Mostertrag von rund 85 Hektoliter je Hektar (hl/ha) und für Württemberg von ca. 110 hl/ha, bei allerdings ausgeprägten regionalen und sortenspezifischen Unterschieden. Bei dem bisherigen Umfang der Ertragsrebfläche entspräche dies einer voraussichtlichen Weinmosternte im Land von 2,5 bis 2,6 Millionen hl (1,15 Mill. hl Weiß- und knapp 1,41 Mill. hl Rotmost). Im Vorjahr waren infolge der extremen Sommertrockenheit nur knapp 2 Mill. hl Weinmost (ohne Abstichverluste und Selbstbehalt der Erzeugerbetriebe), davon 908.000 hl Weiß- und 1,06 Mill. hl Rotmost, geherbstet worden. Von der diesjährigen Weinmosternte entfallen nach derzeitigem Stand voraussichtlich 1,3 Mill. hl auf das Anbaugebiet Baden sowie reichlich 1,2 Mill. hl auf Württemberg.

Inwiefern diese prognostizierten Schätzwerte letztendlich aber auch realisiert werden, hängt abgesehen vom Witterungsverlauf bis zur Lese entscheidend vom Umfang noch ausstehender ertragsreduzierender Maßnahmen ab, wie sie bereits jetzt von zahlreichen Winzer- (Weingärtner-)genossenschaften empfohlen werden. Beiden Faktoren kommt zudem im Hinblick auf die angestrebte Qualität im Fass ausschlaggebende Bedeutung zu.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Baden-Württemberg.

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