20. Oktober 2004

Aktionsbündnis FORUM NATUR gegründet

Themen: Archiv — info @ 11:10

Ziel: Das Land wirtschaftlich und gesellschaftlich stärken

Berlin (agrar.de) – Neun führende Spitzenverbände des ländlichen Raumes haben das Aktionsbündnis Forum Natur gegründet. Ziel des Bündnisses ist es, den ländlichen Raum in Politik und Gesellschaft stärker zu verankern, die Wirtschaftskraft des Landes zu verbessern und die Interessen der Naturnutzer zu sichern. ‚Wir setzen uns dafür ein, dass Gesellschaft und Politik den ländlichen Raum positiv wahrnehmen und die Menschen, die dort leben und arbeiten, gleichwertige Zukunftsperspektiven behalten‘, erklärte der Vorsitzende des Aktionsbündnisses, Norbert Weber, vor Journalisten in Berlin. Mit Sorge würde man verfolgen, dass sich die gewachsene Arbeitsteilung zwischen Land und Stadt zu Ungunsten der ländlichen Räume verändern würde. Dabei lebten über 40 Prozent der Bevölkerung auf dem Land. Auch diese Menschen würden einen attraktiven Wirtschaftsraum mit Zukunftschancen gerade für die jüngere Generation brauchen. Das Aktionsbündnis Forum Natur setze sich für einen funktionsfähigen ländlichen Raum bei gleichzeitiger Wahrung des Umwelt- und Naturschutzes ein. Über die Mitglieder der Einzelverbände vertrete das Aktionsbündnis mehr als 6 Millionen Bürgerinnen und Bürger. Diese nutzten 29,6 Millionen Hektar (83 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands) und sicherten damit eine vielfältige Kulturlandschaft mit wichtigen Ausgleichsfunktionen für die Ballungsgebiete, betonte Weber.

Zum Aktionsbündnis Forum Natur gehören die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Jagdschutz-Verband, der Deutsche Weinbauverband, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer, der Deutsche Fischereiverband, der Zentralverband Gartenbau und die Deutsche Reiterliche Vereinigung.

Die Vorsitzenden der Mitgliedsverbände des Aktionsbündnisses zeigten sich vor Journalisten in Berlin äußert besorgt, wie in allen Fragen des Tier-, Natur- und Umweltschutzes zunehmend Wunschdenken und Realitätsferne die politische und öffentliche Diskussion beherrschen würden. Die Folge seien immer neue Gesetze und Verordnungen, die die Eigentumsrechte der Flächenbewirtschafter einschränkten und das wirtschaftliche Engagement erstickten. Das Aktionsbündnis appellierte an die Politik, das weit reichende Engagement der vielen Millionen Grundeigentümer und Bewirtschafter anzuerkennen und die Bereitschaft zur freiwilligen Mitarbeit nicht aufs Spiel zu setzen.

Besonderen Wert werde auf das ausgewogene Verhältnis von Nutzung und Schutz der Natur gelegt, denn nur das Eigeninteresse der Naturnutzer böte Gewähr für einen erfolgreichen Naturschutz, sagte der Präsident der Deutschen Waldbesitzer, Michael Prinz Salm zu Salm, auf der Pressekonferenz. Dies werde am Beispiel des deutschen Waldes besonders deutlich: die Forstbetriebe in Deutschland wirtschafteten nachhaltig, die Holzvorräte und deren Zuwachs in den deutschen Wäldern seien so hoch wie nie zuvor und die Naturnähe der Wälder nehme ständig zu. 50 Prozent des jährlichen Zuwachses bliebe ungenutzt. Diese wertvollen Potentiale gelte es durch mehr Holzverwendung für mehr Arbeitsplätze im ländlichen Raum sinnvoll einzusetzen. Dennoch plane die Bundesregierung eine Novellierung des Bundeswaldgesetzes, die nicht mehr die wirtschaftliche Nutzung der Wälder in den Vordergrund der politischen Wertung stelle.

Auch im Hinblick auf die Novellierung des Bundesjagdgesetzes hat das Aktionsbündnis konkrete Forderungen an die Bundesregierung gestellt, ebenso wie an die Föderalismuskommission. Das Bundesjagdgesetz habe sich in seiner jetzigen Form bewährt und beinhalte ausgewogene Regelungen für Jäger, Grundeigentümer und Arten- sowie Naturschützer. Die derzeitige Diskussion in der Föderalismuskommission ließe nach den Worten des Präsidenten des Deutschen Jagdschutz-Verbandes, Jochen Borchert, darauf schließen, dass man das Jagdrecht in den Zuständigkeitsbereich der Länder übergeben, den Umwelt-, Tier- und Naturschutz aber weiter in Bundeshoheit halten wolle. Dadurch würde das Jagdrecht ausgehöhlt. Es müsse beim Jagd- und Waldgesetz bei einer starken Bundeskompetenz bleiben, forderte Borchert. Der Umfang der Liste der jagdbaren Tierarten, die Jagd in Schutzgebieten und das international anerkannte Reviersystem dürften nicht eingeschränkt werden.

DBV-Präsident Gerd Sonnleitner betonte, dass die Land- und Ernährungswirtschaft zusammen mit der vorgelagerten Agrarwirtschaft weiterhin die wirtschaftlich stärkste Branche im ländlichen Raum sei, in der mehr als vier Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz fänden. Doch die Branche fühle sich zunehmend eingezwängt in einen ‚Schraubstock aus überzogenen Anforderungen im Tier-, Natur- und Umweltschutz und einer Marginalisierung ihrer hochwertigen Qualitätsprodukte auf den Absatzmärkten‘. Die jüngste Reform der EU-Agrarpolitik mache dies überdeutlich. Die EU stelle die Weichen in Richtung Weltmarkt, indem der Außenschutz gesenkt, die Exporterstattungen beseitigt und funktionierende Marktordnungen wie beim Zucker in Frage gestellt werden. Als logische Reaktion und Konsequenz müsse die nationale Politik jetzt eigentlich die Wettbewerbsfähigkeit der ländlichen Wirtschaft stärken, den Wettbewerb offensiv angehen und damit vor allem der jüngeren Generation eine echte Bleibe- und Zukunftsperspektive im ländlichen Raum vermitteln. Dafür eigne sich die Entkopplung der Direktzahlungen hervorragend. Doch die Regierungskoalition nutze diese von ihr selbst mitgetragene Grundsatzentscheidung nicht, sondern sorge sich nur noch um Cross Compliance, also um die Rückkopplung des Direktausgleiches an neuerliche Auflagen im Tier-, Natur- und Umwelt- sowie im Verbraucherschutz, kritisierte Sonnleitner. Dabei würden bereits bundesweit auf 30 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen Agrarumweltprogramme mit Auflagen im Umwelt- und Naturschutz von 300.000 Landwirten freiwillig durchgeführt. Dies zeige, dass die Landwirtschaft nichts gegen solche Auflagen habe, doch müssten sie EU-weit gelten und nicht als nationaler Alleingang durchgesetzt werden, der die Bauernfamilien in Deutschland in einem bürokratischen Wust versinken ließe. ‚Die unternehmerische Leistung des Bauern liege in der Bewirtschaftung seiner Felder und der Betreuung seiner Tierbestände‘, betonte Sonnleitner. Deshalb fordert er Bund und Länder auf, ’schlanke Lösungen zu ermöglichen‘, die Eigenverantwortung des Landwirts zu stärken und die Erfolge der bisherigen Agrarumweltpolitik offensiv herauszustellen.

Links zum Thema Verbände.

FDP: Neues Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch grundsätzlich überarbeiten

Themen: Archiv — info @ 09:10

Berlin (agrar.de) – Anlässlich einer Anhörung im Verbraucherausschuss zum Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) erklärt der agrar- und ernährungspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Transparenz, Vereinfachung und Entbürokratisierung als Ziele des neuen LFGB werden von der FDP ausdrücklich unterstützt. Grundsätzlich lassen sich der hohe Gesundheits- und Verbraucherschutz in Deutschland so weiter verbessern. Lebensmittel in Deutschland sind bereits heute sicher und qualitativ hochwertig. Allerdings haben die Sachverständigen nahezu einhellig die Kritik der FDP-Bundestagsfraktion bestätigt: Durch das neue LFGB werden diese Ziele nicht erreicht. Im Gegenteil: Der Gesetzentwurf der Bundesregierung führt zu noch mehr Bürokratie. Vor allem die mehr als 150 Verordnungsermächtigungen machen das Lebensmittel- und Futtermittelrecht zu einem auch für Experten komplizierten und unüberschaubaren Paragraphendschungel. Für die betroffene Ernährungs-, Land- und Futtermittelwirtschaft drohen weitere harte Wettbewerbsnachteile im europäischen Wettbewerb. Wieder ein Mal weicht Ministerin Künast mit dem vorliegenden Gesetzentwurf an vielen Stellen von Begriffsdefinitionen und materiellen Regelungen der entsprechenden EU-Richtlinien zum Schaden der heimischen Wirtschaft ab.

Die FDP fordert zur Verbesserung des Gesundheits- und Verbraucherschutzes eine grundsätzliche Überarbeitung des vorliegenden Gesetzentwurfes. Das neue LFGB muss so ausgestaltet werden, dass tatsächlich mehr Transparenz, weniger Bürokratie und einfache Regelungen geschaffen werden. Zudem sind den Wettbewerb verzerrenden Vorschriften im Lebensmittel- und Futtermittelrecht inakzeptabel. Schließlich sind vom EU-Recht abweichende Sonderregelungen nicht hinnehmbar. Nationale Alleingänge verschlechtern die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft und vernichten bestehende Arbeitsplätze.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

19. Oktober 2004

Rentenbank senkt Zinsen für Sonderkredite

Themen: Banken,Förderung — info @ 15:10

Frankfurt (agrar.de) – Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat die Zinssätze ihrer Sonderkredite gesenkt. Die Kredite der hauseigenen Sonderkreditprogramme ‚Landwirtschaft‘, ‚Junglandwirte‘ sowie ‚Dorferneuerung und ländliche Entwicklung‘ verbilligen sich mit sofortiger Wirkung um bis zu 0,15 Prozentpunkte (nominal). Sonderkredite mit einer Laufzeit von 10 Jahren kosten jetzt für Junglandwirte z. B. bei 10-jähriger Zinsbindung effektiv 3,99 Prozent, bei 5-jähriger Zinsbindung effektiv 3,63 Prozent.

Die Sonderkredite des zentralen Refinanzierungsinstituts dürfen neben anderen zinsverbilligten Krediten eingesetzt werden. Außerdem ist die Inanspruchnahme von Zinszuschüssen aus öffentlichen Mitteln möglich. Wie bei den Darlehen der Rentenbank üblich, sind die Kreditanträge formlos an die Hausbank zu richten.

Links zum Thema Banken.

18. Oktober 2004

Sachsen-Anhalt: Spitzenertrag bei Kartoffeln

Themen: Archiv — info @ 12:10

Halle (agrar.de) – Die günstige Witterung in diesem Jahr ließ in Sachsen-Anhalt eine überdurchschnittliche Kartoffelernte heranwachsen.

Nach den vorläufigen Ergebnissen wird die Erntemenge bei knapp 611.000 Tonnen Kartoffeln liegen. Mit einer Ertragsleistung von 444 dt erwarten die Landwirte in Sachsen-Anhalt den bisher höchsten Hektarertrag. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes wird damit der Ertrag des Vorjahres um 113 dt/ha (34 Prozent) und das langjährige Mittel der Jahre 1998/2003 um 66 dt/ha (17 Prozent) übertroffen. Insgesamt wurden im Jahr 2004 auf knapp 14.000 Hektar Ackerland Kartoffeln angebaut. Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Sachsen-Anhalt.

15. Oktober 2004

NABU und PAN fordern sofortiges Pestizid-Reduktionsprogramm

Themen: Archiv — info @ 16:10

Berlin/Hamburg (agrar.de) – Das Pestizid Aktions-Netzwerk PAN und der Naturschutzbund NABU haben Bundesverbraucherministerin Renate Künast aufgefordert, endlich ein längst überfälliges Pestizid-Reduktionsprogramm zu verabschieden. Bereits vor einem Jahr habe der Beirat für ein Reduktionsprogramm im Pflanzenschutz unter Einbeziehung aller wichtigen Interessengruppen der Ministerin detaillierte Vorschläge für ein solches Programm vorgelegt. Der Ankündigung des Ministeriums zur schnellstmöglichen Vorlage eines Programms seien bis heute keine Taten gefolgt, obwohl die Bundesregierung bereits in ihrer Koalitionsvereinbarung für die laufende Legislaturperiode die Entwicklung einer Strategie zur Minderung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln angekündigt hatte.

‚Mit ihrer Untätigkeit sabotiert die Bundesregierung nicht nur ihre eigenen Pläne, sondern widerspricht auch der politischen Vernunft, da Umwelt, Verbraucher und Bauern von einem Reduktionsprogramm profitieren würden‘, sagte PAN-Geschäftsführerin Carina Weber. Die Tatsache, dass 40 Prozent der in Deutschland vermarkteten Lebensmittel Pestizidrückstände enthielten, schade nicht nur Mensch und Umwelt, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Für NABU-Präsident Olaf Tschimpke ist die Umweltbelastung durch Pestizide längst hinreichend belegt. Eine deutliche Reduktion sei zudem ohne zusätzliche Kosten erzielbar. ‚Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Bundesregierung das Pestizid-Reduktionsprogramm weiterhin verschleppt‘, so Tschimpke.

Links zum Thema Verbände.

Haushaltsbegleitgesetz im Vermittlungsausschuss

Themen: Archiv — info @ 15:10

DBV: Sonderbelastungen der Landwirtschaft ablehnen

Berlin (agrar.de) – Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt die Entscheidung des Bundesrates, der in seiner heutigen Sitzung den Vermittlungsausschuss zum Haushaltsbegleitgesetz 2005 angerufen hat.

Der DBV appelliert an den Vermittlungsausschuss, die enormen Sonderbelastungen der deutschen Landwirtschaft durch die geplante Erhöhung des Agrardieselsteuersatzes und der vorgesehenen Senkung der Bundeszuschüsse zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung abzulehnen. Die hohen von der Bundesregierung geplanten Belastungen ignorieren die sich seit Jahren verschlechternde Einkommenssituation der landwirtschaftlichen Unternehmen und verhindern notwendige Investitionen. Der Verlust von weiteren Arbeitsplätzen würde die Folge sein.

Bundesregierung und Bundesländer sind nun gemeinsam aufgerufen, im Vermittlungsausschuss eine tragfähige Lösung zu finden, die der Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive lässt.

Links zum Thema Verbände.

CDU/CSU begrüßt Anrufung des Vermittlungsausschusses zum Haushaltsbegleitgesetz

Themen: Archiv — info @ 14:10

Die deutschen Betriebe zahlen beim Agrardiesel in Europa jetzt schon den höchsten Steuersatz

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der heutigen Entscheidung des Bundesrates, zum Haushaltsbegleitgesetz 2005 den Vermittlungsausschuss anzurufen, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gerda Hasselfeldt:

‚Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt ausdrücklich die heutige Entscheidung des Bundesrates, beim Haushaltsbegleitgesetz den Vermittlungsausschuss anzurufen. Die einseitig die deutsche Landwirtschaft betreffende „Sondersparaktion“ der rot-grünen Bundesregierung muss abgelehnt werden.

Gerade an die SPD-geführten Bundesländer geht jetzt der Appell, beim Agrardiesel keine weiteren Verschlechterungen der Wettbewerbsstellung der deutschen Landwirtschaft zuzulassen. Die deutschen Betriebe zahlen beim Agrardiesel in Europa jetzt schon den höchsten Steuersatz! Ebenso darf nicht in die Grundregeln der Beitragsgestaltung in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung eingegriffen werden. Beitragssteigerungen von bis zu 20 Prozent wären die Folge.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit die im letzten Jahr im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Regelungen für die Landwirtschaft von Seiten der Bundesregierung einseitig aufgekündigt werden. Die landwirtwirtschaftlichen Unternehmen können sich bei der rot-grünen Bundesregierung wirklich auf nichts verlassen! Dabei bietet der Agrarhaushalt an anderen Stellen, z.B. bei ideologisch ausgerichteten Programmen und der massiv ausufernden Öffentlichkeitsarbeit, genügend Einsparpotential.‘

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Landwirtschaft in Thüringen

Themen: Archiv — info @ 14:10

Erfurt (agrar.de) – Im Mai 2003 waren in den 5.071 landwirtschaftlichen Betrieben Thüringens 28.000 Arbeitskräfte beschäftigt. Das Thüringer Landesamt für Statistik zählte 7.300 Familienarbeitskräfte und 16.200 familienfremde Arbeitskräfte, die ständig beschäftigt waren. Weitere 4.500 Personen waren nicht ständig beschäftigt, d.h. sie hatten einen auf maximal 3 Monate befristeten Arbeitsvertrag.

Die 5.071 Betriebe bewirtschafteten im Jahr 2003 eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von rund 794.000 Hektar. 162 Betriebe bzw. 3 Prozent dieser Betriebe arbeiteten nach den Regelungen der EG-Öko-Verordnung.

61 Prozent des Ackerlandes waren für die Ernte 2004 mit Getreide (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) bestellt worden. Von dieser Fläche wurden 2,8 Millionen Tonnen Getreide eingebracht. Auf die wichtigsten Brotgetreidearten entfielen dabei 1,8 Millionen Tonnen Weizen und 92.000 Tonnen Roggen.

Die Fleischerzeugung lag im ersten Halbjahr 2004 mit 78.953 Tonnen um 6 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dieser Abwärtstrend setzte sich auch in den Monaten Juli (-13,4 Prozent) und August (- 0,6 Prozent) fort. Insgesamt wurden von Januar bis August 58.000 Tiere weniger geschlachtet als im Vorjahreszeitraum.

Die Milchanlieferung im ersten Halbjahr 2004 lag annähernd auf dem Vorjahresniveau. Von Januar bis Juni lieferten die Thüringer Milcherzeuger knapp 450.000 Tonnen Rohmilch zur weiteren Verarbeitung an Molkereien und Milchsammelstellen. Das waren 10.000 Tonnen bzw. 2,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im Juli gaben die Thüringer Betriebe 76.000 Tonnen ab. Damit lag die Rohmilchmenge rund 3.000 Tonnen bzw. 3,4 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Mit der Erzeugung von 242,3 Millionen Eiern im ersten Halbjahr 2004 liegt das Ergebnis um 9,4 Millionen Stück (- 3,7 Prozent) unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Hauptursache dafür ist der Rückgang des Legehennenbestandes. Mit 1.639.000 Tieren wurden im ersten Halbjahr 60.000 Tiere weniger gehalten als von Januar bis Juni 2003. Im Juli wurden 41,0 Millionen Eier erzeugt (- 1,2 Prozent zum Vorjahresmonat).

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Thüringen.

Goldmann: Frauen in der Landwirtschaft würdigen

Themen: Archiv — info @ 12:10

Berlin (agrar.de) – Zum heutigen Weltlandfrauentag erkärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Frauen spielen seit jeher in der Landwirtschaft eine große Rolle. Der heutige Weltlandfrauentag ist ein guter Anlasse, ihr besonderes Engagement für die Ernährung in Deutschland und der ganzen Welt entsprechend zu würdigen.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um ausgewogene und gesunde Ernährung müssen wir uns vergegenwärtigen, dass Frauen im ländlichen Raum über ein großes Wissen über Nahrungsmittelherstellung und -zubereitung verfügen. Gerade die Bäuerinnen haben über Jahrhunderte hinweg die Kunst der Hauswirtschaft zur Blüte gebracht.

Auch in den Entwicklungsländern haben Frauen in der Landwirtschaft eine tragende Rolle. Nicht umsonst sind Frauen inzwischen zu den wichtigsten Ansprechpartnern der Entwicklungshilfe geworden, weil sie sich in überragendem Maße für eine nachhaltige Wirtschaft einsetzen, die auch ihrer traditionellen Rolle als Sorgetragende für die Ernährung ihrer Kinder und Kindeskinder entspringt.

Die Vergabe des Friedensnobelpreises an Frau Wangari Maathai ist auch eine Würdigung der großen Verdienste der Frauen gerade im ländlichen Raum. Der Nobelpreis wirft ein Licht auf den Einsatz von Frauen besonders in Afrika, wo ein Großteil der Nahrungsmittel von Frauen hergestellt wird.

Wir müssen in allen Teilen der Welt dafür kämpfen, dass das ungeheure Wissen der Frauen um Landwirtschaft und Ernährung und ihr großes Engagement selbst unter widrigsten Umständen auch einen Widerhall in Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen findet. Nur so können wir eine ausreichende und gesunde Ernährung für die Weltbevölkerung sichern.‘

Links zum Thema Landfrauen, Links zum Thema Agrarpolitik.

14. Oktober 2004

DBV fordert Änderung der EU-Ökoverordnung

Themen: Archiv — info @ 16:10

Sitzung des DBV-Fachausschusses ‚Ökologischer Landbau‘ auf Gut Dalwitz

Berlin/Dalwitz (agrar.de) – Der Fachausschuss Ökologischer Landbau des Deutschen Bauernverbandes (DBV) plädierte in seiner jüngsten Sitzung auf Gut Dalwitz in Mecklenburg-Vorpommern mehrheitlich für eine streng begrenzte Fortführung einzelner Ausnahmeregelungen zum begrenzten Zukauf von Jungtieren und Futtermitteln aus konventioneller Erzeugung.

Wenn Junghennen aus ökologischer Aufzucht nicht verfügbar sind, gibt die EU-Ökoverordnung Ökobauern nach heutiger Rechtslage noch bis zum 31. Dezember 2004 die Möglichkeit, mit Sondergenehmigung auf konventionelle Herkünfte zurückzugreifen. Für ausgewählte Futtermittel ist ein Übergangszeitraum bis zum 24. August 2005 festgeschrieben.

Da es bislang ökologisch gehaltene Elterntierherden für die Junghennenproduktion nicht in genügendem Umfang gibt, um den Bedarf der ökologischen Betriebe decken zu können, setzt sich der Fachausschuss dafür ein, den Bezug von bis zu drei Tage alten Küken aus konventioneller Haltung für die Junghennenaufzucht weiterhin zu ermöglichen. Aus Sicht des DBV ist auch eine Verlängerung des Übergangszeitraums für den Einsatz von Kartoffeleiweiß in der Schweine- und Geflügelfütterung erforderlich, um die Tiere bedarfsgerecht zu füttern und ökologische Produkte in entsprechender Qualität erzeugen zu können. Dies gilt auch für die Verfütterung von Zuckerrübenschnitzeln und Rapsschrot in der Rinderhaltung. Zielsetzung müsse es gleichzeitig sein, die Verfügbarkeit von Futtermitteln aus ökologischer Erzeugung weiter zu verbessern.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Thema Verbände.

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