13. September 2004

Saarländischer Öko-Landbau legte um mehr als ein Drittel zu

Themen: Archiv,Saarland — info @ 12:09

Saarbrücken (agrar.de) – Der Anteil des Ökolandbaus hat sich im Saarland in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert. Allein im Vorjahr 2003 hat sich der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche im Saarland um 35 Prozent erhöht. So kamen im Vorjahr zehn Betriebe mit rund 1200 Hektar hinzu. Dem gegenüber stieg der Flächenanteil des Ökolandbaus im Bundesdurchschnitt nur um etwa fünf Prozent, so das dortige Umweltministerium in einer aktuellen Mitteilung.

Derzeit wirtschaften im Saarland laut den Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) 105 Unternehmen auf rund 4.700 Hektar nach den strengen Regeln des ökologischen Landbaus. Davon sind 63 so genannte ‚erzeugende Betriebe‘. Bei einer Fläche von gut 76.900 Hektar, die im Saarland insgesamt landwirtschaftlich genutzt werden, liegt der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche mit 4.700 Hektar demnach bei über sechs Prozent.

Im bundesweiten Vergleich ist der Anteil des ökologischen Landbaus im Saarland damit überdurchschnittlich hoch. Zum Vergleich: Dem saarländischen Ökolandbau-Anteil von genau 6,1 Prozent, steht ein weitaus geringerer Bundes-Durchschnitt von 4,3 Prozent gegenüber. Im benachbarten Rheinland Pfalz beträgt der Anteil des Ökolandbaus verglichen zur gesamten Landwirtschaftlich genutzten Fläche sogar nur 2,6 Prozent.

Der ökologische Landbau erzeugt mit Hilfe einer umweltschonenden, nachhaltigen Bewirtschaftungsweise und mit einer artgerechten Tierhaltung hochwertige Lebensmittel. Beispielsweise wird auf den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel sowie auf die Verwendung von Mineraldünger im Pflanzenbau verzichtet. Die innerbetrieblichen Kreisläufe sind weitgehend geschlossen, da die Tiere in der Regel Futter aus eigenem Anbau erhalten und der anfallende Dung auf den eigenen Flächen verwertet wird. Die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen (GVO), ob im Saatgut, in Zusatzstoffen oder in Futtermitteln, ist im Öko-Landbau verboten.

Gegenüber konventionell erzeugten Produkten zeichnen sich ökologisch erzeugte Lebensmittel insbesondere durch ihre niedrigen Schadstoffrückstände aus. So enthalten pflanzliche Bio-Produkte deutlich weniger Nitrat sowie weniger Pestizid- und Schwermetallrückstände als konventionell erzeugte Produkte. Auch tierische Öko-Produkte wie Fleisch, Käse und andere Milchprodukte weisen günstigere Fettsäurezusammensetzungen auf und sind deutlich geringer mit Antibiotika-Rückständen belastet. In den vergangenen fünf Jahren wurden im Saarland ökologisch wirtschaftende Betriebe mit rund 2,5 Millionen Euro gefördert.

Links zum Thema Bio-Landbau, Links zum Bundesland Saarland.

Umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen erteilen der Gentechnologie-Lobby eine Absage

Themen: Archiv — info @ 12:09

Alternative Gentechnikkonferenz zur ABIC 2004 mit Experten aus Asien und Afrika

Köln (agrar.de) – Umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen kritisieren zum Auftakt der Biotechnologiekonferenz ABIC 2004 in Köln die verantwortlichen Agrar- und Lebensmittelkonzerne, zu einseitig auf Vorteile der Gentechnik hinzuweisen.

Die Agrarindustrie bekämpfe mit dem Einsatz von Gentechnologie Probleme, die sie selbst geschaffen habe. Mit dieser Technologie werde sie keinen Beitrag zur Lösung landwirtschaftlicher Probleme und zur Verbesserung der Ernährungssicherheit beitragen. Die Teilnehmer der Alternativen Gentechnikkonferenz wiesen zudem darauf hin, dass die große Mehrheit der Landwirte und VerbraucherInnen gentechnisch veränderte Nahrung ablehne.

Wir unterstützen weltweit Bauern, die Ansätze nachhaltiger Landwirtschaft verfolgen, erklärt Peter Rottach von Brot für die Welt. Die Gentechnologie bietet keine Antworten auf die Probleme der Kleinbauern, die unter Armut und Hunger leiden. Gerade in den Entwicklungsländern wird viel mehr leichter und kostengünstiger Zugang zu fruchtbarem Land, Wasser und Saatgut benötigt.

Das einzige was uns die Gentechnologieunternehmen anbieten können, ist Saatgut, ergänzt Afsar Jafri von der indischen Research Foundation for Science, Technology and Ecology. Doch das ist teuer und birgt große Risiken. Bauern und Bäuerinnen haben sich durch Missernten von genmanipulierter Baumwolle bereits verschuldet. Wird jetzt auch Saatgut für Nahrungspflanzen wie Reis und Mais auf den Feldern ausgebracht, beginnt ein Experiment auf Kosten der Armen.

Bernd Nilles von MISEREOR erklärt: Die Bauern geraten besonders durch die Patentrechte auf Saatgut in Abhängigkeit von den Saatgutkonzernen. Seit jeher tauschen und bauen sie ihr Saatgut nach. Das wird ihnen jetzt durch den Verkauf von patentgeschütztem Gen-Saatgut untersagt. Angesichts der Risiken des Einsatzes der Gentechnologie in der Landwirtschaft, der damit verbundenen Einschränkung des freien Zugangs zu Saatgut und der vielen kostengünstigen Alternativen, ist es ein Skandal, diese Technologie als Mittel zur Hungerbekämpfung darzustellen.

Die massenhafte Freisetzung von genmanipulierten Saaten ist ein erhebliches Risiko für die gesamte Biosphäre, sagt Gentechnik-Experte Christoph Then von Greenpeace. Die Folgen für Umwelt und Verbraucher werden von den Gentechnik-Konzernen heruntergespielt. Dabei führt der Eingriff in das Erbgut von Pflanzen regelmäßig zu unbeabsichtigten Nebenwirkungen. Dies belegt auch eine noch unveröffentlichte Studie des Öko-Instituts Freiburg. Das Institut sieht dringenden Bedarf in der Risikodiskussion und -forschung.

Links zum Thema Biotechnologie, Links zum Thema Verbände.

10. September 2004

Niedersachsen: Flächenstilllegung nur wenig reduziert

Themen: Biogas,Flächenstilllegung,NaWaRos — info @ 12:09

Nachwachsende Rohstoffe auf 22.500 Hektar – Bundesweit nur auf Platz acht

Hannover (agrar.de) – Auf die Flächenstilllegung in Niedersachsen hat die kurzfristige Halbierung des obligatorischen Mindestsatzes auf fünf Prozent der Fläche im vergangenen Spätherbst offenbar nur wenig Auswirkungen gehabt. Damals hatte die EU-Kommission wegen der knappen Getreideernte die Stilllegungsverpflichtung der Bauern reduziert. Dennoch wurden in Niedersachsen nach Angaben des Landvolks Niedersachsen auch in diesem Jahr noch 127.758 Hektar (ha) Acker stillgelegt nach 166.181 ha im Jahr 2003. Davon entfielen jedoch nur noch 58.075 ha auf die obligatorische Stilllegung, während 68.783 ha zusätzlich freiwillig aus der Produktion genommen wurden. Im Jahr zuvor waren noch 115.541 ha obligatorisch stillgelegt und nur 50.640 ha freiwillig. Die Anbauentscheidungen und die Aussaat für das Erntejahr 2004 waren offensichtlich bereits zum größten Teil erfolgt, als die Verminderung des obligatorischen Stilllegungssatzes beschlossen wurde. Statt das nur wenig wettbewerbsfähige Sommergetreide anzubauen, beließen es die meisten Bauern dann bei der Flächenstilllegung.

Erhebliche Auswirkungen hat die Verringerung des Mindestsatzes jedoch auf den Anbau nachwachsender Rohstoffe auf Stilllegungsflächen gehabt, wenngleich der Einbruch nicht so gravierend ausgefallen ist, wie noch im Frühjahr befürchtet wurde. Nach 27.400 ha nachwachsender Rohstoffe im vergangenen Jahr waren in diesem Frühjahr lediglich knapp 17.000 ha dafür angemeldet worden. Viele im Herbst mit Raps als Industrierohstoff bestellte Flächen waren nach den Brüsseler Beschlüssen anscheinend für Konsumzwecke umgewidmet worden. Einen kleinen Ausgleich brachte dann aber die neue Energiepflanzenprämie, beispielsweise für Mais zur Biogasgewinnung. Immerhin wurden dann noch 5.230 ha mit Energiepflanzen bestellt, so dass insgesamt 22.500 ha Stilllegungsfläche mit nachwachsenden Rohstoffen bestellt wurden. Gleichwohl steht Niedersachsen damit lediglich nur auf Platz acht unter den Bundesländern.

Bei der Agrarreform 1992 waren die europäischen Bauern verpflichtet worden, jährlich einen bestimmten Teil ihrer Anbauflächen von Kulturen, für die es eine Marktordnung gibt, gegen Entschädigungszahlung stillzulegen. Dieser Mindestsatz war im Laufe der Jahre einige Male angepasst worden und betrug zuletzt zehn Prozent, darüber hinaus können die Bauern aber freiwillig bis zu einem Drittel ihrer Äcker stilllegen. Auf den stillgelegten Flächen dürfen nachwachsende Rohstoffe ohne Verlust der Stilllegungsprämie angebaut werden, für diese muss ein Anbau- und Liefervertrag mit einem Abnehmer abgeschlossen und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) in Frankfurt genehmigt werden.

Links zum Thema Nachwachsende Rohstoffe, Links zum Bundesland Niedersachsen.

Erntemenge im Saarland liegt bei 160.000 Tonnen

Themen: Archiv,Saarland — info @ 12:09

Saarbrücken (agrar.de) – Die Landwirte im Saarland konnten in diesem Sommer deutlich mehr Getreide ernten als in den Vorjahren. Nach Informationen des Umweltministeriums wurden auf einer Anbaufläche von 24.000 Hektar insgesamt 157.000 Tonnen Weizen, Roggen, Gerste und Hafer eingebracht.

Damit lagen die Ernteerträge je Hektar bei durchschnittlich 65 Doppelzentnern. Das ist rund ein Fünftel mehr als in den vergangenen Jahren geerntet wurde. Die Qualität der diesjährigen Ernte dürfte bundesweit auf einem guten Niveau liegen, wenngleich das hohe Niveau des sehr trockenen Vorjahres wohl nicht erreicht werden wird, so das Ministerium.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Saarland.

Bundesratsausschuss: Ackerbauverbot hat nichts mit Hochwasserschutz zu tun

Themen: Archiv — info @ 11:09

DBV zur Einberufung des Vermittlungsausschusses im Bundesrat

Berlin (agrar.de) – Das von Bundesumweltminister Jürgen Trittin in dem Hochwasserschutzgesetz vorgesehene Verbot der ackerbaulichen Nutzung in Überschwemmungsgebieten hat nichts mit dem eigentlichen Hochwasserschutz zu tun. Diese vom Deutschen Bauernverband (DBV) mehrfach vorgetragene Kritik wurde nun erneut vom Agrarausschuss des Bundesrates bestätigt. Auch die vom Deutschen Bundestag vorgenommenen Änderungen an der Regelung zur Einschränkung der ackerbaulichen Nutzung in Überschwemmungsgebieten entbehren einer fachlichen Rechtfertigung, weshalb der Agrarausschuss mit großer Mehrheit die Einberufung des Vermittlungsausschusses zwischen Bundestag und Bundesrat empfiehlt.

Der DBV begrüßt die Entscheidung des Agrarausschusses als konsequent und richtig. Das von der Bundesregierung geplante Berufsverbot für Landwirte an Gewässern muss gestoppt werden. Gleichzeitig fordert der DBV die Bundesländer auf, nun auch im Plenum der Empfehlung des Agrarausschusses zu folgen. Im dann folgenden Vermittlungsausschussverfahren müssen Lösungen erreicht werden, die zwar einen effektiven Hochwasserschutz sicherstellen, aber auf fachlich ungerechtfertigte, enteignungsgleiche Eingriffe in das Eigentum der Landwirte verzichten.

Der von Bundesminister Trittin vorgelegte Gesetzentwurf der Bundesregierung für einen vorbeugenden Hochwasserschutz sah ursprünglich ein Verbot der ackerbaulichen Nutzung in Überschwemmungsgebieten vor. Bereits im Bundestag wurde parteiübergreifend und über alle Sachverständigen hinweg die Vorgabe des Bundesumweltministers als fachlich ungerechtfertigt abgelehnt. Jedoch hat der Deutsche Bundestag lediglich eine Einschränkung des Ackerbauverbotes auf erosionsgefährdete Abflussbereiche beschlossen. Der Agrarausschuss des Bundesrates empfiehlt nunmehr dem Bundesrat, in einem Vermittlungsverfahren die Streichung des Ackerbauverbotes und der darüber hinaus vorgesehenen Bewirtschaftungsbeschränkungen zu erreichen. Zusätzlich sieht der Agrarausschuss des Bundesrates das Gesetz als zustimmungsbedürftig im Sinne des Grundgesetzes an.

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Goldmann: Rot-grün macht schlechte Politik für den ländlichen Raum

Themen: Archiv — info @ 09:09

Berlin (agrar.de) – In der heutigen Bundestagsdebatte über die Einbringung des Haushaltes 2005 erklärt der Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Michael Goldmann:

‚Die Wettbewerbsprobleme der heimischen Landwirte sind Rot-Grün egal. Die Regierung verschließt die Augen vor den Folgen Ihrer Politik. Die Mittelkürzungen im Agrarbereich machen den Haushalt zu einem nationalen Alleingang. Das ist das sicherste Instrument, um Arbeitsplätze aus dem Bereich der Agrar- und Ernährungswirtschaft ins Ausland zu verlagern.

Die Regierung will einfach nicht zur Kenntnis nehmen, dass der deutsche Bauer 26,56 Cent Mineralsölsteuer für den Agrardiesel zahlen muss, sein französischer Nachbar aber z.B. nur 5,66 Cent, dass beide ihre Kartoffeln aber auf dem gleichen Markt verkaufen – zu den gleichen Marktpreisen.

Die FDP lehnt es entschieden ab, diese ohnehin schon bestehende Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil deutscher Agrarwirtschaft nochmals um 56 Prozent zu vergrößern!

Es ist ja abenteuerlich, wie sich in völlig unfairer Weise gegenüber der konventionellen Landwirtschaft ein Ökoprogramm, eine Ökoförderung, ein Ökosachverständiger nach dem anderen durch den Agrarhaushalt ziehen. Allein mit ökologischer Landwirtschaft ist der ländliche Raum, ist die deutsche Agrarwirtschaft und die deutsche Lebensmittelwirtschaft nicht im internationalen Wettbewerb zu halten.

Agrardieselverteuerung bis zur Wettbewerbszerstörung und Kürzung bei den agrarsozialen Sicherungssystemen, das ist eine Zumutung, die die deutsche Landwirtschaft nicht verkraften kann. Noch bei der Bundestagswahl haben die Grünen weitere Wettbewerbsverzerrungen in diesem Bereich entschieden abgelehnt: Frau Künast, halten Sie wenigstens hier Ihre Versprechen!

Die rot-grüne Politik steht in einem weiteren Bereich in fundamentalem Gegensatz zu liberalen Prinzipien: Liberale setzen auf Eigenverantwortung. Die Regierung muss deshalb Abschied nehmen von so abenteuerlichen Ideen wie einer Currywurst-Steuer oder Zuckersteuer oder die Unterteilung in ‚gute Lebensmittel‘ oder ’schlechte Lebensmittel‘!

Deutschland ist einer der besten Agrarstandorte der Welt. Wir haben die leistungsfähigste Ernährungswirtschaft. Das wollen wir verteidigen. Und deswegen wird die FDP den rot-grünen Angriff auf den Bauernstand, der in diesem Haushalt und im Haushaltsbegleitgesetz angelegt ist, mit aller Entschiedenheit ablehnen.‘

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09. September 2004

CDU/CSU: Künast erneut widerlegt

Themen: Archiv — info @ 15:09

Umfassende Bewertung der Nahrungsmittelqualität gentechnisch veränderter Lebensmittel

Berlin (agrar.de) – Zur neuen Studie der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften erklären der Beauftragte für Bio- und Gentechnologie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Helmut Heiderich, und die Berichterstatterin für gesundheitlichen Verbraucherschutz, Julia Klöckner:

‚Verbraucherministerin Renate Künast propagiert seit Jahren ihre eigene Ideologie zur Qualität und Sicherheit von Nahrungsmitteln. Bereits im Jahr 2003 kamen namhafte Experten aus den eigenen Forschungseinrichtungen des Verbraucherschutzministeriums zu dem Ergebnis, dass konventionell und ökologisch erzeugte Nahrungsmittel im Vergleich der Nahrungsmittelqualität gleich abschneiden.

Die Union der Akademien der Wissenschaften hat nun eine umfassende Bewertung der Nahrungsmittelqualität gentechnisch veränderter Lebensmittel durchgeführt. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass solche Lebensmittel sogar gesünder sein können als herkömmlich produzierte. Damit werden die Behauptungen von Frau Künast, von gentechnisch veränderten Lebensmitteln gingen Risiken für die Gesundheit von Menschen aus, aufs Neue widerlegt. Stattdessen bestätigt sich, dass die strengen Zulassungsvorschriften der EU nur solche Produkte freigeben, die für Mensch und Umwelt unbedenklich sind.

Auch von der Bundesregierung wird bestätigt, dass die Grüne Gentechnik international als eine der wichtigsten Zukunftstechnologien gilt. Die deutsche Wissenschaft, einst Vorreiter in diesem Forschungsbereich, gerät durch stetig verschlechterte Forschungsbedingungen mehr und mehr in eine Außenseiterrolle. Eine dramatische Verschärfung dieser Situation droht durch das von der Bundesregierung vorgelegte Gesetz zur Neuordnung des deutschen Gentechnikrechts, das von den Forschern als ‚Gentechnikverhinderungsgesetz‘ qualifiziert wird.

Dabei entbehren die Begründungen für überzogene gesetzliche Auflagen und die immer wieder behaupteten negativen Auswirkungen der Gentechnik jeglicher wissenschaftlicher Grundlage, wie das Memorandum der Akademien der Wissenschaften zeigt.

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FDP: Bauern reinen Wein einschenken – Reformen sind notwendig

Themen: Archiv — info @ 15:09

Berlin (agrar.de) – Anlässlich der Entscheidung der Welthandelsorganisation (WTO) zu EU-Zuckerexporten erklärt der agrarpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Hans-Michael Goldmann:

‚Die FDP-Bundestagsfraktion hat bereits vor Monaten auf die Notwendigkeit einer Reform der EU-Zuckermarktordnung hingewiesen. Durch das Urteil der WTO sehen wir uns in dieser Einschätzung bestätigt. Von dem Urteil betroffen sind folgende zwei Bereiche mit einem Volumen von fast 5 Millionen Tonnen Zucker: Rund 1,6 Millionen Tonnen Zucker, dessen Export durch die EU subventioniert wird und rund 3 Millionen Tonnen C-Zucker, dessen Export nicht von der EU subventioniert wird. Die Ankündigung von Agrarkommissar Fischler, gegen das WTO-Urteil Berufung einzulegen, dürfte wenig Aussichten auf Erfolg haben. Agrar-, entwicklungs- und handelspolitisch sind subventionierte Zuckerexporte nicht zu rechtfertigen.

Das WTO-Urteil unterstreicht die Notwendigkeit der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Reform der Zuckermarktordnung. Dazu ist die von der EU-Kommission vorgeschlagene Kürzung der Preise und Quoten in Verbindung mit einer Ausgleichsregelung der richtige Weg. Allerdings dürfen Reformtempo und –umfang die europäischen Strukturen nicht zerstören.‘

Links zum Thema Agrarpolitik.

Online-Diskussion zum Thema „Sicherheit in Haus und Hof“

Themen: Archiv — info @ 13:09

Thyrnau (agrar.de) – Haben Sie Fragen zum sicheren Umgang mit land- und forstwirtschaftlichen Maschinen und Arbeitsgegenständen? Zu Unfallschwerpunkten im Wald, auf dem Feld, auf dem Hof und im Haushalt? Der Verein Bäuerinnentreff (BT) bietet interessierten Mitgliedern und Gästen morgen eine Live-Diskussion zum Thema ‚Sicherheit in Haus und Hof‘ an.

Zu Gast sind Reinhold Watzele, der Leiter des Dienstleistungszentrums Prävention der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Franken und Oberbayern und Fritz Allinger, Leitender Technischer Aufsichtsbeamte der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz und Schwaben.

Im %url4%Forum des Bäuerinnentreffs%/% können Sie bereits jetzt mitlesen, eigene Themen vorschlagen oder direkt in die Diskussion eingreifen. Ab Freitag (10.09.2004) um 15 Uhr werden die Unfallschützer Fragen beantworten und Anregungen entgegennehmen.

Links zum Thema %url2%Landfrauen%/%, Links zum Thema %url6%Chat und Diskussion%/%.

Zeitbombe Pestizidmüll – Warnung der FAO

Themen: Archiv — info @ 13:09

Rom (agrar.de) – Umfangreiche Mengen an Pestizid-Giftmüll bedrohen in Osteuropa, Afrika, Asien, Lateinamerika und im Mittleren Osten Gesundheit und Umwelt. Davor hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom gewarnt.

In der Ukraine lagern rund 19 500 Tonnen an ungenutzten, oft hochgiftigen Schädlingsbekämpfungsmitteln, in Mazedonien rund 10.000 Tonnen, in Polen 15.000 und Moldawien etwa 6.600 Tonnen.

In Asien gebe es rund 6.000 Tonnen Pestizidmüll. Die in China vermuteten hohen Bestände seien in der Zahl allerdings nicht enthalten. Im Mittleren Osten und Lateinamerika sind es zusammen rund 10.000 Tonnen, in Afrika rund 50.000 Tonnen.

‚Viele Länder wenden sich hilfesuchend an die FAO, um die Pestizid-Altbestände loszuwerden. Sie wollen ausserdem Schädlingsbekämpfungsmittel gezielter und umweltverträglicher anwenden, um zu vermeiden, dass sich weiter Pestizidmüll aufhäuft. Es gibt einen hohen Bedarf an Training und Ausbildung,‘ sagte Mark Davis von der FAO.

Leider kann die FAO wegen fehlender finanzieller Mittel nur noch bis Ende Dezember 2004 technische Hilfe anbieten.

Bei den Giftmüllbeständen handelt es sich um gefährliche Produkte, die oft verboten sind und nie benutzt oder beseitigt wurden. Viele Produkte haben längst das Verfallsdatum überschritten. Sie sind hochgiftig und enthalten Insektizide wie DDT, Chlordan, Dieldrin, oder Monocrotophos.

In vielen Fällen hat Rost die Behälter beschädigt und die Chemikalien sind im Erdreich versickert. Deshalb müssen nicht nur die Produkte selbst, sondern auch grosse Mengen an belasteter Erde beseitigt werden.

Der Giftmüll lagert oft in Dörfern. Viele Menschen leben in unmittelbarer Nähe dieser Giftmülldepots, Umwelt- und Gesundheitsschäden sind weit verbreitet.

Eine Tonne Pestizid-Giftmüll zu beseitigen kostet rund 3500 Dollar, so die FAO.

Seit 1994 hat die FAO eine führende Rolle bei der Beseitigung von Pestizidmüll in Entwicklungsländern. Sie tritt dafür ein, Pestizide gezielt und umweltverträglich einzusetzen, Risiken zu mindern und die integrierte Schädlingsbekämpfung zu fördern.

Links zum Thema Pflanzenschutz, Links zum Thema Landwirtschaft international.

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