01. September 2004

Getreideernte in Nordrhein-Westfalen um über zehn Prozent höher als im Vorjahr

Themen: Archiv — info @ 12:09

Düsseldorf (agrar.de) – Durch die anhaltenden Niederschläge in der ersten Julihälfte setzte in Nordrhein-Westfalen die Getreideernte zwar verspätet ein, dafür wird aber nach vorläufigen Berechnungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik das Ernteergebnis mit 4,42 Millionen Tonnen um 10,5 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.

Beim Weizen, der hierzulande nach wie vor wichtigsten Getreideart, wurde auf einer um 3,7 Prozent ausgedehnten Anbaufläche mit 2,38 Millionen Tonnen eine um 13,7 Prozent höhere Gesamternte eingefahren als im Vorjahr; der Ertrag stieg um 9,6 Prozent auf 8,79 Tonnen je Hektar.

Bei Gerste konnte trotz Reduzierung der Anbaufläche um 2,1 Prozent der Ertrag um 10,7 Prozent auf 6,91 Tonnen je Hektar gesteigert werden; die Erntemenge stieg um 8,4 Prozent auf 1,35 Millionen Tonnen.

Da die Anbaufläche von Triticale 2004 wieder ausgedehnt (+1,7 Prozent) wurde und auch der Hektarertrag auf 6,61 Tonnen (+7,5 Prozent) gesteigert werden konnte, fiel die Gesamternte mit 426.900 Tonnen um 9,2 Prozent höher aus als 2003.

Roggen wurde auf einer um 7,6 Prozent größeren Fläche als im Vorjahr angebaut. Zusammen mit einem um 5,0 Prozent gestiegenen Flächenertragszuwachs (auf 6,72 Tonnen je Hektar) belief sich hier die gesamte Ernte auf 127.200 Tonnen, das sind 13,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Hafer war die einzige Getreideart in Nordrhein- Westfalen, deren Hektarertrag unter dem des Vorjahres lag (-2,1 Prozent). Mit 5,47 Tonnen und gleichzeitiger Reduzierung der Anbaufläche um 14,4 Prozent fiel auch die Gesamternte mit 123.000 Tonnen (-16,3 Prozent) niedriger aus als ein Jahr zuvor.

Links zum Thema Agrarbericht und Statistik, Links zum Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Auktionsergebnisse Schweinebörse Nordwest

Themen: Handel,Schweine — info @ 11:09

Damme (agrar.de) – Bei der Auktion der Internet Schweinebörse Nordwest AG wurden von insgesamt 605 angebotenen Schweinen 465 Schweine verkauft, davon alle Schweine aus Deutschland zu einem Durchschnittspreis von 1,63 Euro/kg SG in einer Spanne von 1,61 Euro bis 1,63 Euro. Es wurden vier Partien gehandelt.

Links zum Thema Schweine.

Hessische Bauern bangen um die Getreideernte

Themen: Archiv — info @ 09:09

Präsident Bär relativiert Erntebericht von Frau Künast für Hessen

Neu-Eichenberg (agrar.de) – ‚Nach dem guten Beginn der Getreideernte hat sich die Situation nunmehr deutlich verschlechtert. Vor allem in den hessischen Mittelgebirgslagen bangen die Bauern um ihre Ernte. Dort sind aufgrund der unbeständigen Witterungsbedingungen mit zum Teil heftigen Niederschlägen erst etwa 65 Prozent der Weizenfelder abgeerntet. In einzelnen Betrieben liegt der Prozentsatz des noch nicht geernteten Weizens weitaus höher. Auch Triticale und Hafer stehen vielfach auf dem Halm.‘ Mit diesen Worten hat der Präsident des Hessischen Bauernverbandes (HBV), Heinz Christian Bär, heute in Neu-Eichenberg/Hebenshausen (Werra-Meißner-Kreis) die Aussage von Bundeslandwirtschaftsministerin Künast anlässlich ihres Ernteberichtes, die Bauern hätten in diesem Jahr eine Rekordernte bei Getreide eingefahren, für Hessen entschieden zurückgewiesen.

Jeder Tag Ernteverzögerung erhöhe die Ertrags- und Qualitätsverluste und somit Erlöseinbußen erheblich. Allein in Hessen stünden noch 25.000 bis 30.000 Hektar Weizen mit einem Wert von rund 20 bis 24 Mio. Euro auf den Feldern. Deshalb seien die betroffenen Bauern mit Recht sehr verärgert über den nicht den Tatsachen entsprechenden Erntebericht von Bundeslandwirtschaftsministerin Künast, der die schwierigen Erntebedingungen in weiten Teilen Deutschlands außer Acht lasse.

Bundesweit seien nach Angaben von Frau Künast zwar 12,6 Prozent mehr geerntet worden als im langjährigen Durchschnitt. Dies habe jedoch zu einem enormen Preisdruck geführt, was die finanzielle Situation in den Betrieben zusätzlich erschwert. Zur Aufrechterhaltung der Liquidität in den betroffenen Betrieben fordert Präsident Bär ein Vorziehen der Ausgleichszahlungen für Getreide. Darüber hinaus müssten alternative Verwendungsmöglichkeiten für Getreide, beispielsweise eine energetische Verwertung, geprüft werden.

‚Aufgrund der angespannten Lage wollen sich die Bauern aber nicht alleine auf den Staat verlassen. Sie organisieren in Selbsthilfe den Austausch von Mähdrusch-, Trocknungs- und Lagerkapazitäten, um das noch auf dem Halm stehende Getreide möglichst schnell ins Trockene bringen zu können, sobald die Witterung dies zulässt‘, sagte Präsident Bär abschließend.

Links zum Thema Verbände.

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