Getreideernte in Nordrhein-Westfalen um über zehn Prozent höher als im Vorjahr
Düsseldorf (agrar.de) – Durch die anhaltenden Niederschläge in der ersten Julihälfte setzte in Nordrhein-Westfalen die Getreideernte zwar verspätet ein, dafür wird aber nach vorläufigen Berechnungen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik das Ernteergebnis mit 4,42 Millionen Tonnen um 10,5 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.
Beim Weizen, der hierzulande nach wie vor wichtigsten Getreideart, wurde auf einer um 3,7 Prozent ausgedehnten Anbaufläche mit 2,38 Millionen Tonnen eine um 13,7 Prozent höhere Gesamternte eingefahren als im Vorjahr; der Ertrag stieg um 9,6 Prozent auf 8,79 Tonnen je Hektar.
Bei Gerste konnte trotz Reduzierung der Anbaufläche um 2,1 Prozent der Ertrag um 10,7 Prozent auf 6,91 Tonnen je Hektar gesteigert werden; die Erntemenge stieg um 8,4 Prozent auf 1,35 Millionen Tonnen.
Da die Anbaufläche von Triticale 2004 wieder ausgedehnt (+1,7 Prozent) wurde und auch der Hektarertrag auf 6,61 Tonnen (+7,5 Prozent) gesteigert werden konnte, fiel die Gesamternte mit 426.900 Tonnen um 9,2 Prozent höher aus als 2003.
Roggen wurde auf einer um 7,6 Prozent größeren Fläche als im Vorjahr angebaut. Zusammen mit einem um 5,0 Prozent gestiegenen Flächenertragszuwachs (auf 6,72 Tonnen je Hektar) belief sich hier die gesamte Ernte auf 127.200 Tonnen, das sind 13,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Hafer war die einzige Getreideart in Nordrhein- Westfalen, deren Hektarertrag unter dem des Vorjahres lag (-2,1 Prozent). Mit 5,47 Tonnen und gleichzeitiger Reduzierung der Anbaufläche um 14,4 Prozent fiel auch die Gesamternte mit 123.000 Tonnen (-16,3 Prozent) niedriger aus als ein Jahr zuvor.
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