24. September 2004

NABU fordert Bundesrat zur raschen Verabschiedung des Gentechnik-Gesetzes auf

Themen: Archiv — info @ 15:09

Berlin (agrar.de) – Der Naturschutzbund NABU hat die gestrige Entscheidung des Vermittlungsausschusses, die Beratung des Gentechnik-Gesetzes um weitere vier Wochen zu verschieben, scharf kritisiert. Als Konsequenz daraus könnten weiterhin gentechnisch veränderte Organismen (GVO) prinzipiell ausgesät werden könnten, ohne dass durch ein öffentliches Kataster oder ein Monitoringverfahren Transparenz geschaffen worden sei, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke: ‚Landwirte, Verbraucher und die Natur werden die Verlierer dieser Verzögerungstaktik sein.‘

Die Landesregierungen könnten nach Ansicht des NABU-Präsidenten ebenfalls nur verlieren, wenn sie dem Druck der Biotechnologie-Lobby nachgeben würden: ‚Landwirtschaft, Tourismus und letztlich die gesamte Regionalentwicklung leben vom Vertrauen der Konsumenten, die die Grüne Gentechnik mit großer Mehrheit ablehnen.‘ Tschimpke forderte die Ministerpräsidenten auf, endlich ihrer Verantwortung für Mensch und Umwelt gerecht zu werden und dem Gentechnik-Gesetz ohne weitere Verwässerungen im Bundesrat zuzustimmen.

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